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Veröffentlicht am 17.08.2025

Spannende Fortsetzung - Die Revolution beginnt!

Iron Widow - Seele in Ketten
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Es geht genau dort weiter, wo wir am Ende des Vorgängers stehengeblieben sind und man ist sofort wieder mitten im Geschehen. Den ersten Band habe ich vor etwa zwei Jahren gelesen und hatte gar keine Probleme, ...

Es geht genau dort weiter, wo wir am Ende des Vorgängers stehengeblieben sind und man ist sofort wieder mitten im Geschehen. Den ersten Band habe ich vor etwa zwei Jahren gelesen und hatte gar keine Probleme, wieder in die Handlung zu finden, denn die bisherigen Ereignisse sind nach wie vor relevant und werden öfter thematisiert.

Insgesamt geht die Handlung schon in eine etwas andere Richtung als bisher. Für Zetian stand die Unterdrückung der Frauen im Vordergrund und sie hat für ihr eigenes Überleben gekämpft, nun ist Qin Zheng da, um fortzuführen, was Zetian angefangen hat: Eine Revolution. Darum geht es in diesem Buch auch viel mehr um Politik und es gibt schon deutlich weniger Action. Der Krieg gegen die Hunduns ist natürlich immer noch sehr wichtig für das Reich Huaxia, rückt aber schon etwas in den Hintergrund und auch die Pläne, um gegen die Götter vorzugehen, lassen sich ziemlich viel Zeit. Daher hatte ich manchmal schon ein bisschen den Eindruck, dass sich die Handlung etwas in die Länge zieht, obwohl es trotzdem durchgehend spannend ist.

Zetian muss erstmal feststellen, dass ihre Rebellion sie noch nicht zu einer kompetenten Anführerin macht, und Qin Zheng hat auch schon eine bestimmte Rolle für sie vorgesehen, die ihr wieder die Freiheit raubt. Ihre Beziehung zu Qin Zheng ist auf jeden Fall sehr kompliziert, aber auch sehr interessant, weil beide so willensstarke Charaktere sind und weil Zetian seinen politischen Zielen einerseits zustimmt, aber andererseits wird sie wieder zu einer Schachfigur und darf nicht immer ihre eigenen Entscheidungen treffen. Gleichzeitig muss sie nicht nur den Verlust geliebter Personen verkraften, sie kämpft auch noch mit ihrem Gewissen, steht zwischen Macht und Machtlosigkeit und ihre Versuche, sich für Frauenrechte einzusetzen, tragen nicht immer Früchte.

Ich dachte eigentlich, dieses Buch sei der Abschluss einer Dilogie, doch das Ende ist ziemlich offen und verspricht, dass eine "Fortsetzung folgt". Mehr Informationen konnte ich zu einem dritten Band noch nicht finden und hoffe, dass das Buch nicht zu lange auf sich warten lässt!

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Wenn eine Frau von den Sternen träumt

Atmosphere
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Die Geschichte beginnt sehr ereignisreich: Joan arbeitet schon seit Jahren bei der NASA und eine Mission läuft ziemlich aus dem Ruder. Dann springen wir sieben Jahre zurück in die Vergangenheit, zu Joans ...

Die Geschichte beginnt sehr ereignisreich: Joan arbeitet schon seit Jahren bei der NASA und eine Mission läuft ziemlich aus dem Ruder. Dann springen wir sieben Jahre zurück in die Vergangenheit, zu Joans Anfängen bei der NASA, wie sie ihre Kollegen kennenlernt und ihre Träume verfolgt, auch wenn das für Wissenschaftlerinnen in den 80ern gar nicht so einfach ist.

Joan liebt die Sterne und ihre Nichte Frances und hat schon als Professorin für Astrophysik am eigenen Leib erfahren, dass Frauen härter arbeiten müssen. Da sie schon selbst seit ihrer Jugend vom Weltraum träumt, wünscht sie sich, eines Tages ein Vorbild für junge Frauen sein zu können, die ihr Geschlecht nicht mehr als Hindernis sehen sollen.

Sie hat viele junge Kollegen und Kolleginnen, die auch hart arbeiten, aber dann ist da noch das Leben, das sich sowohl bei als auch außerhalb der Arbeit entfaltet. Joan hätte nicht damit gerechnet, dass sie sich auch selbst verlieben würde, und in der Hinsicht entwickelt sich alles langsam, sanft und emotional, weil alles, was sie tun, und alles, was sie sind, wirkt sich auch auf die Arbeit aus.

