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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2020

Einfach zauberhaft und wunderschön!

Sternenfeuer. Kaiserin der Drachen
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Handlung:

Schon seit ihrer Kindheit ist Xins Leben vorherbestimmt: Als mächtigste Sternentochter ihrer Generation soll sie die nächste Kaiserin von Midland werden und damit die Aufgabe übernehmen, den ...

Handlung:

Schon seit ihrer Kindheit ist Xins Leben vorherbestimmt: Als mächtigste Sternentochter ihrer Generation soll sie die nächste Kaiserin von Midland werden und damit die Aufgabe übernehmen, den Menschen als Sonne zu dienen. Doch als der mit ihr verbundene Stern plötzlich verschwindet, scheint ihre Zukunft ungewisser denn je. Entschlossen macht sich Xin auf die Suche nach dem sagenumwobenen Orakel und trifft dabei auf Taron, der sie mit seinen mitternachtsblauen Augen sogleich in den Bann zieht. Und je länger die Sternentochter den Zwängen des kaiserlichen Hofes fernbleibt, desto mehr sehnt sich ihr Herz nach etwas, das nur Taron ihr geben kann. Doch ohne Xin ist Midland dem Untergang geweiht …

Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut und ist überhaupt einer der Gründe, warum ich dieses Buch lesen wollte. Ich finde, dass es schon sehr nach High Fantasy aussieht und nicht nach Science-Fiction, was der Hintergrund vielleicht vermittelt, es passt also super zum Genre. Die Farben finde ich auch sehr schön und das Mädchen, das auf dem Cover abgebildet ist, ist wohl unsere Hauptperson Xin. Das Cover wirkt auf mich sehr mystisch und magisch, wobei bei dieser Entscheidung sicher die Farbe eine Rolle spielen, die übrigens total gut miteinander harmonieren. Der auffällige Schriftzug ,,Sternenfeuer“, der sich verschnörkelt über den Rücken der jungen Frau zieht, gefällt mir auch total, denn er versprach mir eine spannende und romantische Geschichte! Auch der Klappentext klang total interessant und hat mich gleich angesprochen, da ich Fantasy-Geschichten, die zugleich auch sehr romantisch sind, liebe. Außerdem hat er mich total neugierig auf die Geschichte gemacht und ich war sehr gespannt, was mich in dieser Romantasy erwarten würde.
Gleich, nachdem ich mit dem Buch gestartet hatte, war ich wirklich total begeistert. Amy Thyndals Schreibstil gefällt mir total gut, er ist sehr flüssig und bildlich und die Geschichte lässt sich leicht lesen. Gleichzeitig ist er auch sehr mitreißend und fesselnd, sodass mich das Buch nach wenigen Seiten schon vollkommen in seinen Bann gezogen hat und ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und waren für meinen Geschmack fast etwas zu kurz. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Xin und Hua, ihrer Schwester erzählt, in die ich mich gleich gut hineinversetzen konnte.

Ich liebe die Atmosphäre und auch deshalb hat mich das Buch gleich in seinen Bann gezogen. Midland konnte ich mir zwar noch nicht ganz so gut vorstellen, aber besonders Xins Lieblingsplatz wurde sehr detailreich beschrieben, sodass ich ein richtiges Bild vor Augen habe. Und das Ritual ganz am Anfang war wirklich sehr magisch. Dennoch hätte ich mir vielleicht eine Karte von Midland gewünscht, um mir alles besser vorstellen zu können, aber dennoch war der Schreibstil wirklich total bildlich!

Was genau die Sternentöchter sind, wird von Hua genauer gleich zu Beginn näher erklärt, und ich finde dieses Märchen richtig schön. Sternentöchtern werden von allen sehr geschätzt und verehrt, denn die Bewohner Midlands verdanken ihnen, dass sie genug zum Essen haben und das Land nicht untergeht. In jeder Generation gibt es drei Sternentöchter, Xin hat also zwei Schwestern, nämlich Hua und Tian, die nicht die neue Kaiserin werden, da sie nicht die Kraft besitzen, die Sonne in sich aufzunehmen, aber trotzdem ihre Pflichten haben, zum Beispiel wird Hua einmal die Erzieherin der kleinen Sternentöchter werden. Xin bereitet sich auf ihre Aufgabe als Kaiserin vor, doch das Verschwinden ihres Sterns, den jede Sternentochter hat, bringt alles durcheinander und Xin verschwindet aus dem Palast und begibt sich ins Fremde. Ihre Entscheidung, sich auf den Weg zum Orakel zu machen, kam wirklich etwas überstürzt und unüberlegt, aber ich konnte sie natürlich sehr verstehen und fühlte total mit ihr mit. Was ist nur mit ihrem Stern passiert? Und wird das Orakel ihr helfen können?

