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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2024

Winzer unter Verdacht

Mörderisches Rendezvous
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Man fühlt sich wie im Urlaub, wenn man mit dem Privatdetektiv Tiberio Tanner auf Mörderjagd geht. Die schöne Landschaft in und um Bozen steht fast bildlich vor Augen, und die Atmosphäre beim Essen und ...

Man fühlt sich wie im Urlaub, wenn man mit dem Privatdetektiv Tiberio Tanner auf Mörderjagd geht. Die schöne Landschaft in und um Bozen steht fast bildlich vor Augen, und die Atmosphäre beim Essen und beim Wein kommt einem bekannt vor.
Ein Winzer steht unter Mordverdacht, und dessen betagter Vater hört des Nachts seltsame Geräusche und sieht merkwürdige Spuren im Schnee. Kein leichter Fall für Tanner, aber auch kein allzu schwieriger für einen routinierten Krimileser. Ein Buch, das sich leicht und beschwingt lesen lässt, vor allem, weil besonders durch den etwas einfältig gestrickten Schluzzer, dem Hilfsdetektiv, immer wieder lustige Szenen entstehen.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Szenen einer Ehe

Mein Mann
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Das Cover zeigt eine zutiefst nachdenkliche Frau. Und es ist eine Frau, die uns durch ihren inneren Monolog im steten Fluss an ein paar Tagen ihres Lebens und auch an einigen wichtigen Szenen aus ihrer ...

Das Cover zeigt eine zutiefst nachdenkliche Frau. Und es ist eine Frau, die uns durch ihren inneren Monolog im steten Fluss an ein paar Tagen ihres Lebens und auch an einigen wichtigen Szenen aus ihrer Vergangenheit teilnehmen lässt. Obwohl sie einen ausfüllenden Beruf und zwei perfekte Kinder hat, dreht sich ihr ganzes Denken einzig um ihren Mann. Sie liebt ihn abgöttisch, jede einzelne Regung wird analysiert, interpretiert und am Ende eines Tages schriftlich fixiert. Ihre Besessenheit steigert sich von Tag zu Tag, wird stetig gefährlicher und ist für den Leser immer schwerer zu ertragen. Wie muss sich der Mann erst fühlen? Man kann es nicht erraten, denn man sieht ihn ja fast nur durch die Augen dieser neurotischen Frau.
Man muss sich auf diese ungewöhnliche Erzählweise erst einmal einlassen. Ich habe das Buch gelesen, aber auch das Hörbuch, übrigens absolut perfekt vorgetragen von Stefanie Wittgenstein, gehört. Ich kann fast nicht sagen, welche Version mir besser gefällt. Beide sind auf ihre Art ungewöhnlich, Gänsehaut erzeugend und absolut überraschend. Ich werde den Roman meinen Freundinnen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 04.09.2024

Katrin Sandmann

Schattenriss
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Katrin Sandmann steht am Anfang ihrer Karriere als Fotografin. Sie träumt von Fotosafaris und Reisen rund um die Welt, hangelt sich aber nur mühsam von Auftrag zu Auftrag. Ein zufälliger Schnappschuss ...

Katrin Sandmann steht am Anfang ihrer Karriere als Fotografin. Sie träumt von Fotosafaris und Reisen rund um die Welt, hangelt sich aber nur mühsam von Auftrag zu Auftrag. Ein zufälliger Schnappschuss auf einem Friedhof hat Bezug zu einem schlimmen Mord an einem jungen Mädchen. Neugierig geworden, mischt sich Katrin gekonnt in die laufenden Ermittlungen ein.
Als Düsseldorf-Krimi vermittelt die Autorin viel Lokalkolorit, aber der Plot und auch die Charaktere sind recht einfach gestrickt. Man kann ganz gut mitraten und wird am Ende auch nicht groß überrascht.
Die Sprecherin der Hörbuchversion ist sehr angenehm.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Beschaulicher Provence-Krimi

Madame Beaumarie und die Melodie des Todes
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Florence Beaumarie, ehemals Sekretärin bei der Pariser Mordkommission, beginnt ihren wohlverdienten Ruhestand mit einer Musikreise in die Provence. Doch das Konzert, auf das sie sich so gefreut hat, fällt ...

Florence Beaumarie, ehemals Sekretärin bei der Pariser Mordkommission, beginnt ihren wohlverdienten Ruhestand mit einer Musikreise in die Provence. Doch das Konzert, auf das sie sich so gefreut hat, fällt aus, weil der Dirigent unmittelbar vor der Aufführung ermordet wird. Es soll nicht bei diesem einen Toten bleiben. Florence lässt sich erfreut in die Ermittlungen mit einbeziehen und den Leser erwartet ein beschaulicher Urlaubskrimi mit dem wunderbaren Flair der provenzalischen Landschaft, wobei Florence eine erfrischend natürliche Frau ohne Spleens ist. Ja, sie scheint sogar recht attraktiv zu sein, denn nicht nur ein älterer Herr macht ihr Avancen und eine kleine Liebelei rundet die Handlung gekonnt ab.
Brigitte Carlsen ist mit ihrem charmanten Timbre die ideale Besetzung als Sprecherin. Genauso stellt man sich Florence vor.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Geheimdienstler in Rente suchen einen Mörder

Der Sommermordclub
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Die Beteiligten aus dem vorangegangenen Wintermordclub treffen sich diesmal in der Gegend von Neapel. Der unschuldig verurteilte Drogenboss, den sie im Winter rehabilitieren konnten, lädt sie für eine ...

Die Beteiligten aus dem vorangegangenen Wintermordclub treffen sich diesmal in der Gegend von Neapel. Der unschuldig verurteilte Drogenboss, den sie im Winter rehabilitieren konnten, lädt sie für eine luxuriöse Woche in seine Villa ein. Der Urlaub beginnt unglücklicherweise sofort mit einem Mord. Da alle Gäste im Vorfeld schon anonyme Morddrohungen erhalten haben, setzen sie sich in gewohnter Manier zusammen, um mit vereinten Kräften den Täter zu stellen.
Diesmal macht es der Autor dem Leser einfacher, die einzelnen Geheimdienstler a.D. auseinanderzuhalten. Man verliert nicht den Überblick, obwohl allein schon durch die Anzahl der Hausangestellten ein ganz schön großer Personenkreis zustande kommt.
Die herrliche italienische Landschaft, köstliches Essen und die lebendige Lebensart der Landsleute werden gut beschrieben, aber der Kriminalfall zieht sich hin wie Kaugummi, auch wenn die Auflösung eine gewisse Überraschung birgt. Es ist halt ein Rentnerkrimi, und es gibt bessere in der Art. Wer CosyCrime mag, der wird ihn dennoch genießen.

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