Kulinarisches Detox
Meine 80 besten Rezepte für eine gesunde LeberNicht nur die Liebe geht durch den Magen, sondern auch die Gesundheit. Dass die Ernährung an sich großen Einfluss auf den allgemeinen Gesundheitszustand haben kann, ist ja nicht neu. In der Medical Cuisine-Reihe ...
Nicht nur die Liebe geht durch den Magen, sondern auch die Gesundheit. Dass die Ernährung an sich großen Einfluss auf den allgemeinen Gesundheitszustand haben kann, ist ja nicht neu. In der Medical Cuisine-Reihe bei G+U stellt der Sportmediziner Matthias Riedl aber immer wieder diese Zusammenhänge ganz gezielt für bestimmte Körperbereiche her, sei es nun Darmgesundheit, Arthrose, Diabetes usw. Sein neues Buch, "Meine 80 besten Rezepte für eine gesunde Leber", schließt daran an und nimmt das größte Bauchorgan in den Mittelpunkt, das beim Stoffwechsel eine besonders wichtige Rolle spielt.
Fettleber ist heutzutage fast schon eine Zivilisationskrankheit und längst nicht nur auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen. In einer Zeit, in der viele Menschen hochverarbeitete Lebensmittel mit vielen Zusatzstoffen zu sich nehmen oder auf Fertiggerichte, Restaurants usw setzen statt selbst mit frischen Zutaten zu kochen, vermutlich kein Wunder - man hat dabei nicht mehr die Kontrolle, was in Topf und Pfanne kommt und später in den eigenen Magen.
Wie auch in seinen früheren Büchern stellt Riedl einen "Theorieteil" voran, in dem es um die Bedeutung der Leber für den menschlichen Organismus geht, ihre Aufgabe bei der Steuerung des Stoffwechsels und das besondere Problem der "leise leidenden" Leber - Veränderungen und Erkrankung machen sich nicht gleich durch Schmerzen bemerkbar.
Dass Bitterstoffe gut für die Lebergesundheit sind, haben viele vermutlich schon einmal gelesen. Unter den "Top ten zur Stärkung unserer Leber" listet Riedl aber unter anderem auch Kichererbsen, Hüttenkäse, Pilze und Kurkuma auf.
Der anschließende Rezeptteil beginnt mit süßen und herzhaften Gerichten für einen Start in den Tag - Granola-Cups mit Himbeerjoghurt zum Beispiel oder deftiger Porridge mit pochiertem Ei. Die Möhren-Hafter-Ecken dürften dabei auch als Snack zwischendurch oder leichtes Mittagessen überzeugen. Hinzu kommen mehrere Smoothie- und Aufstrichrezepte.
Mehrere kalte Hauptgerichte, insbesondere proteinreiche Salate mit ordentlich Gemüse dazu dürften gerade jetzt im Sommer gut passen. Unter den warmen Hauptgerichten sind mehrere Suppen und Eintöpfe, aber auch Auflauf, Gratins und Ofengerichte. Teils deftig, teils mit mediterranen oder asiatischen Anklängen, aber allesamt recht schnell und ohne größeren Aufwand machbar - die Ausrede "Ich habe aber gar keine Zeit zum Kochen" steht dem kulinarischen Detox also nicht im Weg. Unter den 80 Rezepten ist sogar noch Platz für Nachtisch - wobei "Schokomuffins mit roter Beete" zumindest für mich nicht unbedingt die größte Verlockung sind. Aber Protein-Brownies mit Hüttenkäse oder Zimtschneckenkuchen mit Apfel sind sicherlich einen Versuch wert. Und das beste: Die Erläuterungen und vorgestellten Rezepte laden zu eigenen Kombinationen ein, die der Leber auch jenseits der vorgestellten Rezepte gut tun dürften.