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Veröffentlicht am 02.09.2017

Lesenswerter Kiel-Krimi

Blutvilla
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Klappentext:

Die Millionärin Johanna Krogmann wird erschlagen in ihrer Villa nahe Kiel aufgefunden. Feinde hatte sie mehr als genug. Die halbe Gemeinde Flintbek war der skrupellosen Fabrikbesitzerin gegenüber ...

Klappentext:

Die Millionärin Johanna Krogmann wird erschlagen in ihrer Villa nahe Kiel aufgefunden. Feinde hatte sie mehr als genug. Die halbe Gemeinde Flintbek war der skrupellosen Fabrikbesitzerin gegenüber feindlich gesinnt. Hauptkommissar Sven Fricke, der in dem Fall ermittelt, stößt schnell an seine Grenzen. Doch nicht nur die Suche nach dem Täter gestaltet sich äußerst schwierig, auch die Zusammenarbeit mit der attraktiven Staatsanwältin Elena Karinoglous stellt die Geduld des Ermittlers auf eine harte Probe und sorgt für gewaltigen Zündstoff …

Leseeindruck:

Mit "Blutvilla" liegt dem Leser ein lesenswerter und ereignisreicher Kiel-Krimi vor. Wie der Klappentext dem Leser bereits vor Lesebeginn verrät, wird die wohlhabende Millionärin und Fabrikbesitzerin Johanna Krogmann erschlagen in ihrer Villa aufgefunden.
Hauptkommissar Sven Fricke und Staatsanwältin Elena Karinoglous ermitteln in vielerlei Richtungen, denn Feinde hatte das Opfer mehr als genug...

Dieser Krimi liest sich angenehm unterhaltsam, da eben hier nicht nur der eigentliche Fall eine lesenswerte Rolle einnimmt, sondern auch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen dem Hauptkommissar und der attraktiven Staatsanwältin. Insofern ist es jetzt kein vor bluttriefender Krimi, wie Buchtitel und Cover vielleicht vermuten lassen, sondern eher ein leichter. Der Schreibstil liest sich lesenswert leicht und schnell bin ich in die Geschehnisse reingekommen.

Die angenehm kurzen und kurzweiligen 32 Kapitel verteilen sich auf 227 Seiten. Im Anhang findet der Leser noch ein Nachwort, sowie ein Making-Of des Autorenduos, das ich neuartig und originell fand.


@ esposa1969

Veröffentlicht am 31.08.2017

Der Sensations-Fund

Ötzi
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Klappentext:

Ötzi, der Mann aus dem Eis: Die fiktive Geschichte seiner Lebensumstände und seines Todes und der Bericht des sensationellen Fundes der Mumie am Tisenjoch im Schnalstal.

Leseeindruck:

Sowohl ...

Klappentext:

Ötzi, der Mann aus dem Eis: Die fiktive Geschichte seiner Lebensumstände und seines Todes und der Bericht des sensationellen Fundes der Mumie am Tisenjoch im Schnalstal.

Leseeindruck:

Sowohl mein knapp 14-jähriger Sohn, als auch ich sind absolute Ötzi-Fans. Kennen ihn persönlich (hihi, seit dem Besuch im Bozner Nationalmuseum, wo er höchstpersönlich gekühlt liegt) und kennen auch seine Geschichte. Mein Sohn besitzt mehrere Bücher über Ötzi und hatte das Thema auch bereits in der Schule durchgenommen. Umso erfreuter waren wir im Rahmen einer Buchverlosung dieses Buch erhalten zu haben.

Dieses Buch als Hardcover-Ausgabe ist Din-A-4 -formatig und beschreibt Ötzis (fiktives) Leben und reales Sterben in drei Sprachen: Deutsch, italienisch und englisch. Zu Beginn Zeigt uns eine Karte, wo er gefunden wurde. Dann geht die eigentliche Geschichte los. Comic-artig beginnt die 3-sprachige Erzählung mit seinem Ende. Es ist kein Comic im eigentlichen Sinne, da jede Seite etwa 2-6 Bilder enthält, aber keine Sprechblasen, sondern eben Untertitel. Nachdem wir auf wenigen Seiten an Ötzis Ableben herangeführt werden gibt es einen Rücksprung, was zuvor geschah. Da wird Ötzis Leben fiktiv beschrieben, so wie es gewesen sein könnte, als er sich gut ausgerüstet auf seinen Weg machte. Da fährt der Leser nicht nur die eventuellen Hintergrundinformationen über Ötzis Leben, sondern auch allgemein über das Leben in dieser Zeit vor rund 4000 Jahren. Dann Sprint die Geschichte wieder zu dem Zeitpunkt, als er den Tod fand und ihn dann anno 1991 das Ehepaar Simon beim Wandern fand, wie Reinholt Messner hinzugerufen wurde (der im übrigen sehr detailgetreu gezeichnet wurde, ebenso wie das Ehepaar Simon) und wie Ötzi zu, Sensationsfund wurde. Im Anhang finden wir noch einige touristische Informationen rund um Ötzi.

