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Veröffentlicht am 07.09.2025

Zieht euch warm an, es wird wieder kalt an den Westfjorden Island ...

Hildur – Das Grab im Eis
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Für mich wieder ein Highlight! Die Protagonisten Hildur und Jakob haben mal wieder Arbeit auf den Schreibtisch bekommen. Der Pistendienst findet auf einem einsamen Berg einen Toten, der offensichtlich ...

Für mich wieder ein Highlight! Die Protagonisten Hildur und Jakob haben mal wieder Arbeit auf den Schreibtisch bekommen. Der Pistendienst findet auf einem einsamen Berg einen Toten, der offensichtlich von seinem Mörder mitten in der Nacht beim Langlauf niedergestreckt wurde. Kurze Zeit davor verunglückte ein bekannter Arzt mit seinem Kleinflugzeug und kam beim Absturz in einen See ums Leben. Hildur und Jakob versuchen einen Zusammenhang zu erkennen, der ihnen bei der Aufklärung hilfreich sein könnte, doch sie scheinen gegen eine Wand zu laufen, denn in diesen Kreisen hält man zusammen …

Während die Mordermittlungen im Vordergrund stehen sollten, geht Hildur ihre eigene Familiengeschichte, besonders das Verschwinden ihrer beiden kleinen Schwestern, nicht aus dem Kopf. So nah glaubte sie sich noch vor einigen Wochen der Wahrheit gekommen zu sein, so fern ist genau diese Wahrheit heute. Können ihre Schwestern noch am Leben sein? Wird sie das Geheimnis endlich aufklären können? Auch Praktikant Jacob kämpft im Privatleben. Er kämpft gegen seine Exfrau Lena, die ihm die Nähe zu seinem Sohn verbieten will. Hat sie es inzwischen tatsächlich geschafft, den kleinen Jungen seinem Vater zu entfremden?

Während die Mordfälle an sich spannend sind, scheinen sie doch rasch in den Hintergrund zu treten. Kurz vor Corona Ausbruch und den damit einhergehenden Beschränkungen, treten Hildurs verschwundene Schwestern in den Vordergrund und nehmen in der Geschichte einiges an Raum ein. Hildur spürt, dass sie der Sache nochmals auf den Grund gehen muss, um ihr eigenes Leben wieder in den Griff zu bekommen, das nach dem Tod von Freysi Gunnarsson, ihrem ehemaligen Freund und Geliebten, gehörig aus den Fugen geraten ist.

In bekannt flüssigem und mitreißendem Stil lässt mich die Autorin Satu Rämö wieder teilhaben am Leben in den Westfjorden Island. Während sich im mittleren Teil vielleicht ein paar klitzekleine Längen eingeschlichen hatten, nimmt das Buch im letzten Drittel nochmal so an Fahrt auf, dass ich an den Seiten nur so klebte! Nun verstehe ich aber auch, warum man diese Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen muss, um nichts zu verpassen und die Entwicklung der Charaktere zu verstehen. Ich fiebere Band drei entgegen und lasse in der Zwischenzeit fünf von fünf funkelnden Sternen da verbunden mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung. Tretet sie an, die Reise nach Island, ihr werdet es nicht bereuen!

P.S.: In Island wird diese Reihe übrigens verfilmt … auch Deutschland hat sich wohl um die Rechte beworben, ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Polarlichter, Fjorde und ein Jahrzehnte alte Geheimnis, das es aufzuklären gilt ...

Das Polarlichtcafé
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Norwegen erleben mit der bekannten Autorin Christine Kabus ist immer eine literarische Reise wert. So freute ich mich auch diesmal sehr darüber die beiden Hauptprotagonistinnen Jule und Janne kennenzulernen.

Zunächst ...

Norwegen erleben mit der bekannten Autorin Christine Kabus ist immer eine literarische Reise wert. So freute ich mich auch diesmal sehr darüber die beiden Hauptprotagonistinnen Jule und Janne kennenzulernen.

