Profilbild von favole_s

favole_s

Lesejury Star
offline

favole_s ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit favole_s über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2025

Düster und mal was anderes

House of the Beast
0

Was für ein schönes Buch, dass für Abwechslung auf dem Romantasy überschwemmten Buchmarkt sorgt. Hier bekommen wir eine düstere Geschichte, in der es um Rache und Einsamkeit geht und eben nicht die große ...

Was für ein schönes Buch, dass für Abwechslung auf dem Romantasy überschwemmten Buchmarkt sorgt. Hier bekommen wir eine düstere Geschichte, in der es um Rache und Einsamkeit geht und eben nicht die große Liebe im Vordergrund steht.
"House of the Beast" ist zwischendurch auch gerne mal brutal und blutig und entführt uns in eine Welt, in der vier Häuser jeweils einem der großen vier Gottheiten dienen.
Alma ist ein Bastard des Hauses Avera, welches dem Dread Beast dient, einem Gott der Zerstörung. Als ihre Mutter schwer krank wird bittet sie ihren Vater um Hilfe. Dieser nimmt sie mit nach Avera und man merkt bald, dass er so seine Pläne mit Alma hat. Doch Alma hat ihre eigenen Gedanken und ist besonders gesegnet, denn sie hat einen Freund an ihrer Seite, den nur sie sehen kann und der sie in ihrem Ansinnen nach Rache unterstützt.
Die Geschichte offenbart uns Machtspiele, überambitionierte Charaktere und die übliche Frage: Wem darf man her eigentlich vertrauen?
Alma war Zeit ihrer Kindheit allein, niemand wollte etwas mit ihr zu tun haben und auch im Hause Avera wird sie als Bastard gemieden und ausgeschlossen. Ihre Einsamkeit ist oft sehr greifbar, auch wenn sie diesen mysteriösen Jungen namens Aster an ihrer Seite hat. Aster ist ziemlich faszinierend, aber auch hier ist man sich beim Lesen nicht sicher, wie weit ihm zu trauen ist. Er ist immer für Alma da und doch scheint er sie selbst nach seinem Willen formen zu wollen. Almas Weg zu verfolgen war spannend und faszinierend. Sie macht eine gute Entwicklung durch und man konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen. Ich mochte den Sog, den diese Geschichte ausübte sehr und fand es erfrischend, wie sehr sich von anderen abhob. Das Ende war genau richtig, aber auch ungewöhnlich, aber eben perfekt. Auch schön fand ich, dass es sich hier um einen Einzelband handelt und doch so viel Handlung in diesem Buch steckt.
Ein wunderbarer Dark Fantasy Roman, der nichts für zart besaitete Leser ist. Ich kann es sehr empfehlen für alle, die dieses Genre lieben oder auf der Suche nach Abwechslung sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2025

Ein witziges Tagebuch aus Hundesicht

Alle nennen mich Nein-Sam – Ein ahnungsloser Mops beißt sich durch
0

Dieses Tagebuch eines Mopses, der sich übrigens selbst als Mensch bezeichnet und uns Menschen Nacktaffen nennt, ist wahrlich ein wirklich witziges Lesevergnügen. Wer selbst mit einem Hund lebt, wird definitiv ...

Dieses Tagebuch eines Mopses, der sich übrigens selbst als Mensch bezeichnet und uns Menschen Nacktaffen nennt, ist wahrlich ein wirklich witziges Lesevergnügen. Wer selbst mit einem Hund lebt, wird definitiv seine Freude haben, aber auch alle anderen werden hier auf ihre Kosten kommen.
Mops Sam verlässt in diesem Buch sein altes Zuhause und findet eine neue Familie. Natürlich nimmt er sich fest vor, seine neuen Mitbewohner vor den Gefahren dieser Welt zu beschützen und seine neue Umgebung zu erkunden.
Der Text wird hier durch einige Illustrationen aufgelockert, die meist dazu dienen, uns Menschen über die richtigen Sachverhalte in der Geschichte aufzuklären. Sam nimmt seine Welt natürlich auf Hundeart wahr, aber damit man trotzdem richtig mitbekommt, wie gewisse Dinge wirklich sind, helfen hier die Illustrationen, die Menschensicht darzustellen.
Dadurch wird auch umso mehr klar, wie oft Sam mit seiner Sicht auf die Dinge danebenliegt, was natürlich mega witzig ist.
Generell ist dieses Buch sehr lustig, es macht einfach Spaß zu sehen, wie Sam seine Welt sieht und welche Missionen er sich auferlegt. Gleichzeitig verfolgen wir aber auch eine spannende Geschichte, denn alles, was Sam so entdeckt, hängt mit einer Sache zusammen, die ich hier nicht spoilern möchte.
Man merkt, mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich kann es nur wärmstens jedem empfehlen. Auch wenn dies ja ein Kinderbuch ist, werden auch Erwachsene ihren Spaß beim Lesen haben. Es perfekt zum Selberlesen, zusammenlesen oder Vorlesen geeignet. Durch nicht allzu viele Seiten und vielen Bildern werden bestimmt auch Lesemuffel neugierig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2025

