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Veröffentlicht am 11.11.2022

Wikinger als Siedlungspioniere

Catan
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Das Buch zum Spiel!
Nun ja, ich kenne das Spiel nicht, aber vom Allgemeinwissen her ist mir bekannt, dass die Wikinger rauhe Burschen waren, die das Kämpfen liebten, ihre nordischen Götter verehrten und ...

Das Buch zum Spiel!
Nun ja, ich kenne das Spiel nicht, aber vom Allgemeinwissen her ist mir bekannt, dass die Wikinger rauhe Burschen waren, die das Kämpfen liebten, ihre nordischen Götter verehrten und auf ihren Beutezügen Menschen, mit Vorliebe Angelsachsen, raubten und versklavten.
Hier haben wir die Hauptpersonen Thorolf, Yngvi und Digur, die wegen eines frechen Brautraubs von ihrem Vater auf sieben Jahre in die Verbannung geschickt werden. Ihnen schließen sich noch viele Menschen an, als sie hören, dass die Brüder per Schiff die sagenhafte Insel Catan im Süden finden und dort eine Kolonie gründen wollen.
Im Verlauf der Handlung lernt man die Hauptpersonen gut kennen und kann verstehen, wie sie sich verhalten, als endlich das ersehnte Land in Besitz genommen werden kann. Schnell gibt es Konflikte innerhalb der verschiedenen Gesellschaftsschichten. Nach einem Jahr wollen sie unter sich einen Fürsten wählen, der wie in der Wikingerheimat das Volk mit starker Hand regieren soll. Doch hat sich nach einem Jahr die Geisteshaltung vieler Leute geändert. Die christliche Religion ist im Vormarsch. Damit verbunden sind Gleichheit und Freiheit aller Menschen, während es in alter Wikingertradition Gesinde, Unfreie und Sklaven gibt, die der herrschenden Klasse zu dienen haben. 
Nach dem spannenden Anfang, als Thorolf seine Braut entführt und nach der hinterhältigen Attacke des rachsüchtigen Brautvaters flaut die Spannung schnell ab. Es wird vom Alltagsleben der (vielen!) Personen erzählt: wie man in einem fremden Land Fuß fassen kann, wer wen heiraten möchte und welche Schwierigkeiten es zu bewältigen gilt. Schade, hier fehlt für mich der Pep.
Der Sprecher des Hörbuches ist leider auch mehr ein Vorleser als ein Schauspieler, der sich in die Charaktere hineindenken kann.
Band zwei hat also noch deutlich Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 11.11.2022

Das Märchen von der Meerjungfrau

Die Meerjungfrau von Black Conch
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Black Conch ist eine kleine Insel in der Karibik. Hier hat der Fischer David bei seiner Arbeit die zauberhafte Begegnung mit einer Meerjungfrau. Er fährt nun täglich zu dieser Stelle und ist fasziniert ...

Black Conch ist eine kleine Insel in der Karibik. Hier hat der Fischer David bei seiner Arbeit die zauberhafte Begegnung mit einer Meerjungfrau. Er fährt nun täglich zu dieser Stelle und ist fasziniert von diesem unbekannten Wesen. Die Idylle findet ein unschönes Ende, als reiche Amerikaner diese Meerjungfrau beim Wettangeln an den Haken kriegen und als Beute nach Hause schleppen wollen. David kann das Mädchen retten. In seiner Hütte verwandelt es sich wieder in eine Frau zurück und zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, schöne Liebesgeschichte, die auch mit magischen Elementen versehen ist.
Doch eine intrigante, missgünstige Nachbarin holt die tumben Amerikaner zurück, die auf ihr Recht auf den damaligen Fang pochen. Obwohl sie mit eigenen Augen sehen können, dass eine schöne junge Frau vor ihnen steht, sind sie nur auf Profit aus.
Insgesamt erfährt man hier viel über die Lebensart und die Mentalität der Menschen in der Karibik. Es gibt gute und schlechte Charaktere, vor allem aber ebbt der Hass auf die Kolonisation auch noch nach Generationen nicht ab. 
Dies ist ein Märchen, das den Leser entschleunigt. Es ist poetisch und spannend zugleich, vor allem aber bittersüß. Die Sprache der Autorin ist stark gewöhnungsbedürftig. Ich bin noch hin und her gerissen, ob sie nicht trotzdem oder gerade deswegen den Reiz dieser Geschichte ausmacht. Ich habe in einer anderen Rezension gelesen, dass sich die Fremdartigkeit in der Hörbuchversion verliert. Ich glaube, das ist ein guter Tipp.

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Veröffentlicht am 10.11.2022

wie immer gut

Herzschuss
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Wie immer ist Miesbach Ort des Geschehens. Der Politiker Gansel wird ermordet aufgefunden und vor allem der schlitzohrige Polizist Leo Kreuthner hatte das größte Tatmotiv: der Ermordete war mit Leos Jugendliebe ...

