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Veröffentlicht am 08.01.2018

Wertvolles Wissen über die verschiedensten Gewürze

Heilende Gewürze
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Nicht nur in der Küche sind Gewürze sehr wertvolle und vor allem leckere Helfer, sorgen sie doch für einen guten Geschmack. Sie können noch viel mehr und verfügen über enorme Heilkraft, was Dr. Aggarwal ...

Nicht nur in der Küche sind Gewürze sehr wertvolle und vor allem leckere Helfer, sorgen sie doch für einen guten Geschmack. Sie können noch viel mehr und verfügen über enorme Heilkraft, was Dr. Aggarwal seit Jahren am renommierten M.D. Anderson-Krebszentrum der Universität Texas herausgefunden hat. In dieser Gewürzbibel beschreibt er nun ausführlich die wichtigsten 50 Gewürze mit Anwendungsgebieten und sogar wissenschaftlichen Belegen, teilweise auch mit Rezept.

Gewürze spielen auch für mich eine große Rolle, vor allem bislang natürlich in der Küche, wo ich dank einem tollen Gewürzkochkurs schon selbstgemachte Gewürzmischungen verwenden konnte. Aber auch sonst mag ich Gewürze gerne – so mag ich es gerne, wenn zur Weihnachtszeit Nelken und Sternanis ein bißchen angenehmen Duft im Raum verbreiten. Über die verschiedenen Heilwirkungen war mir bislang sicher noch nicht soviel bekannt, von daher habe ich von diesem Buch überraschen lassen, was ich noch dazu lernen kann.

Eingeteilt ist das Buch grundsätzlich in fünf Bereiche, die aber alle verschieden lang sind. So beginnt das Buch mit dem Kapitel über die Heilkraft der Gewürze, anschließend dem ausführlichsten Kapitel über heilende Gewürze, darauf folgt ein Kapitel mit speziellen Gewürzmischungen, anschließend Gewürze als Naturmedizin bis schließlich „Ressourcen“ den Abschluß im Buch macht. Anschließend gibt es noch einen Stichwort-, Krankheiten- sowie Rezept-Index, weitere Literaturhinweise, Wissenswertem über die Autoren und einem Abbildungsverzeichnis.

Im ersten Kapitel erläutert der Autor wie man die Gewürze am besten einkauft, aufbewahrt, mit welchen Küchengeräten man sie zubereitet (Mörser und Stößel bzw. Kaffeemühle), außerdem dass einige Gewürze vom Rösten profitieren.

Im ausführlichen Kapitel über die heilenden Gewürze erfährt man erst etwas über das jeweils vorgestellte Gewürz, eben beispielsweise welche Auswirkungen es hat, ,durch welchen Inhaltsstoff diese Wirkung erzielt wird, wo man es anwendet. Hier gibt es auch immer eine kleine Übersicht, die bei allen folgenden Gewürzen gleich ist. Es ist aufgeführt, bei welchen Krankheiten damit vorgebeugt bzw. behandelt werden kann, zu welchen weiteren Gewürzen es gut passt und welchen Gerichten es eine besondere Note verleiht. Außerdem gibt es noch Hinweise zum Einkauf und zur Verwendung in der Küche bevor ein Rezept aufgeführt wird.

Hier sind wirklich die verschiedensten Gewürze aufgeführt, vom Ajowan (Königskümmel) über Fenchelsamen, Galgant und Kurkuma bis hin zu Oregano und Piment sowie Zimt.

Man sollte hier aber auch Bedenken, dass auch Knoblauch, Minze oder gar die Zwiebel zu Gewürzen zählen, etwas an das man vielleicht nicht direkt dabei gedacht hat.

Im dritten Teil gibt es dann Rezepte für verschiedene Gewürzmischungen, so beispielsweise das chinesische Fünfgewürz-Pulver, Baharat, Colombo-Pulver und auch Grillmarinaden. Auch eine Tabelle ist aufgeführt, aus der man sehen kann, wozu die verschiedenen einzelnen Gewürze gut passen sowie eine weitere Tabelle, in welcher der passende Ersatz erläutert wird, wenn ein bestimmtes Gewürz gerade nicht im Haus ist.

