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Veröffentlicht am 14.03.2023

Tragödie voller Brachialgewalt

Das dritte Land
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Es gibt Bücher, die überraschen und ziehen ihre Leser von der ersten Seite an in einen Sog. "Das dritte Land" von Carina Sainz Borgo war für mich so ein Buch. Es kommt mit der Wucht einer griechischen ...

Es gibt Bücher, die überraschen und ziehen ihre Leser von der ersten Seite an in einen Sog. "Das dritte Land" von Carina Sainz Borgo war für mich so ein Buch. Es kommt mit der Wucht einer griechischen Tragödie, ist kraftvoll geschrieben, voller Härten und doch auch immer wieder poetisch und voll spröder Schönheit. Etwa wenn die Protagonistin und Ich-Erzählerin Angustias ihre erste Begegnung mit Visitacion hat, der Betreiberin eines illegalen Friedhofs im Niemandsland zwischen Großgrundbesitzer und Guerillagebiet irgendwo in Südamerika: Eine schwarze Madonna, die auf einer Schutthalde gelandet ist.

Es ist ein Leben voller Entbehrungen, Krankheiten, Gewalt und Tod, das hier geschildert wird: Angustias war mit ihrem Mann und den Zwillings-Babies unterwegs, in ein anderes Land, in eine bessere Zukunft. Doch als ihre Kinder sterben, sucht sie nach einem Stück Land, an dem sie sie begraben kann, und dort bleibt sie. "So war das Ende der Welt: Ein Haufen Staub aus den Knochen, die wir auf dem Weg zurückließen."

Das Land, um dass es geht, wird nie namentlich genannt, Parallelen zu Venezuela sind unübersehbar, doch der soziale und politische Sprengstoff zerreißt die Gesellschaft auch in anderen Ländern des Kontinents. Gewalt und Verrohung, Hoffnungslosigkeit prägen das Buch. Vollständig depremierend ist es dennoch nicht, denn die Stärke der Frauen, die hier trotz Demütigungen, Gewalterfahrungen und Angst versuchen, die Lebenden und die Toten zu schützen, ist wie ein kleines Flämmchen Hoffnung.

Für Happy Ends allerdings ist das Leben, wie Angustias und Visitacion es kennen, nicht gemacht. "Das dritte Land" zeigt die Stärke der Schwachen, die Beharrlichkeit derjeningen, denen ein eigener Platz, ein eigenes Leben, eine eigene Würde abgesprochen wird. Überlebenswille allein reicht nicht immer aus. Am Ende aber lässt die Autorin inmitten all der beschriebenen Hoffnungslosigkeit die zarte Perspektive einer Zukunft erkennen.

"Das dritte Land" ist ein Roman voller Brachialgewalt, ganz bestimmt keine leichte Kost - aber ein lohnenswertes, lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 12.03.2023

Apokalyptischer Roadtrip im Donbas

Internat
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Pascha, die Hauptfigur in Serhij Zhadans Buch "Das Internat", muss sich in einem unerklärten Krieg bewähren, doch von den Kriegshelden eines Ernest Hemingway könnte der Mittdreißiger aus dem ukrainischen ...

Pascha, die Hauptfigur in Serhij Zhadans Buch "Das Internat", muss sich in einem unerklärten Krieg bewähren, doch von den Kriegshelden eines Ernest Hemingway könnte der Mittdreißiger aus dem ukrainischen Donbas nicht weiter entfernt sein: Er ist Lehrer, gilt wegen eines Herzfehlers als Invalide, ost zudem stark kurzsichtig und hat eine Fehlbildung an den Fingern. Nicht die besten Voraussetzungen schon zu normalen Zeiten, doch nun ist es die Zeit nach 2014 und im Osten der Ukraine ist Krieg, ein Krieg, der freilich nicht erklärt wurde und der vor allem für die Menschen im Westen Europas erst acht Jahre später als real angesehen werden wird.

Kriegszeiten sind ungesunde Zeiten, vor allem für jemanden wie Pascha, der sich wegen seines Herzfehlers doch nicht aufregen soll. Und doch bricht er auf aus dem Haus seines Vaters, in dem er nach jeweils gescheiterten Ehen mit seiner Schwester lebt, um den 13-jährigen Neffen aus einem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause zu holen.

Es wird drei Tage dauern, einmal durch die Stadt und wieder zurück zu kommen, eine gefährliche, apokalyptische Reise an eisigen Januartagen, die Pascha verändern wird. Der eher passive, lebensferne Mann ist auf einmal gefordert, erlebt Gewalt, Tod, Verletzungen, Angst und die ewige Unischerheit an jedem Checkpoint, bei jeder Begegnung mit Bewaffneten: In welcher Sprache soll er sprechen, Russisch oder Ukrainisch? Es ist eine Entscheidung, von der womöglich das eigene Überleben abhängt.

