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Veröffentlicht am 12.01.2026

Spannende Ermittlungen in der Steiermark

Steirerzwist
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Die Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und ihr Boss, Chefinspektor Sascha Bergmann sind mittlerweile in ihrem 15. Fall unterwegs. Sandra, gerade aus dem Urlaub zurück, muß sofort mit ihm zusammen ermitteln. ...

Die Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und ihr Boss, Chefinspektor Sascha Bergmann sind mittlerweile in ihrem 15. Fall unterwegs. Sandra, gerade aus dem Urlaub zurück, muß sofort mit ihm zusammen ermitteln. Sie haben es gleich mit zwei Leichen zu tun, die aus der Mur gefischt werden und deren Mord identisch ausgeführt wurde – ihnen wurde die Kehle durchtrennt. Es handelt sich um die Hoteldirektorin Mimi Waldner und den Obdachlosen Josef Maria Hawranek. Sie, Direktorin eines 5-Sterne-Hotels und er, ein Obdachloser - was haben die beiden gemeinsam, wer wurde zuerst ermordet, wen kennen sie beide, welche Feinde hatten sie und wo sind die Überschneidungen? Viele Fragen, die aufgeklärt werden müssen.

Sandra bekommt im vorliegenden Krimi etwas mehr Raum für ihr Privatleben, vor allem durch den Tod ihrer Mutter und ihrem Freund Georg. Die Auseinandersetzungen mit ihrem Halbbruder rauben ihr Kraft und Nerven. Plötzlich scheint auch noch Sandra in den Fokus des Täters zu kommen und es wird gefährlich. Ihren Freund Georg will sie damit aber nicht belasten. Ansonsten steht er fest an ihrer Seite und diese Liebe scheint sich gut zu entwickeln.

Im Beruf läuft es bei Sandra nicht immer harmonisch, Kollegin Elena König und sie müssen sich erst zusammenraufen, damit es ein fruchtbares Miteinander gibt.


Die Autorin schreibt wie gewohnt flüssig und spannend. Ich konnte wieder richtig eintauchen in die Geschichte und das Buch läßt sich locker an einem Tag wegschmökern. Beim Lesen hatte ich natürlich auch die Schauspieler vor Augen, das macht das Ganze zu einem besonderen Lesevergnügen. Mir als Süddeutschen haben die Dialekteinschübe und österreichischen Ausdrücke keinerlei Schwierigkeiten bereitet, sondern ich fühlte mich gut unterhalten. Der komplexe Fall ist gut beschrieben, ich konnte sehr gut mit raten und ich hatte von Mimi Waldner und ihrem Leben ein klares Bild vor Augen. Daß sie nicht nur Freunde hatte war eigentlich klar und daher war der Täter keine echte Überraschung, aber den Weg der Ermittlungen fand ich gut beschrieben.

Leider scheint die Autorin eine Verschnaufpause einzulegen, deshalb müssen sich ihre Leser auf eine Wartezeit einstellen. Von mir gibts auch für den 15. Fall eine Leseempfehlung für diesen soliden Regionalkrimi!

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Mord auf der Piste

Am Hang des Todes
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Bei einem Abfahrtslauf in Südtirol verunglückt das Nachwuchstalent Philip Ungerer tödlich. Es stellt sich heraus, daß er im Schädel ein Einschußloch hatte, folglich war es ein Mordanschlag. Claudio Saltapepe ...

Bei einem Abfahrtslauf in Südtirol verunglückt das Nachwuchstalent Philip Ungerer tödlich. Es stellt sich heraus, daß er im Schädel ein Einschußloch hatte, folglich war es ein Mordanschlag. Claudio Saltapepe und Silvia Tappeiner, mittlerweile verheiratet, verbringen gerade in der Gegend einen Hüttenurlaub und sie informieren Commissario Grauner. Der Vater von Philip betreibt mit seiner Frau eine Skihütte und mußte von dort aus das Unglück live mit erleben. Sein Verdacht fällt sofort auf Baldur Waldsteiner. Die Familien Ungerer und Waldsteiner sind bereits seit Generationen verfeindet. Die Familie Waldsteiner war gegen die Piste Saslong, gegen die Hütte von Ungerer und gegen den Skizirkus. Sie selbst betreiben ein Silenzioso-Retreat mit Luxus-Baumhäusern. Die junge Generation mit Philipp Ungerer und Armin Waldsteiner haben gemeinsam unter dem Trainer und Vater Franz Ungerer trainiert, wobei sich Armin als der bessere Skifahrer herauskristallisierte und am Ende in die Auswahl für Profis kam. Seit diesem Zeitpunkt ist er abgetaucht, so daß Philip nachgerückt ist. Wo ist nun der Mörder von Philipp zu finden? Hat es mit der alten Feindschaft zu tun oder war es ein Neider? Und am Ende ist doch alles ganz anders!


