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Veröffentlicht am 02.11.2018

Deshalb fahre ich so gerne Fahrrad. Man spürt, wie das Leben um einen herumsaust.

Die Prophezeiung der Giraffe
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Hanna ist eine eher unauffällige Person. So ist sie über vierzig, Grundschullehrerin und kein Spargeltarzan, eine sehr herzliche Person. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge in ihrem Haus und Garten, ...

Hanna ist eine eher unauffällige Person. So ist sie über vierzig, Grundschullehrerin und kein Spargeltarzan, eine sehr herzliche Person. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge in ihrem Haus und Garten, da zieht auf einmal eine ältere Dame in den Wohnwagen der dort steht ein, aus dem Wasserhahn kommt Mineralwasser und im Garten steht eine Giraffe und frisst Hortensien. Was hat das alles zu bedeuten – und wie kann Hanna diese merkwürdige Serie stoppen? Was steckt dahinter?

Die Geschichte um Hanna und die merkwürdigen Dinge, die um sie herum passieren, hat mich sehr angesprochen. Und ich muss auch sagen, dass ich recht schnell im Lesefluss war, da die Geschichte wirklich unterhaltsam geschrieben ist.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch lässt sich gut und angenehm lesen, kaum irgendwelche Fremdwörter oder Fachbegriffe. Wirklich schön zu lesen, unterhaltsam, oftmals auch poetisch. Manche Umschreibungen lassen einen selbst überlegen (vor allem bei Liedern, wenngleich das jetzt nicht so oft vorkommt), was mir gut gefallen hat. Auch die Art und Weise des Ausdrucks im Buch, wenngleich ich es an zwei, drei Stellen als ein bißchen zu poetisch empfunden habe.

Die Geschichte ist wirklich schön, anders kann man das nicht sagen. Natürlich geht auch bei Hanna nicht alles im Leben klar und sie kämpft in gewisser Weise noch immer mit der Bewältigung mancher Erlebnisse. So macht ihr der Tod der Mutter auch nach all den Jahren zu schaffen. Dennoch ist es schön zu lesen, wie sie mit all den kuriosen Geschehnissen rund um ihr Haus umgeht. So gibt es viele lustige Szenen, durchaus aber auch emotionale Momente. Die merkwürdigen Veränderungen spicken das Buch mit ein bißchen Magie, lassen das Ganze in gewisserweise märchenhaft werden. Mir hat das unheimlich gut gefallen. Es war nicht zu überdreht, sondern noch nachvollziehbar und nicht an den Haaren herbeigezogen. Kein Fantasy-Roman, sondern eine wunderschön erzählte phantasievolle Geschichte, die auch mal zum Träumen einlädt.

Was mir noch besonders gut gefallen hat, waren die letzten beiden Seiten – mehr möchte ich dazu aber gar nicht verraten…

Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich wurde gut unterhalten, es war humorvoll wie emotional zugleich. Entsprechend vergebe ich hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung für ein märchenhaft-bezauberndes poetisches Buch.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Einladungskarten & Co. selbst gemacht – wenn es die Zeit erlaubt…

Hochzeitskarten & kleine Deko-Ideen
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Die Hochzeit ist soweit geplant und die Versendung der Einladungskarten steht an – warum diese also nicht selbst basteln? Ebenso wie weitere kleine Deko-Ideen, wofür man in diesem Bastelbuch schöne Anregungen ...

Die Hochzeit ist soweit geplant und die Versendung der Einladungskarten steht an – warum diese also nicht selbst basteln? Ebenso wie weitere kleine Deko-Ideen, wofür man in diesem Bastelbuch schöne Anregungen findet. Was man sich allerdings direkt bewusst sein sollte: Zeit und Spaß daran sollte man mitbringen.

Für einen der schönsten Tage im Leben möchte man natürlich alles entsprechend absolut perfekt haben – und da dürfen die Einladungskarten für die Hochzeit nebst weiterer Dekoration nicht fehlen. Wenn man mit genügend Vorlaufzeit an die Sache geht, dann ist das auch gut realisierbar.

