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Veröffentlicht am 13.02.2021

Kirmeskrimi

Zicke, zacke, tot
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Dieser Regionalkrimi hat mich in erster Linie enttäuscht!
Ich kann einen Lesestern vergeben, weil ich gut in die Handlung eingeführt worden bin und einen zweiten, weil die Atmosphäre (besonders im Festzelt) und ...

Dieser Regionalkrimi hat mich in erster Linie enttäuscht!
Ich kann einen Lesestern vergeben, weil ich gut in die Handlung eingeführt worden bin und einen zweiten, weil die Atmosphäre (besonders im Festzelt) und die zum Teil schrulligen Charaktere gut dargestellt wurden.
Leider kann mich die Handlung selbst nicht überzeugen. Die Hauptakteurin Karin ist eine vernachlässigte Ehefrau kurz vor den Wechseljahren, die sich blitzartig und unsterblich in einen schneidigen Brauereibesitzer verliebt. Sie hat zwar ein goldiges Herz, weil sie sich rührend um eine zänkische Außenseiterin kümmert und sich im Anschluss an deren Tod energisch auf die Suche nach dem Mörder begibt, aber ihr Denken und Handeln sowie ihre Argumentation ist doch eher auf dem Niveau von einem TKKG Kinderkrimi. Mich wundert es nicht, dass Karin mit ihren konfusen Anschuldigungen bei der Polizei kein Gehör findet. Aus eigener Dummheit kommt sie fast ums Leben. Für ihre Rettung allerdings hat sich die Autorin einen genialen Coup ausgedacht, der dennoch nicht ausreicht, um mich für das Buch zu begeistern.

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Veröffentlicht am 10.02.2021

Ein schlaues Kerlchen

Rabatz in Wabe 13
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Dieses Kinderbuch handelt von der kleinen vorwitzigen Bienenmade Maxi, die immer aus der Reihe tanzt. Sie ist neugierig und mutig, und vor allem sehr gerecht. Der Autor erzählt lebhaft vom Heranwachsen ...

Dieses Kinderbuch handelt von der kleinen vorwitzigen Bienenmade Maxi, die immer aus der Reihe tanzt. Sie ist neugierig und mutig, und vor allem sehr gerecht. Der Autor erzählt lebhaft vom Heranwachsen in der Wabe, von den Abenteuern und Erlebnissen mit ihren Geschwistern. Alle fiebern ihrem "Geburtstag" am 21. Lebenstag entgegen, genau wie Menschenkinder. Und nebenbei erfährt der kleine Leser Wissenswertes über das Bienenleben, das im Anhang dann noch einmal sachlich zusammengefasst wird. Das Ganze ist witzig illustriert. Gut gefallen hat mir das kräftige Schriftbild und die kurzen Kapitel. Der stabile Einband und das etwas stärkere Papier für die Seiten hält auch eine etwas robustere Handhabung durch Kinder aus. Schön, wie hier Sachwissen kindgerecht aufbereitet wird.

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Veröffentlicht am 03.02.2021

Mord auf Windsor Castle

Das Windsor-Komplott
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Skurrile Cosy-Crimes aus England liebe ich, diese Atmosphäre und ebenso die liebenswert schrägen Charaktere. Aus diesem Grund war ich voller Vorfreude auf "Das Windsor-Komplott".

Meine Erwartungen wurden ...

Skurrile Cosy-Crimes aus England liebe ich, diese Atmosphäre und ebenso die liebenswert schrägen Charaktere. Aus diesem Grund war ich voller Vorfreude auf "Das Windsor-Komplott".

Meine Erwartungen wurden auf angenehme Weise nicht erfüllt. Es ist auf grundsolide Art ein spannender Kriminalroman, in dem ein junger Russe bei einer Festivität auf Windsor Castle unter merkwürdigen Umständen sein Leben lässt. Die Spur führt zu Putin!!! So jedenfalls denkt und ermittelt der zuständige Beamte, aber die Queen hat so ihre Zweifel. Wie die Staatsmännin, die sie tatsächlich ist, dirigiert sie diskret im Hintergrund die Personen in die richtige Richtung, sodass zum Schluss der wahre Sachverhalt ans Tageslicht kommt. Der Ermittler heimst die Lorbeeren ein, und kein Mensch ahnt etwas vom Eingreifen der Queen.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass dieses Buch vom Spannungsgrad mit jedem normalen Krimi mithalten kann, und auch, dass die Figuren nicht überzeichnet worden sind. Die Handlung ist durchweg spannend, ja sogar anspruchsvoll. Auch die Figur der Königin ist jederzeit mit liebevollem Respekt dargestellt, wobei viele reale Eigenschaften und Begebenheiten in die Erzählung mit eingeflossen sind.

