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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2024

toller Erstling

Das zweite Kind
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Vorneweg. Der Autor Marco de Franchi ist im realen Leben Hauptkommissar u.a. bei einer Spezialeinheit in Italien. "Das zweite Kind" ist sein erster Kriminalroman und er hat angeblich Erfahrungen aus seinem ...

Vorneweg. Der Autor Marco de Franchi ist im realen Leben Hauptkommissar u.a. bei einer Spezialeinheit in Italien. "Das zweite Kind" ist sein erster Kriminalroman und er hat angeblich Erfahrungen aus seinem Berufsleben verarbeitet. Also gehe ich davon aus, dass viele Details so der Wahrheit entsprechen und auch die polizeilichen Ermittlungen realistisch beschrieben werden.

Und nochmal vorneweg. Das Buch ist sicherlich nicht für jedermann geeignet, denn es geht um Kindesentführung, Missbrauch und Mord. Und auch Korruption und Bandenkriminalität spielen eine Rolle. Also durchaus harte Kost an vielen Ecken.

Mir haben besonders die zwei Hauptdarsteller gefallen - eine Frau und ein Mann - die ihre Ecken und Kanten und schwarzen Flecke in der Vergangenheit - und Gegenwart - haben. Die Arbeit an dem Fall, bzw. eher den Fällen, schreitet mal langsam mal schnell voran. Darauf muss man sich einlassen, denn so machte es für mich auch Sinn. Ein vorläufiger Erfolg entlarvt sich als Spitze des Eisberges. Ich war sehr angetan für diesem Krimi und würde gerne mehr von diesem Autor lesen. Ich mochte auch das italienische Setting.

Veröffentlicht am 03.11.2024

Fabelwesen entdecken

Verborgene Fabelwesen der Meere
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Da ich ja schon den ersten Band "Fast verschwundene Fabelwesen" einfach toll fand, musste ich natürlich auch "Verborgene Fabelwesen der Meere" erwerben. Auf den ersten Blick ist es ein Buch, in dem seltsame ...

Da ich ja schon den ersten Band "Fast verschwundene Fabelwesen" einfach toll fand, musste ich natürlich auch "Verborgene Fabelwesen der Meere" erwerben. Auf den ersten Blick ist es ein Buch, in dem seltsame mystische Wesen erforscht werden. Gibt es sie wirklich? Wo leben sie? Was hat es mit ihnen auf sich? Konstantin O. Boldt ist wieder auf einer Expedition durch die Welt und sucht nach den Wesen und nach Wahrheit und Klarheit. Diese Reise ist natürlich eine phantastische. Aber erzählt wird sie, als wäre sie real. Wie die Reise zum Mittelpunkt der Welt von Jules Verne. So mutet dieses Buch an. Und dabei hat es einige wunderbare Zeichnungen zu bieten. Schon wegen denen möchte man das Buch haben, durchblätter und genießen. Ich könnte es mir auch gut als Märchenbuch für Kinder vorstellen.

Ein hochwertig gemachtes phantastisches Buch.

Veröffentlicht am 03.11.2024

Überraschungshit

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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Eigentlich bin ich durch das Cover und den Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Da haben der Verlag und der Autor schon mal alles richtig gemacht. Dann dachte ich, eine leicht depressive Story und ein ...

Eigentlich bin ich durch das Cover und den Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Da haben der Verlag und der Autor schon mal alles richtig gemacht. Dann dachte ich, eine leicht depressive Story und ein Roadmovie, das hört sich nach meinem Geschmack an und deshalb habe ich zugegriffen.

Asher Hunter hat ein Problem. Seine Mutter ist bei einem Autounfall gestorben und es nervt ihn, dass ihn alle therapieren wollen. Dass alle wollen, dass er damit fertig wird. Dass er drüber hin weg kommt. Aber - sein Name ist Programm - er möchte eigentlich nur den Fahrer des Unglückswagens um die Ecke bringen.

