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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2024

Schöne Geschichte

This could be love
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Nach einer Fußverletzung bereitet sich Tennis-Talent Louisa auf ihr Comeback vor. Dafür trainiert sie auf Haweii bei ihrer Patentante Kay sehr hart. Schon an ihrem ersten Tag, fällt sie Vince, einem attraktiven ...

Nach einer Fußverletzung bereitet sich Tennis-Talent Louisa auf ihr Comeback vor. Dafür trainiert sie auf Haweii bei ihrer Patentante Kay sehr hart. Schon an ihrem ersten Tag, fällt sie Vince, einem attraktiven Surferboy im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße. Es funkt sofort zweischen den beiden, doch wie will Louisa die Liebe mit ihrer Tenniskarriere vereinbaren?

Für mich war "This could be love" das erste Buch der Autorin und ich habe mich aufgrund des Klappentextes und dem wunderschönem Cover sehr auf die Story gefreut. Der Schreibstil von Lilly Lucas gefällt mir gut, er ist leicht und flüssig zu lesen.

Die Themen Tennis und Surfen wurden verständlich eingearbeitet ohne großen Raum einzunehmen oder mit viel Fachjargon zu langweilen. Haweii als Kulisse für eine Lovestory ist einfach toll, allerdings fehlte mir hier ein bisschen mehr Hintergrundinfo zu dieser wunderschönen Insel.

Nun zu den Charakteren: Alle Protagonisten blieben mir leider etwas blass. Louisa ist sehr ergeizig was ihre Zukunftspläne angeht, wirkt aber als Privatperson manchmal naiv. Ein paar weniger Informationen zu Kleidung und Style aller Personen, dafür mehr Emotionen hätten der Story sicher gutgetan, so hat sich vor meinen Augen kein emotionales Feuerwerk abgespielt. Trotzdem gabe es den ein oder anderen knisternden Moment.

Eine kurzweilige Lovestory vor einem Setting zum Träumen.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Pageturner

Bis in alle Endlichkeit
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Als der Privatermittler Lee Crowe nach Beendigung seines aktuellen Auftrages an einem Rolls-Royce Wraith vorbeikommt, bemerkt er eine bildhübsche Blondine die tot auf dem eingedrückten Dach der Limousine ...

Als der Privatermittler Lee Crowe nach Beendigung seines aktuellen Auftrages an einem Rolls-Royce Wraith vorbeikommt, bemerkt er eine bildhübsche Blondine die tot auf dem eingedrückten Dach der Limousine liegt. Die Polizei ordnet den Fall als Suizid ein, doch die schwerreiche Mutter der Toten, Olivia Gravesend will dies nicht glauben und engagiert Lee, er soll die Wahrheit herausfinden. Doch was sich ihm nach und nach offenbart ist unfassbar grausam und nichts für schwache Nerven.
Nachdem mir "Fünf Winter" von James Kestrel super gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf sein neuestes Werk. Und was soll ich sagen, auch dieser Thriller ist ein echter Pageturner. Der ist Meister darin, mit wenigen Sätzen den Leser in seinen Bann zu ziehen.
Der Hauptprotagonist Lee ist ein eher unkonventioneller Ermittler, der gerne auch mal zu gesetzwidrigen Methoden greift um die Wahrheit ans Licht zu zerren. Diese ist in diesem Fall wirklich grausam und kaum auszuhalten.
Dieses Buch hat nicht die typische Erzählstruktur, hier gibt es keine zwischendurch abfallende Spannung, sondern die Handlungen fesseln von Anfang bis Ende. Mit brillanten Twists und einem wortgewandten Schreibstil jagt uns der Autor durch diesen teuflisch guten Plot.
Ein Thriller der erstklassige Unterhaltung verspricht.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Politischer Thriller

VIEWS
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Nachdem die 16jährige Lena spurlos verschwand, erscheint kurz darauf ein brutales Video mit ihr im Netz. BKA Kommissarin Ysira Saad muss Lisa schnellstmöglich finden, denn die Reaktionen auf das Video ...

Nachdem die 16jährige Lena spurlos verschwand, erscheint kurz darauf ein brutales Video mit ihr im Netz. BKA Kommissarin Ysira Saad muss Lisa schnellstmöglich finden, denn die Reaktionen auf das Video haben schnell rechtsradikale Gruppen auf den Plan gerufen.
Nachdem ich das Jugendbuch "Der Spurenfinder" von Marc Uwe Kling einfach toll fand, war ich sehr gespannt auf seinen ersten Thriller. Gleich von Anfang an haut uns Kling eine rasante Handlung um die Ohren, brisante Ereignisse werden knapp und präzise formuliert und treiben die Geschichte stetig voran. Wobei es bei mir teilweise mehr wie eine Berichterstattung ankam.
Die Charaktere sind vielschichtig, blieben aber leider etwas blass. Dies ist vielleicht der Anzahl der Seiten geschuldet, denn die nur 272 Seiten waren mit Handlung vollgepackt.
Der Autor weist mit dem Thema seines Thrillers auf Fremdenfeindlichkeit und die Gefahr eines Gruppenzwangs zur Selbstjustiz hin, also hochaktuell und damit sehr erschreckend.
Das ganze Buch hat mich bis zum Ende gefesselt, nur der Schluss war für mich nicht ganz überzeugend. Ich hatte hier das Gefühl, dass etwas fehlte. Trotzdem ein toller Thriller.