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es geht um Frauen in der Wissenschaft und auch im All, aber auch um Liebe, Familie und Verantwortung. Für mich hat sich das Buch aber ein bisschen zu sehr gezogen, und das trotz der kleinen Zeitsprünge, weil hier schon eine größere Zeitspanne behandelt wird. Außerdem fand ich die Handlung schon ein bisschen vorhersehbar, auch durch den Blick in die Zukunft, durch den man sich einiges zusammenreimen kann.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Irgendwo zwischen unterhaltsam und albern

Born to perform – Sei das Rad, nicht der Hamster
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Bo ist erst seit kurzem in seinem neuen Job, aber er erregt schnell die Aufmerksamkeit von Topmanager Dr. Thomas Meermann. Bo hofft, dass er von Meermann etwas lernen kann, aber dessen Weisheiten sind ...

Bo ist erst seit kurzem in seinem neuen Job, aber er erregt schnell die Aufmerksamkeit von Topmanager Dr. Thomas Meermann. Bo hofft, dass er von Meermann etwas lernen kann, aber dessen Weisheiten sind ziemlich willkürlich und in kaum hilfreich, bis Bo beginnt, in diesem Wahnsinn eine Methode zu erkennen.

Protagonist Bo lässt sich von anderen die Show stehlen, weil nicht nur Thomas Meermann eine Persönlichkeit hat, die einen starken Eindruck hinterlässt, auch sein Freund Jan hat eine sehr große Klappe. Ich hatte daher schon das Gefühl, dass Bo sich nur durch die Handlung treiben lässt und alle anderen Charaktere mehr tun und dann auch interessanter sind. Am Anfang versucht er noch, ein bisschen aktiv zu sein, aber das gibt er schnell auf und versucht stattdessen auf andere Art, seine Ziele zu erreichen. Seine Arbeit wird durch Meermanns Launen beherrscht, in seiner Freizeit wird er von seinem Kumpel vollgelabert und Bo selbst hat dann höchstens noch ein paar Gedanken zu dem, was die anderen so tun.

Diese intensiven Charaktere fand ich schon witzig, aber ich fand es etwas ablenkend und auch anstrengend, dass es gleich zwei sind, die abwechselnd die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sodass ein konstanter Strom an albernen Weisheiten entsteht. Diese haben in Bos Dating-Leben eigentlich auch kaum eine Rolle gespielt, auch wenn es in der Inhaltsbeschreibung anders klingt.

Den Rest der Handlung fand ich ganz nett: Bo versucht trotz des eher nutzlosen Topmanagers im Job etwas zu erreichen und ist schockverliebt in seine Zahnärztin, die er gerne besser kennenlernen will, und bei beidem kommt es zu unterhaltsamen Komplikationen. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn mir der Humor ein bisschen zu erzwungen und albern war.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Spannend, unterhaltsam und schön emotional

Variation – Für immer oder nie
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Allie und Hudson waren beste Freunde, doch nach dem Unfall, bei dem Allies Schwester starb, haben sie sich nicht wiedergesehen. Als Allie sich bei einer Ballettaufführung verletzt, kehrt sie zum ersten ...

Allie und Hudson waren beste Freunde, doch nach dem Unfall, bei dem Allies Schwester starb, haben sie sich nicht wiedergesehen. Als Allie sich bei einer Ballettaufführung verletzt, kehrt sie zum ersten Mal nach Cape Cod zurück und es dauert nicht lange, bis sich ihre Wege wieder kreuzen.

Die Beziehungen in Allies Familie sind schon etwas kompliziert. Der Verlust ihres Vaters und einer ihrer Schwestern war schon schlimm genug und die übrigen drei Schwestern Allie, Eva und Anne müssen sich immer noch mit den hohen Erwartungen ihrer Mutter herumschlagen. Mit ihrer Verletzung muss Allie alles in ihrer Macht Stehende tun, um möglichst schnell auf die Bühne zurückzukehren und hat schon genug Stress, dann kommt noch das Gefühlschaos durch Hudson und seine Nichte dazu, die nicht nur entgegen dem Wunsch ihrer Mutter Ballett lernen will, sondern noch nach ihrer leiblichen Mutter sucht.

Allies Probleme stehen im Vordergrund und bei Hudson ist nicht ganz so viel los. Er muss schauen, ob und wie er seine Nichte unterstützen kann und wie seine berufliche Zukunft aussehen wird, wenn seine Familie ihn in der Nähe braucht.

Eine freudige Überraschung war für mich einer meiner Lieblingstropes: Fake-Dating. Allie und Hudson täuschen eine Beziehung vor und da sie in ihrer Jugend ja eine Weile beste Freunde waren, haben sie dafür auch eine ganz gute Basis. Ihre falsche Beziehung ist nicht so unterhaltsam, aber dafür emotional, weil es sie daran erinnert, wie nah sie einander einst standen, und sie gleichzeitig noch näherbringt.