Natürlich kommt auch der romantische Aspekt nicht zu kurz, denn Xin begegnet auf ihrer Reise zum Orakel Taron, der ihr seltsam vertraut vorkommt, den sie aber eigentlich noch nie gesehen hat … Ich hatte ja eigentlich zuerst gedacht, dass Xin und Long, der Kronprinz, wirklich ineinander verliebt sind, aber bald wurde klar, dass Xin eigentlich nur freundschaftliche Gefühle für den Kronprinzen empfindet und für sie es auch nicht schlimm wäre, ihn zu heiraten. Auf jeden Fall konnte ich mit Xin in Tarons Augen versinken und fragte mich natürlich, warum er ihr so bekannt vorkommt und ob er vielleicht etwas mit dem Verschwinden von Xins Stern zu tun hat. Mir war keineswegs zu viel Schwärmerei im Buch, ich fand es absolut passend. Die Liebesgeschichte wirkte absolut nachvollziehbar auf mich und ich war schon sehr gespannt, was sich da entwickeln würde. Ich hatte für die drei Sternentöchter schon passende Matches zusammengestellt, doch die drei Jungen mussten sich erst einmal als vertrauenswürdig erweisen, denn schließlich sollte keine der jungen Frauen anschließend ein gebrochenes Herz haben!

Die Handlung war sehr mitreißend und unvorhersehbar und mir war wirklich an keiner Stelle langweilig! Auch das Ende ist wirklich super und hat mir total gut gefallen. Besonders schön fand ich, dass es dieses Mal kein typisches Happy End gibt.

Xin finde ich sehr interessant und mag sie eigentlich schon sehr. Sie ist mit dem Wissen aufgewachsen, dass sie die nächste Kaiserin werden wird und dabei viele Verpflichtungen auf sie warten, sodass ich mich fragte, ob sie sich vielleicht manchmal von ihrer Rolle erdrückt fühlt. Jedenfalls hat sie noch nicht viel außer dem Palast gesehen und ihre Reise zum Orakel bietet da viel Abwechslung! Ich konnte ihre Entscheidungen eigentlich immer gut nachvollziehen und fand sie sehr sympathisch.

Hua ist eine total liebevolle und sympathische Person, die ich gleich in mein Herz geschlossen habe und mich gut in sie hineinversetzen konnte. Hua kann ich auch total verstehen, dass sie sich nach einer eigenen Familie sehnt, denn sie liebt es, mit den Kleineren zu arbeiten, aber beides geht ja nicht, denn es ist ihre Pflicht, sich um die Sternentöchter zu kümmern und keine eigene Familie zu gründen. Außerdem ist Hua heimlich verliebt, in jemanden, der für sie aber unerreichbar ist …

Die anderen Charaktere waren ebenfalls sehr liebevoll ausgearbeitet, erschienen mir aber fast etwas zu blass, denn ich hätte total gerne mehr über sie, besonders Taron, erfahren!

Fazit:

Eine wirklich wunderschöne Romantasy, die sogar auf einer Legende basiert! Mir hat das Buch total gefallen, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Es heißt, Irrlichter führen dich zu deinem Schicksal...

CHASING AFTER
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Handlung:

Fünf Jahre nachdem alle Staatssysteme wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen sind, hat sich die Welt verändert. Die Menschen streifen als Einzelkämpfer durch die verwahrlosten Straßen, ...

Handlung:

Fünf Jahre nachdem alle Staatssysteme wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen sind, hat sich die Welt verändert. Die Menschen streifen als Einzelkämpfer durch die verwahrlosten Straßen, plündern als Clan verbliebene Ressourcen oder leben wie die Protagonistin Alessandria, in einer Kolonie. Alessandria ist aus ihrem früheren Leben nur ein Mensch geblieben, der ihr etwas bedeutet, aber in der Kolonie hat sie eine neue Familie und Hoffnung auf eine Zukunft gefunden. Außerdem hat sie mit Haze einen perfekten Partner, auf den sie sich verlassen kann, gefunden. Erneut gerät ihre Welt ins Wanken, als jemand ihren Weg kreuzt - eine Begegnung mit der sie niemals gerechnet hätte und Aiden lässt ihr Herz schneller schlagen. Wird Alessandria an der Vergangenheit festhalten können, oder holt sie ihre Zukunft ein?