Es ist bereits der 11. Band mit Commissario Grauner und ich bin wieder restlos begeistert. Der Autor schildert seine Heimat Südtirol wieder einmal kinoreif. Als Leser möchte man sofort ins Grödnertal und alles live erleben – sogar den Skizirkus. Grauner ist nach einem Jahr endlich von seiner Weltreise mit seiner Frau
Alba zurück an den Hof gekommen. Tochter Sara und Mickey haben zwischenzeitlich einige ihrer neuen Ideen in die Tat umgesetzt, wovon Grauner im Grunde angetan ist. Saltapepe ist mittlerweile ein halber Südtiroler geworden, wobei beim Fußball bleibt er seinem Neapel treu. Zwischen den beiden hat sich etwas verändert, das Saltapepe noch nicht so richtig festmachen kann. Ihn nerven diese immer wieder eingestreuten philosophischen Sätze vom Commissario. Das Ende des Buches und den Ausblick des Dream-Teams Grauner/Saltapepe/Tappeiner verrate ich natürlich nicht, aber ich bin gespannt, was sich der Autor dazu einfallen läßt.

Der Autor nimmt sich ja in jedem Band eines bestimmten Themas an. Dieses Mal geht es um viel, es geht um den knallharten Bereich des Profi-Skizirkus, samt Sportlern, Funktionären, Sponsoren etc., sehr viel Geld und damit auch verbunden – dem gesamten Tourismus mit Hoteliers, Liftbetreibern etc. Denn Tourismus gibt es in diesem Gebiet natürlich das ganze Jahr über und selten einen Monat des Stillstands, der Ruhe.

Das Cover ist eine perfekte Fortführung der ganzen Reihe und absolut stimmig.
Wie immer war dieser Krimi ein echtes Lesevergnügen und ich werde diesen Band sehr gerne weiter empfehlen!

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Lauras Rückkehr in die Berufswelt

The Woman in Suite 11
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Die Reisejournalistin Laura (genannt Lo) Blacklock erhält die Einladung der Leidmann-Group zur Eröffnung eines Luxushotels am Genfer See. Sie hatte vor 10 Jahre ein einschneidendes Erlebnis auf dem Kreuzfahrtschiff ...

Die Reisejournalistin Laura (genannt Lo) Blacklock erhält die Einladung der Leidmann-Group zur Eröffnung eines Luxushotels am Genfer See. Sie hatte vor 10 Jahre ein einschneidendes Erlebnis auf dem Kreuzfahrtschiff Aurora, dieses Trauma hat sie in ihrem Buch „Dunkle Wasser“ versucht zu verarbeiten. Mittlerweile hat sie zwei Söhne und durch diese Reise möchte sie zurück in den Beruf und neu durchstarten. Ehemann Judah, ebenfalls Journalist, bleibt zu Hause und betreut die Kinder.

Von der Leidmann-Group und dem Inhaber Marcus Leidmann ist nicht viel veröffentlicht. Er ist ca. 70 Jahre, verwitwet und ein Machtmensch. Es steht im Raum, daß der die Geschäfte seinem Sohn Pieter übergeben will. Lo hofft nun, auf ein persönliches Treffen und ein Interview mit Marcus.

Auf der Hinreise von Lo beginnen bereits die seltsamen Begebenheiten, gefolgt von dem Zusammentreffen mit früheren Teilnehmern der Reise auf der Aurora und der Dame in Suite 11. Diese ist auf der Flucht aus dem goldenen Käfig ihres Geliebten und bittet Lo um Hilfe. Und dann geschieht im Hotel ein Verbrechen, das aufgeklärt werden muß.



Zuerst einmal, ich kannte The Woman in Cabin 10 nicht. Der vorliegende Thriller ist zwar abgeschlossen, nimmt aber oft auf die Vorkommnisse des quasi ersten Bandes Bezug. Einige Personen von damals tauchten im Laufe der Geschichte zwar auf, verschwanden dann aber im Nichts und waren deshalb für mich irgendwie nicht greifbar. Die Dame im Suite 11 war mir von Anfang an unsympathisch und ich fand das Verhalten von Lo ihr gegenüber mehr als naiv. Diese Abhängigkeit bzw. Verpflichtung ihr gegenüber war mir unverständlich. Die Ermittlungen des Todesfalls waren für mich auch eher zäh beschrieben. Das Vertrauen von einer Journalistin wie Lo in andere Menschen (hier z. B. dem Interpol-Mitarbeiter gegenüber) war für mich unglaubwürdig und nicht professionell. Das Ende und die Auflösung waren teilweise vorhersehbar.

Alles in allem war der Thriller durchaus spannend geschrieben und ließ sich flüssig lesen, aber so richtig gepackt hat er mich nicht. Vielleicht hätten mich Vorkenntnisse zu einem anderen Urteil kommen lassen. Trotz aller Kritik hatte ich unterhaltsame Lesestunden und werde auf alle Fälle den hoch gelobten Vorgängerband noch lesen, denn meine Neugierde wurde geweckt.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Spannend bis zur Aufklärung

Wem du traust
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Das Ehepaar Eva und Daniel Kramer sind auf einer Party ihres Freundes Ilkay. Der 5-jährige Sohn Linus wird von Sofia, der Tochter ihrer Freundin Susanne Ziemiac betreut. Nach ihrer Rückkehr bringt Daniel ...