Es gibt Drama in der Familie, im Ballett und noch mehr, sodass es immer spannend bleibt. Insgesamt fand ich die Geschichte spannend, unterhaltsam und auch schön emotional, und zwar nicht nur in der Liebe. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Proteine im Mittelpunkt

Gamechanger Protein
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Eiweiß ist wichtig und mehr als ein Trend. Im Optimalfall solle jede Mahlzeit mindestens 20 Gramm Eiweiß enthalten, und zwar nicht hauptsächlich durch Fleisch, Proteinshakes und -Snacks, denn es reicht ...

Eiweiß ist wichtig und mehr als ein Trend. Im Optimalfall solle jede Mahlzeit mindestens 20 Gramm Eiweiß enthalten, und zwar nicht hauptsächlich durch Fleisch, Proteinshakes und -Snacks, denn es reicht nicht, nur die Proteine zu zählen, man braucht schon mehr Abwechslung in den Proteinquellen, um verschiedene Aminosäuren aufzunehmen und dazu auch Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und gesunde Fettsäuren. Es wird ausführlich darüber informiert, wie viel Eiweiß man am Tag braucht und wie man seine Mahlzeiten gestalten sollte, um sich artgerecht zu ernähren und das Beste aus den Nährstoffen herauszuholen. Es wird über Mythen aufgeklärt und auch erklärt, wie insbesondere Proteine wichtig für die Gesundheit sind.

Ein bisschen Kritik: die Empfehlungen hier gehen weit über Proteine hinaus und es kommt viel zusammen, auch wenn der Autor selbst auch empfiehlt, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen, mit seinem 20:80-Prinzip, wozu er auch ein Buch hat, "Abnehmen nach dem 20:80-Prinzip". Ich finde es auch schwierig, auf die nötigen Proteine zu kommen - nicht für mich persönlich, da ich mit geringem Körpergewicht auch insgesamt nicht so viel brauche, aber ich kann mir vorstellen, dass es für schwerere Menschen auch schwieriger ist. Ich hatte da das Gefühl, dass die Angaben im Buch nicht ganz zusammenpassen und dass es kleine Lücken in den Rechnungen gibt.

Nach den Tipps zur Ernährung geht es weiter mit den Rezepten. Sie passen auch zu dem, was der Autor im ersten Teil empfiehlt: Wenig Fleisch, viele verschiedene Proteinquellen und auch abwechslungsreiche Zutaten. Ich habe nur die Proteinquellen in jedem Rezept verglichen und hatte nicht das Gefühl, dass bestimmte Zutaten bevorzugt werden. Verschiedene Hülsenfrüchte und Nüsse, unterschiedliche Milchprodukte, etwas Tofu, Fleisch, Fisch und Ei. Außerdem viel Gemüse, allerdings eben nicht hauptsächlich wegen der enthaltenen Proteine, sondern auch für Vitamine und Co.

Dabei ist fast die Hälfte der Rezepte vegetarisch, knapp ein Drittel vegan - wenn ich nichts übersehen habe, enthalten nur zwölf Rezepte Fleisch oder Fisch. Außerdem sind auch die meisten Rezepte als glutenfrei gekennzeichnet und viele sind laktosefrei. Ich fand es ganz gut, dass die Rezepte in der Regel für zwei Personen vorgesehen sind, denn so musste ich auch nicht viel umrechnen. Neben der Angabe, wie viel Gramm Protein es pro Portion sind, sind auch Kalorien, Fett und Kohlenhydrate angegeben.

Ich habe natürlich auch ein paar Rezepte ausprobiert, weil ich finde, dass es bei Kochbüchern dazugehört: Die Fitness-Pancakes mit Beeren-Mix fand ich eigentlich lecker, besonders das Aroma der Zitronenzesten fand ich angenehm, allerdings hatte ich das Problem, dass der Teig in der Mitte immer ein wenig roh blieb. Bei den Reispapier-Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung und Dip habe ich zum ersten Mal Nusstofu benutzt und war ganz zufrieden mit dem Geschmack, die Zubereitung war insgesamt auch sehr schnell und einfach, sogar schneller als die angegebenen 40 Minuten. Beim Dip hätte ich vielleicht nicht den gesamten Saft der Limette benutzen sollen, denn der war mir ein bisschen zu sauer. Und zuletzt den Hackfleischauflauf mit Kohlrabi und Paprika: Ebenfalls leicht zuzubereiten und geschmacklich top. Das werde ich auf jeden Fall wieder kochen.

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist sachlich und informativ, bietet viele hilfreiche Tipps, auch wenn ich ebenso wie der Autor einsehe, dass ich nicht alles sofort umsetzen kann. Die Rezepte finde ich vielversprechend, auch wenn ich als Picky-Eater doch einiges aussortiert habe, und die ausprobierten Gerichte waren auch einfach und mit wenig Aufwand zuzubereiten. Ich würde das Buch weiterempfehlen!