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Veröffentlicht am 06.09.2017

Geschichten vom Franz… Eberhofer.

Grießnockerlaffäre
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Der Barschl, ein Vorgesetzter vom Franz, wird umgebracht. Und da kommt es dick für den Franz, denn er konnte noch nie gut mit ihm, so dass er nun Tatverdächtiger Nummer eins ist. Außerdem geht es daheim ...

Der Barschl, ein Vorgesetzter vom Franz, wird umgebracht. Und da kommt es dick für den Franz, denn er konnte noch nie gut mit ihm, so dass er nun Tatverdächtiger Nummer eins ist. Außerdem geht es daheim bunt zu, denn die Oma erlebt wohl ihren dritten Frühling und lässt so ihre Familie ein wenig im Stich, wenn’s um das Essen geht.

Von Rita Falk kenne ich bereits einige Bücher, entsprechend kannte ich ihren Schreibstil und die generelle Geschichte um den Franz Eberhofer schon. Vom Schreibstil her ist es sehr angenehm zu lesen, eine locker-leichte Lektüre, nie großartig schwierig von irgendwelchen Begriffen her, nichts kompliziert geschrieben.

Auch diese Geschichte war wieder so wunderbar unterhaltsam und lustig, durchaus aber auch spannend, öfter auch mal zum Kopf schütteln (Mensch, Franz!). Für mich war es wieder ein großes Lesevergnügen, durch den Mord und sonstige Unklarheiten im Leben vom Franz war es wirklich spannend und teilweise auch fast ein wenig undurchsichtig, so dass erst nach und nach hier Licht ins Dunkel kam.

Oftmals sind im Buch auch bayrische Begriffe eingebaut und natürlich wunderbare Gerichte von der Oma, was das Ganze noch lesenswerter macht. Die Begriffe sind meiner Ansicht nach gut verständlich, ansonsten aber auch ganz hinten noch einmal aufgeführt und erläutert, damit man sie überall versteht. Ebenso ganz zum Schluß findet man einige der tollen Rezepte, die im Buch genannt sind, entsprechend kann man nach dem Lesegenuss dann in den Essensgenuss kommen.

Ein wirklich unterhaltsamer und lustiger Heimatkrimi, das sind die Geschichten von Rita Falk rund um den Eberhofer Franz für mich. Und auch bei der Grießnockerlaffäre wurde ich nicht enttäuscht. Ein spannender Krimi, gewürzt mit viel Humor und toller Lebensart, dem gewissen Pfiff, einfach unterhaltsam zu lesen.

Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 31.08.2017

Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein? Jein!

Ich bin eine Frau voller Widersprüche ... Nee, doch nicht.
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Judy Horney gehört zu den Menschen, die sich einfach nicht entscheiden können, egal um welches Thema es genau geht. Sei es die Entscheidung um Kind oder Karriere oder Sekt oder Selters. Im Buch schildert ...

Judy Horney gehört zu den Menschen, die sich einfach nicht entscheiden können, egal um welches Thema es genau geht. Sei es die Entscheidung um Kind oder Karriere oder Sekt oder Selters. Im Buch schildert sie mit viel Humor und durchaus auch Selbstironie dieses Problem und gibt gelegentlich Tipps, wie man es sich ein wenig leichter machen kann.

Entscheidungen zu treffen liegt ja nicht jedem. Mir fällt es gelegentlich schwer mich für das nächste Buch zu entscheiden, der SuB (Stapel ungelesener Bücher) wächst ja irgendwie mehr als dass er mal abnimmt… Entsprechend gespannt war ich auf das Buch der Frau voller Widersprüche.

Vom Schreibstil her hat es mir echt gut gefallen, eine locker-leichte Lektüre, angenehm zu lesen, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe, wirklich angenehm zu lesen. Da ist nichts kompliziert ausgedrückt, einfach schön. Auch die Einteilung in die kurzen Geschichten (zur jeweils beschriebenen Situation, die eine Entscheidung erforderte) sind von angenehmer Größe – d.h. eher kurz, nie so arg viele Seiten lang.