Unterhaltsame Lektüre

Death at Morning House
0

Wegen einer explodierenden Duftkerze brennt Marlowe das Haus ihrer Nachbarn ab. Um Abstand dazu zu gewinnen, nimmt sie einen Ferienjob auf Ralston Island an, wo sie Touristen durch das dortige Morning ...

Wegen einer explodierenden Duftkerze brennt Marlowe das Haus ihrer Nachbarn ab. Um Abstand dazu zu gewinnen, nimmt sie einen Ferienjob auf Ralston Island an, wo sie Touristen durch das dortige Morning House führen soll. Die Familie, die dort einst lebte, soll verflucht gewesen sein und auch jetzt, wo Marlowe dort ankommt, scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen.
Marlowe war mir sofort sympathisch. Ich mochte ihre ehrliche Art, ihre Unbeholfenheit, ihre Art zu erzählen. Teilweise konnte ich mich mit ihr identifizieren, wenn man in manchen Situationen ähnlich wie sie fühlen würde. Ihr Erzählstil lockert vieles ungemein auf und bringt alles sehr authentisch rüber. Sie ist nicht der fast perfekte Super-Teenie, sondern ein Mensch wie du und ich.
Die Geschichte wird somit einerseits aus ihrer Perspektive geschildert, aber es gibt auch Kapitel, die uns in die Vergangenheit der Ralston-Familie blicken lassen und wir können miterleben, wie es zu den damaligen Tragödien kam.
Ich fand das Buch insgesamt sehr unterhaltsam, wobei mir vorrangig einfach Marlow sehr gut gefiel und nachrangig der aktuelle „Kriminalfall“. Auch die Geschichte der Ralstons fand ich sehr interessant, insbesondere die Tatsache, wie die Kinder eigentlich über ihre Art zu leben denken.
In Marlowes Zeitlinie kam für mich jetzt nicht die allzu große Spannung auf. Unterhalten wurde man gut, aber es gab jetzt nicht sooo viele seltsame Vorkommnisse. Es ist eher so, dass ein Ereignis sich zu etwas weit größerem entwickelt und am Ende dann in ein dramatisches Finale übergeht. Allerdings vermischen sich hier nicht Gegenwart und Vergangenheit, die Geschichte der Ralstons wird einfach nebenher erzählt. Und trotzdem erfahren die Protagonisten doch, was damals wirklich passiert ist, allerdings auf ganz andere unspektakuläre Weise, wie man denken würde.
Ansonsten fand ich es super, wie diese Geschichte ganz natürlich und nebenbei queer ist. Auch gibt es hier ein bisschen Herzschmerz und etwas Teenie-Drama. Wie könnte es auch anders sein, wenn mehrere junge Erwachsene zusammen auf einer Insel hocken. 😉
Im Großen und Ganzen ist dies ein sehr unterhaltsames Buch, dass mit einer sympathischen Hauptprotagonistin hervorsticht und schnell inhaliert ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2025

Spannender Auftakt

These Ancient Flames 1: Awake
0

Der erste Band dieser Dilogie entführt uns in eine faszinierende Welt, wo der Kontinent in verschiedene Kantone gespalten ist, die alle ihre eigene Kraftlinie haben und wo es einst mächtige Drachen gab, ...