Meinung:

Das Cover ist sehr interessant gestaltet. Es zeigt unsere Protagonistin Alessandria -kurz Alex- schräg von der Seite und ich muss sagen, dass die Person total meinen Vorstellungen von Alex entspricht. Auffällig ist das Symbol in Alex‘ Nacken, das übrigens auch eine Bedeutung hat und sie als Koloniemitglied ausweist. Im Hintergrund erkennt man noch dichte Nadelbäume sowie Hochhäuser in einer Großstadt – ein starker Gegensatz, wie ich finde. Die Farben passen gut zusammen und auch die einzelnen Illustrationen im Buch finde ich richtig hübsch. Die Kapitelüberschriften sind sehr passend gewählt und spoilern meiner Meinung nach nicht zu sehr.

Gleich zu Beginn bin ich gut in die Geschichte gestartet und mit dem Schreibstil wirklich sehr zufrieden. Er ist flüssig und sehr fesselnd und durch die Ich-Perspektive ist gleich eine Bindung zwischen mir und Alex entstanden, die ich sehr sympathisch finde und mich gleich mit ihr identifizieren konnte. Der Schreibstil ist sehr bildlich, manchmal hätte ich mir jedoch etwas mehr Informationen zum Aufenthaltsort der Kolonie gewünscht, da ich davon eigentlich keine richtige Vorstellung hatte.

Eine Geschichte, die New Adult und Dystopien vereint? Das klang doch wirklich ganz nach meinem Geschmack, da ich beide Genres total liebe und bisher nicht ein Buch mit so einer Idee gelesen habe. Bald wird aber klar, dass der Fokus deutlich auf der Liebesgeschichte liegt, was nicht unbedingt schlimm ist. Die Idee, wie es zu der gegenwärtigen Situation kam, wie die Staatssysteme zusammengefallen sind, fand ich richtig interessant, habe mir aber noch etwas mehr Informationen darüber gewünscht, da der Börsencrash eher am Rande erwähnt wurde, zum Beispiel, wie genau es dazu kam, etwas ausführlichere Infos vielleicht ... Allerdings ist das Buch der erste Band einer Trilogie und mehr Infos zum Börsencrash wird es wahrscheinlich in den nächsten Bänden geben. Jedoch hätte ich an dieser Stelle mehr Show-Don’t-Tell gebraucht. Sehr gut beschrieben und richtig interessant fand ich die Stelle, wo Alex Aiden erzählt, was es mit ihrem auffälligen Tattoo auf sich hat, und konnte mir das Tattoo richtig gut vorstellen, auch ohne auf das Cover zu blicken.

Alex ist glücklich mit Haze, denn die zwei haben in der Kolonie ihr Glück und ihre Rettung gefunden. Endlich sind sie sicher. Doch als Alex einen verlassenen Laden plündert, trifft sie auf Aiden, der ihr nur zu gut bekannt vorkommt, denn schon jahrelang schwärmt sie für den jungen Mann, der als Schauspieler ihr Herz höherschlagen lässt. Und auch im echten Leben ist es so, denn Aiden bringt Alex deutlich durcheinander und so bittet sie ihn, mit ihr zu kommen und ein Mitglied der Kolonie zu werden. Aber kann sie ihm wirklich trauen und Haze für ihn aufgeben, der jahrelang auf ihrer Seite stand und sie unterstützte? Die Gefühle wurden für mich sehr nachvollziehbar beschrieben, auch wenn mich das ständige Hin und Her dann etwas genervt hat. Die Liebesgeschichte beansprucht für mich etwas zu viel Platz im Buch und deshalb konnte ich nur hoffen, dass sich Haze und Aiden sich nicht gegenseitig an die Gurgel gehen würden, im Kampf für Alex, und Alex Aiden wie einem normalen Kollegen entgegentreten kann. Als Alex sich endlich entschieden hatte, war ich erleichtert und konnte ihre Wahl auch gut nachvollziehen.

Die Story hat mich wirklich gleich gepackt und mitgerissen, auch wenn lange eigentlich nichts Actionreicheres passiert. Erst im letzten Drittel wird es dann noch einmal richtig spannend und mir wurde klar, warum die Kolonie immer in Angst leben muss. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, viele Geheimnisse werden aufgedeckt und Alex muss schmerzvoll erfahren, dass sie jahrelang von denjenigen getäuscht wurde, von denen sie es nie vermutet hätte.