Geradezu episch schildert Zhadan Bunkernächte und Militärtransporte, Krankenhäuser, die eher Schlachthäusern ähneln mit völlig übermüdeten Ärzten, die ohne Narkosemittel operieren müssen, von Sterbenden, die sich ans Leben klammern, von Geflüchteten, denen noch die letzten Habseligkeiten gestohlen werden. Das Telefonnetz bricht zusammen, Pascha irrt mit seinem Neffen durch die Apokalyps, auch die Beziehung der beiden erfährt eine entscheidende Veränderung angesichts der gemeinsamen Erlebnisse. Tote Hunde und verängstigte Tauben werden zu Metaphern der Schrecken des Krieges, der nicht nur auf die Menschen beschränkt ist.


In der Hörbuchfassung gibt Frank Arnold diesen Erlebnissen die passende Intonation, mal voller Härte, dann wieder zögerlich oder beinahe schon poetisch - ohne freilich dem Geschehen seinen Schrecken zu nehmen. Dass er als bester Interpret für den Deutschen Hörbuchpreis interpretiert worden ist als Sprecher dieses Hörbuchs, überrascht nicht angesichts der Bandbreite von Emotionen und Stimmungen.

Im vergangenen Jahr hat Serhij Zhadan den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Ein Pazifist ist der Autor, der seit 2014 über den Krieg in seiner Heimat schreibt, in seiner Heimatstadt Charkiv Lesungen in Bunkern und Schützengräben gehalten hat, nicht. Sein Buch aber ist ein großartiges Plädoyer für diejenigen, die Krieg und Gewalt ausgesetzt sind, mit einer bildhaften und ausdruckstarken Sprache. Mich hat "Internat" stark beeindruckt

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Veröffentlicht am 12.03.2023

Wenn die Wut größer ist als die Angst

»Unser Schwert ist Liebe«
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Es gibt Länder, die erstarrt scheinen in einem menschenfeindlichen System, in dem die Angst vor der eisernen Faust der Staatsmacht größer zu sein scheint als der Wunsch, etwas zu ändern. Länder, in denen ...

Es gibt Länder, die erstarrt scheinen in einem menschenfeindlichen System, in dem die Angst vor der eisernen Faust der Staatsmacht größer zu sein scheint als der Wunsch, etwas zu ändern. Länder, in denen die Aufrechten und Mutigen sich sehr einsam und allein fühlen müssen. Der Iran gehörte zweifellos dazu. Seit einige Monaten gibt es aber auch erstaunliche Bilder Mutes, gerade sehr junger Menschen: Mädchen, die als Zeichen des Protestes ihre langen Haare abschneiden, auf der Straße das Kopftuch schwenken, wie zum Hohn gegen die Sittenpolizei und die Mullahs: Seht her, wir haben keine Angst mehr für euch..

Wie hoch der Preis für diesen Mut sein kann, beweisen die Todesurteile gegen Demontrantinnen, die Berichte über Verhaftungen. Dass iranische Sicherheitsbehörden foltern, m fragwürdige Geständnisse zu erzielen, ist schon lange bekannt. Mit ihrem Buch "Unser Schwert ist Liebe" hat Gilda Sahebi die feministische Revolte im Iran beschrieben.

Die Ärztin und Journalistin ist nah dran an ihrem Thema: Sie ist selbst im Iran geboren, kam aber bereits mit drei Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Ihr letzter Besuch im Iran fand im Alter von 14 Jahren statt. Die Situation ihrer Angehörigen und die Lage im Iran kann sie nur aus der Entfernung verfolgen, über soziale Medien und Internet-Recherchen.

Sahebi ist nicht gleichgültig, wenn es um das Schicksal der Frauen im Iran geht, sie ergreift Partei. Das ist sowohl Stärke als auch Schwäche des Buches, denn sie kann sich darin nicht zwischen der Rolle der Aktivistin und der Journalistin entscheiden. Selbst einige der Kapitel in dem Buch sind Reden, die zuvor auf Demonstrationen gehalten wurden.

Für viele Leser
innen ist das Buch so vielleicht lesbarer, leidenschaftlicher, emotionaler. Als Dokument von Menschenrechtsverletzungen und Analyse der Protestbewegung im Iran verliert es allerdings an Glaubwürdigkeit, lässt mich fragen, wo die Recherche von der eigenen Gefühlslage ausgebremst worden sein mag.