Der erste Band dieser Dilogie entführt uns in eine faszinierende Welt, wo der Kontinent in verschiedene Kantone gespalten ist, die alle ihre eigene Kraftlinie haben und wo es einst mächtige Drachen gab, die den Auguren mehr Macht verliehen.
Doch diese Zeiten sind vorbei, die Drachen verschwunden und der Frieden zwischen Menschen und Auguren zerbrechlich.
Um einen Krieg zu verhindern verbünden sich die Leibwächterin Mei und ihr bester Freund und Fürstensohn Tao mit dem Feind, in der Hoffnung die Drachen zu finden.
Bei den erwähnten Feinden handelt es sich um den Fürstensohn Raven, von einem anderen Kanton und seinen Leibwächter Cole. Diese Teambildung sorgt gut für Unterhaltung, denn es herrscht kein Vertrauen, wobei es zwischen Raven und Mei gehörig knistert.
Mei und Tao sind seit Kindertagen beste Freunde und ich mochte die Dynamik zwischen ihnen. Mei ist trotzdem eine mehr als talentierte Kämpferin und nimmt ihre Aufgabe, Tao zu schützen, sehr ernst. Tao ist für mich übrigens der absolute Sonnenschein in diesem Buch, denn ich mochte ihn einfach von Anfang an und liebe seine auffällige Art. Auch Mei war mir direkt sympathisch, insbesondere ihr Glaube an die verschwundenen Drachen hat mich sehr beeindruckt.
Mit Raven hatte ich so ein wenig meine Probleme, aber ich mag oft nicht diese Typen, die die Last der ganzen Welt mit sich rumschleppen. Cole hingegen mochte ich sofort und es wundert nicht, dass er zum Bindeglied zwischen den Duos wird und sich gut mit Tao versteht.
Die Suche nach den Drachen ist jedenfalls eine spannende Reise und das Misstrauen und verbotene Gefühle machen die Sache auch gleich noch viel interessanter. Man weiß nie so genau, ob Mei und Tao Raven so richtig trauen sollten, wobei die Perspektiven zwischen Mei und Raven wechseln, sodass man schon weiß, was Raven eigentlich plant.
Alles in einem fand ich dies einen guten Auftakt, der gegen Ende viel Unerwartetes mit sich bringt und mit seinem Cliffhanger eine Sehnsucht nach Band zwei erweckt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2025

Jeder von uns hat eine besondere Zauberkraft in sich

Ein Einhorn namens Oktober
0

Dieses wirklich hübsche Bilderbuch erzählt von dem kleinen Einhorn Oktober, welches an seinem ersten Geburtstag darauf wartet, dass seine besondere Zauberkraft erwacht. Doch so ganz offensichtlich will ...

Dieses wirklich hübsche Bilderbuch erzählt von dem kleinen Einhorn Oktober, welches an seinem ersten Geburtstag darauf wartet, dass seine besondere Zauberkraft erwacht. Doch so ganz offensichtlich will diese sich nicht zeigen.
Und doch zeigt sich im Laufe der Geschichte schon eine Ahnung, was diese Zauberkraft sein könnte.
Das Buch verzaubert mit schönen Illustrationen und einer bodenständigen Handlung. Ich fand es richtig gut, dass die Zauberkräfte der Einhörner keine unmöglichen Wunder, sondern eher besondere Fähigkeiten sind. Also Dinge, in denen man richtig gut ist. So kann eines der Einhörner die leckersten Blaubeeren finden finden oder ein anderes am schnellsten rutschen.
Oktobers Zauberkraft ist daher auch wunderbar realistisch und man erkennt diese auch, wenn man darauf achtet, was Oktober denn eigentlich so treibt und wovon er sich immer aufhalten lässt.
Neben Oktober gibt es auch noch weitere liebe Waldbewohner zu entdecken und kennenzulernen. Auch sein bester Freund, das Eichhörnchen ist super sympathisch und hat am Ende eine richtig tolle und herzerwärmende Idee, um Oktober seine Zauberkraft zu aufzuzeigen.
Alles in einem eine richtig schön geschriebene, niedlich illustrierte Geschichte mit schöner Botschaft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere