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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2025

Ein mutiger Schritt, den Magda Fuchs da wagt ...

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum (Polizeiärztin Magda Fuchs-Serie 1)
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Es ist ein großer Schritt für Magda der Stadt Hildesheim, wo ihr alles vertraut ist, und die Familie lebt, den Rücken z kehren und als Polizeiärztin nach Berlin zu gehen. Doch nachdem man ihr das Liebste ...

Es ist ein großer Schritt für Magda der Stadt Hildesheim, wo ihr alles vertraut ist, und die Familie lebt, den Rücken z kehren und als Polizeiärztin nach Berlin zu gehen. Doch nachdem man ihr das Liebste genommen hat, hält sie in Hildesheim nichts mehr. Sie will vergessen und neue Wege gehen. Zunächst ist sie nach ihrer Ankunft schockiert über den Hunger, die Armut und das Leid, das sie in der Hauptstadt erwartet, doch dann wird ihr Kampfgeist geweckt und sie nimmt die Herausforderungen an, die die neue Arbeit an sie stellt. In ihrem stetigen Bestreben besonders verwahrlosten und von der Welt verlassenen und vergessenen Kindern zu helfen, lernt sie weitere mehr oder minder starke Frauen kennen und stellt fest, dass jede ihr eigenes Schicksal zu ertragen hat, auch arm oder reich macht da keinen Unterschied …

Wunderbar vorgetragen von der Sprecherin Tanja Fornaro konnte ich mich fallen lassen und tief eintauchen in die Geschichte um Magda und ihr Umfeld. Das Autorenduo Helene Sommerfeld zeichnet ein sehr authentisches und lebendiges Bild der damaligen Zeit und so verging die Hörzeit von knapp vierzehn Stunden wie im Flug. Ich freue mich, bald den zweiten Band dieser gelungenen Trilogie genießen zu dürfen, vergebe aber für diesen ersten spannenden Band erstmal sehr verdiente fünf Sterne verbunden mit einer absoluten Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 05.11.2025

Wenn Wasser zum Feind des eigenen Körpers wird ...

Unbeugsam wie die See
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Wie schon im Klappentext suggeriert, ist dieser Roman auf drei Zeitebenen aufgebaut. In der Gegenwart liegt der Fokus auf Lucy, die nach einem dramatischen Ereignis zu ihrer Schwester an die Westküste ...

Wie schon im Klappentext suggeriert, ist dieser Roman auf drei Zeitebenen aufgebaut. In der Gegenwart liegt der Fokus auf Lucy, die nach einem dramatischen Ereignis zu ihrer Schwester an die Westküste Australiens flieht, diese aber nicht antrifft. Das offene Haus dort macht sie stutzig und so beginnt sie zu recherchieren, was hier geschehen sein mag und wohin die Schwester verschwunden ist.


Zwanzig Jahre zurück in der Vergangenheit lerne ich Lucys Schwester Jess kennen, eine unglückliche junge Frau, die versucht sich selbst zu finden, nachdem sie sich von Erwachsenen, besonders auch ihren eigenen Eltern, hintergangen wurde. Auch sie sucht verzweifelt nach Antworten.


Last but not least finde ich mich lesetechnisch im Jahr 1800 auf einem Sträflingsschiff wieder und lerne dort die Schwestern Mary und Eliza kennen. Was haben diese vier starken jungen Frauen gemeinsam? Wie sind ihre Leben miteinander verknüpft?


Ich gestehe, bevor ich mich überhaupt mit der Inhaltsbeschreibung des Romans befasst hatte, war ich wie magisch angezogen von dem wunderschönen Cover, das von mir direkt ein Extrasternchen in der Bewertung verdient. Doch kaum hatte ich das schöne Buch aufgeschlagen, war ich auch schon direkt in die Geschichte eingetaucht, die recht flüssig geschrieben ist. Die Charaktere der Frauen sind detailliert gezeichnet und die Sprache ausdrucksvoll gehalten. Dennoch kann ich diesmal leider nicht die Bestnote vergeben, da mir die Zusammenhänge oft zu abstrakt gehalten waren und mir zu sehr ins mystische abdrifteten. Schade, ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen und vergebe so 3,5 von 5 Sternen, die ich nicht zuletzt wegen der zauberhaften Covergestaltung gerne auf vier Sterne aufrunde. Ich gebe das Buch an eine liebe Lesefreundin weiter und bin schon jetzt gespannt auf ihre Meinung dazu.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Es wird dunkel und sehr, sehr kalt in Island ...

Hildur – Der Schatten des Nordlichts
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Es ist kalt im hohen Norden, als ich mich zum drittel Mal auf die Reise nach Island mache, um Hildur und Jakob bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Diesmal brauche ich eine Weile, bis ich mit ...

