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Veröffentlicht am 28.10.2019

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Kurt Cobain.

Das Känguru-Manifest (Die Känguru-Werke 2)
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Und weiter geht es mit skurrilen Erlebnissen und Überlegungen des kommunistischen Kängurus und des Kleinkünstlers. Die beiden wohnen zusammen und haben auf viele Themen so ihre ganz eigene Sicht der Dinge…

Wer ...

Und weiter geht es mit skurrilen Erlebnissen und Überlegungen des kommunistischen Kängurus und des Kleinkünstlers. Die beiden wohnen zusammen und haben auf viele Themen so ihre ganz eigene Sicht der Dinge…

Wer kennt es nicht, das Känguru, das mit Marc-Uwe Kling zusammen wohnt? Seit ich die Känguru-Chroniken gehört habe, einige Jahre nach dem Lesen derselbigen, bin ich „infiziert“.

Gelesen wird diese Geschichte vom Autor selbst und man hört, dass es eine Lesung war, bei der dies aufgezeichnet wurde. Das finde ich aber sogar ganz gut, so hört man das Publikum ja auch immer wieder lachen, was vielleicht noch zusätzlich ansteckt.

Die Geschichten und Überlegungen vom Känguru zusammen mit Marc-Uwe Kling sind einfach genial, wirklich sehr durchdacht und absolut amüsant. Es gab immer wieder viel zu lachen, die Ideen sind einfach so dermaßen kurios und lustig. Tatsächlich wird man dadurch auch selbst zum Nachdenken gebracht, wie witzlos manche Aussagen generell sind, denen man im Alltag so begegnet. Man merkt wirklich, wie sich Kling so seine Gedanken gemacht hat und diese dann literarisch wunderbar umsetzt, so dass es keine allzu leichte Kost, aber auch nicht zu hochtrabend ist.

Amüsant ist auch die Tatsache, dass das Känguru nun ein Netzwerk gründet, hier möchte ich der Geschichte aber nichts vorwegnehmen. Außerdem kommen noch neue Protagonisten hinzu, so wohnt ja nebenan der Pinguin, außerdem begegnen sie Krapotke, Friedrich-Wilhelm und Otto-Von. Auch merkt man in diesem Buch wieder eine grundsätzliche politische Haltung des Autors, die nämlich generell gegen Nazis ist, was man an Beispielen immer wieder heraushören kann – und sich dabei auch über die gewissen Personen mit amüsieren kann. In gewisser Weise ist das (Hör)Buch also weiterhin auch sehr aktuell.

Man merkt übrigens auch, woher die Zitate für die falschen Kalender (Zitate falsch zugeordnet) teilweise kommen – manche kommen schon in den Känguru-Chroniken und im Manifest vor. Dennoch sind diese Aussagen immer wieder gut.

Mir hat das Känguru-Manifest sehr gut gefallen, ich wurde wunderbar unterhalten, die 4 CDs mit einer Gesamtspieldauer von 315 Minuten verging unheimlich schnell – und ich hab enorm viel gelacht. Auch sind einige Sprüche hängen geblieben, über die ich mich nun immer wieder amüsiere. Von mir gibt es entsprechend 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

Veröffentlicht am 25.10.2019

Im Buchladen wohnen - ein Traum für viele

Das Mädchen, das im Buchladen gefunden wurde
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Seit Property sich erinnern kann, lebt sie in einer Buchhandlung. Mit fünf Jahren wurde sie dort bei den Fundsachen gefunden, wie sie dorthin kam ist nicht bekannt. Seit Jahren läuft die Buchhandlung der ...

Seit Property sich erinnern kann, lebt sie in einer Buchhandlung. Mit fünf Jahren wurde sie dort bei den Fundsachen gefunden, wie sie dorthin kam ist nicht bekannt. Seit Jahren läuft die Buchhandlung der Millers, die Property bei sich aufgenommen haben, nicht so richtig gut und als es ein Gewinnspiel gibt, die große bekannte Buchhandlung „Montgomerys Bücherparadies“ zu übernehmen, versuchen sie ihr Glück. Als die Millers dann das große Glück haben und die phantastische Buchhandlung gewinnen, ist das Glück leider nicht so groß wie erwartet, denn dubiose Dinge passieren…

Kinderhörspiele gibt es ja wirklich viele, wieviele davon in Buchhandlungen spielen weiß ich nicht wirklich, weiß aber, dass ich bislang keines kannte, bei dem das der Fall war. Umso gespannter war ich auf die Umsetzung dieser Geschichte, die vielversprechend klang.

Gesprochen wird die Geschichte von Ilka Teichmüller, die dies mit sehr angenehmer Stimme tut. Sie spricht die Geschichte sehr verständlich, an ein oder zwei Stellen hatte ich das Gefühl, dass etwas undeutlich ausgesprochen bzw. „verhaspelt“ wird, was sich auch im mehrfach hören so dargestellt hat – aber das habe ich nicht als schlimm empfunden, sondern als menschlich angenehm. Sie betont die Geschichte an den richtigen Stellen, man merkt auch die deutliche Unterscheidung wer spricht, entsprechend verstellt sie die Stimme für die verschiedenen Personen.

