"Das Ende von gestern ist der Anfang von morgen" ist nicht mein erste Buch von Kathinka Engel. Ich wusste also schon, dass die Autorin einen sehr angenehmen Erzählstil hat, dass man schnell an die Figuren ...
"Das Ende von gestern ist der Anfang von morgen" ist nicht mein erste Buch von Kathinka Engel. Ich wusste also schon, dass die Autorin einen sehr angenehmen Erzählstil hat, dass man schnell an die Figuren rankommt und dass es kein seichtes Liebessüppchen ist, das sie in ihren Büchern köchelt auch wenn Zuneigung und Liebe natürlich auch hier im Leben der Akteure eine Rolle spielen. Aber wie der gut gewählte Buchtitel schon andeutet geht es um zwei Frauen auf unterschiedlichen Zeitebenen, die ihr altes Leben und auch ihre alten Einstellungen und Ansicht ablegen und aus unterschiedlichen Gründen und auf unterschiedliche Art und Weise zu sich selbst und einem neuen selbstbestimmten zuversichtlichen Leben finden. Der Kern dieser beiden Geschichten ist es, der mich besonders berührt hat. Die Entwicklung der Frauen geht einerseits mit einem großen Bruch los, aber andererseits auch ganz leise im tiefsten Inneren. Das hat die Autorin wirklich gut hingebracht, dass man als Leser gerne und gespannt folgt und das Gefühl hat, eine dicke Portion Realität steckt hinter all dem.
Hervorheben muss ich noch, das ich kein Fan bin von Büchern mit zwei Handlungssträngen in verschiedenen Zeitebenen. Viel zu oft ist ein Strang spannend und der andere für mich nur nerviges Beiwerk. Das ist hier ganz und gar nicht so. Beide Storylines funtionieren perfekt und werden so schön miteinander verstrickt, dass ein unglaublicher Lesesog entsteht.
Dicke Leseempfehlung für dieses tolle Buch.