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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

Ein Zählbuch, das Kleinen und Großen Spaß macht

Gans, Gans, Elch - Ein tierischer Zählspaß
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„Gans, Gans, Elch“ ist ein humorvolles Bilderbuch, das Kinder spielerisch zum Zählen animiert. Die Geschichte ist so einfach wie genial: An der Eisdiele gibt es zwei Schlangen – eine für Gänse und eine ...

„Gans, Gans, Elch“ ist ein humorvolles Bilderbuch, das Kinder spielerisch zum Zählen animiert. Die Geschichte ist so einfach wie genial: An der Eisdiele gibt es zwei Schlangen – eine für Gänse und eine für Elche – und alle Tiere sollen sich natürlich an der richtigen Stelle anstellen. Darauf achtet Gans Simon mit großer Sorgfalt. Doch immer wieder landen Elche bei den Gänsen und Gänse bei den Elchen, wodurch ein herrliches Chaos entsteht. Während Simon zunehmend verzweifelt versucht, Ordnung in die Schar zu bringen, taucht schließlich auch noch eine Maus auf, für die überhaupt keine Reihe vorgesehen ist…

Die Geschichte ist in Reimform erzählt, wodurch sie sich wunderbar zum Vorlesen eignet. Das Durcheinander und Simons wachsende Verzweiflung werden nicht nur durch die Handlung, sondern auch durch die kreative Platzierung des Textes und unterschiedliche Schriftgrößen sichtbar gemacht. Gleichzeitig lernen kleine Leser*innen ganz nebenbei, die Tiere der Reihe nach zu zählen, ohne dabei eines zu vergessen.

Einige humorvolle Details werden ganz kleine Kinder vermutlich noch nicht vollständig verstehen, dennoch macht das Buch sowohl Kindern als auch Erwachsenen großen Spaß. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte zudem die schöne Botschaft, dass es völlig in Ordnung ist, auch einmal aus der Reihe zu tanzen.

Besonders begeistert haben uns die liebevollen Illustrationen. Die Gänse sind unglaublich niedlich gestaltet und mit viel Witz durch Kleidung und Accessoires individualisiert. Trotz der einfachen Gesichtszüge lassen sich ihre Emotionen wunderbar erkennen – gerade für jüngere Kinder ein großer Pluspunkt.

Das Buch hat uns von der ersten Seite an begeistert und wird immer wieder aus dem Regal geholt. Eine absolute Kaufempfehlung für Kinder ab 4 Jahren.

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  • Geschichte
  • Handlung
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  • Charaktere
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  • Illustrationen
Veröffentlicht am 24.05.2026

Gefühlvoll, melancholisch und nahbar

Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens
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Mina und Caplan sind seit der Grundschule beste Freunde – und könnten unterschiedlicher kaum sein. Mina ist still, liebt Bücher und hält sich eher im Hintergrund, während Caplan zu den beliebtesten Schülern ...

Mina und Caplan sind seit der Grundschule beste Freunde – und könnten unterschiedlicher kaum sein. Mina ist still, liebt Bücher und hält sich eher im Hintergrund, während Caplan zu den beliebtesten Schülern gehört und von Freunden umgeben ist. Als sich Caplans Freund Quinn plötzlich für Mina interessiert, reagiert Caplan zu seiner eigenen Überraschung eifersüchtig. Bei einem Partyspiel küsst er Mina kurzerhand und setzt damit nicht nur seine Beziehung zu Hollis, sondern auch die Freundschaft zu Mina aufs Spiel.

Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits haben mir die ruhige, emotionale und zugleich spannende Handlung sehr gefallen. Die Geschichte fängt die Stimmung der letzten Wochen vor dem Schulabschluss gelungen ein: die Melancholie, den Abschiedsschmerz, die Vorfreude auf die Zukunft und gleichzeitig die Angst vor dem Ungewissen. Dadurch fühlte ich mich immer wieder in diese besondere Zeit zurückversetzt.
Mina und Caplan waren mir sofort sympathisch und ich konnte mich schnell in sie hineinversetzen. Mit Hollis hatte ich anfangs mehr Schwierigkeiten, doch gerade ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung hat mich begeistert. Besonders gegen Ende wird deutlich, dass sie emotional reifer ist als viele der anderen Figuren.
Auch der Schreibstil ließ sich angenehm lesen; teilweise bin ich regelrecht durch die Seiten geflogen.
Andererseits gab es für mich auch einige Kritikpunkte. Minas Entwicklung vom gemobbten Mädchen zu einem festen Teil von Caplans Clique ging mir zu schnell und wirkte dadurch nicht ganz nachvollziehbar. Auch einige ihrer Einstellungsänderungen passten für mich nicht immer zu ihrer Figur.
Zudem werden mehrere schwierige Themen angesprochen, obwohl der Fokus eigentlich auf der Beziehung zwischen Mina und Caplan liegt. Viele davon bleiben jedoch eher oberflächlich behandelt. Vor allem bei einem Thema hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht, da es große Auswirkungen auf Minas Leben hatte und noch immer hat. Gerade ihre Gefühle dazu blieben für mich oft zu wenig ausgearbeitet.
Trotz der wechselnden Perspektiven zwischen Mina und Caplan war mir stellenweise nicht klar, aus wessen Sicht gerade erzählt wurde, da sich ihre Erzählstimmen sehr ähnelten. Ähnlich ging es mir bei einigen Dialogen, in denen nicht immer eindeutig war, wer gerade sprach.

Insgesamt hat mir das Buch dennoch gut gefallen und ich habe mit Mina, Caplan und auch Hollis mitgefühlt und mitgefiebert. Ein schönes Coming-of-Age-Buch, das einen mit einer gewissen Sehnsucht zurücklässt.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Ein hilfreicher Werkzeugkasten für Eltern

50 Sätze, die es Eltern leichter machen
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‚50 Sätze, die es Eltern leichter machen‘ bietet Eltern eine umfangreiche Sammlung an Formulierungen, die die Kommunikation und Bindung mit ihren Kindern einfacher machen sollen. Dabei geht es nicht nur ...

‚50 Sätze, die es Eltern leichter machen‘ bietet Eltern eine umfangreiche Sammlung an Formulierungen, die die Kommunikation und Bindung mit ihren Kindern einfacher machen sollen. Dabei geht es nicht nur um konkrete Sätze für Gespräche, Konfliktsituationen oder schwierige Momente wie Trauer und Überforderung, sondern häufig auch um die innere Haltung dahinter.
Birgit Gattringer zeigt dabei immer wieder, wie wichtig es ist, Dinge kindgerecht zu verbalisieren, um Verständnis und Vertrauen zu schaffen.

Das Buch ist wie ein Werkzeugkasten aufgebaut: In sieben Kapiteln sind die Sätze thematisch gegliedert – unter anderem zu Bindung, Verständnis, Wut, Grenzen setzen, Diskussionen, Konflikte zwischen Geschwistern und Selbstfürsorge. Zu jedem Satz gibt es nicht nur theoretische Hintergründe, sondern vor allem praxisnahe Beispiele für den Familienalltag. Genau das macht dieses Buch besonders wertvoll.
Wie von der Autorin empfohlen, lohnt es sich, das Buch zunächst komplett zu lesen, da einige Inhalte aufeinander aufbauen. Danach eignet es sich aber auch hervorragend als Nachschlagewerk für konkrete Alltagssituationen – insbesondere durch das Fazit am Schluss eines jeden Abschnitts.
An manchen Stellen hätte ich mir allerdings noch mehr Hinweise gewünscht, wie man vorgehen kann, wenn sich ein Konflikt trotz der beschriebenen Ansätze nicht lösen lässt. Eine Art ‚zweite Runde‘ oder alternative Handlungsmöglichkeiten hätten den Ratgeber für mich noch hilfreicher gemacht.

Besonders angenehm ist der wertschätzende und urteilsfreie Schreibstil. Vieles liest sich, als würde eine gute Freundin von ihren eigenen Erfahrungen berichten – ehrlich, empathisch und mit Blick auf die Herausforderungen des Familienalltags. Sehr gelungen fand ich auch den Hinweis, dass die vorgestellten Sätze nicht immer funktionieren müssen. Das nimmt Druck heraus und macht Mut, Neues auszuprobieren. Dazu passt auch das Kapitel über Selbstfürsorge, das deutlich macht, dass Eltern nicht perfekt sein müssen.

