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Veröffentlicht am 21.10.2018

Eelyn hat Feuer!

Das Herz der Kämpferin
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Protagonisten
Eelyn wird von einem wütenden Feuer angetrieben. Erst will sie mit ihren Kameraden kämpfen und auch ihren Bruder Iri rächen, doch als sie ihn plötzlich wiedersieht, gerät ihre Welt aus den ...

Protagonisten
Eelyn wird von einem wütenden Feuer angetrieben. Erst will sie mit ihren Kameraden kämpfen und auch ihren Bruder Iri rächen, doch als sie ihn plötzlich wiedersieht, gerät ihre Welt aus den Fugen. Sehr bald landet sie als Gefangene in einem Dorf der verfeindeten Riki und natürlich will sie da nur wieder weg. Als sie sich vom Schock erholt ist sie nur noch unglaublich wütend, dass ihr Bruder nicht zu ihrem Volk, den Aska, zurückgekehrt ist. Sie fühlt sich betrogen, weil Iri sich dort, unter ihren Feinden, wohlfühlt, die er eigentlich bekämpfen müsste. Sie selbst hegt fast durchgehend Mordgedanken und macht keinen Halt vor Frauen oder Kindern. Mitleid und Sanftmut sind nicht so ihr Ding, Eelyn ist eine taffe Kriegerin mit Feuer unterm Hintern!

Fiske, Iris neuer Bruder bei den Riki, ist auch nicht begeistert von der Situation, in der er plötzlich eine verfeindete Kriegerin in seinem Haus aufnehmen muss und im Grunde jeden Augenblick einen Angriff oder Fluchtversuch erwartet. Doch er ist unglaublich loyal und würde für seinen Bruder alles tun.

Handlung und Schreibstil
Mit zwei verfeindeten Clans und einem eigenen, der nordischen Mythologie ähnelnden Glauben ist eigentlich schon genug Stoff für einen spannenden Roman enthalten. Dann gab es da noch die Gefahr von außen, die sich gegen beide Clans richtet. Man kann sich meistens schon denken, wie sich die Situationen entwickeln werden und darum konnte mich das Buch nicht unbedingt umhauen. Dass es keine magische Seite gab, war nicht weiter schlimm, aber so blieben weitere Überraschungen aus und insgesamt war es recht vorhersehbar.

Fazit
Mir hat "Das Herz der Kämpferin" wegen der taffen Protagonistin gefallen, die von Wut und Hass angetrieben wird und eine brutale Seite hat, die nicht durch Sanftheit abgerundet wird.

Veröffentlicht am 16.10.2018

Spannender als der Vorgänger

The Ivy Years – Was wir verbergen
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Protagonisten
Scarlet versteckt sich vor einem Skandal. Sie ändert ihren Namen und möchte nicht mit den schrecklichen Schlagzeilen in Verbindung gebracht werden. Sie wagt einen Neustart und fühlt sich ...

Protagonisten
Scarlet versteckt sich vor einem Skandal. Sie ändert ihren Namen und möchte nicht mit den schrecklichen Schlagzeilen in Verbindung gebracht werden. Sie wagt einen Neustart und fühlt sich in ihrer Anonymität viel wohler und versucht, nur wenig daran zu denken. Ich konnte ihre Ängste nachvollziehen, aber ich fand es ärgerlich, wie sie nie irgendwas unternommen hat, sondern bei jedem Kontakt panisch wurde und alles verdrängte.

Sie drückt sich davor, Hilfe anzunehmen, genau wie Bridger. Auch er versteckt etwas, nämlich seine kleine Schwester in seinem Wohnheim. Seine Sorgen kennt man schon ein wenig aus dem Vorgänger und hier übernimmt er noch mehr Verantwortung und ist eigentlich dauerhaft gestresst, weil er keine freie Sekunde hat. Seit er sich um seine Schwester kümmert, hat er keine Zeit mehr für Partys und Frauen, aber für Scarlet verzaubert ihn trotzdem und wird zu seinem Lichtblick zwischen all seinen Pflichten.

Handlung und Schreibstil
Da das schon der zweite Teil der Reihe ist und wieder Eishockey eine große Rolle in den Leben der Charaktere spielt, ist es mir noch mehr aufgefallen, dass der Sport kaum erwähnt wird, sondern nur dazu dient, um zu betonen, dass ihnen der Sport fehlt. Im ersten Teil waren beide Charaktere verletzt und konnten nicht spielen, doch genesen nun und haben mehr damit zu tun. Jetzt sind aber andere Charaktere im Vordergrund, die diesen Sport lieben, aber gerade einfach keine Zeit dafür haben. Eishockey ist präsent, aber total im Hintergrund.