Im vorletzten Kapitel sind in einer Tabelle die unterschiedlichsten Erkrankungen aufgeführt, welche heilenden Gewürze man hier anwenden kann und welche wissenschaftlich getestete therapeutische Anwendung es gibt. So hilft bei Durchfall beispielsweise Ajowan (Königskümmel), Kardamom, Koriander oder auch Muskat, bei Schlaflosigkeit Koriander, Safran oder Zitronengras, bei Übergewicht Bockshornkleesamen, Chili, Granatapfel, Kokosnuss, Kurkuma, Mandel, Mangostane, Oregano bzw. schwarzer Pfeffer (350mg Bockshornklee, dreimal täglich vor den Mahlzeiten; 1 handvoll Mandeln- fünfmal pro Woche).

Einen Leitfaden zum Einkauf mit den Homepages und Kurzbeschreibungen verschiedener Gewürzhändler erhält man im letzten Kapitel bevor das Buch mit den verschiedenen Indexen endet.

Das Buch ist wirklich sehr informativ und interessant, es war sehr spannend soviel über die verschiedensten Gewürze und deren Einsatz als Heilkraft zu erfahren. Die Einteilung in die verschiedenen Bereiche im Buch finde ich auch sehr geglückt, mit dem Krankheiten-Index bin ich jedoch nicht so glücklich. Sucht man hier nach der entsprechenden Erkrankung und erhält dann beispielsweise bei der Erkältung schon drei genannte Seiten, dann ist das ja schon wieder einiges an nachzulesendem Text. Wenn man dann dabei auf einen Text über Piment hingewiesen wird, auf dem Erkältung nicht direkt zu sehen ist, dann finde ich das ein bißchen nervig. Hier hätte ich mir teilweise ein bißchen mehr Hilfe erwartet – also eben auch ein Hinweis dann lediglich auf ein, zwei Gewürze die helfen und eine entsprechende Zubereitung. Man hat ja nicht immer die Zeit alles direkt so ausführlich zu lesen…

Dennoch hat mir das Buch alles in allem gut gefallen, es waren interessante Ansätze dabei, manche Sachen kann man sicher gut umsetzen und selbst verändern, bei manchen denke ich ist es nicht so einfach. Auch sehr schön fand ich, dass Rezepte für Gewürzmischungen angegeben waren, wo ich sicher nochmal welche ausprobieren werde.

Entsprechend vergebe ich hier 4 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 07.01.2018

Sich selbst nicht so ernst nehmen und lachen hilft immer.

Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige!
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Oma Maria ist inzwischen 108 Jahre alt – und ein echtes Phänomen. Sie erlebte zwei Weltkriege, die Mondlandung – und surft inzwischen selbst im Internet. Zusammen mit ihrem Sohn Jochen und ihrer Enkelin ...

Oma Maria ist inzwischen 108 Jahre alt – und ein echtes Phänomen. Sie erlebte zwei Weltkriege, die Mondlandung – und surft inzwischen selbst im Internet. Zusammen mit ihrem Sohn Jochen und ihrer Enkelin Anja ist sie gerne unterwegs und kann so wohl auch noch Urlaube genießen. Sämtliche Geschichten und Erlebnisse mit ihrer Oma hat die Enkelin Anja in diesen Buch zusammengefasst.

Auf die Schilderungen aus dem Leben der 107-jährigen Oma Maria, die inzwischen ja schon 108 Jahre alt ist, war ich ziemlich gespannt. Auf den Aufbau des Buches und welche Erkenntnisse man daraus so mitnehmen kann. Und ich muss gleich vorwegnehmen, dass es mir unheimlich gut gefallen hat, das Buch.

Die Art und Weise wie das Buch gegliedert ist, hat mir gut gefallen. So fängt das Buch im Jahr 2011 an, als Oma Maria 101 Jahre alt ist. Entsprechend ist das Buch in die weiteren Abschnitte bis 2017 aufgeteilt und so kann man aus jedem Jahr die verschiedenen Anekdoten bzw. Geschichten lesen.

Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen, denn es ist gut verständlich und direkt geschrieben um was es jeweils wie geht. Bzw. sind die Unterhaltungen eben angenehm geführt worden, die im Buch so aufgeführt wurden. Immer wieder sehr amüsant und lustig, wie ich das selbst teilweise aus einer persönlichen Erfahrung mit einer Demenzkranken gemacht habe. (Hier ist es wohl so, dass die Oma mütterlicherseits an Alzheimer leidet; Oma Maria, die 107jährige Oma, ist bis auf ein bißchen Vergesslichkeit in dieser Hinsicht noch fit) Ebenso sind manche Schilderungen doch auch recht emotional, gehen einem direkt nahe. Manche der Anekdoten sind recht kurz, andere immer mal wieder etwas länger mehrere Seiten umfasst eine Schilderung aber kaum. Hier gibt’s auch immer eine kleine Überschrift dazu, so dass man vielleicht schon einmal weiß, was einen erwarten kann.

Es ist sehr schön zu lesen, wie sich Oma Maria im Leben noch zurecht findet und doch auch noch einige Unternehmungen immer wieder machen kann, obwohl sie selbst auch schon Operationen über sich hat ergehen lassen müssen. Ebenso interessant habe ich es empfunden zu sehen, wie sich hier die Familie, allen voran der Sohn Jochen und eben die Enkelin Anja, um die Oma kümmern. Manchmal wären kleine Einblicke in den Alltag der beiden noch interessant gewesen (wie ist das beruflich vereinbar bei Anja), aber es geht ja hauptsächlich um Oma Maria im Buch.

Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, es war eine wunderbare Unterhaltung, die zum größten Teil sehr amüsant aber auch interessant war. Natürlich gab es auch emotionale Schilderungen, all sowas kommt im Leben ja auch immer wieder vor. Alles in allem eine absolut tolle Lektüre, schöne Einblicke. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.01.2018

Ein Roman der ein bißchen wie ein Rosamunde Pilcher-Film ist.

Morgen ist es Liebe
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In einer eiskalten Winternacht verunglückt die junge Ärztin Alexandra in den Weinbergen mit ihrem Auto. Sie war gerade auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier zu ihrer Mutter. Bei dem Unfall wird sie bewusstlos ...

In einer eiskalten Winternacht verunglückt die junge Ärztin Alexandra in den Weinbergen mit ihrem Auto. Sie war gerade auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier zu ihrer Mutter. Bei dem Unfall wird sie bewusstlos und ihr Leben wäre wohl zu Ende gewesen, hätte da nicht ein Unbekannter eingegriffen und sie gerettet bevor ihr Auto in Flammen aufgegangen ist. Nun ist die Polizei auf der Suche nach dem Unbekannten, denn als Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr und Polizei eintreffen ist dieser spurlos verschwunden… Gerade in dieser winterlichen kalten Nacht will Martin Hallberg in den Weinbergen seinem Leben ein Ende setzen als es direkt vor seinen Augen zu dem Unfall kommt. Auch nach dem Unfall lassen ihn die Erinnerungen an die junge Frau nicht los und er ist besorgt um seinen dabei verlorenen Mantel, in dem ja noch der Abschiedsbrief steckt…

Allein der Titel des Buches und das schön gestaltete Cover haben mich direkt angesprochen, natürlich auch noch die Geschichte des Buches. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, das Buch liest sich sehr angenehm, eine locker-leichte Lektüre, die ich mal als „Frauenroman“ betiteln würde. Keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe, angenehm zu lesen, wirklich toll.

Auch die Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen. Zu Beginn hat es vielleicht ein bißchen gebraucht bis ich so richtig im Lesen drin war, aber arg lange hat es nicht gedauert. Überhaupt wird die Geschichte nie langweilig, weil immer wieder etwas Neues passiert. Klar, manches kann man vorher erahnen bzw. man weiß als Leser, der ja die verschiedenen Seiten der Personen geschildert bekommt, eben doch ein wenig mehr als die Protagonisten im Buch. Zwischendurch hatte ich mal das Gefühl, das Buch wird wie so ein klassischer Rosamunde-Pilcher-Film. In diese Art geht das Buch vielleicht ja auch in gewisser Weise, aber für mich auf die sehr angenehme Art und Weise.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, eine schöne Geschichte die durchaus auch emotional ist, genauso aber an anderen Stellen sehr lustig und unterhaltsam. Es war ein schöner Ausflug nach Luxemburg, denn dort spielt die Geschichte zum Großteil. Gerade sprachlich fand ich es hier einmal interessant in den dortigen Dialekt bzw. die Mundart ein paar Einblicke zu bekommen. (Keine Angst, das versteht man alles.)

