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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2016

Nachbarn können nett sein.

Unter Nachbarn
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Im Buch werden die Tagebucheinträge von Hauser, der zusammen mit seiner perfekten Frau (Kurz PF) Wand an Wand mit Horst und Else Schnattermann wohnt, wiedergegeben. Diese Nachbarn sind schon ein älteres ...

Im Buch werden die Tagebucheinträge von Hauser, der zusammen mit seiner perfekten Frau (Kurz PF) Wand an Wand mit Horst und Else Schnattermann wohnt, wiedergegeben. Diese Nachbarn sind schon ein älteres Semester (Über 70) und lassen Hauser und die PF täglich an ihrem Leben teilhaben - sei es bei überaus wichtigen Telefonaten in aller Frühe oder beim nachmittäglichen Tierdokumentations-ansehen.

Dieses Buch hat mich wunderbar unterhalten. Die Art und Weise, die ganze Geschichte als Tagebucheinträge wiederzugeben hat mir sehr gut gefallen, denn so kann man auch jederzeit das Lesen unterbrechen, ohne groß aus dem Thema raus zu sein.

Die Schilderungen sind teilweise äußerst lustig, wenn gleich lärmende Nachbarn eine äußerst nervige Angelegenheit sind.... Natürlich wird hier einiges sehr übertrieben dargestellt, was dann entsprechend lustig ist. Generell ist es ein sehr locker, leicht zu lesendes Buch, der Unterhaltungswert ist hoch, man ist teilweise schon ans Buch gefesselt, weil man ja wissen möchte, wie sich das so verhält mit den Schnattermanns.

Wer mal eine schnelle Lektüre braucht, die locker, leicht unterhalten soll, dem kann ich Unter Nachbarn absolut empfehlen, zumal das Buch auch für unterwegs sehr gut geeignet ist, da es nicht so dick ist und als Taschenbuch auch sehr handlich ist. Einzig und allein etwas störend fand ich die Längen, die das Buch hat. Manchmal zieht sich ein Tagebucheintrag etwas hin, statt auf den Punkt zu kommen. Das hat mich ein bißel gestört.

Für mich war das nette Unterhaltung, die von mir 4 von 5 Sterne erhält. (Ein Stern Abzug für die Längen.)

Veröffentlicht am 27.10.2016

Hm. Muss nich sein...

Ist der Herd wirklich aus?
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Es könnte alles so einfach sein... ist es aber nicht... das Leben spielt uns so manchen Streich - und Mark Spörrle führt hier viele Beispiele auf, wie es einem schwer gemacht wird. Wenn man zum Beispiel ...

Es könnte alles so einfach sein... ist es aber nicht... das Leben spielt uns so manchen Streich - und Mark Spörrle führt hier viele Beispiele auf, wie es einem schwer gemacht wird. Wenn man zum Beispiel extra Urlaub nimmt, damit man den Paketzusteller erreicht, der einem ein Paket mit Gegenständen, die man noch bei der Ex-Freundin hatte, zustellen soll. Paketzusteller sind jedoch äußerst gewieft - und so ist ein Paket dann schneller beim Absender, als man es auf der Post etc. abholen kann... Außerdem sind kurze Geschichten unter anderem über alte Hemden, die man einfach nicht wegwerfen mag, verschwundene Sakkos, einen Teamleiter, der telefonisch unerreichbar scheint sowie einen Urlaub, in dem wohl alles kaputt geht. Unabsichtlich, versteht sich.

Ein nettes Buch, welches man schnell durchgelesen hat. Manche Geschichten sind ganz nett und witzig, bei anderen ist man selbst mit der Zeit einfach genervt, weil es einen selbst so stresst bzw. übertrieben dargestellt ist.

Die Länge der einzelnen Geschichten ist absolut in Ordnung, so kann man schnell mal eine Geschichte lesen ohne mittendrin aufhören zu müssen. Viele der Geschichten sind wirklich aus dem Leben gegriffen, so auch das Warteschleifen-Beispiel, wer kennt solche Szenen nicht...?

Dennoch ist es mir generell etwas zu übertrieben, das hätte ich mir noch lustiger und nicht so dermaßen übertrieben gewünscht. Einfach ein bißel realistischer und dennoch witzig. Aber gut, das Leben ist schließlich kein Wunschkonzert.

Entsprechend vergebe ich 3 von 5 Sternen und kann mich lediglich zu einem unentschlossen hinreißen lassen.