Die Handlung war viel spannender als die des Vorgängers, da beide Protagonisten ernstzunehmende Probleme haben, die sie auf Trab halten. Das Ende fand ich dann etwas zu viel, denn es war einfach nicht nötig so viel zusätzliches Drama einzubringen.

Fazit
"The Ivy Years -Was wir verbergen" war spannender als der Vorgänger und auch die Charaktere waren sehr sympathisch, aber sie hatten nicht ganz den gleichen Charme.

Veröffentlicht am 15.10.2018

Süße Charaktere und Unsicherheit im Rollstuhl

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Corey Callahan sitzt seit einigen Monaten wegen einer Rückenmarksverletzung im Rollstuhl, aber sie lässt sich nicht davon nicht aufhalten und geht trotzdem zum College. Dort muss sie in diesen besonderen ...

Corey Callahan sitzt seit einigen Monaten wegen einer Rückenmarksverletzung im Rollstuhl, aber sie lässt sich nicht davon nicht aufhalten und geht trotzdem zum College. Dort muss sie in diesen besonderen Trakt, wo sie sich auch mit ihrem Rollstuhl frei bewegen kann. Ihr fehlt vor allem auch der Sport, aber sie fühlt sich mit ihrer Verletzung unsichtbar und wird dadurch auch sehr unsicher. Doch sie bleibt trotz allem entschlossen, ihr Studium durchzuziehen und nicht in Selbstmitleid zu versinken.
Als sie sich dann in den ebenfalls verletzten Adam Hartley verguckt, kommt neue Spannung in ihr Leben. Adam hat eine Beziehung und die bedeutet ihm schon eine Menge - und er fühlt sich mit Stacia an seiner Seite zwar besser, aber sie fährt für ein Semester ins Ausland. Gleichzeitig kann er mit seiner Verletzung nicht am Eishockey-Training teilnehmen und hat plötzlich viel Freizeit. Da Corey auch ähnliche Interessen hat, kommen sie sich näher und werden sehr schnell zu Freunden und von Coreys Seite ist da noch etwas mehr.

Ich fand die Geschichte, abgesehen von den Verletzungen nicht allzu originell, aber doch sehr schön. Zwar geht es hier um einen Mann, der in einer Beziehung ist und trotzdem einer anderen Frau näher kommt, aber ich mochte die Chemie zwischen den beiden Protagonisten und Coreys lieben Charakter.

Fazit
Zwar hatte "The Ivy Years - Bevor wir fallen" nicht die spannendste aller Geschichten, aber die Charaktere waren stimmig und passten wunderbar zueinander und darum hat es mir doch gut gefallen.

Veröffentlicht am 14.10.2018

Schöne Atmosphäre, mittelmäßige Protagonisten

Piccola Sicilia
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Protagonisten
Nina lässt sich scheiden und fühlt sich nun etwas verloren, fragt sich, was sie von Leben wollte, und wie die Ehe sie verändert hat. Als eine fremde Frau ihr erzählt, ihre Tante zu sein, ...

Protagonisten
Nina lässt sich scheiden und fühlt sich nun etwas verloren, fragt sich, was sie von Leben wollte, und wie die Ehe sie verändert hat. Als eine fremde Frau ihr erzählt, ihre Tante zu sein, und noch sagt, dass alles, was sie über ihren Großvater Moritz weiß, nicht stimmt, will Nina alles darüber wissen. Sowohl sie als auch diese angebliche Tante Joëlle fand ich eher fade. Zwar macht Nina eine kleine Entwicklung durch, aber sie hört sich nur die Geschichte an und trotz ihrer Gefühle habe ich sie immer als sehr gleichgültig empfunden.

Yasmina arbeitet in einem Hotel in Tunis, bis es dort zu gefährlich für Juden wird. Ihre heimliche Liebe zu ihrem Adoptivbruder Victor ist im Grunde ihr einziger Antrieb. Diese Besessenheit konnte ich kaum nachvollziehen, da Victor ein egoistischer Feigling ist, der rebelliert und sich doch die Anerkennung seines Vaters wünscht - ohne etwas dafür tun zu müssen.

Moritz ist kein Kämpfer, sondern als Photograph eher ein stiller Beobachter. Hautnah darf er miterleben, wie Bilder nachgestellt werden und zu Propaganda Material werden. Er denkt oft mal an seine Verlobte, aber das, was er in Tunis erlebt, distanziert ihn weiter von diesem, das in unerreichbare Ferne zu rücken scheint.

Handlung und Schreibstil
Die Protagonisten konnten mich nicht gerade überzeugen, da ich zwar ihre Geschichten rührend fand, die Charakterzüge aber weniger sympathisch. Die Liebesgeschichte hat sich dermaßen anders entwickelt als erwartet, dass sie mich geradezu gestört hat und für mich das ganze Buch verschlechtert hat.

Das Buch hatte viele schöne, zitierwürdige Sätze, aber ansonsten fand ich es etwas abgehackt und außerdem hat sich das Buch etwas in die Länge gezogen und dadurch war es auch etwas anstrengend. Das Setting ist zwar spannend, da es viel Potenzial zu Konflikten und tiefen Gefühlen hat, und das wurde auch gut genutzt. An diesem Buch gefiel mir nämlich besonders die Darstellung der unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Der Autor hat nie vergessen, was für verschiedene Personen direkt vor Ort waren und hat immer die verschiedenen Reaktionen mit berücksichtigt und damit eine authentische Atmosphäre geschaffen.

Fazit
Insgesamt hat mir "Piccola Sicilia" nur mittelmäßig gut gefallen, zwar mochte ich die Atmosphäre, aber die Protagonisten fand ich nicht sympathisch und das Buch zog sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge.

Veröffentlicht am 13.10.2018

Abels Reise und Selbstfindung geht weiter!

Constellation - In ferne Welten
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Protagonisten
Noemi kann nicht so kämpfen, wie sie gerne würde, da sie sich auf Genesis an Regeln halten muss und diejenigen, die die Regeln aufstellen, wissen gar nicht, was auf den anderen Planeten vor ...

Protagonisten
Noemi kann nicht so kämpfen, wie sie gerne würde, da sie sich auf Genesis an Regeln halten muss und diejenigen, die die Regeln aufstellen, wissen gar nicht, was auf den anderen Planeten vor sich geht. Sie ist selbstlos und war ja schon im Vorgänger bereit, sich für ihren Planeten zu opfern. Als Genesis wieder in großer Gefahr ist, wird sie beauftragt, die Kapitulation zu verkünden, doch ihre Entführung verhindert das.
Sie ist ein taffes Mädchen und setzt sich für ihre Überzeugungen ein, und da mich sonst nichts an ihr stört, mochte ich sie schon sehr gerne, aber Abel mag ich noch viel lieber!

Abel kann sich nicht ganz von Mansfield losreißen, seine oberste Direktive so wie auch seine Erinnerungen an frühere Zeiten führen ihn immer wieder zu seinem Schöpfer.
Er hat noch Gefühle für Noemi und vermisst sie sehr, ist sich aber sicher, dass diese sie nur als einen Mech sieht, auch wenn sie sagt, dass er eine Seele habe. Er ist eben besonders, aber als einziger Mech mit eigenen Gefühlen und Gedanken fühlt er sich auch einsam. Keiner kann ihn verstehen, denn andere Mechs können nicht so weit denken, manche Menschen akzeptieren ihn nicht als ihresgleichen.
Ich mochte ihn wieder sehr gerne, weil ich seine eigene Art, seine Gefühle und Reaktionen zu ergründen, so schön beschrieben finde.

Handlung und Schreibstil
Die Themen aus dem Vorgänger sind noch immer aktuell.
Noch immer fürchtet Genesis einen Angriff der Erde, Noemi hat neue Erfahrungen gemacht, wird aber kaum angehört. Genesis ist noch immer nicht in der Lage zu kämpfen und Noemi scheint die Einzige zu sein, die nicht einfach so aufgeben will.

Mansfield stellt eine neue Art Mech vor, die die Welt wieder revolutionieren soll. Er jagt Abel immer noch, da dieser ja seine Hoffnung auf weiteres Leben ist und ihm immer weniger Zeit bleibt. Aktuell ist auch noch die Frage, ob ein Mech nur eine Maschine ist, also wie ein beliebiges Objekt. Da Abel ja eine Seele hat, wie Noemi es nennt, macht er sich oft Gedanken darüber. Von vielen wird er gar nicht als Mech erkannt, andere sehen in ihm trotzdem nur eine Maschine.

Remedy so wie auch viele andere bekannte Charaktere sind aufgetaucht und haben damit gezeigt, dass kein Schritt ihrer Reise im ersten Buch vergessen ist.

Ich dachte, dieses Buch sei schon das letzte Buch der Reihe und darum hat mich der Cliffhanger am Ende besonders hart getroffen. Es stehen wieder einige Veränderungen bevor und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Ich hoffe, sie lässt nicht lange auf sich warten!

Fazit
In "Constellation - In ferne Welten" hat mir besonders der fühlende und denkende Mech Abel gefallen, der mich mit seinen Selbstzweifeln und der Reflexion seiner Gedanken wieder begeistern konnte. Auch die Welten, ihre Bewohner und deren Kriege konnten mich fesseln.