Zu Beginn hat mich die Geschichte nicht gleich so sehr gepackt, ich kann nicht sagen, warum das der Fall war, aber leider war es so. Mit der Zeit wird die Geschichte dann richtig spannend und ist angenehm phantasievoll. Hier war es dann interessanter und spannender, denn es war ja dann direkt einiges los. Ich habe es als toll empfunden, wie hier zusammengehalten wurde, wie gemeinsam eine Lösung gesucht wurde. (Zuviel möchte ich nicht verraten.) Hier hat die Geschichte dann wett gemacht, was zu Beginn nicht gleich da war. Inhaltlich war die Geschichte gut verständlich, die Prise Phantasie hat mir gut gefallen, zu abgefahrene Vorstellungen mag ich selbst nicht unbedingt. Die CD wird ab acht Jahren empfohlen, diese Einstellung teile ich persönlich auch.

Mir hat dieses Hörbuch gut gefallen. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und abwechslungsreich, durchaus emotional und lustig, und wirklich packend. Man fiebert regelrecht mit den Millers mit. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung für ein toll gesprochenes Hörspiel.

Veröffentlicht am 23.10.2019

Eine interessante Lebensgeschichte voller Musik

Lebensmelodien – Eine Hommage an Clara und Robert Schumann
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Mit dieser Lesung beleuchtet Elke Heidenreich das Leben und Wirken von Clara und Robert Schumann, damit man deren Musik noch besser verstehen kann. Robert Schumann war wohl ein sehr schwieriger Mensch, ...

Mit dieser Lesung beleuchtet Elke Heidenreich das Leben und Wirken von Clara und Robert Schumann, damit man deren Musik noch besser verstehen kann. Robert Schumann war wohl ein sehr schwieriger Mensch, was Clara Schumann im Leben durchaus merkte, sie musste regelrecht drum kämpfen, um eigenständig zu leben und zu arbeiten.

Bereits in einer anderen Lesung von Elke Heidenreich machte sie auf die Musik von Clara und Robert Schumann aufmerksam, es müsste „Alles fließt – der Rhein“ gewesen sein, in dem von der „Rheinischen Sinfonie“ die Rede war. Entsprechend neugierig war ich nun auf diese Lesung, die dank dem Trio Vivente mit wunderbarer klassischer Musik – eben u.a. auch von Robert u. Clara Schumann – daher kommt. Das Trio Vivente setzt sich zusammen aus Anne Katharina Schreiber an der Violine, Kristin von der Goltz am Violoncello und Jutta Ernst am Klavier.

Elke Heidenreich liest oder vielmehr erzählt die Geschichte von Clara und Robert Schumann in einer sehr angenehmen Art und Weise, man hört ihr wirklich gerne dabei zu. Sie spricht gut verständlich, betont entsprechend, hat eine sehr angenehm klingende Stimme. Mir hat das gut gefallen.

In knapp 1 ¼ Stunden erfährt man hier einiges über die Familie Schumacher, wie es ihr musikalisch erging, aber auch familiär. Für mich war das alles sehr interessant zu hören, wenngleich ich mir darüber bis dato noch keine weiteren Gedanken gemacht hatte. Zwischendurch wird die Erzählung von Elke Heidenreich mit verschiedenen Musikstücken unterbrochen, unter anderem durch: Robert Schumann – aus Fantasiestück für Klaviertrio op.88, Nr. 1 „Romanze“. Oder auch Johannes Brahms aus Klaviertrio Nr. 2 C-Dur op. 87, 3. Satz Scherzo, Presto und 4. Satz Finale, Allegro giocoso.

Die Stücke sind durchaus sehr abwechslungsreich und klingen wirklich toll, gespielt werden sie vom Trio Vivente. Für mich war das ein wunderbarer Hörgenuss, der mir gut gefallen hat. Die Lesung ist inhaltlich durchaus sehr ansprechend, informativ, wertig und auf keinen Fall langweilig. Ich mag es sehr, wie Elke Heidenreich dies spricht, da sie ja auch eine sehr angenehme Stimme hat. Von mir gibt es für diese tolle Lesung mit Musik 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Müsli – so abwechslungsreich!

Müsli
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Müsli soll abwechslungsreich und doch auch gesund sein – doch mit welchen Rezepten ist das möglich? Dieses kleine Buch mit vielen verschiedenen Rezepten bietet wunderbare Anregungen um das Müsli immer ...

Müsli soll abwechslungsreich und doch auch gesund sein – doch mit welchen Rezepten ist das möglich? Dieses kleine Buch mit vielen verschiedenen Rezepten bietet wunderbare Anregungen um das Müsli immer wieder neu zu erfinden und abwechslungsreich zu gestalten.

Müsli – entweder mag man es oder man mag es halt nicht. Dazwischen gibt’s nichts wirklich… Ich bin ein großer Müsli-Fan, aber mit der Zeit sind auch mir die Ideen ausgegangen. Von daher hab ich mich über dieses Buch wirklich gefreut – neue Inspirationen und Anregungen sind ja immer toll.

