Ruhig und nicht ganz so spannend wie erwartet
A Dowry of Blood: Begehren. Obsession. Macht.Von diesem Buch hatte ich mir irgendwie mehr erwartet, kann aber auch nicht so genau sagen was. Wir lesen hier über das Leben von Draculas erster vermeintlicher Braut Constanta. Dabei ist der Text aber ...
Von diesem Buch hatte ich mir irgendwie mehr erwartet, kann aber auch nicht so genau sagen was. Wir lesen hier über das Leben von Draculas erster vermeintlicher Braut Constanta. Dabei ist der Text aber aus ihrer Sicht eher in Form eines Geständnisses geschrieben und richtet sich an Dracula selbst. Damit ist dann auch direkt klar, dass es für Dracula schlussendlich nicht gut ausgehen wird.
Die Handlung verläuft hier sehr ruhig und erst zum Ende hin ergibt sich etwas Spannung. Die Intention des Buches ist eher die Darstellung von Constantas Entwicklung vom ängstlichen Geschöpf bis hin zur aufopfernden Beschützerin. Denn während der Zeit nimmt Dracula noch zwei weitere Personen nach und nach bei sich auf. Constanta durchlebt dadurch Phasen der Eifersucht und schlussendlich großer Liebe zu den neuen Familienmitgliedern. Zuerst kommt Magdalena, eine quirlige junge Frau und der junge Alexi, dem das Leben unter Draculas Dach schwerer fällt als den Frauen.
Das Zusammenleben mit Dracula ist eine wilde Mischung aus Liebe, Kontrolle, Leidenschaft und Eifersucht. Dracula hält seine Lieblinge klein, kontrolliert sie, versucht sie wenn nötig gegeneinander auszuspielen. Er nimmt ihnen ihr Selbstvertrauen und hält alle Geheimnisse des Vampirismus für sich. Doch Constanta entwickelt sich hier super weiter und wir begleiten sie auf ihrem Weg, wie sie versucht, sich und ihre Liebgewonnen zu befreien.
Gerade durch diesen Fokus auf Constantas Entwicklung bleibt es ein sehr ruhiger Roman, der Schreibstil in Form eines Geständnisses tut sein Übriges.
Bekannte Figuren und Ereignisse aus der Dracula-Erzählung von Bram Stoker kommen hier nur kurz zur Rede oder werden als übertriebene Erzählung eines Autors abgetan. Wer also darauf hofft, Verknüpfungen zum bekannten Roman herzustellen, wird hier enttäuscht.
Für mich war dieses Buch eine seichte Unterhaltung und schnell gelesen. Umgehauen hat es mich aber nicht.
Wer gerne ruhigere Geschichten liest und es mag, wenn persönliche Entwicklungen im Vordergrund stehen, kann hier beherzt zugreifen.