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Veröffentlicht am 07.05.2018

Das Magisterium erwartet dich ...

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
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INHALT

Alistair Hunt hat seinem Sohn Callum beigebracht, die Magie zu hassen.

Doch nun, mit zwölf Jahren, muss Callum zum Magisterium, der Schule für Zauberei, um dort nach dem ersten Jahr weiterzulernen, ...

INHALT

Alistair Hunt hat seinem Sohn Callum beigebracht, die Magie zu hassen.

Doch nun, mit zwölf Jahren, muss Callum zum Magisterium, der Schule für Zauberei, um dort nach dem ersten Jahr weiterzulernen, oder seine Magie zu verlieren. Das Magisterium, das unter der Erde liegt, birgt Gefahren und Geheimnisse, und mit der Lehre von Master Rufus und seinen Mitschülern Tamara und Aaron muss Call das erste Jahr überstehen.

Er gibt sich Mühe, um möglichst schnell von dort zu verschwinden, doch trotz der hasserfüllten Ansicht seines Vaters ist es ihm nicht möglich, zu entkommen. Und irgendwann will er das vielleicht auch gar nicht mehr ...



MEINUNG

Also die Buchgestaltung ist hier mal echt gelungen, finde ich. Die Farben schwarz und dieses kupferne Orange sehen wirklich gut zusammen aus, und das ist noch längst nicht alles. Man bemerkt, dass der Untertitel verkehrt herum ist, und dreht man dann das Buch um, entdeckt man auch, das der Titel Magisterium ein Ambigramm ist, also genauso gut auf dem Kopf lesbar! Das hat man echt geschickt eingefädelt! Der Buchschnitt glänzt im gleichen Kupferton wie die Schrift auf dem Cover und am Lesebändchen ist das schnörkelige Magisterium-Logo. Also ein glänzend-schönes Gesamtpaket ^^

Callum- ach, ich mag ihn einfach und kann es mir selbst nicht erklären. Für das, was er erlebt hat, ist er perfekt. Seine Mutter ist gestorben, sein Vater ist nicht gerade der Freundlichste, keine Freunde - wie kann man sich da schon zu einem guten Kerl entwickeln? Aber man sieht ja trotzdem irgendwie einen guten Kern in ihm, sogar wenn er selbst das nicht begreift, was ihn mir sympathisch macht. Er hat sich auch nicht so entwickelt, wie sein Vater vielleicht gewollt hätte - zu jemandem, der Magie hasst. Magie fasziniert ihn, obwohl er versucht, sie zu hassen. Das hat dann mein Mitleid geweckt. Und trotz seines für die anderen Buchcharaktere unmöglich wirkendes Verhalten mochte ich Callum.

Seinen Vater, Alistair, mochte ich nicht gerade, er versucht seinen Sohn von seiner Sichtweise zu überzeugen und gibt ihm keine Chance, sich selbst eine Meinung zu bilden. Er war nicht besonders liebevoll zu Callum und kümmert sich auch nicht um dessen mögliche Wünsche.

Aaron und Tamara fand ich in Ordnung, sie waren nett, wenn am Anfang auch wirklich streberhaft. Sie haben sich viel Mühe gegeben, um in Master Rufus´ Gruppe zu kommen, während Callum genau das Gegenteil versucht hat. Aber nach und nach wurden sie ein wenig lockerer und somit sympathischer :)

Bei Master Rufus, der Callum in seine Gruppe gewählt hat, war ich ein wenig verwirrt. Ich hatte einen weisen Lehrer wie Dumbledore erwartet, der die wahre Macht erkennt oder so, aber ... Master Rufus hat mich überrascht.

Noch bevor ich das Buch hatte, habe ich Tausend Vergleiche mit Harry Potter gehört, oft, dass dies nur eine schlechte Kopie sei. Aber ich finde, man sollte versuchen, jedes Buch für sich zu lesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Autoren nicht denken "Hey, das ist ne coole Idee, ich glaub so mach ich das auch". Aber wenn man Jugendliche als Hauptfiguren hat, ist es doch nicht so unlogisch, dass es eine Art Bildungsstätte gibt - und da kann es eben oft Parallelen geben, so wie Schulen sich auch ähneln.