Wie immer ist Miesbach Ort des Geschehens. Der Politiker Gansel wird ermordet aufgefunden und vor allem der schlitzohrige Polizist Leo Kreuthner hatte das größte Tatmotiv: der Ermordete war mit Leos Jugendliebe verheiratet und behandelte sie schlecht. Nun hat Kommissar Clemens Wallner alle Hände voll zu tun, um den wahren Mörder dingfest zu machen. Leos Lügengespinste, in die er sich in gewohnter Manier immer tiefer verstrickt, machen die Sache nicht einfacher.
Es ist nie langweilig, sondern immer wieder schön, wenn man als Leser auf das herrliche Dreigespann Clemens-Leo-Manfred trifft. Clemens immer zugluftphob in dicke Daunen gehüllt, Leo hat immer ein krummes Ding am Laufen und Manfred, der 90-jährige Großvater, gibt mit seinen spleenigen Einfällen quasi das Sahnehäubchen auf die Handlung. Neu im Bunde ist die neue Leiterin der Dienststelle, die forsche Karla Tiedemann. Sie prescht in den ungünstigsten Momenten mit ihren Pressemitteilungen vor, aber in den nächsten Folgen sehe ich schon eine gute Zusammenarbeit voraus. Sie ist jung und attraktiv, was Clemens, dem Frauenversteher, schon längst aufgefallen ist.
Der Autor hat wieder einen tollen, humorigen Regionalkrimi verfasst, der sich auch ohne Vorkenntnisse der früheren Bände gut lesen lässt. Ein kleiner Tipp von mir: die Hörbuchversionen der Föhr-Krimis, gelesen von Michael Schwarzmaier, sind einfach nur genial. Einfach mal in die Hörproben reinlauschen!



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Veröffentlicht am 09.11.2022

Alltagstauglich und lecker

Rosa kocht vegan
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Endlich mal ein veganes Kochbuch, das mich überzeugt. Ich bin kein Veganer, muss aber regelmäßig für Gäste vegan kochen. Anregungen sind mir da immer willkommen.
Fast wie in einem Foodblog stellt uns Rosa ...

Endlich mal ein veganes Kochbuch, das mich überzeugt. Ich bin kein Veganer, muss aber regelmäßig für Gäste vegan kochen. Anregungen sind mir da immer willkommen.
Fast wie in einem Foodblog stellt uns Rosa Roderigo ihre Leibspeisen vor, immer aufgepeppt mit Fotos und Szenen aus ihrem Privatleben. 
Noch schöner sind die Fotos, die den Rezepten vorangehen. Es handelt sich dabei um richtig tolle Gerichte mit wenigen Zutaten (die zudem auch größtenteils einfach zu beschaffen sind), unkompliziert in der Zubereitung.
In meinen Augen ist das so eine Art Grundkochbuch für Vegan-Anfänger, ja sogar für Jugendliche ohne Kocherfahrung.
Einiges kannte ich schon, wie zum Beispiel diesen Fake-Mettigel, der so unglaublich echt wirkt und auch geschmacklich überzeugt (klar, ist natürlich kein Mett, aber dennoch lecker!).
Mir gefällt außerdem, dass sehr viele Gerichte ohne Tofu auskommen. Tofu liegt mir geschmacklich nicht, außerdem soll er ja auch nicht so gut für die Umwelt sein. 
Den Rezepten folgt oft ein Tipp, mit dem man dem Essen noch den letzten Pfiff geben kann. Zum Beispiel, dass man den Glasnudelsalat am nächsten Tag problemlos in die Pfanne hauen und er so wieder anders auf den Tisch kommen kann.
Spitzenköchen und Nahrungsmitteltüftlern möchte ich von diesem Kochbuch abraten. Das hier ist nicht Haute Cuisine, mit der man Eindruck schindet, sondern grundsolide Nahrung für jedermann, sättigend und gesund.

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Veröffentlicht am 09.11.2022

Tödlicher Blütenstaub

Die Dunkeldorn-Chroniken - Blüten aus Nacht
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Die Welt, in die uns die Autorin Katharina Seck versetzt, bezieht ihre Energie und auch ihre Magie aus dem Staub der Dunkeldorn-Blüten. Opal, die Heldin dieses Romans, arbeitet Tag für Tag unter Lebensgefahr ...

Die Welt, in die uns die Autorin Katharina Seck versetzt, bezieht ihre Energie und auch ihre Magie aus dem Staub der Dunkeldorn-Blüten. Opal, die Heldin dieses Romans, arbeitet Tag für Tag unter Lebensgefahr auf den Dunkeldorn-Plantagen. Nur knapp überlebt sie eine Katastrophe, die ihre Familie, ja die ganze Plantage, alle Mitarbeiter und ihr Heimatdorf zerstört. Eine Wissenschaftlerin bringt sie an die Universität in der Hauptstadt. Hier wird Opal wieder gesund und erhält Arbeit in den Laboren. Es eröffnet sich eine ganz neue Welt. Die Reichen leben im Überfluss, die Arbeiter müssen möglichst unsichtbar bleiben. Opal muss sich schnell in dem neuen System einfinden, auch hier ist es gefährlich. Vor allem weil sie schnell auch in die Mühlen von Intrigen gerät. Die Königsfamilie sucht nach Wegen, um größeren Einfluss zu gewinnen und sich gegen den Rat der Magier zu behaupten. Opal ist dem Königssohn schon aufgefallen, doch auch dessen Absichten bleiben im Dunkeln. Opal muss irgendwie hinter das Geheimnis der gefährlichen Blüten kommen, um ihren Weg zu finden. 
Was für eine extreme Welt tut sich dem Leser auf: Erst die wüstenähnlichen Plantagen, dann die grüne, wasserreiche Stadt. Die Autorin kann die Szenen sehr bildhaft schildern. Egal wo Opal sich befindet, immer droht eine Gefahr. Erst sind es nur die tödlichen Blüten, dann in der Stadt die tödliche Magie. Auch wenn der Blütenstaub für Wohlstand sorgt, so scheint er doch eine Saat des Bösen zu sein, denn die Menschen, die mit Hilfe der Dunkeldornen Magie bewirken können, sind gleichzeitig von Machtgelüsten besessen. Ihre Seelen sind abgrundtief böse, ohne menschliches Mitgefühl.
Ich musste das Buch in einem Rutsch durchlesen, weil ich so fasziniert war. Die Handlung ist zum Glück in sich abgeschlossen, aber dennoch freut man sich auf den Folgeband, der im Dezember erscheinen wird.

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