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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2024

nicht packend

Tode, die wir sterben
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Das Cover lässt wenig Rückschlüsse auf den Inhalt zu.
Es geht um ein neues Ermittlerduo, das einen Mord an einem ausländischen Kind aufklären soll. Beide Kommissare müssen sich nach Schicksalsschlägen ...

Das Cover lässt wenig Rückschlüsse auf den Inhalt zu.
Es geht um ein neues Ermittlerduo, das einen Mord an einem ausländischen Kind aufklären soll. Beide Kommissare müssen sich nach Schicksalsschlägen mehr oder minder neu bewähren.
Da es ein gezielter Kopfschuss war, geht man allgemein von Bandenkriminalität aus. Die Zeitungen greifen den Fall eifrig auf. Sie schüren die Angst vor einem Killer, der Jagd auf Migranten macht.
Die Kommissare Nordh und Karhuu dagegen verfolgen eine andere Spur, die nach Russland führt. Doch ihre Argumente bleiben ungehört.
Eigentlich gefällt mir der Plot sehr gut. Die Thematik ist immer aktuell, sowohl Bandenkriege als auch Ausländerhass. Die beiden Ermittler haben selbst an ihrer Vergangenheit zu knabbern, wodurch sie hoch motiviert an die Arbeit gehen. Es prallen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander, die sich zusammen jedoch wunderbar ergänzen. Keiner will wahrhaben, was die beiden herausgefunden haben. Da es für den Leser allerdings plausibel ist, steigt die Spannung, wie der Fall dann doch noch zu einem guten Ende kommen kann.
Leider konnte mich dieser Thriller nicht so recht fesseln. Ich vermute, es liegt daran, dass ich die Hörbuchversion hatte. Es fiel mir schwer, die zum Teil komplizierten Namen auseinander zu halten, auch wenn Thomas Schmuckert den Text hervorragend einliest.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

OWL

Das kuriose Ostwestfalen Buch
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Bernd Gieseking widmet hier seiner ostwestfälischen Heimat ein ganzes Buch. Nachdem er zwischenzeitlich andere Wohnorte getestet hat, kann er nun mit seiner Heimkehr Altgewohntes mit neuem Blickwinkel ...

Bernd Gieseking widmet hier seiner ostwestfälischen Heimat ein ganzes Buch. Nachdem er zwischenzeitlich andere Wohnorte getestet hat, kann er nun mit seiner Heimkehr Altgewohntes mit neuem Blickwinkel betrachten. Seine Erkenntnisse teilt er nun gerne einer breiteren Leserschaft mit, wobei er ein Zwinkern im Auge hat und alles von der humorvollen Seite sieht. Seine Themen sind breit gefächert von Mundart über Lukullisches bis hin zur ostwestfälischen Prominenz.
Mich selbst hat dieses Buch nicht so angesprochen, unter anderem auch, weil ich viele Leute aus dem öffentlichen Leben, die hier zu Worte kommen, leider gar nicht kenne. Aber sicher werden Ostwestfalen ganz begeistert darin lesen und ganz vorsichtig dabei schmunzeln.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Erbschleicher

Südbahn nach Triest
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Inspector Zabini konnte sich ein paar Tage freinehmen, um mit seiner Luise und deren Sohn Gerwin nach Wien zu fahren. Er war noch nie in der Landeshauptstadt und genießt die Zeit in vollen Zügen. Die Wiener ...

Inspector Zabini konnte sich ein paar Tage freinehmen, um mit seiner Luise und deren Sohn Gerwin nach Wien zu fahren. Er war noch nie in der Landeshauptstadt und genießt die Zeit in vollen Zügen. Die Wiener Polizei bittet ihn um Mithilfe bei einem Mordfall, bei denen Verdächtige aus Triest kommen. Die Zusammenarbeit wird auch nach Ende des Urlaubs fortgesetzt, weil weitere Morde in und um Triest geschehen, die einen Bezug zur Wiener Toten haben.
Wieder einmal versetzt der Autor Günter Neuwirth mit seinem hinreißend antiquierten Schreibstil, der so treffsicher den Ton der Jahrhundertwende wiedergibt, seine Leser in die Vergangenheit. Die Dialoge sind verschwurbelt vor lauter Ehrerbietung, das Lebensgefühl immer noch frauenfeindlich und mittendrin Zabini mit seinen modernen Methoden und fast schon ketzerisch zu nennenden Ansichten. Es ist eine Freude, ihn bei der Arbeit zu erleben, auch wenn der Mordfall diesmal weniger ausgeklügelt war als bei den Vorgänger-Bänden. G. Neuwirth liebt das Fabulieren. Auch das muss man als Leser mögen, denn gerade alles, was mit Technik zu tun hat, wird seitenlang und detailgenau geschildert. Da aber auch die Handlungsorte mit genau der gleichen Sorgfalt beschrieben werden, ergibt sich ein sehr genaues Bild der Lebensverhältnisse.
Sicher ist es nicht das letzte Buch aus der Zabini-Reihe, hoffe ich zumindest.