Der Prolog war ein Einstieg, der es in sich hatte. Man erfährt, was für ein schreckliches Massaker die Magiergemeinde erlebt hat - das die direkt Beteiligten nicht überlebt haben. Außer ein kleines Kind - ratet mal, wer dieses Kind sein könnte ;)

Ich hatte während des Buches das Gefühl, dass nicht besonders viel passierte. Die magische Welt war angenehm detailliert beschrieben: nicht zu detailliert, dass man bald genug davon hatte, sondern irgendwie liebevoll und dadurch wirkte alles noch magischer und faszinierender.

Am besten gefiel mir wohl dieses unglaublich unerwartete Ende. Man hat ja als Fantasy-Vielleser schon einige Vermutungen zur Handlung, aber die beiden Autorinnen haben es geschafft, mich zu überraschen, wie ich natürlich nicht anders erwartet hätte!



BEWERTUNG

Insgesamt gefiel mir "Magisterium" wirklich unglaublich gut, den Protagonisten konnte ich gut leiden, die magische Welt war wirklich schön beschrieben, die Ideen waren gut umgesetzt und das Ende hat mich sehr, sehr neugierig auf Fortsetzungen zurückgelassen, also kann ich Teil Zwei, der irgendwann nächstes Jahr erscheint, kaum noch erwarten!

Veröffentlicht am 05.05.2018

Zwei rebellische Schwestern in ihrer persönlichen Hölle

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Nomi und Serina sind zwei sehr unterschiedliche Schwestern, aber ihre Liebe schweißt sie zusammen. Serina wurde seit Jahren zu einer eleganten und schönen Frau erzogen, damit sie nun eine Grace des Thronfolgers ...

Nomi und Serina sind zwei sehr unterschiedliche Schwestern, aber ihre Liebe schweißt sie zusammen. Serina wurde seit Jahren zu einer eleganten und schönen Frau erzogen, damit sie nun eine Grace des Thronfolgers werden kann. Sie träumt von dem schönen Leben im Palast, während ihre Schwester Nomi das eher als den schlimmsten Albtraum betrachtet. Sie möchte nicht wie alle Frauen im Land unterdrückt werden und hasst die Umstände, unter denen Frauen leben müssen.
Doch dann werden die beiden Schwestern brutal getrennt und landen beide in ihrer persönlichen Hölle, angetrieben von dem Gedanken, zu entkommen, und sich wiederzufinden ...

Protagonisten
Nomi wirkt von Anfang an rebellischer, weil sie so andere Wünsche und Träume hat. Manchmal wirkt sie sehr jung, weil sie doch recht naiv ist, obwohl sie das ganz sicher nicht sein will. Sie hat ein großes Geheimnis, das sie sofort ins Gefängnis bringen würde, weil Frauen eigentlich aus jedem beliebigen Grund bestraft werden. Nomi wünscht sich, dass sich das ändert, aber sie ist impulsiv und bringt sich dadurch eher in Gefahr statt etwas zu bewirken. Wenn sie Leute auf ihrer Seite glaubt, vertraut sie ihnen schon mal zu schnell und das fand ich dann sehr schade, weil sie sonst ja schon ein frecher Charakter ist, und dann hat sie auch oft wieder Willen Angst und lässt sich dadurch kleinmachen.

Serina wurde immer bevorzugt behandelt, da sie durch ihre Schönheit Chancen auf ein Leben als Grace hatte. Ihr größter Wunsch und Lebensziel ist es also quasi, ein Teil des Harems des Thronfolgers zu werden, denn das ist das Beste, was eine Frau in ihrem Reich erreichen kann. Dadurch hatte ich keine besonders hohe Meinung von ihr, aber im Laufe des Buches hat sie sich als mutiger und entschlossener Charakter bewiesen. Wenn es hart auf hart kommt, setzt sie sich durch und macht sich für andere stark.

Handlung und Schreibstil
Wir sehen in diesem Buch zwei ganz verschiedene Welten: Den Palast und die Insel des Verderbens. Generell werden Frauen immer und überall unterdrückt und im Palast empfinden sie es auch noch als Ehre, weil sie dabei ja hübsch aussehen. Doch dann ist da die Gefängnisinsel, wo die ganz üblen Frauen landen, zum Beispiel jene, die Arbeiten oder Lesen wollen. Dort sind die Umstände aber ganz anders und unmenschlich, sodass aus den Frauen sehr starke, brutale und entschlossene Individuen werden. Der Palast ist ein goldener Käfig, die Insel ein Kolosseum und wirklich schön ist es in diesem Reich als Frau wohl nirgendwo.

