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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2024

Eine neue Tafelrunde

Jewel & Blade, Band 1: Die Wächter von Knightsbridge (Knisternde New-Adult-Romantasy von der SPIEGEL-Bestseller-Autorin von "Silver & Poison")
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Nach der spannenden Silver & Poison-Dilogie hat man schon einige Erwartungen an die Autorin Anne Lück, auch weil das Cover wieder so wunderschön gelungen ist.
Harper ist eine junge Goldschmiedin, die ihren ...

Nach der spannenden Silver & Poison-Dilogie hat man schon einige Erwartungen an die Autorin Anne Lück, auch weil das Cover wieder so wunderschön gelungen ist.
Harper ist eine junge Goldschmiedin, die ihren Beruf mit Hingabe und großem Talent ausübt. Als sie einen uralten Ring berührt, erhält sie unheimliche Visionen, in denen sie mitten in die König-Artus-Sage hinein katapultiert wird. Alle jene Sagengestalten sollen noch Einfluss auf ihr reales Leben haben, denn deren Nachfahren sind mittlerweile zu einflussreichen Familien der englischen Oberschicht geworden. Sie alle haben Anteil daran, dass das wunderwirkende Schwert Excalibur wieder ins 21. Jahrhundert geholt werden kann. Doch es droht verheerendes Unheil, weil auch die abgrundtief böse Zauberin Morgana ihrem Gefängnis entfliehen konnte.
Es liegt nun an Harper, die Menschheit zu retten. Sie hat Freundschaften mit den Nachfahren aus König Artus Tafelrunde geschlossen, doch auch hier gibt es nicht nur Gutmenschen, auch wenn sie äußerlich alle miteinander schön wie Topmodels sind. Die Atmosphäre empfindet man schnell als übertrieben künstlich. Auch die sich entwickelnde Liebesbeziehung ist nicht so recht nachvollziehbar, obwohl man Harper das Glück schon sehr gönnen würde. Gegen Ende beschleunigt sich das Erzähltempo rapide. Es gibt sozusagen einen richtigen Knalleffekt, die Masken fallen und vor allem bekommt man an eine Ahnung für eine Fortsetzung.
Der Roman liest sich nett und flüssig, entwickelt jedoch nicht den erwarteten Suchtfaktor. Schade.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Verfluchte Liebe

Cupids Fluch - Eine Liebe wie Sterne
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Die Autorin Ursa Jaumann hat ihre Urban Fantasy in Russland angesiedelt. Es braucht seine Zeit, bis man sich als Hörbuchhörer an die fremden Namen gewöhnt, und noch länger, bis man sie in gut und böse ...

Die Autorin Ursa Jaumann hat ihre Urban Fantasy in Russland angesiedelt. Es braucht seine Zeit, bis man sich als Hörbuchhörer an die fremden Namen gewöhnt, und noch länger, bis man sie in gut und böse unterschieden hat.
Irina ist ein ehemaliges Sklavenmädchen mit Zauberkräften, das durch einen tödlichen Liebeszauber an ausgerechnet den Magier Alexej, in dessen Haus sie bis aufs Blut gefoltert wurde, gebunden ist. Beiden droht der Tod, wenn sie sich nicht untrennbar miteinander vermählen. Die Zeit drängt, und während beide fieberhaft nach einem Zauber suchen, der sie befreit, lernt man vor allem ganz unbekannte Seiten an Alexej kennen. Irina hingegen verliert einen Freund nach dem anderen.
Einerseits schafft Ursa Jaumann eine wunderbare, magische Szenerie verbunden mit romantischem Herzschmerz. Andererseits überschreitet sie oft die Grenze zur Langatmigkeit. Ein strafferes Erzähltempo hätte dem Roman gutgetan, aber auch so ist er absolut lesenswert. Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, aber da brennt immer noch ein Fünkchen Hoffnung auf einen Folgeband.
Besonders beeindruckt hat mich die Leistung von Simone Walleck, der Sprecherin. Sie hat eine wunderbare Stimme, in der immer ein Lächeln mitschwingt, wenn es benötigt wird. Insgesamt gibt sie dem Hörbuch eine Seele.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Will und Sara lernen sich kennen

Tote Augen
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Die Georgia-Reihe von Karin Slaughter lese ich sehr gerne, auch wenn ich noch nicht alle Bände kenne, und sie leider auch nicht in der richtigen Reihenfolge lesen konnte. Hier in der dritten Folge, lernen ...