Veröffentlicht am 27.10.2016

Wegen der Fitamine... (!)

Das Dosenmilch-Trauma
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Jess Jochimsens Eltern meinten es immer nur gut mit ihm, auch dann, wenn sie ihn im Sommer zu warm angezogen haben. Als 68er-Kind hat er so einiges mitgemacht, musste so interessante Ansichten hinnehmen, ...

Jess Jochimsens Eltern meinten es immer nur gut mit ihm, auch dann, wenn sie ihn im Sommer zu warm angezogen haben. Als 68er-Kind hat er so einiges mitgemacht, musste so interessante Ansichten hinnehmen, hat sich diesen aber auch sehr oft quer gestellt, seine eigenen Ansichten sind auch sehr lustig. Diese Geschichten aus seinem Leben (ob das alles wirklich so passiert ist kann man natürlich nicht sagen... ) hat er in relativ kurzen Geschichten über manchmal nur drei bis fünf Seiten, in seltenen Fällen längeren Geschichten (ca. zwölf Seiten lang) zusammen gefasst - oft auch mit einem zur jeweiligen Situation passenden Foto, oft mit einem Straßenschild etc.

Äußerst gute Unterhaltung! Ich habe mich sehr amüsiert, dennoch waren es viele "tiefergehenden", ab und an auch politischen Witze, manche Dinge sollte man also auch ein Stück weit "miterlebt" haben, damit man hier mitreden bzw. mitlachen kann. Also nicht nur flache Witze im Buch, sondern wirklich mitgedacht, das schätze ich sehr.

Die Geschichten sind mal lang, mal kurz, man muss sich also nicht lange überlegen ob man das Buch mal kurz zur Seite legen kann, man kann gut Geschichten zu Ende lesen und dann mit einer neuen Geschichte starten. Das finde ich ziemlich gut, denn so konnte ich gerade vorm Einschlafen auch mal nur ein-zwei Geschichten lesen ohne sich wieder groß reindenken zu müssen. Zu jeder Geschichte gibts eigentlich auch immer ein Foto, so sind unter anderem Verkehrszeichen mit interessanten Hinweisen zu finden, die zum Thema passen, außerdem auch andere, lustige Bilder.

Ein wirklich amüsantes Buch, welches trotz seiner elf Jahre, die es nun schon auf dem Markt ist, noch immer aktuell ist, denn es berichtet ja über vergangene Zeiten.

Ich fand das Buch sehr lustig, die meisten beschriebenen Dinge kannte ich auch, ab und an hat das Buch mal ne Länge, weshalb ich einen Stern abziehe.

Ich vergebe also 4 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 27.10.2016

Nachfolger habens immer schwer...

"Nee, wir haben nur freilaufende Eier!"
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Auf der Homepage www.belauscht.de kann man Gesprächsfetzen und kuriose erlebte Situationen eintragen, die sich eben so im Alltag zugetragen haben. Ich finde die Alltagskomik sehr lustig, zumal manche Menschen ...

Auf der Homepage www.belauscht.de kann man Gesprächsfetzen und kuriose erlebte Situationen eintragen, die sich eben so im Alltag zugetragen haben. Ich finde die Alltagskomik sehr lustig, zumal manche Menschen wohl oft gar nicht merken, wie dumm sie sich darstellen etc. Im Buch sind solche - manchmal kurz, manchmal bißel länger, allerdings nie länger als eine knappe Seite - Situationen aufgeführt und in verschiedene Themen-Kapitel gepackt. Die Kapitel haben Themen wie "Deutschland im Wo-Ton", "Grandiose Gespräche", "Klare Ansagen". Die jeweiligen Kapitel werden mit einem Text über das jeweilige Kapitel und Thema begonnen, so dass man grob schon mal die Richtung (des Kapitels) erahnen kann. Die kurzen Situationen sind jeweils noch mit einer Überschrift versehen, worum es so kurz darin geht. Diese finde ich nicht immer so ganz passend, weil manchmal schon ein bißel was verraten wird bzw. die Überschrift oft - meiner Ansicht nach! - nicht so ganz passt. Außerdem ist jeweils noch der Ort des Geschehens angegeben.

ein Beispiel gefällig?

S. 141

wenn man auf der 46 das xy schief einparkt

Berlin. Im Schloss-Straßen-Center.