Alex fand ich nett, würde ich allerdings nicht zu meinen Lieblingsprotagonistinnen zählen, da sie sich in manchen Situationen etwas pubertär verhielt und keine nennenswerte Entwicklung machte. Man merkt, dass sie von den anderen Koloniemitgliedern sehr geschätzt und von den Jüngeren auch sehr bewundert wird. Doch das musste sich Alex erst alles erkämpfen. Ihr neues Leben wird erneut auf den Kopf gestellt, als Aiden auftaucht und sie sehr durcheinanderbringt. Kann sie ihm trauen?

Aiden wird für Alex zu einer sehr wichtigen Person, der sie alles anvertrauen kann, doch ich wurde anfangs aus ihm nicht ganz schlau. Er wirkt auf mich ziemlich fröhlich und wie jemand, der immer einen guten Spruch draufhat. Und doch hatte ich bei ihm irgendwie ein seltsames Gefühl, denn er hatte Alex ziemlich über die Kolonie ausgefragt, sodass der Verdacht zurückblieb, er würde sie alle ausspionieren wollen. Aber er will doch nichts Böses!?

Zuerst mochte ich Haze gar nicht, aber dann konnte ich auch ihn und sein Verhalten viel besser verstehen und er tat mir irgendwie leid, denn er schien zu ahnen, dass sich etwas zwischen Alex und Aiden anbahnt und Alex ihm langsam aber sicher entgleitet. Aber gegen die Liebe ist man manchmal machtlos und ich hatte auch irgendwie das Gefühl, dass Alex Haze nicht so wirklich liebt, denn ich spürte beim Lesen irgendwie kein Knistern zwischen den beiden. Deshalb war mir relativ bald klar, dass es wahrscheinlich Alex und Aiden als Paar hinauslaufen wird und ich war sowieso eher Team Aiden, auch wenn ich diesen im Laufe des Buches nicht so ganz einschätzen konnte.

Fazit:

Ein gelungener Auftakt, auch wenn nicht ganz ohne Kritikpunkte. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2020

Eine spannende Urban-Fantasy, die mich sehr mitreißen konnte!

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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Handlung:

Emilia hält sich für ein völlig normales Mädchen. Doch als die Siebzehnjährige gemeinsam mit ihren Klassenkameraden ein Museum besucht, wird ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt. Denn Emilia ...

Handlung:

Emilia hält sich für ein völlig normales Mädchen. Doch als die Siebzehnjährige gemeinsam mit ihren Klassenkameraden ein Museum besucht, wird ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt. Denn Emilia kann das geheimnisvolle Voynich-Manuskript lesen, an dessen Entzifferung selbst die besten Wissenschaftler gescheitert sind. Kein Wunder also, dass Emilia völlig verwirrt ist, und dann scheint sie ein mysteriöser Typ förmlich zu verfolgen. Doch bald stellt sich heraus, dass der verschlossene Ben ihr nichts Böses will und Emilia erfährt Unglaubliches. Denn ausgerechnet sie soll eine Nachfahrin des legendären Silberordens sein. Und dann müssen sie und Ben sich vor mächtigen Feinden in Acht nehmen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Meinung:

Das Cover ist schon einmal ein echter Hingucker. Die dunklen Farben verleihen ihm etwas Mystisches und Geheimnisvolles und passen wirklich supergut zusammen, es gibt auch einige Lichtflecken. Der Schriftzug Kaleidra sticht mit der hellen Farbe deutlich hervor und macht mit diesem ungewöhnlichen Titel sehr neugierig auf die Geschichte, denn was ,,Kaleidra" wohl bedeutet und wird sich im Buch eine Erklärung darauf finden? Das Cover wirkt außerdem sehr rätselhaft und irgendwie düster und mit den filigranen Mustern ist es wirklich ein echter Hingucker, sodass es mir auf jeden Fall in der Buchhandlung auffallen würde.

