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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2025

Fionas erster Fall

Tod auf St Michael’s Mount
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Dies ist der erste Auftritt von DCI Fiona Sutherland, doch ich bin sicher, es wird weitere Folgen geben.
Fiona ist Polizistin und mit ihrem Sohn nach Cornwall gezogen. Der Einstieg in die hauptsächlich ...

Dies ist der erste Auftritt von DCI Fiona Sutherland, doch ich bin sicher, es wird weitere Folgen geben.
Fiona ist Polizistin und mit ihrem Sohn nach Cornwall gezogen. Der Einstieg in die hauptsächlich männlich besetzte Polizeitruppe ist nicht einfach. Erst mit diesem ungewöhnlichen Mordfall kann sie sich beweisen und die Kollegen halbwegs zu einer Einheit zusammenschweißen.
Trotz einiger eingestreuten englischen Redewendungen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier eine deutsche Autorin hinter dem Pseudonym steckt. Der Handlungsaufbau entspricht dem typisch englischen Krimi, in dem erst einige Spuren gelegt werden und dann in einem großen Finale in der Bibliothek des Herrenhauses, in diesem Falle ist es im Büro des Opfers, der Täter überführt wird.
Leider kommt in der Handlung die Spannung etwas zu kurz, stattdessen wird Fionas Privatleben viel Zeit gewidmet.
Allerdings wird das Hörbuch von Gisa Flake eingelesen, die das Hören zu einem wahren Erlebnis macht. Sie hat sich mit den einzelnen Persönlichkeiten gründlich auseinandergesetzt und haucht ihnen soviel Leben ein, dass aus dem Buch fast schon ein Hörspiel wird. Einfach super!

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Nervenkitzel pur

The Twenty
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DCI Adam Bishop lebt für seinen Job. Seine Ehe mit Romilly hat das nicht ausgehalten und so ist er ein einsamer Wolf mit nichtssagenden Affären geworden. Doch im Dienst ist er Spitze. Aber auch er kann ...

DCI Adam Bishop lebt für seinen Job. Seine Ehe mit Romilly hat das nicht ausgehalten und so ist er ein einsamer Wolf mit nichtssagenden Affären geworden. Doch im Dienst ist er Spitze. Aber auch er kann es nicht verhindern, dass ein irrer Serienmörder in Bishops Truppe wütet und auch noch weit darüber hinaus.
Wenn auch der Anfang des Thrillers etwas zu trocken ausfällt, so holt er doch schnell in puncto Spannung auf. Man fiebert mit den Ermittlern und erschauert vor der Bösartigkeit des Täters. Geschickt werden hier Schicksale in Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft. Auch wenn die Entlarvung des Mörders in meinen Augen nicht die große Überraschung ist, so ist das blutige Finale absolut nicht zu erwarten gewesen.
Das Cover wirkt zwar leider etwas wie ein Groschenroman, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Hier gibt es Nervenkitzel vom Feinsten.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Horrorträume

Nachtlügen
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Isra ist ein Nachtalb. Für den Unterhalt kellnert sie in einem Varieté, aber zum Leben braucht sie die Träume von schlafenden Menschen. Sie raubt diese Träume und ersetzt sie durch schlimme Albträume, ...

Isra ist ein Nachtalb. Für den Unterhalt kellnert sie in einem Varieté, aber zum Leben braucht sie die Träume von schlafenden Menschen. Sie raubt diese Träume und ersetzt sie durch schlimme Albträume, die ganz speziell und perfide auf den Schlafenden abgestimmt sind. Doch es läuft nicht alles glatt für Isra. Schon zwei nächtliche Todesfälle scheinen auf ihr Konto zu gehen und da gibt es noch dieses riesige Traum-Spinnenmonster, das sie nicht kontrollieren kann und das immer bedrohlicher wird.
Der Schreibstil von Lisanne Surborg ist eigentlich gut, aber inhaltlich konnte sie mich nicht abholen. Obwohl Isra ziemlich gut charakterisiert wird, bleibt eine Distanz zu ihr. Man versteht ihr Handeln und ihre Not, doch sie wird mir einfach nicht sympathisch. Es ist zwar interessant, sie auf der Suche, wer ihr schaden will, zu begleiten. Aber es zieht sich. Die Dialoge sind nicht spannend und die zwischen die Kapitel eingeschobenen kurzen Informationsschnipsel und Zitate sind es ebenfalls nicht.
So gerne ich Fantasy lese, aber mit diesem Roman bin ich leider nicht warm geworden.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Lügen über Lügen