Ein tolles Buch, das man ratzfatz gelesen hat, zumindest ging es mir so – ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Entsprechend kann ich hier eine absolute Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.01.2018

Tolle Einblicke in die weihnachtliche regionale Küche Deutschlands

Kulinarische Weihnachts Reise
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Einblicke in die regionalen Küchen Deutschlands – das bietet dieses Buch. Und so blickte Sonja Buchhop bei ihrer weihnachtlichen Deutschlandreise in die verschiedensten Kochtöpfe, erfuhr einiges über Bräuche ...

Einblicke in die regionalen Küchen Deutschlands – das bietet dieses Buch. Und so blickte Sonja Buchhop bei ihrer weihnachtlichen Deutschlandreise in die verschiedensten Kochtöpfe, erfuhr einiges über Bräuche und Traditionen und bringt mit dem Buch die verschiedensten und unterschiedlichsten Rezepte mit – ein toller Einblick der Inspiration bietet.

Kochbücher finde ich immer wieder spannend – und auch gerade einmal die Einblicke in die verschiedensten Regionen Deutschlands und ihre ganz eigenen Rezepte dabei haben mich sehr gereizt.

Für bzw. bei dieser kulinarischen Weihnachtsreise hat die Autorin die unterschiedlichsten Menschen getroffen, die ihr dann von den jeweiligen Bräuchen berichtet haben und schöne Rezepte mitgebracht haben. So besuchte sie in Bayern die Cafébesitzerin Agi Schwimmbeck, die dann beispielsweise die Rezepte für ein schönes Hasen-, Reh- oder Hirschragout liefert – ebenso wie ein Rezept für „Auszonge“ – Ausgezogene, was woanders wohl mit Krapfen übersetzt wird (jaja, und „Berliner“). Für Hessen haben sich die privaten Gastgeber Ellen und Horst Wingen (sie nehmen alle drei Monate am internationalen Restaurant-Day teil) den Fragen der Autorin angenommen und Rezepte wie Gewürzsüppchen mit Champignons und Flädle oder auch Rahmwirsing zur Verfügung gestellt.

Für Nordrhein-Westfalen sind die Foodtrucker Bianca Wilk und Torsten Finke dabei und haben Rezepte wie für den Weihnachtsburger mit Rotkohl und Zimtcreme sowie gefüllte Pfefferkuchen beigetragen.

Überhaupt sind die Rezepte so vielfältig wie die verschiedenen Regionen – von Nudeln mit Linsenragout (Rheinland-Pfalz) über die getrüffelte Maronensamtsuppe (Saarland) bis zum Bohnensalat (Schleswig-Holstein) sowie dem Elmenthäler Kartoffelsalat (Thüringen) – eine tolle Auswahl.

Aufgebaut sind die Kapitel immer gleich, zuerst erfährt man in Bild und Text erst ein bißchen was über die jeweiligen Personen, anschließend gibt es eine Art Fragebogen der beantwortet wurde (Fragen nach dem Weihnachtsbaumschmuck, ob echte Kerzen oder Lichterkette, grundsätzliche Fragen nach Traditionen, dem Beginn des Heiligen Abends, etc.). So erhält man also auch privatere Einblicke bei den jeweiligen „Gastgebern“. Die Rezepte sind jeweils bebildert, außerdem ist das Rezept in zwei Spalten geteilt, auf der linken Seite findet man die Zutaten, direkt rechts daneben dann die Anleitungen – so dass man die jeweilige Zutat gleich mit der Zubereitung ergänzt.