Kira Licht schreibt sehr bildlich und mitreißend, ich finde ihren Schreibstil sehr flüssig und fesselnd. Ich habe einige Seiten gebraucht, bis ich in die Geschichte reingekommen bin, aber dann ging es und ich bin förmlich in der Geschichte versunken, die mich von diesem Zeitpunkt an so fesseln konnte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Gut gefällt mir auch, dass es am Anfang nicht langweilig wird und man gleich mitten rein in die Geschichte geworfen wird. Gleich habe ich mich mit der Frage beschäftigt, warum Emilia wohl das Voynich-Manuskript lesen kann. Und dann wird sie auch noch von seltsamen Typen angegriffen, von denen sie einer auffordert, mit ihm zu gehen, und wird in ein unglaubliches Geheimnis eingeweiht. Das mit den Alchemisten und verschiedenen Orden finde ich total interessant, auch wenn es für mich zunächst wie auch für Emilia etwas verwirrend war, denn die Fantasyidee, die sich Kira Licht ausgedacht hat, ist ziemlich komplex und hat deshalb viel Erklärungsbedarf. Auf jeden Fall gibt es drei unterschiedliche Logen, deren Mitglieder unterschiedliche Astralelemente haben, die sich aus der Umgebung nutzen lassen. Emilia gehört zur Silberloge und man erfährt ziemlich bald, warum Emilia für die Goldloge, zu der auch Ben gehört, so wichtig ist, denn sie soll zusammen mit den Abgeordneten der zwei anderen Logen ein Mittel herstellen, das unsterblich macht, auch wenn sich mir im ersten Teil noch nicht ganz erschlossen hat, warum die Loge dieses Mittel unbedingt braucht. Jedenfalls müssen Emilia und Ben gemeinsam an die verschiedensten Orte reisen, um Zutaten für das Wundermittel zu suchen, und dabei einige Rätsel lösen. Ich liebe wie Emilia Rätsel, allerdings hätte ich die im Buch nicht lösen können, außerdem schien das Rätsel mir auch etwas zu einfach gelöst. Etwas unrealistisch fand ich das mit dem Stein der Weisen, durch den es möglich ist, an alle beliebigen Orte der Welt zu reisen, aber schließlich ist das Buch ein Fantasy Buch und ich möchte auch nicht sagen, dass mir diese Idee nicht gefällt, aber irgendwie erschien es mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen und zu abstrus, was aber natürlich meine Begeisterung nicht gemindert hat. Dennoch fand ich natürlich spannend, was Ben und Emilia auf ihrer Reise erleben. Es geht natürlich auch wieder ziemlich magisch zu, besonders gut haben mir die Momente gefallen, wo Emilia ihre Schlange, den Ouroboros, hervorlockt und diese sogar kontrollieren kann, das alles wurde ziemlich bildlich beschrieben, sodass ich eine gute Vorstellung davon hatte. Das Buch war sehr spanend und mit unerwarteten Wendungen, besonders das Ende war so genial und fies, dass ich es kaum erwarten kann, den zweiten Teil zu lesen und zu erfahren, wie es mit Emilia und Ben weitergeht!

Es wird auch ziemlich bald klar, dass sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten anbahnt. Mir gefällt die Beziehung zwischen Emilia und Ben. Ben scheint doch nicht so ein Idiot sein, wie er vorgibt, ein bestimmtes Gespräch mit Emilia fand ich sogar richtig süß und ich habe gedacht, dass aus den zwei etwas werden könnte, deshalb habe ich die Daumen gedrückt und gehofft, dass die zwei sich näherkommen. Ich finde, dass Emilia und Ben so ein schönes Paar abgeben würden! Aber natürlich stellen sich ihnen die Gesetze der Loge in den Weg, denn es ist verboten, mit Mitgliedern einer anderen Loge an anzubandeln, was auch an dem Kräfteverlust der jeweiligen Personen liegt. Und Bens Vorfahr Caleb hat eben gegen dieses Gesetz verstoßen und nun will Ben dafür sorgen, dass seine Familie wieder von allen geschätzt wird, deshalb ist es auch fast unvorstellbar, dass er mit Emilia eine Beziehung eingehen wird. Ich fand das so schön, was sich zwischen Emilia und Ben entwickelt hat! Ich kann mir die zwei richtig gut als Paar vorstellen und kann nur von den Stellen, wo die zwei ehrlich miteinander reden, schwärmen. Ich fand diese Stellen einfach so schön und romantisch und bin besonders von den Dialogen zwischen den beiden sehr angetan! Gut gefiel mir an der Liebesgeschichte auch, dass sie sich nicht so schnell entwickelt. Am Anfang ist es ja eher eine Hass-Liebe, aber dann bemerkt Emilia, dass Ben ihr nicht gleichgültig ist, auch wenn er sich immer so arrogant verhält.