Alles in allem sind die Geschichten wirklich sehr unterhaltsam und durchaus amüsant – man merkt immer wieder, wie sie von einer Entscheidung hin und her gerissen ist, diese dann ggf. doch noch kurzfristig geändert wird oder sich durch äußere Umstände etwas ändert. Generell hat mir das Buch so schon gut gefallen, jedoch war es für mich so, dass ich mir da noch ein wenig mehr Erkenntnis gewünscht hätte. Ich hatte die Vorstellung, dass man hier auch ein bißchen mehr für sich selbst mit nimmt, wenn man eben auch nicht so der „Entscheider“ ist. Da wurde ich ein bißchen enttäuscht, wobei die Geschichten ansonsten sehr amüsant waren und man gesehen hat, dass es auch immer mal wieder gut war, wie sie sich entschieden hat – zumindest habe ich das so empfunden.

Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Der Tote aus Grab 55.

Tote schweigen nicht
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Durch Prof. Dr. Klaus Püschel werden Tote zum letzten Mal zum „Sprechen“ gebracht, denn durch die Rechtsmedizin können noch Erkenntnisse auf Todesursache etc. festgestellt werden. Im Buch erläutert er, ...

Durch Prof. Dr. Klaus Püschel werden Tote zum letzten Mal zum „Sprechen“ gebracht, denn durch die Rechtsmedizin können noch Erkenntnisse auf Todesursache etc. festgestellt werden. Im Buch erläutert er, durch welche Verletzungsmuster man auf welchen möglichen Geschehensablauf schließen kann, erläutert wie man tatsächlich bei verschiedenen Fällen noch eine Wendung erlebt hat. Im Buch werden Fälle wie der von Wettermann Kachelmann sowie der kleinen Yagmur geschildert.

Einblicke in die Rechtsmedizin finde ich unheimlich spannend, so dass ich Bücher dieser Art bzw. Thematik schon einige gelesen habe. Entsprechend habe ich für mich schon eine gewisse Vorbildung in diesem Thema bzw. ggf. auch bevorzugte Autoren, was es einem neuen Autor bzw. Berichterstatter dann wohl immer schwer macht. Dennoch war ich sehr gespannt auf „Tote schweigen nicht“, was ich schon lange lesen wollte.

Der Schreibstil gefällt mir ganz gut, das Buch ist gut zu lesen, verständlich, angenehm geschrieben, nichts großartig kompliziert verfasst. Natürlich sind manche Schilderungen nicht einfach, aber das war mir schon klar. Fachbegriffe werden immer wieder erläutert, so findet man zu den geschilderten Beispielen anschließend noch in einem grau hinterlegten Text eine ausführliche Erklärung dazu, das fand ich interessant. Teilweise war es mir aber ein wenig zu sehr fachlich bzw. auch in die Länge gezogen, was aber eben meine Ansicht ist.

Die Schilderung der einzelnen Fälle haben mir hingegen sehr gut gefallen, es war spannend zu lesen, sehr informativ und wirklich interessant. Generell habe ich es als sehr interessant empfunden, wer sich mit Fällen befasst hat, so habe ich ja auch schon einige andere Bücher gelesen, in denen manche Fälle meiner Ansicht und Erinnerung nach auch aufgetaucht sind. Man findet nicht bei jeder einzelnen Geschichte Fotos, aber die abgebildeten Fotos fand ich sehr passend (z.B. Störtebeckers Schädel, der tote Uwe Barschel in der Badewanne) und interessant.

Alles in allem ein wirklich spannendes Buch, das aber auch immer wieder aufzeigt wie grausam Menschen sein können, wie eiskalte manche Menschen im speziellen sind und wie jeder doch ganz anders tötet – eben auf seine ganz eigene Art und Weise.

Für mich ein wirklich interessantes, unterhaltsames und informatives Buch, wenngleich es mir manchmal ein wenig zu fachlich war, da hätte ich lieber noch eine Geschichte mehr, dafür weniger an Erläuterung gewünscht. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass Längen entstanden sind.

Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Der Krawattenknoten auf dem Weg zum Torrent de Pareis.

Mallorca Reiseführer Michael Müller Verlag
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Ein Reiseführer über Mallorca mit vielen Tipps, z.B. Restaurants für jeden Geschmack, Unterkünften von günstig bis Nobel. 10 Wanderungen und Touren werden vorgestellt, außerdem enthält der Reiseführer ...

Ein Reiseführer über Mallorca mit vielen Tipps, z.B. Restaurants für jeden Geschmack, Unterkünften von günstig bis Nobel. 10 Wanderungen und Touren werden vorgestellt, außerdem enthält der Reiseführer 25 Übersichtskarten und Pläne, man erfährt Hintergründe, Geschichtliches und Sehenswertes. Außerdem enthalten: Palma-Special

Ein Reiseführer muss meiner Ansicht nach nicht immer unbedingt recht dünn sein, damit er handlich ist. Mit vielen tollen Tipps darf er gerne auch etwas mehr Umfang haben, so wie das bei diesem Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag der Fall ist. Direkt vorne kann man eine Übersichtskarte über die Insel ausklappen, außerdem enthält der Reiseführer noch eine weitere Karte, eine entnehmbare Faltkarte, die dennoch recht handlich ist.

Gegliedert ist der Reiseführer in verschiedene Kapitel, so gibt es erst einmal allgemeines Reisepraktisches bevor es dann in die verschiedenen Regionen geht, von Palma bis über den Nordwesten, die Ost- und die Südküste bis zur Inselmitte. Angeschlossen daran ist ein kleiner Wanderführer. Im ersten Kapitel erfährt man erst einmal allgemeine Informationen über die schöne Baleareninsel, geographische wie historische Daten, einiges über die Botanik vor Ort, über das Essen sowie Feste und Feiertage.

Anschließend geht es mit einem Kapitel über Palma weiter, hier erfährt man erst einmal Generelles über die Stadt sowie Stadtgeschichtliches. Anschließend gibt es Basis-Infos (Adressen, Telefonnummern sowie Öffnungszeiten von Fremdenverkehrsämtern, Gepäckaufbewahrung, Post, etc.), anschließend Informationen über die Verbindungen (Flug- und Schiffsverbindungen, den Stadtverkehr). In einem weiteren Bereich widmet sich das Buch dann den Übernachtungsmöglichkeiten im jeweiligen Bereich sowie dem Essen und Trinken. Dazwischen findet man eine gute und übersichtliche Karte abgedruckt, erfährt in weiteren Abschnitten wo man gut einkaufen kann (wobei „Preisgünstig“ Ansichtssache ist…) und welche Veranstaltungen und Feste es gibt bzw. wo man gut baden kann.

Danach erfährt man so richtig was über den Ort, Sehenswertes wird aufgeführt, verbunden mit Öffnungszeitenangaben sowie Eintrittspreisinformationen.

Für sämtliche Orte bzw. Regionen ist der Reiseführer so aufgegliedert bevor dann die Wanderrouten vorgestellt sind, die wirklich gut erläutert sind und sicher auch alle schön zu wandern sind. (Sehr wichtig: hier findet man beim Torrent de Pareis auch eine Warnung, dass dieser gesamt zu durchwandern nur für geübte Bergsteiger etwas ist – nix da mit Flip Flops!)

Anschließend gibt es einen kleinen Sprachführer bevor zwei, drei leere Seiten für Notizen eingebracht sind. Danach findet man noch das Register.

Diesen Reiseführer habe ich als wirklich sehr informativ und tiefgehend empfunden. Man kriegt sämtliche nötigen Informationen – und noch einiges mehr darüber hinaus, wenn man das möchte. Natürlich muss man ja nicht alle Angaben lesen, aber wer so wirklich informiert sein möchte, dem kann ich diesen Reiseführer nur empfehlen. Man hat sich hier schon echt richtig viel Mühe gegeben um sämtliche Sachen aufzuführen, auch die Wanderrouten sind toll geplant. Außerdem habe ich bislang keinen Reiseführer gesehen, bei dem man mal ein paar Seiten für Notizen frei hatte. Durchaus praktisch, wenn einem der Reiseführer gehört, ich bevorzuge kleine Klebezettel für wichtige Infos.