Zunächst zur Gegenwart. Jule und ihr Vater Andreas entdecken im Nachlass von Großvater/Vater Rainer einen Bericht, der sie neugierig macht. Was verschlug in seinerzeit nach Norwegen zumal doch Reisen ins westliche Ausland zu damaligen DDR Zeiten gar nicht erlaubt waren? Immer tiefer tauchen die Beiden in die Vergangenheit ein und beschließen schließlich, sich ein Bild vor Ort zu machen …

In der Vergangenheit, genauer gesagt in den frühen 60er Jahren, lernen wir Janne kennen, die mit ihren Eltern in einem abgeschiedenen Winkel im Norden Norwegens lebt, wo ihr Vater Leuchtturmwärter ist und die Mutter ein kleines Café mit Belieferung der Postschiffe betreibt. Als die Gesundheit des Vaters die Eltern in den Süden des Landes zu einer Kur verschlägt, ist Janne auf sich allein gestellt. Entgegen allen Erwartungen blüht sie auf, bringt neuen Schwung in das Café und genießt ihre neu entdeckte Unabhängigkeit bis unerwarteter Besuch auftaucht, der ihr Leben gehörig durcheinander bringt …

Im Großen und Ganzen habe ich diesen Roman sehr gerne gelesen. Wie immer sind die Landschaftsbeschreibungen ganz wunderbar, hier spürt man sehr deutlich die Liebe der Autorin zu Norwegen. Immer wieder streut sie auch politische Ereignisse ein, die zu jener Zeit von Wichtigkeit waren. Während diese Informationen natürlich spannend und interessant sind, nahmen sie für meinen Geschmack jedoch ein wenig zu viel Raum ein wodurch die Geschichte rund um Jule und Janne etwas in den Hintergrund gedrängt wurde, schade. Alles in Allem ein lesenswerter Roman, für den ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Heute leider wieder aktueller denn je ...

Als die Sonne im Meer verschwand
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Nachdem ich von Susan Abulhawas ersten Buch „Während die Welt schlief“ restlos begeistert war, freute ich mich riesig auf ihren zweiten Roman, der wieder in Palästina, bzw. in Gaza, spielt. Wie sicher ...

Nachdem ich von Susan Abulhawas ersten Buch „Während die Welt schlief“ restlos begeistert war, freute ich mich riesig auf ihren zweiten Roman, der wieder in Palästina, bzw. in Gaza, spielt. Wie sicher alle, verfolge auch ich fast atemlos und erschüttert den derzeitigen Konflikt – nein, Krieg ist hier das korrektere Wort - zwischen Gaza und Israel und somit schien mir Susans Buch mehr als passend.

Die Autorin entführt mich mit diesem Roman nach Palästina und schnell wird klar, dass der heutige Krieg nur die Spitze des Eisbergs ist, denn die Konflikte brodeln schon viele hunderte von Jahren. Was mich etwas überrascht hat ist, wie weit Susan mich in der Geschichte mit zurücknimmt – da war Nur noch nicht mal ein Glitzern in den Augen ihrer Eltern. Wahrscheinlich ist es dem Hörbuch geschuldet, dass ich im ersten Drittel mehr oder weniger keine Ahnung hatte, von wem jeweils die Rede war und wie diese Menschen zusammengehörten. Viel zu viele gleichklingende, fremdländische Namen … ich gebe zu, ich war „lost“. Als wir uns dann der Gegenwart näherten, nahm für mich die Geschichte an Fahrt auf und ich konnte die Personen und ihre Rollen in der Story besser zuordnen. Bewegt hat mich das Buch auf jeden Fall, denn es ist doch immer interessant zu lesen, wie die Moral in unterschiedlichen Ländern beurteilt und behandelt wird. Nur, die im freizügigen Amerika groß geworden ist, hat mit den strengen palästinensischen Regeln oft Probleme und stößt mehr als einmal an ihre Grenzen. Ständig ist sie hin und her gerissen zwischen Freiheit und Familie, doch am Ende findet sie, zu meiner Zufriedenheit, ihren Platz im Leben und ich wollte ihr einfach nur alles Gute wünschen.

Alles in allem handelt es sich bei „Als die Sonne im Meer verschwand“ um ein durchaus interessantes Buch, für mich allerdings mit Abstrichen. Ich vergebe drei von fünf Sternen, denke aber, dass ich bei der Printausgabe vielleicht ein wenig besser bewertet hätte.

Veröffentlicht am 03.09.2025

Der Krieg ist vorüber, doch der Kampf ums Überleben geht unerbittlich weiter ...

Helle Tage, dunkle Schuld
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Mit „Helle Tage, dunkle Schuld“ präsentiert uns die Autorin Eva Völler den Auftakt zu einer neuen historischen Krimireihe rund um den Kommissar Carl Bruns und seine kürzlich wiedergefundene Jugendliebe ...

