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Veröffentlicht am 14.08.2018

Der Aufbau Deutschlands nach dem verlorenen Krieg ... auf dass wir es nie wieder zerstören mögen !

Die Stimmlosen
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Die Autorin Melanie Metzenthin hatte es schon mit ihrem Vorgängerband „Die Lautlosen“ geschafft, mich in den Bann zu ziehen. In einer gemeinsamen Leserunde durfte ich unter anderem das erschütternde Thema ...

Die Autorin Melanie Metzenthin hatte es schon mit ihrem Vorgängerband „Die Lautlosen“ geschafft, mich in den Bann zu ziehen. In einer gemeinsamen Leserunde durfte ich unter anderem das erschütternde Thema „Euthanasie im Zweiten Weltkrieg“ mit ihr aufarbeiten.
Sie greift nun in diesem Buch die losen Fäden der beiden befreundeten Ärzte Richard und Fritz und ihren Familien wieder auf. Viel ist passiert, nicht alle Familienmitglieder haben den Krieg unbeschadet überstanden. Was für uns im Nachhinein wie ein Geschenk erscheint – nämlich, dass die Bomben des nachts nicht mehr über Hamburg und den Rest von Deutschland abgeworfen werden – fühlt sich für die Betroffenen von damals ähnlich wie „vom Regen in die Traufe“ an. Die Bomben werden abgelöst von einer vollkommen zerstörten Stadt, die Hunger, Krankheit und Kälte mit sich bringt. So schlimm sind diese beiden Zustände, dass selbst diese beiden Familien zu drastischen Maßnahmen greifen müssen, die sich oft am Rande oder auf der anderen Seite der Legalität bewegen. Jeder muss gucken, dass er über die Runden kommt, denn die Lebensmittelmarken, die sparsam verteilt werden, sind durch den Nachschubmangel oft wenig nützlich.
Richard ist zu dem besessen von seinem Gefühl für Gerechtigkeit. Er leidet noch sehr unter der Ungerechtigkeit, die einen kindermordenden Arzt freigesprochen hat.
Die Autorin lässt uns aber auch teilhaben an den Lichtblicken im Leben in Hamburg der späten 40er und frühen 50er Jahre. Auch hier schießt Amor den ein oder anderen Pfeil in die richtige Richtung und die Familien haben ihren Mut nicht verloren. Sie halten zusammen und kämpfen. Ein Satz im Buch, den Richard von sich gibt, hat mich sehr bewegt: „Es ist die Pflicht echter Patrioten, jetzt alles dafür zu tun, unsere Heimat wiederaufzubauen und nicht irgendwo in der Fremde unser Glück zu suche. Ich sehe es als meine Pflicht, dort zu bleiben, wo ich gebraucht werde.“
Ich möchte dieses wunderbare Buch all denjenigen empfehlen, die ein wenig mehr darüber erfahren wollen, was unsere Familien damals geleistet haben und dass das alles nicht selbstverständlich war. Das Buch soll aber auch ein kleines Mahnmal sein für die Momente im Leben, wenn wir mal wieder unzufrieden mit unserem eigenen Leben sind. Man kann nur hoffen, dass sich solch eine grausame Zeit nie wiederholen wird.

Veröffentlicht am 14.08.2018

War es wirklich die gute alte Zeit?

Was wir zu hoffen wagten
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Ich bin der Meinung, dass der Klappentext dem Buch nicht ganz gerecht wird. Hier geht es um viel mehr als nur die genannten drei Geschwister. Mit viel Scharfsinn zeichnet die Autorin ein Bild der Jahre ...

Ich bin der Meinung, dass der Klappentext dem Buch nicht ganz gerecht wird. Hier geht es um viel mehr als nur die genannten drei Geschwister. Mit viel Scharfsinn zeichnet die Autorin ein Bild der Jahre 1912 bis 1919 in Berlin und Flandern. Mit schonungsloser Offenheit lässt sie den Leser teilhaben an den Grauen des ersten Weltkriegs, der aus unschuldigen Jungen im besten Fall verstörte und verletzte Männer machte. Der immer weiter einhieb auf alles, was sich ihm in den Weg stellte. Und ganz nebenbei bekommt man fantastische Einblicke in die Welt des Theaters und Films, die spannender nicht sein könnten. Mich hat beeindruckt, welche Visionen die Filmemacher schon damals hatten, Steven Spielberg hätte seine Freude gehabt. Auch der damalige Kampf der Frauen, sich einen Platz in der Männerwelt zu ergattern, wird anhand der nicht möglichen juristischen Karriere von Felice wunderbar dargestellt. Die Charaktere im Buch haben alle ihre Ecken und Kanten und nicht jeder kommt gleich sympathisch rüber. Das tut aber der Lesefreude keinen Abbruch – im Gegenteil, es regt zum Nachdenken an. Michaela Saalfeld hat mit ihrem Roman ein Geschichtsbuch und zugleich eine Liebesgeschichte vom Feinsten geschaffen. Ich habe es flüstern hören, dass es mit einem zweiten Teil weitergehen soll, da freue ich mich heute schon drauf!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Authentizität
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 14.08.2018

Wirklich spannend bis zum Schluss ...