Kurz gesagt, ich bin begeistert.

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Veröffentlicht am 26.01.2021

Hannah

Hannahs Gefühl für Glück
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Diesen herzerwärmenden Roman sollte man möglichst in der Weihnachtszeit lesen. Das Cover bereitet den Leser schon auf die Handlung vor. Dieses einsame Mädchen im Schnee stellt sicherlich Hannah dar. Sie ...


Diesen herzerwärmenden Roman sollte man möglichst in der Weihnachtszeit lesen. Das Cover bereitet den Leser schon auf die Handlung vor. Dieses einsame Mädchen im Schnee stellt sicherlich Hannah dar. Sie wird von Eric, einem ehemaligen Polizisten, vor ihrem gewalttätigen Stiefvater gerettet und nun für ein paar Tage in Erics Familie untergebracht, bis sich eine richtige Pflegefamilie gefunden hat. Dabei ist Erics Familie selbst ein Problemfall, vor allem wegen der Mutter Ellie, der es, depressiv und antriebslos wie sie ist, nicht gelingt, die Familie zusammenzuhalten. Man muss natürlich zugeben, dass sie auch einen schwierigen Haushalt führt. Der demenzkranke Schwiegervater benötigt viel Aufmerksamkeit, ebenso der autistische Sohn Sammy. Sohn Danny ist mit seinen 14 Jahren sowieso im Brennpunkt der Pubertät, wo man ihm nichts recht machen kann. Eric und Ellie haben sich schon lange vorher auseinandergelebt. Und in dieses emotionale Desaster landet nun Hannah und gewinnt mit ihrer schüchternen Art alle Herzen. Wie ein Weihnachtswunder findet die Familie wieder zueinander.

Natürlich kann man sagen, dass das Buch kitschig ist. Aber es ist einfach schön zu lesen, wie dieses arme Kind doch noch sein Glück findet und wie die Erwachsenen ihre eingefahrenen Bahnen verlassen können. Was wäre es schön, wenn sich im wirklichen Leben alle Probleme so schnell lösen würden. Dem ist leider nicht so und deswegen ist so eine erfundene Geschichte vielleicht auch ein Stück Balsam für die Seele.

Ich hab das Buch jedenfalls gerne gelesen. Die Protagonisten sind alles andere als Klischees und jeder verändert sich auf seine Weise hin zum Guten. Die Story wird flüssig erzählt. Man mag gar keine Lesepause einlegen, so sehr ist man im Familienleben gefangen. Zum Glück ist die Handlung in sich abgeschlossen, es bleiben keine Fragen offen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.



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Veröffentlicht am 23.01.2021

enttäuschend

Das Verschwinden der Erde
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Ein wunderschönes Cover, ja sogar ein passendes Lesebändchen, neben einem vielversprechenden Klappentext verleiten gerne zum Lesen dieses Buches.

Es geht um zwei Mädchen, die spurlos auf der russischen ...


Ein wunderschönes Cover, ja sogar ein passendes Lesebändchen, neben einem vielversprechenden Klappentext verleiten gerne zum Lesen dieses Buches.

Es geht um zwei Mädchen, die spurlos auf der russischen Halbinsel Kamtschatka verschwinden. Das ist nur die Rahmenhandlung, denn eine Kette von Episoden reiht sich um dieses Ereignis, das nur zu Beginn und zum Ende des Buches erzählt wird. Die Episoden sind äußerst weitläufig untereinander und ebenso mit der Suche nach den Kindern verknüpft. Es geht in der Manier von Kurzgeschichten allesamt um Frauen, die in irgendeiner Form von Männern enttäuscht werden.

Als Leser bekomme ich keinen guten Eindruck von der russischen Lebensart dort auf Kamtschatka. Sind tatsächlich alle Männer dort trinkfeste Machos? Werden die Kinder quasi sich selbst überlassen, weil die Mütter arbeiten gehen? Hat diese Insel ein Rassismusproblem?

Außerdem frage ich mich, ob eine Amerikanerin (Julia Phillips), die ein paar Monate dort gelebt hat, genug von der Lebensweise versteht, um sie authentisch zu schildern. Zwar gefällt mir ihre elegante Schreibweise, aber von Kapitel zu Kapitel stören mich die offenen Enden mehr, die sich auch nach der letzten Seite nicht schließen wollen. Leider erhält man auch keine Informationen über die Motive des Entführers, auch nicht über die Zeit der Gefangenschaft der Kinder.

Dieser Roman wird allseits hochgelobt, und sicher hat er es auch verdient, aber für mich persönlich als Otto-Normal-Leser ist er ein Fehlgriff gewesen.

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