Emilia konnte ich schon nach wenigen Seiten in mein Herz schließen und total mit ihr mitfiebern. Ich finde es toll, dass sie nicht alles so hinnimmt, sondern sich auch traut, etwas kritisch zu hinterfragen, und sich besonders von Ben nicht unterkriegen lässt. Sie ist eine sehr starke Protagonistin und ich muss sagen, dass ich von ihren Hobbys sehr begeistert war, da auch ich ein großer Fan von Rätseln bin. Emilia ist wirklich sehr clever, aber wird sie es schaffen, auch Ben für sich zu gewinnen.

Mit Ben hatte ich leichte Startschwierigkeiten, da er mir fast zu abweisend und bissig war. Doch je besser ich ihn kennenlernen konnte, konnte ich seine Entscheidungen viel besser nachvollziehen und fand ihn dann sehr sympathisch, nachdem er begonnen hatte, Emilia ganz normal zu behandeln.

Die Nebencharaktere, besonders die von der Goldloge, haben mir stets ein Lächeln auf die Lippen gezaubert und ich kann nur sagen, dass ich sie gleich liebgewinnen konnte und mich darauf freue, im nächsten Teil mehr über sie zu erfahren!

Fazit:

Mir hat das Buch wirklich total gut gefallen, auch wenn ich an manchen Stellen das Gefühl hatte, etwas mit Informationen überladen zu werden, aber die Fantasy Idee ist ja ziemlich komplex und braucht viel Erklärungen. Letztendlich bin ich aber gut mit den ganzen Begriffen zurechtgekommen, sodass ich mich nur auf den zweiten Teil freuen kann! Deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen!

Herzlichen Dank an Netgalley und Bastei Lübbe für das kostenlose Leseexemplar, was meine Meinung aber keineswegs beeinflusst hat!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.11.2020

Einfach wunderschön

Someone to Stay
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⭐unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar⭐



Handlung:

Als Aliza zum ersten Mal auf Lucien trifft, ist sie fest entschlossen, das heftige Kribbeln, das er in ihr hervorruft, zu ignorieren. Zwar würde ...

⭐unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar⭐



Handlung:

Als Aliza zum ersten Mal auf Lucien trifft, ist sie fest entschlossen, das heftige Kribbeln, das er in ihr hervorruft, zu ignorieren. Zwar würde sie sich eigentlich gerne verlieben, aber für eine Beziehung fehlt ihr schlichtweg die Zeit. Das Jurastudium verlangt ihr alles ab, und dann ist da auch noch ihr erfolgreicher Instagram-Account und die Veröffentlichung ihres ersten Kochbuchs, die kurz bevorsteht. Sie kann sich keine Ablenkung erlauben – schon gar nicht, wenn sie so attraktiv und faszinierend ist wie Lucien. Dabei steht für diesen selbst die Liebe zurzeit an letzter Stelle. Seit dem Tod seiner Eltern hat seine jüngere Schwester, für die er das Sorgerecht bekommen hat, oberste Priorität. Aber je mehr Zeit Aliza und Lucien miteinander verbringen, desto stärker wird die Anziehungskraft, die zwischen ihnen herrscht – und umso mehr gerät ihr Entschluss ins Wanken, die Finger voneinander zu lassen. Doch kann es für ihre Liebe überhaupt eine Chance geben? Oder müssen sie akzeptieren, dass sich zwei Menschen manchmal einfach zur falschen Zeit im Leben begegnen?


Meinung:

Das Cover passt optisch gesehen total gut zu den anderen Bänden der Someone-Reihe und gefällt mir wieder einfach total gut. Es wird eher Wert auf die farbliche Gestaltung des Covers gelegt und ich habe mich wieder sofort in es verliebt. Während der erste Teil des Titels in einer schwarzen Schrift gehalten wird, die beinahe so wirkt, als wäre sie von Hand gezeichnet, wird das ,,Stay“ von einem Farbwirbel aus Hellrosa und -blau gehalten, vielleicht soll der Farbwirbel ja die Emotionen der beiden Protagonisten darstellen? Jedenfalls finde ich das Cover total schön und finde auch, dass sich die Farben sehr gut ergänzen.

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist sehr flüssig und fesselnd. Bildhaft und voller Emotionen beschreibt die Autorin die zarte Liebesgeschichte, die zwischen Aliza und Lucien entsteht und immer weiter anwächst. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Aliza erzählt, so bin ich gleich gut in das Buch gestartet, das sich sehr leicht lesen lässt und die Kapitel zudem eine angenehme Länge besitzen.