Er landet in diversen Selbsthilfegruppen, lernt unterschiedlichste Leute kennen, die aus unterschiedlichsten Gründen verzweifelt über einen Verlust sind. Und während er sich ihnen öffnet - und sie sich ihm. Und während er den mutmaßlichen Mörder seiner Mutter jagt, wird er ganz leise geheilt von Wut und Zorn.

Was für eine schöne Geschichte. Eingebettet in eine fast schnodderige Sprache ist es ein Roman, der mehr transportiert, als man im ersten Augenblick meinen möchte. Ein Überraschungshighlight.

Veröffentlicht am 03.11.2024

typischer Grangé

Blutrotes Karma
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Vorsicht, wo Grangé drauf steht, ist in aller Regel auch Grangé drinnen.
Hurra, endlich wieder die volle Ladung Grangé.

Was stimmt denn nun? Natürlich beides gleichermaßen.

Obwohl die Story in den 1960er ...

Vorsicht, wo Grangé drauf steht, ist in aller Regel auch Grangé drinnen.
Hurra, endlich wieder die volle Ladung Grangé.

Was stimmt denn nun? Natürlich beides gleichermaßen.

Obwohl die Story in den 1960er Jahren spielt und dadurch ein paar Eigenheiten hat, wie der, dass es kein Handy und überhaupt nur spärlich Technik gibt, so ist das Rezept doch ein bekanntes. Es wird eine Leiche gefunden. Eine junge Frau in Yogapose. Ihr Freund Herve will sich nicht auf die regulären Ermittlungen verlassen und beginnt mit seinem Halbbruder, der auch Polizist ist, selbst Nachforschungen anzustellen. Doch bald gibt es ein weiteres Opfer. Wieder eine Bekannte von Herve und langsam wird klar, dass er die herausragende Gemeinsamkeit ist. Aber auch das Yoga gibt erste Hinweise. Die Jagd nach der Wahrheit un dem Täter führt also auch nach Indien. Jede Menge Spirituelles und Rituelles, eine dicke Dosis Religion. Dazu heftige Szenen mit derber Brutalität. Das muss man mögen. Das darf einen nicht abschrecken.

Manchmal hätte ich mir ein wenig die feste Hand der Korrektur gewünscht um allzu ausufernde Umwege und Übertreibungen einzudämmen. Aber auch damit arbeitet Grangè einfach gerne.

Also ein typischer Roman für diesen französischen Autor. Ich kann ihn Fans und solchen, die es mal wagen wollen empfehlen.

Veröffentlicht am 03.11.2024

nette Fantasy

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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"Silent Secrets" liegen unter der Stadt Paris. Niemand der Normalsterblichen ahnt, dass die Weltenbibliothek tief drunten ruht und deren Fortbestand und deren Vollständigkeit das Gleichgewicht der Menschenwelt ...

"Silent Secrets" liegen unter der Stadt Paris. Niemand der Normalsterblichen ahnt, dass die Weltenbibliothek tief drunten ruht und deren Fortbestand und deren Vollständigkeit das Gleichgewicht der Menschenwelt bestimmen.

Im Prolog erfährt man, dass Remy bei einem Unfall ihre ganze Familie verliert. 19 Jahre später treffen wir sie im Schoße ihrer Ziehfamilie. Glücklich und zufrieden, unwissend wer sie wirklich ist, aber mit einem Summen in ihrem Kopf und einer Idee, dass da noch mehr ist. Dann trifft sie einen jungen Mann und der ist aus der unteren Welt. Ein Beschützer der Bibliothek, der in ihr die eine erkennt, die wichtig ist für den Fortbestand von allem. Und Remy wird in ein Abenteuer hineingeschleudert.

Den Anfang der Geschichte und auch die Charakter fand ich sofort sehr ansprechend. Auch der Erzählstil ist gut lesbar. Er passt zu jungen Leuten ohne zu profan zu wirken.

Ohne zu viel zu verraten ist es dann so eine Art Schnitzeljagd, die sich entspinnt. Das ist unterhaltsam aber ein wenig krankte die Story für mich daran, dass sie keine großen Alleinstellungsmerkmale und keine große Überraschungen bereit hält.

Nette Story, nette Leute. Mal schauen, ob Teil 2 da noch etwas zulegt.