Während du schläfst
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Morgens in einem fremden Bett neben einem Toten aufzuwachen, ist ein beliebter Thrilleranfang. Genau das muss Tara erleben. Das ist der Beginn eines Alptraums, der kein Ende zu nehmen scheint. Natürlich ...

Morgens in einem fremden Bett neben einem Toten aufzuwachen, ist ein beliebter Thrilleranfang. Genau das muss Tara erleben. Das ist der Beginn eines Alptraums, der kein Ende zu nehmen scheint. Natürlich gerät sie ins Visier der Polizei, ebenso ihre ziemlich abgedrehte Tochter, die kaum einen Satz ohne Lüge zu Ende sprechen kann. Auch auf ihr Umfeld ist wenig Verlass, obwohl der Familienzusammenhalt recht gut ist. Doch der Ehemann geht fremd, Tara wird von einem Kollegen gestalkt und Taras Schwester steckt selbst in einer schlimmen Beziehungskrise. Ein ganz schönes Kuddelmuddel, und als Hörer fragt man sich, wie wahrscheinlich es ist, dass so viele gestörte Menschen auf einen Haufen zusammenkommen.
Mit der Auflösung konnte die Autorin noch einen guten Clou landen, der diesen Thriller doch zufriedenstellend abschließt. Auch wenn die Hauptperson und Ich-Erzählerin Tara ziemlich nervig ist, vermittelt sie doch von der ersten Zeile an einen direkten Bezug zum Hörer. Die vielen Wendungen geben der Spannung immer wieder neuen Anschub. Und eine so versierte Sprecherin wie Anne Düe rundet den guten Eindruck dieses Hörbuchs perfekt ab.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Zu kompliziert

Lyneham
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Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, als ein kleiner Trupp Menschen auf den extrem weiten Weg zum Planeten Perm aufbricht. Alles auf diesem bewohnbaren Mond ist gefährlich. Die Forscher haben viel zu tun, ...

Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, als ein kleiner Trupp Menschen auf den extrem weiten Weg zum Planeten Perm aufbricht. Alles auf diesem bewohnbaren Mond ist gefährlich. Die Forscher haben viel zu tun, um eine überlebensfähige Umwelt zu gestalten.
Erzählt wird in erster Linie aus der Sicht von Henry, einem Sohn der federführenden Wissenschaftlerin Mildred Meadow, die als zweite Erzählerin die Besiedlung sehr sachlich aus der Sicht einer Forscherin berichtet.
Der Autor hat eine unerschöpfliche Fantasie, um den Planeten und seine Bewohner zu beschreiben.
Auch die Hauptpersonen werden sehr intensiv charakterisiert. Leider sind alle ziemlich bis außergewöhnlich unsympathisch.
Beim Lesen dieses Romans stellen sich dem Leser wiederholt ethische Fragen, die zum Beispiel bei Besetzung eines fremden Planeten oder bei der Verteilung begrenzter Ressourcen zwangsläufig auftreten.
Es ist ein sehr tiefsinniger Roman, der meine logischen Fähigkeiten bedauerlicherweise übersteigt. Ich habe mich bis zum Ende durchgekämpft, wobei ich den Schluss faszinierend fand, auch wenn ich ihn, wie eigentlich das ganze Buch, nicht verstanden haben. Allein schon die Morphologie der Oberfläche oder die seismischen Phänomene haben mich überfordert. Für normale Leute wie mich kann ich da leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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