Vor allem der starke Praxisbezug hat mich überzeugt. Theoretische Hintergründe sind wichtig, doch durch die vielen alltagsnahen Beispiele lassen sich die Anregungen deutlich leichter in das eigene Familienleben integrieren.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Warten auf die Schule mit Pippi Langstrumpf

Mein Schulstart. Countdown zur Einschulung mit Pippi Langstrumpf
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Mit diesem Buch verkürzt Pippi Langstrumpf die Wartezeit auf den Schulanfang mit einem zehntägigen Countdown. Aufgebaut wie ein Buch-Adventskalender können an jedem Tag neue Seiten geöffnet werden. Neben ...

Mit diesem Buch verkürzt Pippi Langstrumpf die Wartezeit auf den Schulanfang mit einem zehntägigen Countdown. Aufgebaut wie ein Buch-Adventskalender können an jedem Tag neue Seiten geöffnet werden. Neben einer Geschichte finden sich darin auch passende Aktivitätsvorschläge wie Rezepte, Bastelanleitungen, Spielideen sowie Mal- und Denkanregungen. Leider enthalten die Rezepte häufig Süßigkeiten. Weniger gelungen ist zudem, dass sich die Doppelseiten mit den Vorschlägen mitten in der Geschichte befinden – dadurch wird der Vorlesefluss unterbrochen.

Die Geschichten rund um Pippi sind altbekannt, humorvoll und altersgerecht. Wer bereits Bücher wie Pippi geht in die Schule, Pippi geht in den Zirkus oder Pippi als Sachensucherin zuhause hat, wird hier allerdings wenig Neues entdecken.

Insgesamt ist es ein schönes Mitmachbuch, das die Vorfreude auf die Schule stärkt und Kindern zugleich Anregungen gibt, wie sie in dieser aufregenden Zeit neue Freundschaften knüpfen können.

Veröffentlicht am 04.05.2026

Zwischen Fürsorge und Fremdbestimmung

Once Upon A Tender Kiss
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Mia hat es nicht leicht: Ihre überfürsorglichen Eltern schirmen sie nach einer Herzkrankheit bei ihrer Geburt von allem ab und würden sie am liebsten bei jeder Kleinigkeit zum Check-up ins Krankenhaus ...

Mia hat es nicht leicht: Ihre überfürsorglichen Eltern schirmen sie nach einer Herzkrankheit bei ihrer Geburt von allem ab und würden sie am liebsten bei jeder Kleinigkeit zum Check-up ins Krankenhaus schicken. Unter ihrer Wohnung eröffnet zudem eine Tanzbar, deren Musik bis tief in die Nacht in ihre vier Wände dröhnt. Und auch ihr neuer Nachbar Tate scheint zunächst alles andere als rücksichtsvoll. Doch dann zeigt er eine überraschend charmante Seite, und gemeinsam mit seiner elfjährigen Tochter Riley wirbelt er Mias bislang so behütetes Leben gehörig durcheinander.

Obwohl mir die Geschichte insgesamt gut gefallen hat und sich der Schreibstil angenehm lesen lässt, ließ meine anfängliche Begeisterung nach etwa einem Drittel des Buches spürbar nach. Das lag nicht nur am extrem übergriffigen und nervigen Verhalten von Mias Eltern, die unter dem Deckmantel der Sorge wiederholt gegen ihre Interessen handeln und sie emotional unter Druck setzen, sondern auch an Mias Reaktionen darauf. Ihre wiederkehrende Schockstarre wirkte auf mich zunehmend schwer nachvollziehbar, da sie die Situation eigentlich reflektieren kann. Ebenso blieb für mich unverständlich, warum sie den Kontakt nicht früher einschränkt und weshalb sowohl ihre beste Freundin als auch ihre Patentante so zurückhaltend bleiben, statt ihr mehr den Rücken zu stärken.

Nicht nur der Plot erinnert stellenweise an ein modernes Märchen – entsprechende Anspielungen und Vergleiche ziehen sich auch durch den Text, wirken dabei aber gelegentlich etwas zu bemüht.

Insgesamt ein solider Plot mit interessanten Ansätzen, der mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

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