Das Buch bietet wirklich tolle Einblicke in die unterschiedlichen Länderküchen Deutschlands zur Weihnachtszeit. Und ja, nicht alles ist vielleicht absolut typisch für die jeweilige Region, was aber auch daran liegt, dass man mit der Zeit geht, manche Rezepte vielleicht etwas moderner und noch verfeinerter sind. Ebenso ist es ja auch so, dass die unterschiedlichsten Menschen hier ihre Rezepte zum Besten gegeben haben, von der Großmutter aus Schleswig-Holstein über die Foodfotografin aus Niedersachen, die Weinkönigin aus Rheinland-Pfalz sowie die Kochbuchautorin aus Thüringen.

Überhaupt kommt das Buch sehr wertig herüber, es ist einfach sehr schön gemacht, die Fotos bei den Rezepten wie bei den Personen wirken angenehm und natürlich, sind nicht zu gestellt oder extrem verschönert. Das finde ich einfach toll, denn so kommt es natürlich rüber – so dass man es eben auch kochen mag. Zu extrem drapiertes Essen schreckt ja doch auch immer mal wieder ab. Ebenso sind die Zutaten gut käuflich zu erwerben, nichts, was großartig schwierig zu finden ist, was zu außergewöhnlich ist.

Alles in allem hat mir dieses Kochbuch mit den tollen Einblicken in die verschiedenen Regionen und entsprechenden weihnachtlichen Bräuche und Traditionen sehr gut gefallen. Es sind tolle Rezepte im Buch, das Buch ist inhaltlich sehr vielfältig und sehr hochwertig gemacht.

Entsprechend kann ich hier eine absolute Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.01.2018

Leben und Tod liegen nirgendwo sonst so eng beieinander.

Ich kam, sah und reanimierte
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Das Buch gibt Einblicke in den Alltag eines Notarztes, wobei Falk Stirkat hierbei nichts beschönigt oder gar verschweigt, er schildert seine Einsätze und dabei gemachte Erfahrungen. Im Buch erläutert er ...

Das Buch gibt Einblicke in den Alltag eines Notarztes, wobei Falk Stirkat hierbei nichts beschönigt oder gar verschweigt, er schildert seine Einsätze und dabei gemachte Erfahrungen. Im Buch erläutert er außerdem immer wieder die verschiedenen medizinischen Fachbegriffe bzw. wie manches vonstatten geht und gemacht wird.

Bereits mit „Ich kam, sah und intubierte“ hat Falk Stirkat einen Bestseller geliefert – und da mir dieses Buch bereits bekannt war, war ich nun auf das zweite Buch dieser Art sehr gespannt.

Die Art und Weise wie er seine erlebten Notarzteinsätze schildert finde ich als sehr angenehm zu lesen, eine sicherlich nicht unbedingt leichte Lektüre, aber soweit gut verständlich, keine ellenlangen Sätze, etc. Geht es mal um medizinische Fachbegriffe oder warum was wie getan wird, dann erläutert er das immer wieder in Fußnoten, so dass man hier also selbst quasi kein Wissen im medizinischen Bereich braucht.

Das Buch ist in verschiedene Kapitel eingeteilt, so wird in elf Kapiteln von den verschiedensten Einsätzen berichtet, beispielsweise auch von ungeklärten Notfällen, also welchen, die es auch bleiben, außerdem von psychosomatischen Notfällen sowie Kindernotfällen bis hin zu „Standardnotfällen“. Sämtliche Ereignisse im Buch sind aber so verfremdet, dass sich die entsprechenden Patienten keinesfalls wiederfinden können.

Mir hat dieses Buch gut gefallen, die Schilderungen habe ich als sehr interessant und aber auch informativ empfunden, habe wieder ein Stück neues Wissen auch für mich mitgenommen. Es sind zwar durchaus auch schlimme Einsätze die im Buch geschildert werden, dennoch gibt es aber auch immer wieder Lichtblicke – und natürlich auch erfolgreiche Einsätze. Wer sich generell mit dieser Thematik auseinandersetzen mag, dem gefällt dieses Buch sicher auch, zumindest ist das mein Eindruck vom Buch. Mir hat der Stil gefallen, es ist durchaus nie langweilig und langatmig geschrieben, sondern durchaus sehr lesenswert erzählt.

Entsprechend kann ich hier eine absolute Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.