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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2026

sehr romantisch

A Curse of Shadows and Ice
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Ein zauberhaftes und ausdrucksstarkes Cover, das sofort ins Auge fällt und perfekt den Bezug zur Geschichte herstellt, mit dem Schloss im ewigen Winter als stimmungsvollem Mittelpunkt. Die Geschichte ist ...

Ein zauberhaftes und ausdrucksstarkes Cover, das sofort ins Auge fällt und perfekt den Bezug zur Geschichte herstellt, mit dem Schloss im ewigen Winter als stimmungsvollem Mittelpunkt. Die Geschichte ist eine Nacherzählung von Die Schöne und das Biest, jedoch auf eine ganz eigene, sehr romantische Art umgesetzt.

König Felix steht unter einem Fluch, und ein magischer Spiegel zeigt ihm die Frau, Arabella, deren Liebe ihn erlösen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, zwingt er die Königstochter zur Heirat. Trotz dieser schwierigen Ausgangssituation entwickelt sich Arabellas Leben zunächst zum Besseren. Während sie zuvor von ihrem Vater und dessen Hofstaat schlecht behandelt wurde, wird sie nun von Felix Gefolge herzlich aufgenommen.

Besonders hervorzuheben ist Felix Verhalten gegenüber Arabella. Er begegnet ihr von Anfang an mit großem Respekt und versucht ehrlich ihre Liebe zu gewinnen, anstatt sie ihr aufzuzwingen. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich glaubwürdig und einfühlsam.

Der Schreibstil ist mitreißend, und durch die wechselnden Perspektiven von Felix und Arabella entsteht eine intensive Nähe zu beiden Figuren. Die Geschichte ist sehr romantisch, stellenweise auch etwas spicy, jedoch auf eine angenehme und stimmige Weise.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Erklärung des Fluchs gegen Ende, die nicht ganz klar und ausführlich dargestellt ist. Daher gibt es nicht die volle Punktzahl, dennoch ist es insgesamt eine sehr schöne und empfehlenswerte Geschichte.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Politischer Roman über den Jugoslawienkrieg

Alma
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Das sommerliche Cover und der Klappentext von „Alma“ versprechen ein Eintauchen in das schöne Triest, wo die Protagonistin aufgewachsen ist. Diese Erwartung wird jedoch nur teilweise erfüllt.

Die Autorin ...

Das sommerliche Cover und der Klappentext von „Alma“ versprechen ein Eintauchen in das schöne Triest, wo die Protagonistin aufgewachsen ist. Diese Erwartung wird jedoch nur teilweise erfüllt.

Die Autorin taucht sehr tief in Almas Gefühlswelt ein. Man begleitet sie durch eine Kindheit in dem unordentlichen Haushalt ihrer Mutter, der wenig Struktur bietet, und einem Vater, der nur sporadisch anwesend ist. Seine geheimnisvollen Tätigkeiten in Jugoslawien werfen immer wieder Fragen auf. Auch der Junge aus Belgrad, den er mitbringt und der wie ein Bruder mit Alma aufwächst, ist eine interessante Figur.

Allerdings bleiben Ort und Zeit oft unklar, vieles wirkt schwammig und nicht ganz greifbar. Vor allem ist es nicht der Roman, den man anhand von Cover und Beschreibung erwartet. Statt einer atmosphärischen Geschichte über Triest entwickelt sich das Buch in eine stark politische Richtung. Ohne Vorkenntnisse zum Jugoslawienkrieg fällt es schwer, alles vollständig zu verstehen, sodass man sich nebenbei erst mit den historischen Hintergründen beschäftigen muss.

Trotz der schönen, stellenweise poetischen Sprache konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen. Meine Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Mystisch

Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi
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Moorgold ist mein erster Krimi dieser Autorin, und das geheimnisvolle Cover mit den Goldstücken hat sofort meine Neugier geweckt.
Im Mittelpunkt steht die Kommissarin Annalena Krest, die nicht nur einen ...

Moorgold ist mein erster Krimi dieser Autorin, und das geheimnisvolle Cover mit den Goldstücken hat sofort meine Neugier geweckt.
Im Mittelpunkt steht die Kommissarin Annalena Krest, die nicht nur einen komplexen Fall lösen muss, sondern auch privat als Alleinerziehende mit einigen Herausforderungen kämpft. Da ihr Chef aktuell beurlaubt ist, sucht sie immer wieder seinen Rat, was ihrer Figur eine persönliche, aber auch etwas unselbständige Note gibt.
Der Fall selbst beginnt spannend: Ein Leierkastenmann wird ermordet, und auch sein Sohn gerät ins Visier unbekannter Täter. Gleichzeitig gibt es Verbindungen zu einem Jahre zurückliegenden Verschwinden eines Schatzsuchers jenseits der Grenze. Die Verknüpfung der Ereignisse ist grundsätzlich interessant, und Annalenas Alleingänge sorgen stellenweise für brenzlige Situationen.
Allerdings nehmen die zahlreichen Sagen und Legenden rund um vergrabene Schätze einen sehr großen Raum ein. Das wirkt mit der Zeit etwas zu ausufernd und bremst die Handlung spürbar aus. Insgesamt fehlt der Geschichte dadurch das Tempo, und auch das Ende kommt eher abrupt und wenig ausgearbeitet daher.
Das Erzgebirge wird sehr düster und geheimnisvoll dargestellt, vielleicht etwas zu sehr, denn es wirkt stellenweise überzeichnet.
Insgesamt eine interessante Idee mit sympathischer Hauptfigur, aber für meinen Geschmack zu wenig Spannung und ein etwas unausgewogener Erzählfluss. Daher knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Ein zauberhafter Schwan