Im Buch gibt es erstmal eine kurze Einführung hinsichtlich des Materials und der Technik, das/die man so benötigt dafür. Dieses Grundmaterial wird dann entsprechend bei den einzelnen Bastelanleitungen nicht mehr erwähnt, sondern es wird quasi vorausgesetzt. Direkt danach geht es aber dann los – von Karten mit Patchwork-Stoff-Bezug, bei denen man entsprechend auch die Menükarte sowie die Namenskärtchen (raffiniert mit einem Knopf auf einem Stoffkreis) in dieser Art gestalten kann bis hin zu Karten mit einem wunderbaren Herzknoten, welche man dann auch in ähnlicher Form als Serviettenring nutzen kann. Natürlich wird auch mit ganz normalem Tonkarton gebastelt, grundsätzlich werden die Einladungs- sowie Namenskarten aber mit spannenden Materialien (Streichhölzer, Wunderkerzen, Lackspray, Beton) noch weiter verfeinert. Man hat hier also wirklich einige Möglichkeiten, die auch wirklich sehr vielfältig und unterschiedlich sind.

Ganz hinten im Buch findet man dann noch Vorlagen (Umschlag sowie Herzen), weitere Vorlagen kann man bei der Verlagshomepage herunterladen, was auch einwandfrei funktioniert hat.

Die im Buch vorgestellten Einladungs-, Menü- und Namenskarten sind wirklich schön gemacht, auch die Erläuterung, wie was hier wie genau gebastelt wird, war gut verständlich und absolut nachvollziehbar und nachmachbar. Bei den Materialien ist es schon so, dass man durchaus etwas außergewöhnliche Sachen benötigt – was ich aber in Anbetracht des Anlasses absolut in Ordnung finde. Man sollte sich allerdings absolut bewusst sein, dass das Basteln sämtlicher Karten auch einfach wieder ordentlich Zeit in Anspruch nimmt. Je nach Anzahl der Gäste ist das dann natürlich nochmal einiges was an Zeit „drauf geht“, man hat dafür aber eine sehr individuelle Dekoration. Dessen sollte man sich vorab einfach absolut bewusst sein.

Von mir gibt es für dieses schöne, kreative Bastelbuch 5 von 5 Sternen, es bietet wirklich eine Vielzahl an unterschiedlichen und schönen Einladungskarten an, ist ausführlich jeweils erläutert und wirklich nachmachbar. Entsprechend kann ich es empfehlen.

Veröffentlicht am 24.10.2018

Weil es wundervoll toll ist, verheiratet zu sein.

Wundervoll toll verheiratet
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Dieses Aufstell-Aktionsbuch ist genau richtig für alle, die frisch verheiratet sind. Dank der auf den einzelnen Karten aufgedruckten Aufgaben kann man sich so Gedanken übers erste Hochzeitsjahr machen ...

Dieses Aufstell-Aktionsbuch ist genau richtig für alle, die frisch verheiratet sind. Dank der auf den einzelnen Karten aufgedruckten Aufgaben kann man sich so Gedanken übers erste Hochzeitsjahr machen und sich mit den Aussagen, die man machen oder ankreuzen kann, auch gegenseitig stärken.

Dieses schöne Geschenk kann man praktischerweise direkt zur Hochzeit verschenken und somit das Brautpaar noch ein bißchen über die Hochzeit hinaus beschäftigen. Die Karten sind so gestaltet, dass meist auf der einen Seite eine Aufgabe gestellt wird, auf der Rückseite dann ein schöner Spruch oder ein schönes Motiv zu finden ist, manchmal aber auch noch einmal eine Aufgabe.

So soll sich das Paar beispielsweise sechs Versprechen gegenseitig geben, die ernsthaft oder witzig sein können, darf sich ankreuzbare Gedanken über die Arbeitsteilung (staubsaugen, Reparaturen, Gartenarbeit, Papierkram, Geld verdienen) machen und auch gemeinsame Träume fürs erste Hochzeitsjahr aufschreiben.

Die einzelnen Karten sind sehr schön gestaltet, so dürfen die gemeinsamen Träume beispielsweise auf Ballonzettel notiert werden, ein Bart und ein Kussmund dürfen ausgeschnitten und für lustige Paarfotos verwendet werden, vorgeschriebene Liebesgrüße dürfen ausgeschnitten und für den Mann/die Frau an einen Ort der Wahl geklebt werden. Man hat hier also wirklich verschiedenste Möglichkeiten um sich gegenseitig zu zeigen, dass man sich liebt, welche gemeinsamen Ziele man hat oder um auch mal neuen Gesprächsstoff zu bekommen ein paar inspirierende Fragen.

