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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nicht nur für Jugendliche interessant ...

Eine wie Alaska
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Ein wunderbares Jugendbuch von dem Autor, der mich schon mit seinem Buch Das Schicksal ist ein mieser Verräter begeistern konnte. Auch hier greift er ein ernstes Thema, bzw. mehrere ernste Themen auf, ...

Ein wunderbares Jugendbuch von dem Autor, der mich schon mit seinem Buch Das Schicksal ist ein mieser Verräter begeistern konnte. Auch hier greift er ein ernstes Thema, bzw. mehrere ernste Themen auf, die auch für Erwachsene, besonders solche mit Kindern im Highschool Alter durchaus interessant und relevant sind.
Was treiben junge Menschen im Internat, was geht in Ihnen vor? Sehr gut gefallen hat mir hier von Teenagern zu lesen, die neben ihren Blödeleien, Streichen und größeren und kleineren Vergehen vor allem Spaß am Lernen haben, die gerne Bücher lesen und sich mit Mathematik beschäftigen und trotzdem als cool gelten können. Mehr möchte ich von der Handlung nicht vorwegnehmen.
Auch hier hat wieder der Erzähler, in diesem Fall Andreas Fröhlich, den Charme der Geschichte ausgemacht. Ein Hörbuch, das ich empfehlen kann.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Vergeudete Zeit ... leider ...

Der erste Sohn
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Auf dieses Hörbuch, ungekürzt gelesen, hatte ich mich richtig gefreut, da mich die Entstehungsgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, in diesem Fall Texas, sehr interessiert. Umso enttäuschter ...

Auf dieses Hörbuch, ungekürzt gelesen, hatte ich mich richtig gefreut, da mich die Entstehungsgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, in diesem Fall Texas, sehr interessiert. Umso enttäuschter habe ich nach ca. einem Drittel der Geschichte aufgehört. Das Hörbuch, gelesen von drei verschiedenen Sprechern, die jeweils eine Person aus einer unterschiedlichen Generation verkörperten, war für mich eine langweilige, manchmal auch leicht verwirrende Aneinanderreihung von Ereignissen. Ich konnte keine Mitgefühl entwickeln mit dem jungen Eli und seiner Familie obwohl ihnen Schlimmes widerfahren ist. Ich hatte einfach keine Lust mehr, mich noch länger durch die Geschichte zu quälen, sehr schade.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hat zu unrecht so lange auf dem Stapel der ungehörten Bücher geschlummert ...

Der Flug der Störche
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Das war ja mal was ganz Neues, eine clevere Idee, auf die der französische Autor in seinem Debütroman kam. Hätte Louis Antioche von Anfang an gewusst, was ihm bevorsteht, hätte er diese Reise vielleicht ...

Das war ja mal was ganz Neues, eine clevere Idee, auf die der französische Autor in seinem Debütroman kam. Hätte Louis Antioche von Anfang an gewusst, was ihm bevorsteht, hätte er diese Reise vielleicht nie angetreten. Während er die Sache mit den verschwundenen Störchen relativ schnell ans Licht bringt, deckt er nebenbei eine Reihe grausamer Todesfälle auf. Sein ganzer Reisepfad ist gepflastert mit Leichen und bald steht auch schon sein eigenes Leben mehr als auf Messers Schneide.

Der wunderbare Joachim Kerzel, der auch schon für andere große Autoren wie Stephen King, Frank Schätzing und Ken Follett vorgelesen und seine Synchronstimme schon berühmten Filmgrößen wie Jack Nicholson, Dustin Hoffman, Dennis Hopper, Harvey Keitel und Anthony Hopkins geliehen hat, versucht es auf einmalige Weise dieses Hörbuch in Szene zu setzen. Mit musikalischer Untermalung an genau den richtigen Stellen, steigt die Spannung bis zum Schluss um zu einem großartigen Finale zu kommen. Ich freue mich schon auf weitere Hörbücher dieses Autors.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Albtraumverdächtig ...

Blutdämmerung
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Eine tote Braut mit abgetrennten Füßen! Das lässt einem doch fast das Blut in den Adern gefrieren und schreit förmlich nach dem Fallanalytiker Martin Abel seiner Partnerin Hannah Christ Die Beiden sind ...

Eine tote Braut mit abgetrennten Füßen! Das lässt einem doch fast das Blut in den Adern gefrieren und schreit förmlich nach dem Fallanalytiker Martin Abel seiner Partnerin Hannah Christ Die Beiden sind sich nicht nur beruflich sehr nahe und müssen neben dem komplizierten Fall auch noch die Sperenzchen der Exfrau und ihrem neuen Lover ertragen. Abel gelangt auch diesmal „on and off the case“ definitiv an seine Grenzen.

Rainer Löffler schaffte es mal wieder mich als Zuhörer in seinen Bann, beziehungsweise in den Bann des Täters, zu ziehen. Das Sternchen Abzug gibt es dafür, dass mir der Hintergrund des Täters, sprich Kindheit, Erziehung etc. ein bisschen nah am Bild des Täters aus dem Vorgängerband lag. Ansonsten, volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die wahnwitzigen Entscheidungen der Machtträger ...

Eine Frage der Zeit
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Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich den Inhalt quasi riechen, schmecken und hören lies. Alex Capus beschreibt seine Figuren sowie Land und Leute um sie herum so bildhaft und facettenreich, ...

Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich den Inhalt quasi riechen, schmecken und hören lies. Alex Capus beschreibt seine Figuren sowie Land und Leute um sie herum so bildhaft und facettenreich, dass man meinen könnte, direkt neben ihnen zu stehen. Die afrikanische Hitze, die beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt aber auch die Gefahr von Krankheiten bedingt durch Insekten- und Schlangenbisse meint man als Leser direkt zu spüren.

Gleichzeitig bringt er uns Herr Capus die Geschichte um das Dampfschiff Goetzen nahe, die auf wahren Tatsachen beruht und dem Leser bewusst macht, wie viele unsinnige Dinge doch während des ersten Weltkriegs veranstaltet wurden. Im fernen Afrika beschießen sich Engländer und Deutsche ohne wirklich zu verstehen warum. Das Kaiserreich Deutschland und das Königsreich England sind in weiter Ferne, die Beschlüsse der Herrscher können schwer nachvollzogen werden. Sicher trifft diese Tatsache auf alle Kriege zu. Entschieden werden sie von ganz oben, ausführendes Element ist der kleine Mann.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Dennoch gibt es einen kleinen Abzug für die Tatsache, dass es dem Autor meiner Meinung nach teilweise nicht gelungen ist, etwas Wärme und tiefere Gefühle rüber zu bringen. Er schreibt teilweise etwas trocken. Wenn ich den Schreibstil beschreiben müsste, würde ich sagen, hier schrieb ein männlicher Autor für ein eher männliches Publikum.