Dieses Buch kommt in einem kleinen handlichen Format daher, was es einerseits wirklich handlich macht, für Vorbereitungen (Rezepte etc.) nicht ganz so praktisch ist, da das Buch nur schwer aufgeklappt liegen bleibt. Das habe ich aber nur als kleines Manko empfunden.

Enthalten sind zum einen Rezepte für verschiedene Müsli-Mischungen, die man sich so vorbereiten kann und dann eben täglich noch mit frischen Früchten und Milch, Joghurt oder Quark mischen kann. Neben solchen Mischungen, die sich natürlich auch prima zum Verschenken eignen, gibt es auch Rezepte für Hafertaler, für ein gekochtes Getreidemüsli oder auch Porridge. Auch gibt es Anregungen, wie man die einzelnen Müsli-Mischungen verfeinern kann, was ich auch ganz gut finde.

Die enthaltenen Zutaten sind meiner Ansicht nach in den gut sortierten Supermärkten käuflich zu erwerben, große exotische Zutaten waren für mich da nicht dabei. Dafür aber mal wieder neue Anregungen, was man gut mischen kann, wie man ein Rezept noch ein wenig aufpeppen kann, damit das Müsli noch besser schmeckt.

Für mich war es ein tolles Buch mit leckeren Rezepten und schönen Anregungen. Die Umsetzung ist für mich sehr leicht gewesen, ein Müsli zu mischen bzw. vorzubereiten ist für mich kein großer Aufwand. Wer Müsli mag und gerne mal wieder Abwechslung hineinbringen möchte, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen, manchmal braucht man selbst ja einen kleinen Anstoß, um die Rezepte etwas neu zu erfinden. Das ist hier gelungen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 17.10.2019

Eine literarische Reise, die man sich eher sparen kann.

Drei Frauen im R4
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Trudi, Nele und Renate feiern gemeinsame ihren 150. Geburtstag – sie werden jeweils 50 Jahre alt. Auf dieser Feier bekommen sie eine Reise geschenkt, die sie 1981 machen wollten, aber dann doch nicht mehr ...

Trudi, Nele und Renate feiern gemeinsame ihren 150. Geburtstag – sie werden jeweils 50 Jahre alt. Auf dieser Feier bekommen sie eine Reise geschenkt, die sie 1981 machen wollten, aber dann doch nicht mehr gemeinsam antreten konnten. Nun sollen sie diese nostalgische Reise durchführen – aber genau so wie damals, mit einem R4, einem kleinen Budget und ohne technische Mittel wie Handys…

Auf diese Lektüre war ich wirklich gespannt, weil mich von Christine Weiner das Buch „30 Songs und eine Frau“ schon sehr begeistert hat. Entsprechende Erwartungen hatte ich nun also an „Drei Frauen im R4“, was aber ja wohl ein früheres Werk der Autorin ist.

Der Schreibstil des Buches hat mir ganz gut gefallen, eine angenehme Lektüre, die sich sehr locker-leicht liest. Inhaltlich hatte ich insofern keine Schwierigkeiten beim Lesen, das Buch liest sich flüssig, ist mal mehr, mal weniger ausgeschmückt.

Die Geschichte an und für sich ist eine lustige Idee und Überlegung, die mir grundsätzlich gut gefallen hat. Drei Frauen, die durchaus unterschiedlich sind, jahrelang befreundet sind, und doch so manches eher für sich behalten haben. Es hörte sich gut an – und nach einer Herausforderung, wenn man in der aktuellen Zeit eine Reise wie im Jahr 1981 machen möchte. Leider fand ich die Umsetzung nur mäßig gelungen. Es war für mich in gewisser Weise teilweise nervig dies zu lesen, weil es mir einfach zu sehr in die Schiene „Lebensphilosophie mitgeben“ ging. Gefühlt sollten hier immer wieder Ratschläge mitgegeben werden, dann wurde es wieder extrem hippiemäßig – und für mich einfach zu lange.

Ich hab mich zum Schluß „durchgekämpft“, war mehr genervt als gut unterhalten vom Buch, leider! Schließlich wollte ich ja wissen, wie sich was endgültig klärt. Immerhin war nicht alles im Buch direkt vorhersehbar, was ich dem ganzen noch als positiv abgewinnen kann. Grundsätzlich aber hatte ich mir hier eine tolle, unterhaltsame, lustige wie ansprechende Lektüre erhofft, was für mich nicht gänzlich zutreffend war. Klar gab es lustige Momente, aber im Gesamten war das Buch für mich leider eher in die Länge gezogen. Spannenderweise hatte ich das Buch vorher schon zum Lesen weitergegeben – da kam es besser an. Vielleicht spricht dieses Buch einfach ein anderes, ggf. älteres Publikum als mich an.

Leider kann ich dieses Buch also nicht empfehlen und vergebe hier 2 von 5 Sternen.