Wer gerne ein bißchen mehr über die schöne Insel erfährt, dem sei dieser Reiseführer empfohlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 29.08.2017

Von Sa Calobra nach Palma zu Miró.

DuMont direkt Reiseführer Mallorca
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Ein praktischer, handlicher Reiseführer mit Klappbroschur, in der sich zum einen eine Übersichtskarte über die Insel befindet sowie ein Herausnehmbarer Faltplan. Sämtliche Highlights (Palmas Kathedrale, ...

Ein praktischer, handlicher Reiseführer mit Klappbroschur, in der sich zum einen eine Übersichtskarte über die Insel befindet sowie ein Herausnehmbarer Faltplan. Sämtliche Highlights (Palmas Kathedrale, Tramuntana-Gebirge, u.v.m.) sind aufgeführt und mit wertvollen Tipps ausgeführt.

Reiseführer finde ich immer wieder sehr sinnvoll –eine gescheite Landkarte dabei zu haben empfinde ich hier ebenso wichtig wie Informationen über Land und Leute und Lokalitäten zu bekommen. Dieser Dumont direkt sollte diesmal wertvolle Tipps mitgeben, was meiner Ansicht nach auch absolut geglückt ist.

Zuerst einmal erfährt man grundlegende Informationen über die schöne Baleareninsel, erhält einen Einblick in Land und Leute, Gewohnheiten, in die Geschichte des Landes. Natürlich dürfen hier auch kulinarische Hinweise nicht fehlen, ebenso wie allgemeine Reiseinformationen (Anreise, Feiertage, Geld, Klima, Öffnungszeiten, öffentlicher Nahverkehr).

Anschließend erfährt man über die einzelnen Regionen etwas, so ist dies z.B. eingeteilt in Palma und Umgebung, Die Westküste und die Berge, Der Norden, Die Ost-und Südküste sowie Das Landesinnere – Es Pla. Hier gibt es jeweils drei direkte Vorschläge bzw. Routen, was man hier wie ansehen kann – so z.B. bei Palma die obere Altstadt bzw. eben die Kathedrale. Zuerst gibt es einige Infos über die jeweiligen Orte inkl. Tipps was beispielsweise das Einkaufen (Wochenmarkt), Ausgehen oder den Sport sowie weitere Aktivitäten angeht, ebenso Übernachtungs- und Essenstipps. Diese Angaben dann durchaus mit Angabe von Lokal-Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten sowie auch der Preisklasse. Ebenso bei Museen, hier werden die (zum Veröffentlichungszeitpunkt bekannten) Eintrittspreise mit aufgeführt.

Was hier wirklich immer wieder schön war, waren die kleinen Übersichtskarten beim jeweiligen Ort, hier waren dann auch z.B. direkt die wichtigsten Punkte eingezeichnet (Sóller – Bahnhof, Pfarrkirche, Museum Can Prunera, etc.). Dazu gab es dann immer wieder wertvolle Tipps und Hinweise, ebenso tolle geschichtliche Einblicke zum jeweiligen Ort.

Ganz hinten im Buch findet man dann vor dem Register noch einen kleinen Sprachführer, der natürlich durchaus hilfreich ist.

Es gibt wirklich tolle Reiseführer, die schöne Tipps und Hinweise parat haben und mit gutem Kartenmaterial ausgestattet sind. Dieser Reiseführer von Dumont direkt zählt definitiv dazu. Wir haben tolle Infos bekommen, sämtliche geschichtliche Dinge wurden sehr angenehm erläutert, die abgedruckten Karten waren mehr als hilfreich. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für diesen tollen Reiseführer sowie eine Empfehlung.