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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2025

Alptraum-Retreat auf der Schäreninsel

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Ihren Urlaub verbringt die Stockholmer Kommissarin Maya Topelius auf einer abgelegenen Schäreninsel zusammen mit ihrer besten Freundin in einem Yoga-Retreat. Doch bereits nach dem ersten Abend wird ein ...

Ihren Urlaub verbringt die Stockholmer Kommissarin Maya Topelius auf einer abgelegenen Schäreninsel zusammen mit ihrer besten Freundin in einem Yoga-Retreat. Doch bereits nach dem ersten Abend wird ein Toter gefunden und Maya ist schnell klar, es handelt sich um Mord. Ihr Kollege Pär kommt auf die Insel und sie vereinbaren, dass Maya Undercover ermitteln soll.
Gefallen hat mir der Hinweis auf ein Glossar gleich im Vorwort, so konnte ich die Bedeutung der verwendeten schwedischen Wörter nachschlagen.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und die Autorin hat min dem 2. Teil um die sympathische Ermittlerin mit der idyllischen Schären-Landschaft ein tolles Setting geschaffen.
Nur leider wollte sich in der Story keine wirkliche Spannung aufbauen. Die Idee Maya Undercover arbeiten zu lassen, war ja nicht schlecht, aber im Verlauf etwas unglaubwürdig verarbeitet. Außerdem waren die Ermittlungen nicht besonders fesselnd, denn die Passagen mit Mayas Vergangenheit und dem gegenwärtigen Streit mit Emely nehmen zu viel Raum ein und auch nicht wirklich dramatisch. Hinzu kommt noch ein Sturm, sodass niemand die Insel verlassen kann, was als Spannungsmacher nichts Neues ist.
Die unerwartete Wendung und Auflösung zum Schluss haben mich zwar ein bisschen versöhnt, aber ich glaube nicht, dass ich die Serie weiterverfolge, deshalb kann ich nur 2,5 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Toller Auftakt

Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
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Die fünf Fürstentümer von Prismeï veranstalten jedes Jahr Jagdspiele auf der Insel Arc-en-ciel. Aus ihren Familien werden die Jäger ernannt und die Gejagten werden aus den Reihen der Bürgerlichen rekrutiert. ...

Die fünf Fürstentümer von Prismeï veranstalten jedes Jahr Jagdspiele auf der Insel Arc-en-ciel. Aus ihren Familien werden die Jäger ernannt und die Gejagten werden aus den Reihen der Bürgerlichen rekrutiert. Doch durch eine Manipulation bei der Auslosung, wird Laelia aus dem Hause le Bleu von einer Jägerin zur Gejagten und soll ausgerechnet von Laurent, ihrem Geliebten gezeichnet werden.
Die Fähigkeiten des „Zeichnens“, wenn ein Mitglied der Fürstentümer bei jemanden durch Berührung die Kontrolle über diese Person übernimmt, finde ich sehr erschreckend, aber von der Autorin bild- und wortgewandt interessant in Szene gesetzt.
Laelia ist als eine überaus starke, aber auch emotionale Protagonistin dargestellt. Wir begleiten sie auf ihrer Flucht vor den Jägern und ihren Erkenntnissen, was für sie auf dem Spiel steht. Nach und nach wird ihr klar, was für eine grausame Art der Versklavung ihre Fähigkeit bedeutet und verfolgen die Änderung ihrer Einstellung dazu.
Die Jagd nimmt sehr viel Raum ein, hier hätte ich gern noch mehr über das Leben der Charaktere erfahren. Für Abwechslung sorgten die magischen Wesen auf der Insel, diese sowohl Guten wie auch Bösen haben mich fasziniert.
Leicht knisternde Momente mit tiefen Gefühlen wechseln mit spannenden, fesselnden Szenen. Durch den Cliffhanger am Ende des Buches bleibt die Spannung auf die Fortsetzung hoch.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Nicht besonders fesselnd

Das zweite Kind
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In der toskanischen Provinz verschwindet ein kleiner Junge. Kurze Zeit später taucht er nackt und völlig verängstigt wieder auf. Als dann ein Junge in Bologna entführt wird, der ihm zum Verwechseln ähnlichsieht, ...