Natürlich muss man Interesse an solch einem Mitmachbuch haben und dafür auch offen sein – denn sonst taugt die schönste Inspiration und der tollste Denkanstoß nichts. Uns gefällt dieser Aufsteller sehr gut, wenngleich natürlich nicht jede Frage etc. passend ist – aber das macht ja nichts. Man kann es ja individuell einfach anpassen und beantworten.

Entsprechend gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung – ein tolles Hochzeitsgeschenk, mit dem man sich immer schön an dieses einmalige Ereignis erinnern kann.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Mama ist so sauer wie eine Gewürzgurke mit Aszendent Zitrone.

Fuck the Reiswaffel
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Mia ist noch nicht mal zwei Jahre alt, da kündigt sich ein Bruder – Fritz – für sie an. Gerade genießt sie das Leben alleine mit ihren Eltern so sehr, kann es sich überhaupt nicht vorstellen, all das mit ...

Mia ist noch nicht mal zwei Jahre alt, da kündigt sich ein Bruder – Fritz – für sie an. Gerade genießt sie das Leben alleine mit ihren Eltern so sehr, kann es sich überhaupt nicht vorstellen, all das mit Fritz zu teilen. Außerdem kann sie gerade so gut mit Bio-Essen Kunstwerke schaffen und möchte auch weiterhin, dass ihr entsprechend alle Aufmerksamkeit alleine zu teil wird. Und außerdem soll sie in die Kita gehen, während Papa mit Fritz daheim bleibt und Mama arbeiten geht. Das will Mia aber definitiv nicht.

Die Geschichte rund um Mia und ihre Eltern klang für mich sehr unterhaltsam, wenngleich ich das erste Buch „Fuck the Möhrchen“ nicht kannte. Ist aber meiner Ansicht nach kein Muss, man kann auch einfach direkt mit diesem Buch loslegen.

Vom Schreibstil her liest sich dieses Buch sehr angenehm und flüssig. Eine locker-leichte Lektüre, die aber doch mit raffinierten Beschreibungen glänzt, manches muss bzw. darf man vielleicht auch zweimal lesen, weil es doch schon sehr gewieft geschrieben ist. Man merkt einfach, dass die Autorin Kabarettistin ist, sie weiß sich sehr gut auszudrücken und die gewisse Portion Humor hier einzubringen. Großartige Fremdwörter oder Fachbegriffe gibt es meiner Ansicht nach nicht, ein gut verständliches Buch.

Inhaltlich muss ich sagen, dass die Geschichte rund um Mia, ihren Bruder Fritz und ihre Eltern mich nicht immer begeistern konnte. Sie ist sehr unterhaltsam geschrieben und manches wird natürlich auch sehr überzogen dargestellt. Bei manchen Schilderungen ist das auch wirklich sehr amüsant und lustig, andere hingegen sind einfach völlig abstrus. Die Überlegungen von Mia sind schon sehr „erwachsen“, lediglich aussprechen kann sie diese noch nicht, auch wird sie falsch verstanden, wenn sie etwas künstlerisch darstellt (mit der Leberwurst, dem Gurkenglas, etc.). Auch Themen wie Sex in der Schwangerschaft werden da behandelt, wobei Mia das natürlich noch nicht so wirklich versteht.

Mir waren manche Überlegungen und Schilderungen einfach zu abgedreht. Das Buch liest sich generell sehr gut, locker-leicht geschrieben, eine schnelle Lektüre. Es ist von den Schilderungen bzw. Beschreibungen und Aussagen her manchmal schon auch doppeldeutig, was mir gut gefallen hat. Auch ist es unterhaltsam und witzig – aber oftmals gleich eine Spur zu überdreht, die extreme Übertreibung hat mir einfach nicht gefallen. Dagegen fand ich die vorkommenden Doppelnamen-Kombinationen immer wieder sehr, sehr amüsant. Sören-Wotan sei nur mal als eine davon genannt.