Mir kommt es fast so vor, als hätte sich die Autorin mit den Bänden der Someone-Trilogie immer mehr gesteigert, denn “Someone New“ fand ich ganz okay, es konnte mich allerdings nicht vollständig begeistern, “Someone Else“ war dann schon besser, aber “Someone to Stay“ hat mir wirklich am besten gefallen und beide Charaktere, die ich schon in den vorherigen Bänden kennengelernt habe, habe ich sofort in mein Herz geschlossen und habe sehr mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten. Die Liebesgeschichte war sehr real und nachvollziehbar und einfach so schön, dass ich richtig traurig bin, dass das Buch schon vorbei ist, da mich die Geschichte sehr mitnehmen konnte, was auch an dem wunderbar emotionalen Schreibstil liegt, für den ich Laura Kneidl so schätze. Beide Charaktere haben eigentlich gar keine Zeit für eine Beziehung, denn Aliza ist mit ihrem Studium und ihrem Blog sehr gestresst, sodass ihr kaum Zeit für Privates bleibt, und Lucien kümmert sich sehr um seine kleine Schwester Amicia und lebt in der ständigen Angst, dass er auch sie verlieren könnte. Und doch ist das zwischen ihnen etwas Besonderes und auch wenn sich die zwei zunächst gegen die Anziehung zwischen ihnen wehren, kommen sie sich dennoch immer näher … In dem Buch ist nichts Dramatisches passiert, was mir dann aber auch gut gefallen hat. “Someone to Stay“ ist zwar eine etwas ruhigere Liebesgeschichte, aber trotzdem so wunderschön und konnte mich gleich begeistern, genauso wie die Charaktere.

Aliza habe ich sofort liebgewonnen und konnte mich gut mit ihr identifizieren und habe sehr neugierig ihren Alltag verfolgt. Schon ziemlich bald wurde mir klar, dass sie ziemlich gestresst ist, was sehr authentisch beschrieben wurde, denn neben dem Studium muss sich Aliza auch um die Veröffentlichung ihres ersten Kochbuches und um die Kommunikation mit ihren Followern kümmern, was ebenfalls sehr viel Zeit einnimmt. Ich finde es schön mitzuerleben, wie sie langsam begreift, dass es nicht so wichtig ist, es immer allen rechtzumachen, Hauptsache, ihr geht es dabei gut und sie übernimmt sich nicht!

Auch Lucien konnte ich sofort in mein Herz schließen, nachdem ich ihn etwas besser kennengelernt habe. Seine Schwester Amicia ist sein Ein und Alles und wird für ihn immer an erster Stelle stehen, er will sich gar nicht vorstellen, wie es wäre, auch sie zu verlieren, denn Lucien und Amicia haben vor einigen Jahren ihre Eltern bei einem Autounfall verloren und seitdem sorgt Lucien für seine jüngere Schwester, was aber nicht sehr einfach ist, denn Amicia ist ziemlich rebellisch. Ich hätte mir vielleicht noch gewünscht, dass ich ein bisschen mehr über sie erfahren hätte, da sie ja eine nicht gerade unbedeutende Rolle spielt, aber sonst bin ich sehr zufrieden mit dem Abschlussband der Someone-Trilogie!


Fazit:

Eine wunderschöne New Adult Geschichte, für die ich 4,5 von 5 Sternen vergebe.

Herzlichen Dank an Netgalley und Bastei Lübbe für das kostenlose Leseexemplar, was meine Meinung aber keineswegs beeinflusst hat!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2020

Leider konnten mich die Charaktere gar nicht überzeugen

Auf Wolke Sieben sitzen auch nur Frösche
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Handlung:

Ylvi liebt Torten und ihre Schildkröte Kalle. Und auch in ihren besten Freund Tom ist sie verliebt, mit dem sie sich eine Wohnung teilt. Doch ehe Ylvi ihm ihre Gefühle gestehen kann, stellt ...

Handlung:

Ylvi liebt Torten und ihre Schildkröte Kalle. Und auch in ihren besten Freund Tom ist sie verliebt, mit dem sie sich eine Wohnung teilt. Doch ehe Ylvi ihm ihre Gefühle gestehen kann, stellt ihr Tom Sandra, die Altenpflegerin von Ylvis Oma, als seine neue Freundin vor, die dann praktisch bei ihnen in der WG einzieht. Ylvi ist zurecht genervt und versucht, dem Pärchen aus dem Weg zu gehen und ist dabei schon sehr eifersüchtig, da sie sich schon Tom als den Vater ihrer Kinder vorgestellt hat. Deshalb muss Ylvi Tom unbedingt zurückgewinnen und die zickige Sandra vertreiben! Was wäre also besser, als Tom mit anderen Männern eifersüchtig zu machen? Doch nach einiger Zeit ist sie sich gar nicht mehr so sicher, ob Tom wirklich der Richtige für sie ist, denn auch der charmante Marc zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich. Und dann ist da noch Hannes vom Schildkrötenstammtisch. Aber ist der wirklich ihr Traummann?