In der toskanischen Provinz verschwindet ein kleiner Junge. Kurze Zeit später taucht er nackt und völlig verängstigt wieder auf. Als dann ein Junge in Bologna entführt wird, der ihm zum Verwechseln ähnlichsieht, tritt Valentina Medici, Ermittlerin der italienischen Spezialeinheit auf den Plan. Nach und nach deckt sie grausame Geheimnisse auf.
Der Thriller beginnt mit einer interessanten Handlung, die herrlich düstere Atmosphäre schafft und bedrohliche Szenen verspricht. Doch leider war der Plot nicht besonders fesselnd. Einige Handlungen wurden langatmig und ausschweifend erzählt, da nehmen die fast 700 Seiten gefühlt kein Ende.
In die Charaktere konnte ich mich irgendwie nicht hineinversetzen. Die Dialoge wirkten gestelzt und ich habe mich oft beim Lesen ertappt, dass meine Gedanken abschweiften.
Die Ermittlungsschritte der Polizei wurden gekonnt zu Papier gebracht und wirkten sehr authentisch, was sicherlich auch daran liegt, dass der Autor vom Fach ist.
Einige Szenen sind sehr brutal und verstörend, allerdings habe ich von diesem Thriller mehr Spannung erwartet.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Die Macht der Gerüche

Das Parfüm des Todes
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Die Tatortreinigerin Yang Ning hat durch die psychische Belastung nach dem Tod ihres jüngeren Bruders ihren perfekten Geruchssinn fast komplett verloren. Nur wenn sie Tod und Verwesung erschnüffelt, gerät ...

Die Tatortreinigerin Yang Ning hat durch die psychische Belastung nach dem Tod ihres jüngeren Bruders ihren perfekten Geruchssinn fast komplett verloren. Nur wenn sie Tod und Verwesung erschnüffelt, gerät sie in einen wahren Rausch der Gerüche. Eines Nachts nimmt sie einen dringenden Auftrag an, der sehr kurzfristig erledigt werden muss. Viel zu spät merkt sie, dass jemand sie in eine Falle gelockt hat. Sie reinigt einen Tatort, vernichtet alle Spuren und wird dadurch zur Hauptverdächtigen in einem Mordfall.
Leider hat mir dieser Thriller nicht gefallen. Der Plot klang sehr vielversprechend, doch die Sprache der Autorin empfand ich gewöhnungsbedürftig. Die Wechsel der Handlungsstränge innerhalb der Kapitel sind sehr verwirrend. Hier stockte mein Lesefluss und ich musste manche Absätze nochmal lesen um mich wieder zu orientieren.
Stellenweise war die Story zwar fesselnd, aber dadurch, dass ich keinen Zugang zu den Charakteren fand, verlor ich immer wieder den Faden und somit den Lesespaß.
Durch die Hintergründe von Yang Nings psychischer Belastung ist die Atmosphäre in diesem Thriller sehr düster. Nach außen erscheint sie knallhart und immer auf Krawall gebürstet, doch in ihrem Inneren ist sie sehr verletzlich. Der Verwesungsgestank ist für Yang Ning wie eine Droge, denn nur dann läuft sie zur Höchstform auf.
Wer sich zum Lesen dieses Buches entscheidet, sollte sich auf brutale Szenenbeschreibungen mit Ekelfaktor einstellen. Mein Geschmack war es leider nicht.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Eiskalt und geheimnisvoll

Tödlicher Winter
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Der Journalist Paul Schwarzmüller kehrt nach über 6 Monaten wieder zurück in seine alte Heimat Siebenbürgen, denn er kann die mysteriöse Maia nicht vergessen. Sie lebt auf seinem Hof, den er von seiner ...

Der Journalist Paul Schwarzmüller kehrt nach über 6 Monaten wieder zurück in seine alte Heimat Siebenbürgen, denn er kann die mysteriöse Maia nicht vergessen. Sie lebt auf seinem Hof, den er von seiner Tante Zinzi geerbt hat. Doch als er bei ihr anklopft, öffnet ihr frisch angetrauter Ehemann die Tür. Als dieser am nächsten Tag tot aufgefunden wird, gerät Paul sofort unter Verdacht. Doch es bleibt nicht bei dem einen Toten und Paul beginnt auf eigene Faust mit den Ermittlungen.
Ich habe Paul bereits in seinem ersten Fall nach Siebenbürgen begleitet. Auch diese Mal ist die Story wieder sehr fesselnd und spannend. Das Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Die verschiedenen, gut dargestellten Charaktere sorgen für eine interessante Handlung. Besonders Paul wirkt manchmal etwas verpeilt, er handelt oft unüberlegt und hat ein Talent sich immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen.
Die Story punktet mit viel Abwechslung, temporeichen Handlungen und humorvollen Dialogen. Geheimnisvolle Szenen fesseln den Leser ans Geschehen.
Auch diesmal, im tiefsten Winter, hat Lioba Werrelmann eine malerische Kulisse mit viel Lokalkolorit als Rahmen für diesen sehr lesenswerten Krimi geschaffen.

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