Es ist kalt im hohen Norden, als ich mich zum drittel Mal auf die Reise nach Island mache, um Hildur und Jakob bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Diesmal brauche ich eine Weile, bis ich mit Hildurs Fall warm werde, bzw. bis ich mich reingefuchst habe. Gleich zu Anfang taucht eine grausam zugerichtete Leiche auf, doch bei diesem einen Mordfall bleibt es nicht. Überall scheinen schlimme Überfälle zu geschehen, nun gilt es für die Beiden einen Zusammenhang herzustellen, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Doch Jakob ist seiner Kollegin diesmal keine große Hilfe, denn er wird in einen, ihn sehr persönlich berührenden, Mordfall verwickelt und kämpft darum seine Unschuld zu beweisen …

Ich bin ja inzwischen großer Fan dieser Krimireihe und auch „Schatten des Nordlichts“ hat mich nicht enttäuscht. Während mich der Fall selbst anfangs nicht ganz überzeugen konnte, hat es mir mal wieder gut gefallen, an Hildurs und auch Jakobs Privatleben teilhaben zu dürfen und nach und nach neue Erkenntnisse gewinnen zu können. Und die guten Nachrichten sind, dass das Buch bald immer mehr an Spannung zunimmt, bis man es am Schluss schwer aus der Hand legen kann. Mein Leserherz hat sich wohlgefühlt und ich freue mich auf den vierten und bisher letzten Band, der – wie könnte es anders sein – natürlich schon bereit liegt. Für diesen dritten Teil vergebe ich sehr gerne vier bitterkalte Islandsterne und möchte die Reihe allen Fans von nordischen Krimis ans Herz legen. Aber hier unbedingt die Reihenfolge einhalten, sonst versäumt ihr was!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Zwei Welten prallen aufeinander ...

Nachtflug
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Ich bin ganz überrascht, wie gut mir dieses Hörbuch gefallen hat, es hat mich regelrecht verzaubert! In dem Buch mit dem schlichten und sehr passenden Titel „Nachtflug“ lerne ich zwei Menschen kennen, ...

Ich bin ganz überrascht, wie gut mir dieses Hörbuch gefallen hat, es hat mich regelrecht verzaubert! In dem Buch mit dem schlichten und sehr passenden Titel „Nachtflug“ lerne ich zwei Menschen kennen, die wohl unterschiedlicher kaum sein könnten. Da ist zum einen die Mitfünfzigerin Ingrid, für die dieser Flug der allererste in ihrem Leben ist und die doch recht blauäugig der Meinung ist, auf der anderen Seite des Ozeans ihre große Liebe zu treffen. Und zum anderen haben wir den Geschäftsmann Jakob, der die Nachtstunden nutzen will, an seiner Präsentation zu arbeiten oder zumindest ein wenig „shut eye“ zu bekommen. Aber nichts da! Ingrids Sorgen und Nöte lassen ihn mental an seine Grenzen stoßen, wirbeln aber schließlich auch in seinem eigenen Leben so manches Ungeklärte an die Oberfläche. Nach einem langen und turbulenten Flug werden aus zwei Fremden schließlich zwei Freunde …

Für mich ist es immer wieder faszinierend zu lesen, dass zwei räumlich voneinander getrennte Autorinnen oder Autoren tatsächlich gemeinsam einen Roman schreiben können. Ich muss sagen, diese besondere Aufgabe haben Kati Naumann und Sofie Cramer mit „Nachtflug“ grandios gemeistert. Wahrscheinlich genau weil hier zwei Ideenstränge miteinander verwoben wurden, hat dieser Roman zugleich Leichtigkeit und Tiefgang und hat mich nicht zuletzt durch die authentisch gezeichneten Charaktere begeistert. Es war mir eine absolute Freude Ingrid und Jakob begleiten zu dürfen auf dem aufregenden Flug nach New York und ich wäre supergespannt zu erfahren, wie ihre beiden Leben weitergehen. Aber der „Nachtflug“ war auserzählt und die Geschichte lässt mein Leserherz glücklich und zufrieden zurück. Dafür gibt es von mir natürlich mit fünf Sternen die volle und absolut verdiente Punktzahl!

Veröffentlicht am 31.10.2025

Hundert Seiten mehr hätten dem Buch gut getan ...

Irgendwann werden wir uns alles erzählen
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Mit ihrem Erstlingswerk „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ schickt mich die Autorin Daniela Krien in die DDR im Jahr 1990. Noch hat sich trotz des Mauerfalls nicht viel geändert, von einem gemeinsamen ...

Mit ihrem Erstlingswerk „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ schickt mich die Autorin Daniela Krien in die DDR im Jahr 1990. Noch hat sich trotz des Mauerfalls nicht viel geändert, von einem gemeinsamen Deutschland scheint noch weit und breit keine Spur. Die junge Protagonistin Maria wohnt gemeinsam mit ihrem Freund Johannes auf dem „Brendel-Hof“, den seine Eltern betreiben. Die 18-Jährige ist verträumt und liest viel lieber zu Hause Bücher, anstatt zur Schule zu gehen. Gleich nebenan steht der Henner-Hof, dessen Besitzer Henner dort allein lebt und rundherum als eigenbrötlerisch gilt. Seine harsche Art sorgt für Argwohn unter den Dorfbewohnern, man meidet ihn, wo man nur kann. Als jedoch Maria dem Bauern Henner eines Tages zufällig begegnet, ist sie sofort fasziniert und lässt sich mit ihm auf eine tragische Liebesbeziehung ein …

Puh, das ist kein leichter Tobak, was uns die Autorin hier präsentiert. Es werden solch ernste Themen wie Gewalt in einer Beziehung und sexuelle Abhängigkeit behandelt, die durch die großartige Sprecherin Anna Thalbach auf wunderbare Weise in Szene gesetzt werden. Leider werden viele wichtige Zusammenhänge nur sehr an der Oberfläche angesprochen, womit ich sagen möchte, dass ich der Geschichte alles in allem viel mehr Raum gewünscht hätte. Ich vergebe diesmal deshalb mit drei von fünf Sternen leider nur eine Note im mittleren Segment verbunden mit einer bedingten Leseempfehlung. Weitere Werke Daniela Kriens werde ich aber im Auge behalten und gebe diesen gerne eine Chance.