Mir hat diese radikale Darstellung der Unterdrückung gut gefallen und ich fand auch das Patriarchat sehr überzeugend. Die Sprache war mir nur etwas zu simpel, auch wenn es sehr locker zu lesen war. Und ich hatte doch noch etwas mehr von beiden Schwestern erwartet, zumindest von einer, die etwas blasser schien. Mir ging hier vieles oft zu schnell und einfach, aber an sich fand ich es stellenweise durchaus spannend - also die Spannung hat die anderen, eher plätschernden Szenen etwas ausgeglichen.

Fazit
Mir hat "Iron Flowers - Die Rebellinnen" ziemlich gut gefallen, ich hätte nur noch etwas gefehlt, weil ich an anderen Stellen noch mehr Spannung erwartet hätte, und stattdessen eher naives Vertrauen gefunden habe.

Veröffentlicht am 04.05.2018

Krimi, Fantasy und Romance in einer explosiven Mischung

Hidden Legacy - Das Erbe der Magie
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Magie ist alles in dieser Welt, aber Nevada hält ihre Fähigkeiten trotzdem geheim, weil sie frei sein will. Wirklich frei ist sie aber trotzdem nicht, darum muss sie sich auf die Jagd nach dem gefährlichen ...

Magie ist alles in dieser Welt, aber Nevada hält ihre Fähigkeiten trotzdem geheim, weil sie frei sein will. Wirklich frei ist sie aber trotzdem nicht, darum muss sie sich auf die Jagd nach dem gefährlichen Feuermagier Adam Pierce begeben, der eigentlich einige Nummern zu groß für sie ist.
Dann begegnet sie auch noch Connor "Mad" Rogan, der ebenfalls an Pierce interessiert ist. Wider Willen tut Nevada sich mit Mad Rogan zusammen, dabei kommt sie ihm näher, als sie es erwartet hätte ...

Cover
Das Cover finde ich auf jeden Fall deutlich besser als das englische Romance-Cover. Die Übergänge von Haaren zu Flammen finde ich auch sehr gelungen!

Protagonisten
Nevada ist die Hauptverdienerin ihrer Familie und somit lastet eine große Verantwortung auf ihren Schultern, dazu muss sie auch noch tun, was ihr Vorgesetzter von ihr verlangt, denn sonst könnte sie auch ihre Detektei verlieren und ihre Familie hätte nichts mehr. Als sie den Auftrag bekommt, Adam Pierce, einen der gefährlichsten Pyrokineten ihrer Zeit, zu seiner Familie zu bringen, willigt sie nur sehr widerwillig ein, da das auch für sie sehr gefährlich ist und sie eigentlich gar nicht für so eine Mission qualifiziert ist. Sie hat die geheime Fähigkeit, die sie Lügen erkennen lässt, und auch wenn ihr das als Detektivin sehr hilft, kann es sie nicht schützen. Also sie hat schon Angst, aber sie lässt sich davon nicht von ihren Zielen abbringen.

Connor "Mad" Rogan, meistens nur Mad Rogan genannt, hat aus persönlichen Gründen auch Interesse daran, Adam Pierce zu finden. Es ist ein sehr mächtiger und noch dazu sehr reicher Telekinet mit sehr viel Einfluss, der sich auch schon einen Namen gemacht hat. Er kann es mit Pierce aufnehmen, und ja so groß, männlich, heiß und alles, was das Herz begehrt (und was Nevadas freche Oma gern mal anmerkt). Und dazu ist er auch ziemlich clever und auf jeden Fall auf einer Wellenlänge mit Nevada. Die beiden finde ich wirklich großartig zusammen, weil Mad Rogan mit frechen Sprüchen selbst die lässige Nevada zur Weißglut, und ich habe jede Szene mit den beiden wirklich genossen.

Adam Pierce kam mir oft vor, wie ein verwöhntes Kind und auch etwas wie eine Witzfigur, denn er ist wahnsinnig arrogant und wird von seiner Familie nur verhätschelt und immer beschützt, sodass er aus jedem Schlamassel ohne jegliche Konsequenzen rauskommt. Trotz all der Macht und der Gefahr, die von ihm ausgeht, wusste ich daher nie, was ich von ihm halten soll. Ich fand ihn jedenfalls sehr interessant!

Handlung und Schreibstil
Mir hat bei diesem Buch die Kombination der verschiedenen Elemente gefallen. Nevada ist eine Privatdetektivin, daher hat die Handlung auch viele Krimi-Aspekte, und natürlich ist da die Magie und außerdem ist da noch das Knistern zwischen Nevada und Mad Connor, das dem ganzen noch diese romantische, sexy Atmosphäre verleiht.