Manche Wiederholungen im Text sind der Tatsache geschuldet, dass ältere Texte für das Buch recycelt wurden - sei´s drum. Besonders überzeugend ist das Buch dort, wo Sahebi und andere Exil-Iranerinnen ihren eigenen Blick aus der Ferne auf das Geschehen im Iran reflektieren, auf die Gleichgültigkeit, die sie in Deutschland oft erleben, wenn Gewalt und Menschenrechtsverletzungen der Mehrheitsgesellschaft sehr weit weg erscheinen.

Ich vermute, "Unser Schwert ist Liebe" wird vor allem von denjenigen gekauft, die sich für den Protest der Frauen im Iran, oder das Leben von Frauen in streng islamisch geprägten Gesellschaften interessieren. Von Jina Mahsa Amini, der jungen Kurdin, deren Tod - und die staatlichen Lügen über die Todesursache - die Proteste auslösten, haben diese Leser
innen wohl alle schon längst gehört, und auch der Ruf "Frau, Leben, Freiheit" ist ihnen nicht unbekannt. Beides mehrfach zu beschreiben, ist also eigentlich überflüssig.

Lieber hätte ich Antworten auf die Frage erhalten: Warum jetzt? Denn die Unzufriedenheit vor allem junger Menschen ist ja nicht neu. Selfies ohne Kopftuch gibt es seit Jahren. Es gab Protestbewegungen in der Vergangenheit, die aber nicht dieses Ausmaß erreichten. Was ist nun also anders?`Das Internet kann es nicht sein, das existiert ja schon seit geraumer Zeit, ebenso wie Vernetzung über soziale Medien. Hier hätte ich mir dann doch mehr journalistische Analyse und weniger aktivistische Betroffenheit gewünscht. Dennoch ein gut lesbares Buch, das auch den fast 500 bislang bekannten Todesopfern des Protests ein Denkmal setzt.

Veröffentlicht am 11.03.2023

Hilflose Helferin

Über den Fluss
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Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Das muss auch die Ich-Erzählerin in Theresa Pleitners Debütroman "Über den Fluss" erkennen, eine junge Psychologin, die direkt im Anschluss an ihr Studium ...

Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Das muss auch die Ich-Erzählerin in Theresa Pleitners Debütroman "Über den Fluss" erkennen, eine junge Psychologin, die direkt im Anschluss an ihr Studium ihre erste Beschäftigung in einer Unterkunft für Geflüchtete beginnt, mit großem Enthusiasmus.

Sie kommt mit Idealen - boshaft könnte man sagen, sie habe sich von Kindheit an auf eine Karriere als Gutmensch vorbereitet, spielte sie doch mit jenen, die irgendwie anders waren und auch im späteren Leben scheint sie Liebhaberinnen und Liebhaber nach dem Pronzip möglichst großer Diversität ausgesucht haben. Nun aber der Praxisschock - die erfahrene Kollegin erscheint ihr in abgestumpfter Routiniertheit erstarrt, zu wenig Widerstand entfaltend gegen die Strukturen, die Flüchtlinge letztlich vor allem verwalten.

Vor allem anfangs entsteht der Eindruck, die Erzählerin empfinde sich da als irgendwie besser, als eine, die Sand im Getriebe des Asylsystems sein will, die eher verächtlich den Hausmeister schildert, mit etwas mehr Sympathie die überwiegend migrantischen Sicherheitsleute.

Von "Gästen" wird im Lager gesprochen, das klingt netter. Doch auch hier gilt es Abschiebungen durchzusetzen. Ein Aufschub kann allerdings erreicht werden, wenn ein Gast als suizidgefährdet gilt. Im Fall von Herrn Rahim, einem jungen Syrer, engagiert sich die junge Psychologin besonders stark. Sie möchte helfen mit ihren Hinweisen, doch die Helferin muss ihre eigene Hilflosigkeit erkennen. Je weiter das Buch voranschreitet, desto klarer wird, dass es sich um eine Rechtfertigung handelt: Vor sich selbst, aber auch vor denen, die sie moralisch verurteilen könnten.

"Immer meinst du, dass du es besser weißt, willst die Gute sein, aber so funktioniert das nicht an einem Ort wie hier, an dem alle kurz vorm Durchdrehen sind", wirft ihr die Kollegin am Ende vor.

