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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein witziges Tagebuch aus Hundesicht

Alle nennen mich Nein-Sam – Ein ahnungsloser Mops beißt sich durch
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Dieses Tagebuch eines Mopses, der sich übrigens selbst als Mensch bezeichnet und uns Menschen Nacktaffen nennt, ist wahrlich ein wirklich witziges Lesevergnügen. Wer selbst mit einem Hund lebt, wird definitiv ...

Dieses Tagebuch eines Mopses, der sich übrigens selbst als Mensch bezeichnet und uns Menschen Nacktaffen nennt, ist wahrlich ein wirklich witziges Lesevergnügen. Wer selbst mit einem Hund lebt, wird definitiv seine Freude haben, aber auch alle anderen werden hier auf ihre Kosten kommen.
Mops Sam verlässt in diesem Buch sein altes Zuhause und findet eine neue Familie. Natürlich nimmt er sich fest vor, seine neuen Mitbewohner vor den Gefahren dieser Welt zu beschützen und seine neue Umgebung zu erkunden.
Der Text wird hier durch einige Illustrationen aufgelockert, die meist dazu dienen, uns Menschen über die richtigen Sachverhalte in der Geschichte aufzuklären. Sam nimmt seine Welt natürlich auf Hundeart wahr, aber damit man trotzdem richtig mitbekommt, wie gewisse Dinge wirklich sind, helfen hier die Illustrationen, die Menschensicht darzustellen.
Dadurch wird auch umso mehr klar, wie oft Sam mit seiner Sicht auf die Dinge danebenliegt, was natürlich mega witzig ist.
Generell ist dieses Buch sehr lustig, es macht einfach Spaß zu sehen, wie Sam seine Welt sieht und welche Missionen er sich auferlegt. Gleichzeitig verfolgen wir aber auch eine spannende Geschichte, denn alles, was Sam so entdeckt, hängt mit einer Sache zusammen, die ich hier nicht spoilern möchte.
Man merkt, mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich kann es nur wärmstens jedem empfehlen. Auch wenn dies ja ein Kinderbuch ist, werden auch Erwachsene ihren Spaß beim Lesen haben. Es perfekt zum Selberlesen, zusammenlesen oder Vorlesen geeignet. Durch nicht allzu viele Seiten und vielen Bildern werden bestimmt auch Lesemuffel neugierig.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Unterhaltsame Lektüre

Death at Morning House
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Wegen einer explodierenden Duftkerze brennt Marlowe das Haus ihrer Nachbarn ab. Um Abstand dazu zu gewinnen, nimmt sie einen Ferienjob auf Ralston Island an, wo sie Touristen durch das dortige Morning ...

Wegen einer explodierenden Duftkerze brennt Marlowe das Haus ihrer Nachbarn ab. Um Abstand dazu zu gewinnen, nimmt sie einen Ferienjob auf Ralston Island an, wo sie Touristen durch das dortige Morning House führen soll. Die Familie, die dort einst lebte, soll verflucht gewesen sein und auch jetzt, wo Marlowe dort ankommt, scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen.
Marlowe war mir sofort sympathisch. Ich mochte ihre ehrliche Art, ihre Unbeholfenheit, ihre Art zu erzählen. Teilweise konnte ich mich mit ihr identifizieren, wenn man in manchen Situationen ähnlich wie sie fühlen würde. Ihr Erzählstil lockert vieles ungemein auf und bringt alles sehr authentisch rüber. Sie ist nicht der fast perfekte Super-Teenie, sondern ein Mensch wie du und ich.
Die Geschichte wird somit einerseits aus ihrer Perspektive geschildert, aber es gibt auch Kapitel, die uns in die Vergangenheit der Ralston-Familie blicken lassen und wir können miterleben, wie es zu den damaligen Tragödien kam.
Ich fand das Buch insgesamt sehr unterhaltsam, wobei mir vorrangig einfach Marlow sehr gut gefiel und nachrangig der aktuelle „Kriminalfall“. Auch die Geschichte der Ralstons fand ich sehr interessant, insbesondere die Tatsache, wie die Kinder eigentlich über ihre Art zu leben denken.
In Marlowes Zeitlinie kam für mich jetzt nicht die allzu große Spannung auf. Unterhalten wurde man gut, aber es gab jetzt nicht sooo viele seltsame Vorkommnisse. Es ist eher so, dass ein Ereignis sich zu etwas weit größerem entwickelt und am Ende dann in ein dramatisches Finale übergeht. Allerdings vermischen sich hier nicht Gegenwart und Vergangenheit, die Geschichte der Ralstons wird einfach nebenher erzählt. Und trotzdem erfahren die Protagonisten doch, was damals wirklich passiert ist, allerdings auf ganz andere unspektakuläre Weise, wie man denken würde.
Ansonsten fand ich es super, wie diese Geschichte ganz natürlich und nebenbei queer ist. Auch gibt es hier ein bisschen Herzschmerz und etwas Teenie-Drama. Wie könnte es auch anders sein, wenn mehrere junge Erwachsene zusammen auf einer Insel hocken. 😉
Im Großen und Ganzen ist dies ein sehr unterhaltsames Buch, dass mit einer sympathischen Hauptprotagonistin hervorsticht und schnell inhaliert ist.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Spannender Auftakt