Die Urban Fantasy fand ich auch sehr gelungen, die verschiedenen Regeln konnte man gut nachvollziehen und das meiste fand ich faszinierend und in sich sehr stimmig, auch wenn ich natürlich noch Fragen habe, die ich im nächsten Buch erklärt hoffe.
Wir hatten hier magische Fähigkeiten, die von gewissen Substanzen erzeugt und verstärkt werden, außerdem bestimmt ihre Magie auch ihren "Wert" und die Träger dieser Fähigkeiten werden vom Militär benutzt und an ihnen wird oft weiter experimentiert. Die Magie war sowohl wissenschaftlich als auch mit Ritualen sehr zauberhaft und eben magisch!
Alles zusammen fand ich wahnsinnig spannend und keine Sekunde langweilig.

Fazit
"Hidden Legacy - Das Erbe der Magie" hat mich positiv überrascht und es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Krimi, Fantasy und Romance in einer wunderbaren, explosiven Mischung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Gefühl
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.05.2018

Zwei rebellische Schwestern in ihrer persönlichen Hölle

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Nomi und Serina sind zwei sehr unterschiedliche Schwestern, aber ihre Liebe schweißt sie zusammen. Serina wurde seit Jahren zu einer eleganten und schönen Frau erzogen, damit sie nun eine Grace des Thronfolgers ...

Nomi und Serina sind zwei sehr unterschiedliche Schwestern, aber ihre Liebe schweißt sie zusammen. Serina wurde seit Jahren zu einer eleganten und schönen Frau erzogen, damit sie nun eine Grace des Thronfolgers werden kann. Sie träumt von dem schönen Leben im Palast, während ihre Schwester Nomi das eher als den schlimmsten Albtraum betrachtet. Sie möchte nicht wie alle Frauen im Land unterdrückt werden und hasst die Umstände, unter denen Frauen leben müssen.
Doch dann werden die beiden Schwestern brutal getrennt und landen beide in ihrer persönlichen Hölle, angetrieben von dem Gedanken, zu entkommen, und sich wiederzufinden ...

Protagonisten
Nomi wirkt von Anfang an rebellischer, weil sie so andere Wünsche und Träume hat. Manchmal wirkt sie sehr jung, weil sie doch recht naiv ist, obwohl sie das ganz sicher nicht sein will. Sie hat ein großes Geheimnis, das sie sofort ins Gefängnis bringen würde, weil Frauen eigentlich aus jedem beliebigen Grund bestraft werden. Nomi wünscht sich, dass sich das ändert, aber sie ist impulsiv und bringt sich dadurch eher in Gefahr statt etwas zu bewirken. Wenn sie Leute auf ihrer Seite glaubt, vertraut sie ihnen schon mal zu schnell und das fand ich dann sehr schade, weil sie sonst ja schon ein frecher Charakter ist, und dann hat sie auch oft wieder Willen Angst und lässt sich dadurch kleinmachen.

Serina wurde immer bevorzugt behandelt, da sie durch ihre Schönheit Chancen auf ein Leben als Grace hatte. Ihr größter Wunsch und Lebensziel ist es also quasi, ein Teil des Harems des Thronfolgers zu werden, denn das ist das Beste, was eine Frau in ihrem Reich erreichen kann. Dadurch hatte ich keine besonders hohe Meinung von ihr, aber im Laufe des Buches hat sie sich als mutiger und entschlossener Charakter bewiesen. Wenn es hart auf hart kommt, setzt sie sich durch und macht sich für andere stark.

Handlung und Schreibstil
Wir sehen in diesem Buch zwei ganz verschiedene Welten: Den Palast und die Insel des Verderbens. Generell werden Frauen immer und überall unterdrückt und im Palast empfinden sie es auch noch als Ehre, weil sie dabei ja hübsch aussehen. Doch dann ist da die Gefängnisinsel, wo die ganz üblen Frauen landen, zum Beispiel jene, die Arbeiten oder Lesen wollen. Dort sind die Umstände aber ganz anders und unmenschlich, sodass aus den Frauen sehr starke, brutale und entschlossene Individuen werden. Der Palast ist ein goldener Käfig, die Insel ein Kolosseum und wirklich schön ist es in diesem Reich als Frau wohl nirgendwo.