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Veröffentlicht am 26.07.2024

winterliches Venedig

Die Medici-Morde
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Der verwitwete Archivar Arnold und die toughe Commissaria Valentina rekapitulieren die letzten Tage und Stunden des alternden TV-Stars Marmaduke Godolphin. Dieser wurde sehr tot, weil erstochen, aus Venedigs ...

Der verwitwete Archivar Arnold und die toughe Commissaria Valentina rekapitulieren die letzten Tage und Stunden des alternden TV-Stars Marmaduke Godolphin. Dieser wurde sehr tot, weil erstochen, aus Venedigs Kanälen gefischt. Eigentlich wollte Marmaduke (was für ein Name!) mit einer historischen Weltsensation seiner TV-Karriere neuen Schwung verleihen. Deswegen ist er mit seinem eingespielten Team zum Karneval in Venedig eingetroffen. Hier ist er in gewohnt rücksichtsloser Manier mit allen umgesprungen. Anscheinend hat er den Bogen diesmal überspannt und bezahlte dafür mit seinem Leben.
Arnold erzählt auf dem Kommissariat pingelig genau (man erwartet so einen Erzählstil geradezu von einem Archivar) von seinen Tätigkeiten für den Toten und allen Erlebnissen, die er in der kurzen Zeitspanne gesehen hat. Der Leser fühlt sich ins winterliche Venedig hineinversetzt, denn viele verwinkelte Gassen und Plätze werden vor dem inneren Auge lebendig, und gerne begleitet man die Protagonisten dann zum Essen in eine Bar.
Das Flair ist einfach wunderbar, aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz, auch wenn sich der Erzähler viel Zeit lässt, um auf den Punkt zu kommen.
Ein wunderbarer klassischer und anspruchsvoller Krimi, vor allem für Venedig- und für Geschichtsfans.

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Veröffentlicht am 26.07.2024

Der Nachtmahr

One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
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Im Königreich Blunder darf nur Magie benutzen, wer die entsprechenden Magiekarten besitzt. Elspeth Spindle hat durch eine Infektion im Kindesalter magische Fähigkeiten erhalten, die sie nun seit mehr als ...

Im Königreich Blunder darf nur Magie benutzen, wer die entsprechenden Magiekarten besitzt. Elspeth Spindle hat durch eine Infektion im Kindesalter magische Fähigkeiten erhalten, die sie nun seit mehr als 11 Jahren vor der Umwelt verbirgt. Denn Kinder wie sie werden auf Geheiß des Königs in den Kerker geworfen und nach Belieben getötet.
Auf einem Fest des Königs kommt Elspeth in Kontakt mit dem Hauptmann der Reiterstaffel, Rawyn Yew, der sie in seinen Bann zieht und sie samt ihrer Fähigkeiten rekrutiert, um den grausamen König zu stürzen.
Diese Romanze, die sich jetzt zwischen den beiden entwickelt, wird wohl dosiert geschildert. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, auch wenn die beiden Akteure sehr sympathisch sind, und der Leser ihnen ein Happy End herbeisehnt.
Das Augenmerk liegt auf den geheimnisvollen Magiekarten, die Rawyn und seine Verbündeten finden müssen, um an die Macht zu kommen. Jede Karte steht für eine andere magische Kraft und die Autorin beweist viel Fantasie, diese in spannenden Situationen zu schildern.
Es handelt sich bei diesem Roman um eine Dilogie. Dieser erste Teil ist in sich abgeschlossen, birgt aber dennoch einen raffinierten Cliffhanger. Man will einfach wissen, ob sich die Prophezeiungen erfüllen werden, und ob das Gute über das Böse siegen wird. Zum Glück muss man nicht mehr so lange auf den Abschlussband warten.

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