Spannende Ermittlungen in der Steiermark
SteirerzwistDie Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und ihr Boss, Chefinspektor Sascha Bergmann sind mittlerweile in ihrem 15. Fall unterwegs. Sandra, gerade aus dem Urlaub zurück, muß sofort mit ihm zusammen ermitteln. ...
Die Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und ihr Boss, Chefinspektor Sascha Bergmann sind mittlerweile in ihrem 15. Fall unterwegs. Sandra, gerade aus dem Urlaub zurück, muß sofort mit ihm zusammen ermitteln. Sie haben es gleich mit zwei Leichen zu tun, die aus der Mur gefischt werden und deren Mord identisch ausgeführt wurde – ihnen wurde die Kehle durchtrennt. Es handelt sich um die Hoteldirektorin Mimi Waldner und den Obdachlosen Josef Maria Hawranek. Sie, Direktorin eines 5-Sterne-Hotels und er, ein Obdachloser - was haben die beiden gemeinsam, wer wurde zuerst ermordet, wen kennen sie beide, welche Feinde hatten sie und wo sind die Überschneidungen? Viele Fragen, die aufgeklärt werden müssen.
Sandra bekommt im vorliegenden Krimi etwas mehr Raum für ihr Privatleben, vor allem durch den Tod ihrer Mutter und ihrem Freund Georg. Die Auseinandersetzungen mit ihrem Halbbruder rauben ihr Kraft und Nerven. Plötzlich scheint auch noch Sandra in den Fokus des Täters zu kommen und es wird gefährlich. Ihren Freund Georg will sie damit aber nicht belasten. Ansonsten steht er fest an ihrer Seite und diese Liebe scheint sich gut zu entwickeln.
Im Beruf läuft es bei Sandra nicht immer harmonisch, Kollegin Elena König und sie müssen sich erst zusammenraufen, damit es ein fruchtbares Miteinander gibt.
Die Autorin schreibt wie gewohnt flüssig und spannend. Ich konnte wieder richtig eintauchen in die Geschichte und das Buch läßt sich locker an einem Tag wegschmökern. Beim Lesen hatte ich natürlich auch die Schauspieler vor Augen, das macht das Ganze zu einem besonderen Lesevergnügen. Mir als Süddeutschen haben die Dialekteinschübe und österreichischen Ausdrücke keinerlei Schwierigkeiten bereitet, sondern ich fühlte mich gut unterhalten. Der komplexe Fall ist gut beschrieben, ich konnte sehr gut mit raten und ich hatte von Mimi Waldner und ihrem Leben ein klares Bild vor Augen. Daß sie nicht nur Freunde hatte war eigentlich klar und daher war der Täter keine echte Überraschung, aber den Weg der Ermittlungen fand ich gut beschrieben.
Leider scheint die Autorin eine Verschnaufpause einzulegen, deshalb müssen sich ihre Leser auf eine Wartezeit einstellen. Von mir gibts auch für den 15. Fall eine Leseempfehlung für diesen soliden Regionalkrimi!