Die rund 50 Seiten waren schnell gelesen, da sich auf jeder Seite ja nur wenige Sätze befinden. Insgesamt aber sehr interessant zu lesen, herrlich die Zeichnungen zu betrachten und lehrreich allemal. Ein Muss für jeden Ötzi-Interssierten und sehr lehrreich für Schüler.

@ esposa1969

Veröffentlicht am 25.08.2017

Stellenweise langatmig

Eine von uns
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Klappentext:

Sommer 1984, ein Dorf in der Provinz in England. Alles beginnt ganz harmlos: mit dem Gefühl der Dorfbewohner, dass jemand in ihrem Haus war, mit Spuren von schmutzigen Schuhen auf der Treppe, ...

Klappentext:

Sommer 1984, ein Dorf in der Provinz in England. Alles beginnt ganz harmlos: mit dem Gefühl der Dorfbewohner, dass jemand in ihrem Haus war, mit Spuren von schmutzigen Schuhen auf der Treppe, fettigen Fingerabdrücken auf dem Badezimmerspiegel. Dann verschwinden Dinge, oder, noch rätselhafter, es tauchen andere auf. Bis schließlich eine von ihnen weg ist: Anna, die harmloseste, unscheinbarste von allen. Die Dorfbewohner beginnen sich zu bewaffnen, sie haben Angst vor dem Einbrecher, Angst um Anna und immer mehr auch voreinander. Kann einer von ihnen der geheimnisvolle Fox sein? Harriet Cummings’ Debüt ist spannend, stilsicher und raffiniert – den Abgründen dieser Dorfidylle entkommt man nicht!


Leseeindruck:

Ich beginne mal mit dem Cover, das ich nicht so gelungen finde. Es verspricht Spannung, wirkt von den Zeichnungen her aber irgendwie kitschig, fast wie ein Kinderbuch.

Die Handlung Ansicht war okay, aber nach Lesen den Klappentextes hatte ich mir weitaus mehr Spannung erhofft und Gänsehautgefühl erwartet. Stellenweise war es mir zu langatmig, so dass ich auch einige Seiten querlesen musste. Der Schreibstil der Autorin aber ist sehr gut lesbar und detailliert beschrieben, ebenso wie die Charaktere von denen irgendwie fast jeder verdächtig ist und kaum einer sympathisch. Das Ende fand ich irgendwie nicht so ganz gut.

Das Buch war ganz nett, die rund 370 Seiten fast zuviel für den Inhalt.
3 Sterne sind es gerade so geworden.

@ esposa1969

Veröffentlicht am 24.08.2017

Gesines 3. Fall

Wildeule
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Klappentext:

Die ehemalige Kommissarin Gesine Cordes hatte sich nach dem Tod ihres kleinen Sohns aus ihrem alten Leben zurückgezogen. Erst in der Arbeit als Friedhofsgärtnerin fand sie Trost. Doch ihre ...


Klappentext:

Die ehemalige Kommissarin Gesine Cordes hatte sich nach dem Tod ihres kleinen Sohns aus ihrem alten Leben zurückgezogen. Erst in der Arbeit als Friedhofsgärtnerin fand sie Trost. Doch ihre geliebte Idylle wird jäh gestört, als während einer Beerdigung entdeckt wird, dass der Sarg nicht richtig geschlossen ist. Und nicht der erwartete Leichnam im Sarg liegt, sondern ein bekannter Bestattungsunternehmer - er wurde ermordet.
Gesine ermittelt undercover auf dem Friedhof und kommt skandalösen Praktiken im Bestattergewerbe auf die Spur. Bald gerät ausgerechnet ihr bester Freund, der Bestatter Hannes, unter Verdacht. Als sie zögert, ihn in ihre Ermittlungen einzuweihen, verschwindet er spurlos.
Gesine muss sich entscheiden: Wird sie sich weiter vor der Welt verstecken? Oder kann sie Hannes retten, den Mord aufklären und womöglich sogar in ihr altes Leben zurückkehren?