Mir hat diese radikale Darstellung der Unterdrückung gut gefallen und ich fand auch das Patriarchat sehr überzeugend. Die Sprache war mir nur etwas zu simpel, auch wenn es sehr locker zu lesen war. Und ich hatte doch noch etwas mehr von beiden Schwestern erwartet, zumindest von einer, die etwas blasser schien. Mir ging hier vieles oft zu schnell und einfach, aber an sich fand ich es stellenweise durchaus spannend - also die Spannung hat die anderen, eher plätschernden Szenen etwas ausgeglichen.

Fazit
Mir hat "Iron Flowers - Die Rebellinnen" ziemlich gut gefallen, ich hätte nur noch etwas gefehlt, weil ich an anderen Stellen noch mehr Spannung erwartet hätte, und stattdessen eher naives Vertrauen gefunden habe.

Veröffentlicht am 03.05.2018

Die Spannung ging leider an mir vorbei

Fanatisch
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Nara und fünf andere Mädchen sind nach einem sechstägigen Verschwinden wieder aufgetaucht. Religiöse Fanatiker haben sie eingesperrt und auf grausame Weise Ritualen unterzogen. Was hat das alles zu bedeuten ...

Nara und fünf andere Mädchen sind nach einem sechstägigen Verschwinden wieder aufgetaucht. Religiöse Fanatiker haben sie eingesperrt und auf grausame Weise Ritualen unterzogen. Was hat das alles zu bedeuten und warum wurden gerade sie auserwählt?
Als sie zurück sind, schweigen sie, denn ihr Peiniger hat ihnen gedroht, sie und ihre Lieben zu verletzen, wenn sie nicht genau das tun, was ihnen befohlen wird. Nara muss herausfinden, was im Kopf dieses Fanatikers vor sich geht, sonst wird sie ihm nicht entkommen, bevor es zu spät ist ...

Cover und Titel
Die einerseits hellen und dunkleren violetten Farbschimmer sehen toll aus. Das weiße Kreuz an Stelle des T hebt sich wunderbar davon ab.

Protagonisten
Nara lernt man schon einige Wochen vor ihrer Entführung kennen und merkt, wie sie sich fühlt und was ihre Motive und Sorgen sind. So merkt man, dass ihr viel an ihrer Familie liegt und dass sie sich besonders um ihren kleinen Bruder sorgt, den sie nunmal um jeden Preis beschützen möchte. Außerdem erfährt man von ihrer komplizierten Beziehung zu ihrem besten Freund Jaime, da sie nach einigem Hin und Her nicht mehr so sind wie früher. Als sie nun aber unheimliche Nachrichten erhält, teilt sie es nicht mit ihrer seltsamen besten Freundin, sondern wendet sich wieder an Jaime, der nun wieder für sie da ist, wie immer. Jaime lässt sich auch nicht von den Vorurteilen seines Vaters abhalten, mit der jungen Araberin befreundet zu sein.
Man merkt aber schon, dass die Lage nicht so entspannt ist, denn Nara sieht Jamie nur als Freund, während er das eher anders sieht.

Handlung und Schreibstil
Es beginnt mit einem Zeitungsartikel nach dem Wiederauftauchen der Mädchen, und auch durch den Klappentext ahnt man, was geschehen wird. Doch die Handlung beginnt dann einige Wochen vorher und zeigt, wie Nara vorher bedroht wird und wie es zu der Entführung kommt. Auch die sechs Tage erlebt man mit sowie natürlich die Zeit danach. Ich hatte beim Klappentext eher erwartet, dass es hauptsächlich um die Geschehnisse nach der Entführung ginge. Darum kam mir alles davor vielleicht etwas weniger spannend vor, weil die schlimmeren Dinge - die Qualen während der Entführung - ja noch bevorstanden. So kam mir der Rest wohl vergleichsweise harmlos vor, denn ich fand es nicht allzu spannend. Und das, obwohl ich es sonst eigentlich schon gelungen fand. Die fanatischen Handlungen waren durchaus unheimlich und auch recht überzeugend.

Manche Situationen fand ich sehr komisch aufgelöst und die Entwicklungen oder Reaktionen wirkten teilweise schon fast unnatürlich, aber das hat mir nicht weiter gestört. Etwas enttäuscht hat mich aber das Ende, weil ich zunächst gar nicht ganz verstanden habe, was passiert, und das folgte auch noch auf hohe Erwartungen, sodass ich zum Schluss eher verwirrt als gespannt war.

Fazit
Mir hat "Fanatisch" recht gut gefallen, vollkommen überzeugen konnte es mich aber leider nicht, denn die Spannung ging trotz des unheimlichen Fanatismus an mir vorbei.