Meinung:

Das Cover finde ich schon einmal total lustig gestaltet mit der Wolke, die Herzchen regnen lässt und der Schildkröte, die danach schnappt. Wahrscheinlich soll das Kalle sein, Ylvis geliebte Schildkröte und mir gefällt dieser Bezug zum Inhalt gut. Die pinke Schrift ist sehr auffällig und sticht hervor, wahrscheinlich würde ich mir auch in der Buchhandlung einmal das Buch nehmen und einen Blick darauf werfen, da das Cover sehr interessant aussieht. Auch der Titel klingt sehr interessant und lustig.

Britt Gerken hat einen schönen Schreibstil, das Buch ist leicht zu lesen, auch auf eine humorvolle Art. Ihr humorvoller Schreibstil hat mir gleich zugesagt, sodass ich an vielen Stellen schmunzeln musste, denn Ylvi tritt nicht gerade selten in Fettnäpfchen …

Das Cover hatte mich gleich angesprochen und auch der Klappentext klang super und ich machte mich auf eine humorvolle Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren gefasst, die mein Herz sofort erobern konnten. Ersteres hat sich eindeutig erfüllt, leider aber konnten mich die Charaktere überhaupt nicht überzeugen, aber mehr dazu unten. Schon relativ war mir klar, dass Ylvi sich in etwas hineinsteigert. Nur weil der Liebestest, den sie davor gemacht hat, sagt, dass das zwischen ihrem besten Freund und ihr eindeutig mehr als nur Freundschaft ist, heißt das noch lange nicht, dass sie Tom wirklich liebt, deshalb kam mir ihre Reaktion am Anfang etwas übertrieben vor. So wusste ich gleich, dass das mit Tom und ihr nichts werden würde und war deshalb auf ihren Traummann gespannt und ich muss sagen, dass mich die Autorin mit ihrer Entscheidung letztendlich schon überraschen konnte, denn davor gab es eigentlich fast keine Anzeichen, dass Ylvi und ein gewisser Mann ein Paar werden, mir haben persönlich auch die Funken gefehlt, die zwischen den beiden sprießen, aber letztendlich ist nur noch ein Mann zur Auswahl gestanden, aber ist es Hergen, ein Kollege, Marc, der Ylvi aus einer unangenehmen Situation hilft, oder Hannes?

Mit Ylvi musste ich ehrlich gesagt erst warm werden, da ich finde, dass sie sich für ihr Alter ziemlich kindisch verhält, besonders der Zickenkrieg zwischen ihr und Sandra ging mir etwas auf die Nerven, denn es ließ die zwei wie pubertierende Teenager wirken. Generell fand ich, dass sich die meisten Charaktere nicht so verhalten, wie man es anhand ihres Alters zuordnen würde. Besonders bei Ylvi war ich also enttäuscht, denn sie hat wirklich so coole Hobbys und gerne hätte ich ihre Tortenrezepte bekommen, da ich ebenfalls eine leidenschaftliche Bäckerin bin. Doch leider hat mir die Bindung zu ihr gefehlt.

Tom kam mir auch etwas seltsam vor und ich konnte nicht ganz verstehen, was Ylvi an ihm findet. Er scheint selbst fast nichts auf die Reihe zu bekommen und lässt sich von Sandra ziemlich rumkommandieren und ich habe gehofft, dass er vielleicht etwas selbstständiger wird.

Sandra mag ich übrigens nicht besonders, aber ich denke, dass das gewollt war und sie in einem schlechten Licht dastehen sollte. Ich fand jedenfalls gleich, dass sie eine falsche Schlange ist, nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht, und sich wirklich sehr zickig verhält.

Meine Lieblingsfigur ist eindeutig die Schildkröte, auch wenn die nicht besonders viel macht. Mir gefällt die Idee einfach und ich habe mich immer gefreut, wenn Kalle vorkam. 😊

Fazit:

Ein wirklich humorvoller Liebesroman, wo mich die Charaktere gar nicht überzeugen konnten und ich deshalb nur 3 von 5 Sternen vergeben kann.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Humor