Eine ältere Damen steht mit ihrem Auto auf dem Frauenparkplatz und lädt ihre Einkaufstüten in den Kofferraum. Ein älterer Herr parkt neben ihr, auch auf einem Frauenparkplatz. Als er aussteigt, spricht ihn die Dame an:

Sie: "Hallo Sie! Das ist ein Frauenparkplatz."
Er: "Ich habe auch weibliche Gene."
Sie (auf seinen Wagen deutend): "So wie Sie einjeparkt haben, globe ick dat ooch!"S. 233

früh übt sich, wer später mal groß absetzen will

Chemnitz. In einem Edeka.

Ein kleiner Junge (ca. fünf) sammelt draußen Kassenbons vom Boden auf.

Mutter: "Lars, lass die dreckigen Zettel doch bitte liegen!"
Junge: "Aber die kannst du doch bei Papa abrechnen!"



Fazit

Ich finde solche Alltagssituationen oft sehr komisch, vor allem weil manche Menschen gar nicht merken, wie sie sich selbst darstellen, in manche Dinge verrennen oder welche Doppeldeutigkeit in ihren Aussagen liegt.

Ich habe das erste Buch von belauscht.de regelrecht verschlungen, ich hatte es immer und überall dabei, habe immer zwischendurch wieder drin gelesen und hab mich fast kaputt gelacht. (Lustig wenn man in der Straßenbahn sitzt... )
Bei diesem Buch muss ich sagen, dass ich es fast ein Stück weit langweilig finde. Nachfolge-Bücher/Filme etc. haben es oft schwer, und leider ist es auch hier nicht so ganz geglückt, finde ich.

Vielleicht habe ich aber auch einfach zuviel erwartet, weil ich vom ersten Buch so begeistert war. Ich hab jetzt noch geschilderte Szenen im Kopf, an die ich mich erinnere - beim zweiten Buch ist das leider nicht der Fall.

Was ich aber auf alle Fälle toll finde: Man kann immer wieder mal in das Buch reinlesen, man muss es nicht der Reihe nach lesen, wobei sich das dennoch empfiehlt, denn man will ja nicht alles ständig doppelt nachlesen. Aber man kann es eben auch einfach mal so zur Hand nehmen und eine x-beliebige Seite aufklappen um zu lesen.

Für mich ein unterhaltsames Buch, leider nicht so toll wie der Vorgänger - entsprechend ist für mich der Preis auch nicht so gerechtfertigt, 5-6 Euro hätten es durchaus auch getan, finde ich....

Bei der Empfehlung bin ich wirklich "unentschlossen", denn wenn man den Vorgänger kennt, ist das nun schon etwas abgeflacht.

3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 27.10.2016

Die Venus mit Strümpfen...

Die Knebel von Mavelon
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Lilian Knebel ist ein junges, heranwachsendes Mädchen, sie wohnt in Hessen in der Gemarkung Mavelon und ist gut mit dem Scharfrichter Bertram, der kein Blut sehen kann, aber die Familien-berufs-Tradition ...

Lilian Knebel ist ein junges, heranwachsendes Mädchen, sie wohnt in Hessen in der Gemarkung Mavelon und ist gut mit dem Scharfrichter Bertram, der kein Blut sehen kann, aber die Familien-berufs-Tradition fortführt, befreundet. Durch einen Zufall ergibt es sich, dass sie mit Heilkräutern in Berührung kommt und so durch Zufall die Pille erfindet. Natürlich ist dies in einer Zeit, in der Frauen als Hexen geahndet werden, keinesfalls unproblematisch…

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt…! Ich fand diesen Roman sehr amüsant, habe manche Szenen mehrmals gelesen, weil ich so darüber gelacht habe. Ich finde diesen Romand sehr gelungen, es ist mal eine Art “Verarsche” auf die anderen historischen Romane (die ich dennoch ab und an gerne lese), eine überaus gelungene Geschichte. Die Witze finde ich sehr gut und durchdacht, so muss man ab und an mal ganz kurz nachdenken, manches ist schon ein wenig doppeldeutig…
Der Schreibstil ist gut, schön leicht zu lesen, man wird dennoch ein bißchen gefordert bei den Personen, die im Buch mitspielen, da es dann schon einige Leute sind. Zum Schluss hin ist das Buch ein bißchen sehr übertrieben, fand ich jetzt aber so schlimm nicht, jedoch ist es dadurch dann nicht mehr ganz so lustig.

Ich kann das Buch absolut empfehlen, vergebe 5 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung aus!