Verrat der Schwäne
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Verrat der Schwäne von A. B. Poranek ist ein atmosphärischer Fantasyroman, der mich insgesamt gut unterhalten hat, auch wenn er kleine Schwächen zeigt.
Das Cover ist auf den ersten Blick kein typischer ...

Verrat der Schwäne von A. B. Poranek ist ein atmosphärischer Fantasyroman, der mich insgesamt gut unterhalten hat, auch wenn er kleine Schwächen zeigt.
Das Cover ist auf den ersten Blick kein typischer Hingucker, passt aber im Nachhinein betrachtet erstaunlich gut zur Geschichte und ihrer Stimmung. Im Mittelpunkt steht Odile, ein Waisenkind mit magischen Fähigkeiten, das vom Zauberer und Theaterdirektor Regnault aufgezogen wurde. Ihre Beziehung zu ihm ist von Gehorsam und Angst geprägt. Sie führt seine Befehle ohne zu hinterfragen aus, selbst wenn es bedeutet, für ihn zu stehlen.
Die Handlung nimmt Fahrt auf, als Odile darauf vorbereitet wird, die magische Königskrone zu stehlen, um die Magie im Land wieder zu befreien. Besonders spannend wird es durch den Konflikt mit ihrer ehemaligen Freundin Marie, die inzwischen zur Feindin geworden ist und die in einen wunderschönen Schwan verwandelt wird. Ab diesem Punkt entwickelt sich die Geschichte zunehmend komplexer, vor allem als Regnault mehr und mehr sein wahres Gesicht zeigt.
Die Atmosphäre ist dicht und teilweise düster, was gut zur Thematik passt. Die Figuren, insbesondere Odile, sind interessant angelegt und ihre innere Zerrissenheit wird nachvollziehbar dargestellt. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Tiefe oder Tempo gewünscht.
Besonders hervorheben möchte ich auch das Hörbuch: Es wird hervorragend von Rebecca Veil gelesen. Sie verleiht den Figuren viel Ausdruck und bringt die Stimmung der Geschichte sehr gut rüber, sodass das Zuhören wirklich Spaß macht.
Insgesamt ein gelungener Fantasyroman mit einer spannenden Grundidee, starken Motiven und einer besonderen Stimmung. Auch wenn nicht alles perfekt ist: verdiente 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Wie ein riesiger Escaperoom

Darkly
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Darkly von Marisha Pessl hat mich als Hörbuch insgesamt sehr gut unterhalten. Ein klares Vier-Sterne-Erlebnis.

Die Geschichte rund um Dia, die ein Praktikum bei einem legendären Online Spiele Entwickler ...

Darkly von Marisha Pessl hat mich als Hörbuch insgesamt sehr gut unterhalten. Ein klares Vier-Sterne-Erlebnis.

Die Geschichte rund um Dia, die ein Praktikum bei einem legendären Online Spiele Entwickler bekommt, ist von Anfang an spannend aufgebaut. Die Spiele der Firma haben Kultstatus und die seltenen Erstausgaben sind Millionen wert, aber die mysteriöse Erfinderin Veda ist schon lange verschwunden. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen reist Dia auf eine abgelegene Insel, wo sie Schritt für Schritt komplexe und teils lebensgefährliche Rätsel lösen müssen. Das Ganze fühlt sich an wie ein riesiger Escaperoom und bleibt durchgehend packend.

Die Plot Idee ist wirklich hervorragend und hebt sich angenehm von typischen Jugendthrillern ab. Besonders das methodische Vorgehen beim Rätsellösen hat mir gut gefallen.

Als Hörbuch hatte ich allerdings gelegentlich Schwierigkeiten den Überblick zu behalten. Die vielen Figuren, und vor allem die trickreichen Handlungsorte, waren für mich akustisch nicht immer leicht nachzuvollziehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Ganze als Printversion noch besser funktioniert hätte.

Ein großes Plus ist die Sprecherin Nina Reithmeier. Mit ihrer jugendlichen und lebendigen Stimme bringt sie die Atmosphäre und die Figuren wirklich perfekt zur Geltung.

Fazit ein originelles spannendes Hörbuch mit kleinen Schwächen in der Übersichtlichkeit, aber definitiv hörenswert. Vier von fünf Sternen.

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