These Ancient Flames 1: Awake
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Der erste Band dieser Dilogie entführt uns in eine faszinierende Welt, wo der Kontinent in verschiedene Kantone gespalten ist, die alle ihre eigene Kraftlinie haben und wo es einst mächtige Drachen gab, ...

Der erste Band dieser Dilogie entführt uns in eine faszinierende Welt, wo der Kontinent in verschiedene Kantone gespalten ist, die alle ihre eigene Kraftlinie haben und wo es einst mächtige Drachen gab, die den Auguren mehr Macht verliehen.
Doch diese Zeiten sind vorbei, die Drachen verschwunden und der Frieden zwischen Menschen und Auguren zerbrechlich.
Um einen Krieg zu verhindern verbünden sich die Leibwächterin Mei und ihr bester Freund und Fürstensohn Tao mit dem Feind, in der Hoffnung die Drachen zu finden.
Bei den erwähnten Feinden handelt es sich um den Fürstensohn Raven, von einem anderen Kanton und seinen Leibwächter Cole. Diese Teambildung sorgt gut für Unterhaltung, denn es herrscht kein Vertrauen, wobei es zwischen Raven und Mei gehörig knistert.
Mei und Tao sind seit Kindertagen beste Freunde und ich mochte die Dynamik zwischen ihnen. Mei ist trotzdem eine mehr als talentierte Kämpferin und nimmt ihre Aufgabe, Tao zu schützen, sehr ernst. Tao ist für mich übrigens der absolute Sonnenschein in diesem Buch, denn ich mochte ihn einfach von Anfang an und liebe seine auffällige Art. Auch Mei war mir direkt sympathisch, insbesondere ihr Glaube an die verschwundenen Drachen hat mich sehr beeindruckt.
Mit Raven hatte ich so ein wenig meine Probleme, aber ich mag oft nicht diese Typen, die die Last der ganzen Welt mit sich rumschleppen. Cole hingegen mochte ich sofort und es wundert nicht, dass er zum Bindeglied zwischen den Duos wird und sich gut mit Tao versteht.
Die Suche nach den Drachen ist jedenfalls eine spannende Reise und das Misstrauen und verbotene Gefühle machen die Sache auch gleich noch viel interessanter. Man weiß nie so genau, ob Mei und Tao Raven so richtig trauen sollten, wobei die Perspektiven zwischen Mei und Raven wechseln, sodass man schon weiß, was Raven eigentlich plant.
Alles in einem fand ich dies einen guten Auftakt, der gegen Ende viel Unerwartetes mit sich bringt und mit seinem Cliffhanger eine Sehnsucht nach Band zwei erweckt.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Jeder von uns hat eine besondere Zauberkraft in sich

Ein Einhorn namens Oktober
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Dieses wirklich hübsche Bilderbuch erzählt von dem kleinen Einhorn Oktober, welches an seinem ersten Geburtstag darauf wartet, dass seine besondere Zauberkraft erwacht. Doch so ganz offensichtlich will ...

Dieses wirklich hübsche Bilderbuch erzählt von dem kleinen Einhorn Oktober, welches an seinem ersten Geburtstag darauf wartet, dass seine besondere Zauberkraft erwacht. Doch so ganz offensichtlich will diese sich nicht zeigen.
Und doch zeigt sich im Laufe der Geschichte schon eine Ahnung, was diese Zauberkraft sein könnte.
Das Buch verzaubert mit schönen Illustrationen und einer bodenständigen Handlung. Ich fand es richtig gut, dass die Zauberkräfte der Einhörner keine unmöglichen Wunder, sondern eher besondere Fähigkeiten sind. Also Dinge, in denen man richtig gut ist. So kann eines der Einhörner die leckersten Blaubeeren finden finden oder ein anderes am schnellsten rutschen.
Oktobers Zauberkraft ist daher auch wunderbar realistisch und man erkennt diese auch, wenn man darauf achtet, was Oktober denn eigentlich so treibt und wovon er sich immer aufhalten lässt.
Neben Oktober gibt es auch noch weitere liebe Waldbewohner zu entdecken und kennenzulernen. Auch sein bester Freund, das Eichhörnchen ist super sympathisch und hat am Ende eine richtig tolle und herzerwärmende Idee, um Oktober seine Zauberkraft zu aufzuzeigen.
Alles in einem eine richtig schön geschriebene, niedlich illustrierte Geschichte mit schöner Botschaft.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Willkommen in der düsteren Welt der Buchesser