Die Georgia-Reihe von Karin Slaughter lese ich sehr gerne, auch wenn ich noch nicht alle Bände kenne, und sie leider auch nicht in der richtigen Reihenfolge lesen konnte. Hier in der dritten Folge, lernen sich Will und Sara kennen, aber alles liegt noch in zarten Anfängen. Schließlich ist Will immer noch an seine unberechenbare Ehefrau Angie gebunden. Seine berufliche Partnerin Faith steckt in gesundheitlichen Schwierigkeiten, möchte allerdings nach außen hin keine Schwäche zeigen. Ein brutaler Mörder, der seine Opfer generell im Doppelpack gefangen hält und quält, erfordert die ganze Aufmerksamkeit der Detectives.
Wie man es von Slaughter gewohnt ist, schont sie ihre Leser nicht mit brutalen Details. In erster Linie jedoch fängt sie ihre Leserschaft mit ihren unverwechselbaren Hauptfiguren Sara, Will und Faith ein. Es sind nahbare Menschen, die ziemliche psychische und physische Handicaps haben, aber immer geradlinig handeln und ehrlich mit ihren gegenseitigen Fehlern umgehen. Von Folge zu Folge werden sie einem immer vertrauter. Man kann sie auf ihrem Lebensweg begleiten und empfindet vielleicht deswegen spannende Szenen doppelt intensiv.
Folge 3 ist in meinen Augen der Autorin auch wieder gut gelungen.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Im Feuerkreis

Der Zögling
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Das ist mal ein genialer Auftakt für ein neues Ermittlerduo. Ein unerschrockener Detective, der kein Blatt vor den Mund nimmt, und ein weiblicher Nerd, von Mutti überbehütet und lebensuntüchtig, sind schon ...

Das ist mal ein genialer Auftakt für ein neues Ermittlerduo. Ein unerschrockener Detective, der kein Blatt vor den Mund nimmt, und ein weiblicher Nerd, von Mutti überbehütet und lebensuntüchtig, sind schon eine geniale Paarung. Der Krimi hält, was er verspricht, nämlich Spannung von der ersten Seite an. Ältere Männer werden in Steinkreisen hingerichtet und der Täter zieht explizit Detective Poe in die Angelegenheit mit hinein. Als wäre die Lage nicht schon angespannt genug, so treiben frühere Kollegen ihre Machtspielchen mit Poe. Der bleibt bewundernswert cool, was sich sehr positiv auf die Grundstimmung des Buches auswirkt. Ich mag einfach souveräne, intelligente Ermittler und freue mich schon auf Fortsetzungen. Auch die Hörbuchversion ist sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

sprachlos

Sing, wilder Vogel, sing
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Irland im Jahr 1849.
Honora und ihre ganze Dorfgemeinschaft leiden unter einer bitteren Hungersnot. Viele sterben, auch das Baby von Honora, ebenso wie ihr Mann. Sie schafft es auf ein Schiff nach Amerika, ...

Irland im Jahr 1849.
Honora und ihre ganze Dorfgemeinschaft leiden unter einer bitteren Hungersnot. Viele sterben, auch das Baby von Honora, ebenso wie ihr Mann. Sie schafft es auf ein Schiff nach Amerika, doch auch hier gerät sie in eine üble Zwangslage. Honora gibt nicht auf. Immer treibt sie ihr unbändiger Wille nach Freiheit weiter.
Es hat lange gedauert, ehe ich mich in den Erzählrhythmus eingelesen habe, denn wie so oft in irischen Romanen, beherrschen Armut und Ausweglosigkeit das Thema. So auch hier. Fast wollte ich schon abbrechen, als in Amerika endlich deutlich mehr Bewegung in die Handlung kommt. Ja, es wird irgendwie sogar richtig spannend, obwohl ich mit Honora nicht warm geworden bin. Sie ist von Kind an Außenseiter und durch die Fehlgeburt wird sie noch verhärteter. Sie besitzt eine ungeheure innere Stärke, die sie schwere Zeiten stoisch durchleben lässt, um dann im geeigneten Moment eine Wende herbeizuführen, auch auf Kosten anderer. Nein, sympathisch ist sie mir nicht geworden, aber das muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.

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