Das Dorf der Lügen
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Der Grundgedanke dieses Krimis wird ja bereits im Klappentext beschrieben. Das ist wirklich dumm gelaufen für die hübsche kleine Viktoria Engel, die gleich bei ihrem ersten Einsatz einen tödlichen Schuss ...

Der Grundgedanke dieses Krimis wird ja bereits im Klappentext beschrieben. Das ist wirklich dumm gelaufen für die hübsche kleine Viktoria Engel, die gleich bei ihrem ersten Einsatz einen tödlichen Schuss abgibt. Recht geschickt überzeugt sie dann jedoch ihren Partner und Liebhaber, den Tatort zu präparieren. Kann solch eine Inszenierung vor den Augen der Spurenermittler bestehen?
Bis zum Schluss stand ich vor einem Rätsel, wer der Täter oder die Täterin sein könnte, die oder der nach dem Tod des jungen Rouven Kramer lustig mordend durch den Ort zieht. Immer wieder entdecken die Ermittler auch tote Kaninchen, die auf einen Zusammenhang schließen lassen. Die falschen Fährten, die die Autorin hier wählt, sind wirklich gut gelegt. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass sie mit jedem Abschnitt den Sichtwinkel änderte. Mal sprach Renke Nordmann, dann wieder seine Kollegen oder die nette Nola van Heerden. Selbst Nebencharakteren wurde eine eigene Stimme verliehen, das fand ich manchmal etwas verwirrend und es störte den roten Faden, der sich ansonsten beharrlich durch die Geschichte zieht.
Auf jeden Fall möchte ich die Reihe weiterlesen ... werden sich Renke und Nola denn nun näher kommen oder nicht?

Veröffentlicht am 02.08.2018

Der Albtraum aller Eltern wird wahr ...

Blauer Montag
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Ich habe ein Weilchen gebraucht bis mir klar wurde, wie die Fälle möglicherweise zusammenhängen könnten. Zudem muss man ja auch erst mit den bisher unbekannten Protagonisten warm werden. Frieda machte ...

Ich habe ein Weilchen gebraucht bis mir klar wurde, wie die Fälle möglicherweise zusammenhängen könnten. Zudem muss man ja auch erst mit den bisher unbekannten Protagonisten warm werden. Frieda machte es mir leicht. Sie war mir auf ihre ganz eigene Art gleich sympathisch. Sie ist ein wenig reserviert aber ich denke, das bringt der Job mit sich. Als Psychotherapeutin hört man sicher viele haarsträubende Dinge, die man für sich selbst schlucken und verarbeiten muss. Wer wäre da nicht ein wenig vorsichtig im eigenen Leben. Chief Inspector Karlsson brauchte ein wenig länger dazu mein „Herz zu erobern“. Zusammen mit Karlsson, der sie überredet als Beraterin an der Aufklärung der Fälle mitzuwirken, tastet Frieda sich langsam an die Fälle der verschwundenen Kinder – heute und damals – ran. Was sie aufzudecken beginnt, lässt einem Schauer den Rücken runter laufen …
Der Auftakt einer neuen Serie ist immer spannend, finde ich. Diese hat in meinen Augen bestanden und ich werde mich wohl durch die Wochentage hören oder lesen, bis ich beim Sonntag angekommen bin. Freue mich schon darauf.

Veröffentlicht am 02.08.2018

Theo does it again ...

Das Mädchen im Fleet
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Trotz des interessanten Themas ist bei mir zum ersten Mal seit Beginn dieser Reihe der Funken nicht so wirklich übergesprungen. Mir erschienen die Charaktere diesmal etwas blass … so richtig kann ich gar ...

Trotz des interessanten Themas ist bei mir zum ersten Mal seit Beginn dieser Reihe der Funken nicht so wirklich übergesprungen. Mir erschienen die Charaktere diesmal etwas blass … so richtig kann ich gar nicht den Finger darauflegen. Vielleicht hatte das Buch für die ernsten und interessanten Themen, die behandelt wurden, auch einfach nicht genug Seiten? Das Thema Sinti und Roma hätte für meinen Geschmack gerne noch vertieft werden können und auch die Krankheit, die gegen Schluss auftaucht und deren Namen ich hier nicht schreiben möchte, um nicht zu viel zu verraten, ließ noch viel ausbaufähigen Raum übrig. Lilli und May bekommen diesmal so gut wie gar keine Stimme, dafür darf Fatih diesmal ganz vorne mitmischen.
Alles in allem ein gutes Buch mit ein wenig Luft nach oben.