Leseeindruck:

Mit "Wildeule" liegt dem Leser ein solider und spannender Kriminalroman vor. Nach "Kaninchenherz" und "Fuchskind" ist "Wildeule" nun der dritte Band von Autorin Annette Wieners, in dem die ehemalige Kommissarin und nun Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes (undercover) ermittelt. Die beiden Vorgängerbände hatte ich vor kurzem erst gelesen, daher war ich mit dem Hauptcharakter natürlich bereits bestens vertraut. Aber auch ohne die Vorgängerbände zu kennen, lässt sich dieser Krimi gut lesen, da jeder Fall ein abgeschlossener ist. Dennoch versteht man viele Zugehörigkeiten der einzelnen Charaktere evtl. besser, wenn man sie aus den Vorgängerbänden eben schon kennt.

Wie man dem Klappentext bereits entnehmen kann, führen ihre Ermittlungen sie direkt an ihr Arbeitsumfeld - dem Friedhof. Denn in einem Sarg liegt der falsche Leichnam: Ein bekannter Bestattungsunternehmer, der nicht gerade große Beliebtheit zu Lebzeiten genoss. Ausgerechnet Gesines bester Freund Hannes gerät unter Verdacht. Kann Gesine diesen Fall lösen?

Die rund 350 Seiten lasen sich angenehm unterhaltsam. Gerade die Friedhofsstimmung, in die man beim Lesen irgendwie natürlich reinrutscht, verursachte mir ein Gänsehautgefühl. Ich habe richtig schön mitermittelt, empfand den Fall als gut ausgeklügelt und ebenso gut aufgelöst.

Das Cover gefällt mir recht gut und hat zu den anderen beiden Covern einen absoluten Wiedererkennungswert. Von mir gibt es hier 5 Sterne!


@ esposa1969

Veröffentlicht am 23.08.2017

Arne Eriksen ermittelt

Kein guter Ort
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Klappentext:

Spannender Norwegen-Krimi um ein verlassenes Hotel

Arne Eriksen ist nach seinem letzten Fall nach Südnorwegen gezogen und arbeitet dort als Psychiater an einer Klinik. Hier hört er auch ...

Klappentext:

Spannender Norwegen-Krimi um ein verlassenes Hotel

Arne Eriksen ist nach seinem letzten Fall nach Südnorwegen gezogen und arbeitet dort als Psychiater an einer Klinik. Hier hört er auch von den mysteriösen Morden im Hotel Rabenschlucht. Damals hat ein Unbekannter ein junges Mädchen vor den Augen seiner Schwester umgebracht. Doch nicht erst seit dieser Tat gilt die Rabenschlucht als ein Ort, an dem seit jeher schlimme Dinge geschehen. Der Ort und die Geschehnisse lassen den Psychologen nicht los und Arne stellt auf eigene Faust Nachforschungen zum tragischen Tod des jungen Mädchens an. Und muss feststellen, dass ihn sein Leben in Norwegen verändert hat: Er lässt sich immer mehr von seiner Intuition und den uralten Riten der Samen leiten - und kommt damit dem Täter so nah, dass er selbst in tödliche Gefahr gerät...

Mit dem dritten Teil der Reihe um Arne Ericksen ist dem Autor erneut ein packendes Buch gelungen, das unter die Haut geht!




Leseeindruck:

Nach "Va†ers unbekanntes Land" und "Nördlich†" ist "Kein guter Or†" nun der dritte Band von Autor Bernhard Stäber, in dem der Psychologe und halbe Nordmann Arne Eriksen ermittelt. Wie man nach dem Cover schon vermuten kann, handelt es sich bei diesem Thriller um einen Skandinavien-Thriller, der in Norwegen spielt. Dreh- und Angelpunkt der Hauptgeschehnisse ist ein altes Hotel, das an der Rabenschlucht steht und das ein düsteres Geheimnis indisch birgt: Die mysteriösen Morden im Hotel Rabenschlucht. Seinerzeit hatte ein Unbekannter ein junges Mädchen vor den Augen seiner Schwester umgebracht. Doch von jeher gilt die Rabenschlucht als kein guter Ort. Düster und unheimlich hält er einiges verborgen...

Dieser Thriller war gut lesbar, ebenso der Schreibstil. Eine düstere Atmosphäre umgibt die Handlung. Die Figuren werden sehr gut und real beschrieben. Gerade Arne wurde mir danke er Beschreibung gut vertraut. Die Handlung spielt sich - außer die Rückblicke - innerhalb einer Woche ab.

Die knapp 450 Seiten lassen sich mit ebensolch einer unheimlich Atmosphäre, wie man sich die Rabenschlucht vorstellt. Die Handlung selbst war okay, aber das gesamte Drumherum hat mir sehr gut gefallen. Das Cover passt zur Gesamtstimmung und könnte treffender kaum gewählt sein.



@ esposa1969