Alles in allem eine lustige und unterhaltsame Lektüre, die bei jungen Müttern und Vätern sicher mehr Zuspruch findet als bei anderen Lesern – zumindest ist das meine Einschätzung. Mir hat das Buch gefallen, es war lustig und kurios, aber manche Beschreibungen fand ich zu abgedreht – entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen und bin unentschlossen was eine Empfehlung angeht.

Veröffentlicht am 20.10.2018

Selbstgebackenes Brot – ein Gedicht!

Sauerteig
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Einen Sauerteig selbst ansetzen – das macht glücklich. Und Glück ist es, wonach der Mensch strebt – egal ob beim Yoga, mit Detox – oder eben auch beim Brot backen. So begibt sich die Autorin auf eine Reise ...

Einen Sauerteig selbst ansetzen – das macht glücklich. Und Glück ist es, wonach der Mensch strebt – egal ob beim Yoga, mit Detox – oder eben auch beim Brot backen. So begibt sich die Autorin auf eine Reise rund ums Brot und den Sauerteig. Sämtliche Erkenntnisse und Rezepte daraus trägt sie in diesem Buch zusammen.

Brot selbst backen ist etwas, was unheimlich Spaß macht. Ein klein wenig ein Gefühl der Selbstversorgung, aber natürlich auch Stolz, wenn es wieder mal ein leckeres Brot geworden ist.

All das darf man mit dem Buch herausfinden, das auch optisch direkt sehr ansprechend ist. Das Buch kommt als Hardcover sehr wertig daher, auch innen geht es dank der schönen Aufmachung und der tollen Fotos so weiter.

Von der Art und Weise her ist dieses Buch kein klassisches Kochbuch, sondern eher ein inspirierendes, gar unterhaltendes Buch rund ums Brot. Denn man geht mit auf eine Reise und bekommt so die unterschiedlichsten Informationen rund um den leckeren Laib Brot. So erfährt man beispielsweise etwas über die verschiedenen Mehltypen, wie man einen guten Sauerteigansatz bekommt, warum ein Gärkörbchen wichtig ist oder auch wie man sich eine Sicherheitskopie vom Sauerteigstarter erstellt. Inhaltlich ist das alles gut zu verstehen, wenn etwas vielleicht sehr fachlich erläutert ist, dann ist es absolut nicht kompliziert erklärt, sondern auch für Laien nachvollziehbar. Von der Sprache her ist es also kein Problem dieses Buch zu verstehen.

Man findet im Buch die unterschiedlichsten Rezepte, so zum Beispiel für ein Dinkelbrot, ein Vollkornbrot, für Geduldsbrötchen, Cracker, belgische Papadams und auch Brezen mit Hefe und Sauerteig. Eine schöne Auswahl also, allerdings sind es maximal so 16 Rezepte - wer also noch mehr Rezepte erwartet - nicht in diesem Buch.

Hinsichtlich des Sauerteigstarters habe ich mir da bei bzw. durch die Darstellung etwas schwerer getan, so dass ich mich auch weiterhin noch online eingelesen habe. Die Darstellung von „200 g Starter plus“ fand ich ein wenig ungünstig formuliert, weil eben nicht klar daraus hervorgeht, ob man diesen aus der vorherigen Masse nimmt oder ob das „plus“ ein „und“ ist. Aber gut, wenn man sich noch weiter ins Thema einliest, dann wird man schlau draus. Schade finde ich es dennoch ein wenig.

Auch habe ich die Darstellungsform des Buches nicht immer als ganz gut empfunden. Durch die Interviews zwischendurch ist das Buch mehr in Magazin-Form und wirklich unterhaltsam, die Informationen sind dadurch aber irgendwie auch sehr verstreut. Die Rezepte natürlich auch, das finde ich aber nicht so dramatisch. Schwieriger finde ich, wie man sich all die Hinweise und guten Ratschläge merken soll, wenn sie so kunterbunt im Buch verteilt sind. Das fand ich ein bißchen schade.

Alles in allem hat mir dieses Buch echt gut gefallen, manchmal hätte ich mir noch klarere Aussagen bzw. eher eine Zusammenfassung aller Ratschläge gewünscht, aber das ist in diesem Buch wohl eher gewollt so, dass es ein unterhaltsames Buch ist. Ich habe für mich einiges an Rezepten und Tipps für mich mitnehmen können, kann das Buch durchaus empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.