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Mysteriöse Morde in New York

Diviners – Aller Anfang ist böse
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Nachdem Evie sich danebenbenommen hat, wird sie zu ihren Onkel nach New York geschickt. Für Evie ist dies aber keine Strafe, denn sie will etwas erleben und mit ihrer Freundin Mabel nächtelang feiern. ...

Nachdem Evie sich danebenbenommen hat, wird sie zu ihren Onkel nach New York geschickt. Für Evie ist dies aber keine Strafe, denn sie will etwas erleben und mit ihrer Freundin Mabel nächtelang feiern. Onkel Will ist der Direktor eines verstaubten Museums und Experte für Okkultismus. Als ein mysteriöser Mord passiert, bitte die Polizei ihn um Hilfe. Evie hat eine besondere Gabe, sie kann Geheimnisse eines Menschen sehen, wenn sie etwas Persönliches dieser Person in Händen hält. Damit versucht sie bei den Ermittlungen behilflich zu sein. Als weitere grausam zugerichtete Opfer auftauchen, verstrickt sie sich mehr und mehr in die Fälle und begibt sich dadurch in Lebensgefahr.
Durch den fesselnden wortgewaltigen Schreibstil entstehen beim Lesen sofort Bilder im Kopf. Die teilweise sehr detailliert beschriebenen Grausamkeiten sind definitiv nichts für schwache Nerven und meiner Meinung nach für ein Jugendbuch doch ziemlich brutal.
Viele Cliffhanger am Ende der Kapitel mit einhergehenden Perspektivwechsel peitschen die Handlung immer weiter voran, allerdings werden in diesem Buch viele Themen nur angeschnitten, die es eigentlich verdient hätten ausführlich in Szene gesetzt zu werden. Dies ist hier leider nicht der Fall, dadurch wirkt die Geschichte manchmal etwas überfrachtet.
Ebenfalls viele Charaktere haben hier ihren Auftritt, sodass man von Anfang an sehr aufmerksam lesen sollte. Die Hauptprotagonistin Evie ist wirklich gut gelungen. Sie ist ein typisches Flapper Mädchen der Golden Twenties. Mit ihren 17 Jahren sehr selbstbewusst, aber auch leichtsinnig und etwas egoistisch. Sie hat aber auch eine ernste Seite und im Verlauf der Geschichte, zeigt sie ihre intelligente Persönlichkeit.
Absolut spannende Szenen wechseln immer wieder zu Passagen die langatmig geschrieben sind und bei denen ich mich oft gefragt habe, wozu sind die jetzt wichtig? Ich habe dieses atmosphärische Buch wirklich gern gelesen, doch am Schluss blieben mir zu viele Handlungsstränge offen und einige Figuren zu blass.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Romance and crime

Cosy Secrets – Der kupferne Schlüssel
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In dem beschaulichen schottischem Städtchen Edderton verschwindet die Großmutter der erfolgreichen Krimi-Autorin Rae. Nach einer Nachricht ihrer Freundin macht sie sich sofort auf den Weg in ihren Heimatort. ...

In dem beschaulichen schottischem Städtchen Edderton verschwindet die Großmutter der erfolgreichen Krimi-Autorin Rae. Nach einer Nachricht ihrer Freundin macht sie sich sofort auf den Weg in ihren Heimatort. Dort stößt sie nicht nur auf einige Geheimnisse, sondern sie trifft auch auf Archer Warwick, den Mann den sie vor 19 Jahren heiraten wollte.
Franzi Kopka hat mit ihrem Debüt einen schönen Wohlfühlroman geschrieben. Durch einen lebhaften Schreibstil fällt es leicht, in die humorvolle Story abzutauchen. Die Charaktere wirken lebendig und die Autorin hat mit der Großmutter Fenella und ihren beiden Freundinnen ein "Trio infernale" geschaffen, welches mich immer wieder zum Schmunzeln brachte. Aber auch alle anderen Protagonisten wurden gut charakterisiert.
Die Schauplätze in Schottland wurden mit wunderschönen Beschreibungen dem Leser vor Augen geführt. Erst im zweiten Teil des Buches nimmt die Geschichte Fahrt auf. Die Spannung baut sich auf und das Krimielement konnte sich umfangreicher entfalten. Allerdings wurde hier bei der Auflösung mein Geschmack leider nicht getroffen. Die Liebesgeschichte ist süß, aber hier hatte ich das Gefühl, als ob die Autorin mit angezogener Handbremse geschrieben hat.
Von mir für diese ansonsten schöne Geschichte 3,5 Sterne

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