Das Ehepaar Eva und Daniel Kramer sind auf einer Party ihres Freundes Ilkay. Der 5-jährige Sohn Linus wird von Sofia, der Tochter ihrer Freundin Susanne Ziemiac betreut. Nach ihrer Rückkehr bringt Daniel die Babysitterin Sofia mit dem Auto nach Hause – wo sie aber nie ankommt. Wo ist sie, wurde sie entführt, ist sie abgehauen oder hat sie sich etwas angetan? Die Suche unter Federführung von Kriminalhauptkommissarin Heide Westphal und ihrem Team beginnt. Westphal kann sich gut in die Verzweiflung von Susanne hineinversetzen, denn ihre Tochter ist auch 15 Jahre.


Ich habe mit großer Begeisterung schon alle Bücher der Autorin gelesen. Deshalb bin ich auch mit großen Erwartungen an diese Neuerscheinung gegangen und ich wurde nicht enttäuscht. Mir gefällt vor allem auch, daß sie Einzelromane schreibt und keine Reihen beginnt. Sie schreibt auf alle Fälle fesselnd, ihre Krimis lesen sich flüssig und sie schreibt so bildhaft, daß ich eintauche in ihre Geschichten.

Eva und Susanne mit Sofia in ihrer früheren Wohngemeinschaft und die bestehende Freundschaft werden gut beschrieben. Man spürt ihre Vertrautheit, aber im Laufe der jetzigen Stresssituation kommen sie allerdings an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und es werden nun teils giftige Bemerkungen gemacht. Die Lebenssituation der beiden ist sehr unterschiedlich, Eva hat ihre kleine Familie mit Haus, Susanne ist erst vor einem halben Jahr mit Tochter Sofia zu ihrem Freund Axel in ein Penthouse gezogen. Aber überall stecken hinter der heilen Fassade kleine Risse, die nun zu Tage gefördert werden. Es brodelt unter der Oberfläche. Die Autorin nimmt ihre Leser mit beim Beleuchten einzelner Verdächtiger und in die Ermittlungen. So ist man immer wieder hin- und hergerissen und hat Zweifel, ob man mit den Vermutungen richtig liegt. Durch die verschiedenen Perspektiven bleibt es bis zum Ende spannend. Mehr Details möchte ich nicht ausführen, lieber selber lesen.

Von mir bekommt dieser Krimi auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.11.2025

... Knochen überlebt

Knochenkälte
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Dr. David Hunter ist zu einem neuen Auftrag in den Cumbrian Mountains unterwegs, als er im Schneesturm und durch widrige Umstände zum Umkehren gezwungen wird. Dann ist durch einen Lkw-Unfall die Stromleitung ...

Dr. David Hunter ist zu einem neuen Auftrag in den Cumbrian Mountains unterwegs, als er im Schneesturm und durch widrige Umstände zum Umkehren gezwungen wird. Dann ist durch einen Lkw-Unfall die Stromleitung gekappt und er hat keinen Handyempfang oder GPS-Signal, das ganze nächst gelegene Dorf ist von der Außenwelt abgeschnitten. Hier wird er im Pub nicht gerade freundlich empfangen, denn die Bewohner geben ihm die Schuld an dieser Situation. Als Übernachtungsmöglichkeit schicken sie ihn zu einem heruntergekommenen Hotel im Niemandsland. Das Besitzerehepaar vom Hillside House gewährt ihm Unterschlupf erst mal für eine Nacht. Am nächsten Tag findet er bei einem Spaziergang zwischen den Wurzeln eines umgestürzten Baumes ein menschliches Skelett. Aber durch den Ausfall des Stromnetzes kann er an die Polizei keine Meldung durchgeben und ermittelt nun alleine.


Ich bin seit Band 1 ein Fan von Dr. Hunter und habe mit großen Erwartungen auf den neuen Fall gewartet. Der Anfang wurde trotz der aufregenden Situation ruhig geschildert und kam nur langsam in Schwung. Das Setting „von der Außenwelt abgeschnitten“ ist bei Krimis nicht neu. Dr. Hunter hat zu Beginn für mich teils sehr naiv und unbeholfen gehandelt. Wenn man ihn kennt, dann weiß man aber, irgendwann nimmt er seine Leser mit bei den Ermittlungen und dann wird es spannend. Genau so war es hier. Die bedrohliche Atmosphäre dieses Wintersturms, u.a. durch die geringe Sichtweite etc. wurde sehr anschaulich geschildert. Auch die Bewohner, ihre Vorbehalte, Verflechtungen untereinander und die feindliche Haltung gegenüber Dr. Hunter wurden realistisch dargestellt. Und aus dem Cold Case entwickelt sich ein weitaus größerer Fall als anfangs gedacht.

Ich hatte unterhaltsame Lesestunden, es war trotz aller Kritik ein guter Fall, allerdings wird es nicht mein Lieblingsbuch des Autors. Thriller finde ich etwas hoch gegriffen, Kriminalroman hätte ich besser gefunden. Das Cover gefällt mir sehr gut, es setzt die Reihe perfekt fort.

Für alle Fans von Dr. David Hunter gibt es eine klare Leseempfehlung!

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