Mit „Helle Tage, dunkle Schuld“ präsentiert uns die Autorin Eva Völler den Auftakt zu einer neuen historischen Krimireihe rund um den Kommissar Carl Bruns und seine kürzlich wiedergefundene Jugendliebe Anne. Endlich darf Bruns wieder im Polizeidienst tätig sein, nachdem ihm das während des Krieges aufgrund seines jüdischen Großvaters verwehrt blieb. Als er mit den Ermittlungen zum Mord an einer Frau beginnt, stößt er plötzlich auf ein viel grausameres Verbrechen, das kurz vor Kriegsende stattgefunden hat. Schnell geraten nicht nur er, sondern auch Anne, und mit ihr deren Familie, in tödliche Gefahr …

Beim Lesen, bzw. Hören, dauert es nicht lange bis man merkt, dass das braune Gedankengut noch lange nicht aus den Köpfen der Menschen verschwunden ist und alte Seilschaften weiterhin eine große Rolle spielen. Die Not der Bevölkerung ist nach wie vor groß und so sieht man gerne großzügig über das ein oder andere Vergehen hinweg. Carl Bruns kämpft für eine moralisch vertretbare Lösung und sicher mehr als einmal gegen Windmühlen …

Dass dieser Roman auf wahren Tatsachen beruht, machte ihn für mich umso spannender und regte mich mal wieder zu eigenen kleinen Recherchen im Internet an. Wie so oft bei derlei Büchern, bin ich dankbar im Hier und Jetzt zu leben. Die Stimme des Sprechers Steffen Groth passte hervorragend, um die passende Atmosphäre zu schaffen und so vergebe ich hier sehr gerne solide vier von fünf Sternen verbunden mit einer Lese- bzw. Hörempfehlung. Ich habe gesehen, dass der nächste Band schon veröffentlicht wurde … ich freue mich darauf!

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Sehen und gesehen werden in der Sommerhauptstadt Europas ...

Kasino
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Es brodelt in Europa, denn von Frankreich ausgehend erschüttern ab dem Frühjahr 1848 revolutionäre Unruhen weite Teile des europäischen Kontinents. Der Ruf nach einem Nationalstaat wird laut, der die Rechte ...

Es brodelt in Europa, denn von Frankreich ausgehend erschüttern ab dem Frühjahr 1848 revolutionäre Unruhen weite Teile des europäischen Kontinents. Der Ruf nach einem Nationalstaat wird laut, der die Rechte der Bürger nicht länger beschneiden kann. Auch in Baden-Baden formiert sich eine kleine Gruppe, angeführt von Victoria Winter, die mit ihrer Schwester Sophie und ihrer Tante Isolde eine Villa ebendort bewohnt. Die Winters sind neu in der Stadt und während Victoria sich eher bedeckt hält, kennt die kesse Sophie keine Grenzen. Ungeniert kokettiert sie immer auf der Suche nach neuen männlichen „Opfern“. Doch eine ist ihr dabei im Weg den ganz großen Coup zu landen … Claire, die sich inzwischen zur ersten weiblichen Croupière hochgearbeitet hat und absolut korrekt und verlässlich ist. Die Situation entwickelt sich zu einem Machtkampf, bei dem es nur eine Gewinnerin geben kann …

Auf den ersten Seiten dachte ich noch, oh je, was mache ich hier und wer sind diese Personen, von denen im Buch die Rede ist. Es war ja doch fast ein Jahr vergangen, seit ich den ersten Band gelesen hatte. Doch dann machte es klick, als ob ein Schalter sich umlegte, und ich war wieder mittendrin im Geschehen und konnte einen nach dem anderen der mir bereits aus Band eins bekannten und geliebten Charakters begrüßen. Es war ein bisschen, wie nach Hause kommen. Schnell fühlte ich mich wieder wohl und nahm an den berühmten Abendessen bei Dr. Günther Leberecht und Frau Beate teil und schmunzelte immer wieder aufs Neue über Beates Kupplungsbemühungen. Ich fühlte auch mit Theo, der mit seinem Gewissen in große Konflikte geraten war, vor allem aber erfreute ich mich an Claire, eine selbstbewusste Frau, die ich sehr bewunderte.

Schade, nun ist die spannende und sehr unterhaltsame Geschichte auserzählt, aber ich verlasse sie mit einem sehr guten Gefühl, denn der Abschluss ist rund und schlüssig. Liebe Martina, lieber Heiko, mich hat das Buch bestens unterhalten aber ich denke, es ist hilfreich den ersten Band zu kennen, um in den vollen Genuss zu kommen. Von mir bekommen das Buch und natürlich ihr als Autorenduo eine uneingeschränkte Leseempfehlung verbunden mit fünf dicken, fetten Sternchen. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg mit der KASINO Dilogie und viele zufriedene Leserinnen und Leser.

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