Die Autorin hat selbst als Psychologin in einer Flüchtlingsunterkunft geabeitet - und tatsächlich sind in diesem Buch die Passagen besonders gelungen, in denen das enge Aufeinanderleben von Menschen verschiedener Spracheu und Kulturen mit all ihren bereits vorhandenen Problemen auf engem Raum bechrieben wird. Aber auch die Bürokratie, die Menschen zu Fällen macht - ob sie nun Gäste genannt werden oder nicht - wird eindrücklich beleuchtet, wie auch das Dilemma, das das für jene mit sich bringt, die doch eigentlich nur helfen wollen.

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Veröffentlicht am 04.03.2023

Das Quartett aus der Seniorenresidenz hat einen neuen Fall

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel (Die Mordclub-Serie 3)
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Es gibt Bücherserien, die nach dem ersten Erfolg abflauen und in Routine erstarren. Die Donnerstagsmordclub-Serie von Richard Osman gehört erfreulicherweise nicht dazu. In ihrem dritten Fall mischen ...

Es gibt Bücherserien, die nach dem ersten Erfolg abflauen und in Routine erstarren. Die Donnerstagsmordclub-Serie von Richard Osman gehört erfreulicherweise nicht dazu. In ihrem dritten Fall mischen die vier Hobby-Schnüffler aus der Seniorenresidenz einen Fall von Geldwäsche auf. Und noch nie war so viel Liebe mit im Spiel. Die angejahrten Freizeitermittler, die mittlerweile stramm auf die 80 zugehen, wollen diesmal einen Mord ohne Leiche aufklären. Denn vor Jahren verschwand eine junge Journalistin, die einem brisanten Fall von Geldwäsche auf der Spur war. Ihr Auto stürzte über eine Klippe, doch die Leiche der jungen Frau blieb verschwudnen.

Die ehemalige Krankenschwester Joyce macht sich ja zunächst ein bißchen Hoffnung auf den silberlockigen Moderator der Nachrichtensebdung des Lokalsenders, der mit der Vermissten befreundet war. Erotisch kann der Frauen allerdings so gar nichts abgewinnen - Pech für Jodyce. Dafür ist die energische Maskenbildnerin Pauline eine Frau nach dem Herzen von Ron, dem rauhbeinigen ehemaligen Gewerkschaftsführer. Hier kann er nun auch einmal seine sanfte Seite zeigen.

Psychiater Ibrahim wiederum ist als Therapeut der inhaftierten Drogenbossin Connie gefragt. Vielleicht schafft er es ja noch, ihr die Pläne für einen Mord an seinem besten Kumpel Ron auszureden. Und Elizabeth, die ehemalige MI6-Agentin? Sie wird zusammen mit Ehemann Stephen entführt und wird zu einem Mordauftrag an einem ehemaligen KGB-Oberst erpresst. Kein Zweifel, das muntere Quartett kommt kaum zum Ermitteln bei soviel Ablenkung! Und dann ist da noch Elizabeths Sorge um den geliebten Stephen, dessen Demenz immer weiter fortschreitet.

Für Chauffeursdienste und Muskeleinsatz erhalten die Senioren wie schon in den vorangegangenen Bänden tatkräftige Unterstützung von Bogdan, dem starken Polen mit allerlei Talenten und Kontakten, und auch Chris und Donna, die beiden Polizisten, mit denen sie schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet haben, sind wieder mit dabei.

Ein bewährtes Team also, mit liebenswerten Charakteren, die im Laufe der Jahrzehnte ihre kleinen Eigenarten entwickelt haben, gemeinsam aber trotz arthritischer Knie und verschlechterter Sehkraft unschlagbar sind. Manchmal geht es zwar drunter und drüber, doch die hartnäckigen Alten mit ihrem kauzigen Charme lassen sich nicht von einer einmal aufgenommenen Fährte abbringen und habe so ihre Tricks, von der Fernsehmoderatorin bis zum Polizeipräsidenten andere für ihre Vorhaben einzuspannen.

Für Leser, die die beiden vorangegangenen Bände nicht kennen, ist das Buch vielleicht ein bißchen überfrachtet, denn so manches baut auf den Frozzeleien und Sticheleien der Vergangenheit auf. Klar, dass das Quartett auch diesmal wieder auf reichlich unorthodoxe Art ermittelt, mal scheinbare Naivität, mal die Killer-Qualitäten von Elizabeth einsetzt und gleich vierfach aus dem Erfahrungsschatz eines langen Lebens schöpfen kann.

Turbulent, humorvoll und sehr britisch ist diese Cozy Krimi-Serie und es bleibt zu hoffen, dass Richard Osmond seinen Romanfiguren ein langes Ermittlerleben beschert.

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