The Book Eaters
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Dieses Buch erzählt die Geschichte der Buchesserin Devon. Dazu wechseln sich Kapitel aus der Vergangenheit mit denen aus der Gegenwart ab. So lernen wir eine Devon als Kind kennen, die in der Gemeinschaft ...

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Buchesserin Devon. Dazu wechseln sich Kapitel aus der Vergangenheit mit denen aus der Gegenwart ab. So lernen wir eine Devon als Kind kennen, die in der Gemeinschaft der Buchesser groß wird und erst ein sorgloses Leben führt und parallel die erwachsene Devon, die mit ihrem besonderen Sohn Cai auf der Flucht ist.

Beim Lesen habe ich mich immer auf die Vergangenheitskapitel gefreut, denn ich fand es einfach super spannend mitzuverfolgen, wie Devon in ihre aktuelle Situation geraten ist und wie aus dem sorglosen Kind eine Frau wird, der klar wird, dass ihr als Frau bei den Buchessern nur großes Leid bevorsteht.

Die Welt der Buchesser ist schon faszinierend. Man erfährt nicht so wirklich, woher die Buchesser kommen, nur, dass der mysteriöse Sammler sie einst erschuf, damit sie für ihn Wissen sammeln. Buchesser sehen aus wie Menschen, haben aber ein extra Gebiss, um Bücher essen zu können, und sind stärker und unempfindlicher. Die gegessenen Bücher speichern sie quasi ab, sie lernen dadurch neue Sprachen oder erlangen die Grundlagen für neue Fähigkeiten, je nach dem, was sie gegessen haben. Und doch bleibt ihnen die Fähigkeit des Schreibens verwehrt. Eine Ausnahme bilden da die Gedankenesser. Diese kommen manchmal vor und sind hungrig auf Menschen, saugen diesen mit ihrer röhrenförmigen Zunge das Gehirn durch das Ohr aus.

Die Buchesserfamilien sind alle Patriachate und Frauen kommen immer seltener vor. Und so werden diese mehrmals verheiratet, um schnell Kinder zu bekommen, da sie nicht lange fruchtbar sind. Und hier merkt man schon: Devon muss durch die Hölle. Die Geschichte ähnelt hier ein wenig den Verhältnissen aus „Der Report der Magd“ und ich habe mich wirklich oft aufgeregt.

Unterstützt werden die Familien durch die sogenannten Ritter mit ihren Drachen, die die Hochzeiten vermitteln und die Bräute sicher geleiten. Drachen sind übrigens „dressierte“ Gedankenesser.

Ich fand diese Geschichte wirklich mega spannend. Die Entwicklung von Devons Vergangenheit war so spannend und offenbarte Stück für Stück die Grausamkeiten der Buchesser. Aber auch in der Gegenwart wurde man immer wieder überrascht, wie weit Devon für ihre Freiheit oder eher die Freiheit für ihren Sohn geht, auch wenn es über Leichen ist.

Die Grausamkeit und Brutalität in diesem Buch sollte nicht unterschätzt werden, aber es handelt sich hier ja auch um Dark Fantasy.

Die Handlung hält immer wieder Überraschungen bereit und wechselt auch mal die Perspektive weg von Devon. Dieses Buch hebt sich jedenfalls stark aus der Masse hervor, denn es ist mal etwas völlig Neues. Das Ende ist für diese Art Geschichte recht perfekt, würde aber auch Potenzial für eine Fortsetzung bieten. Da das Buch im Original von 2022 ist und dort noch nichts angekündigt ist, rechne ich da mal leider nicht mit.

Aber trotzdem ist es gut abgerundet und bietet eine wunderbar düstere Story die die Entwicklung einer Frau zeigt, die von einer kleinen Prinzessin zu einer Mutter heranwächst, die alles für ihr Kind tut und sich gegen das Patriachat der Buchesser stellt, kostest es, was es wolle.

Für mich einfach ein sehr gutes Buch, dass ich wärmstens an Dark Fantasy Fans weiterempfehlen kann.

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