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Veröffentlicht am 08.10.2025

Eine wahre Geschichte?

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Vea Kaiser gelingt es hervorragend, in diesem Roman Geschichte und Erzählung so zu verweben, dass sich der Leser dreidimensional hinzuversetzten mag. Die Unterbrechung durch die Besuche in der Haftanstalt ...

Vea Kaiser gelingt es hervorragend, in diesem Roman Geschichte und Erzählung so zu verweben, dass sich der Leser dreidimensional hinzuversetzten mag. Die Unterbrechung durch die Besuche in der Haftanstalt unterbrechen aber nicht die Wirkung der Erzählung. Kaiser gelingt es, die handelnden Personen so wirken zu lassen, dass wir uns mit ihnen freuen können, aber auch manchmal über gewisse Vorfälle den Kopf schütteln müssen. Es wird das Leben im Hotel von unten bis oben durchleuchtet, ebenso wird auch das Leben der Hauptdarstellerin mehr als plastisch abgebildet. Obwohl man es weiß, fragt man sich immer wieder, wann fliegt das Alles auf. Und doch folgt man gebannt der vorgezeichneten Geschichte, leidet und hofft mit den Protagonisten. Zum Schluss atmet man dann auf und ist etwas traurig, nicht über das Ende, sondern weil die Geschichte nunmehr aus ist. Ein Buch, welches man ungern vor dem Ende weglegt. Was kann man Besseres über ein Werk sagen. Meine einzige Kritik gilt dem Cover, dieses Buch hätte sich ein Besseres verdient.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Frei vorm Fall

Frei am Fels
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Die Biographie eines der weltbesten Kletterer beginnt mit seiner größten Niederlage, mit den Olympischen Spielen. Doch dann dürfen wir den Aufstieg des Jungen aus Erlangen zur Weltspitze mitverfolgen. ...

Die Biographie eines der weltbesten Kletterer beginnt mit seiner größten Niederlage, mit den Olympischen Spielen. Doch dann dürfen wir den Aufstieg des Jungen aus Erlangen zur Weltspitze mitverfolgen. von der harten Zeit des Beginnens bis zu den ersten Erfolgsmomenten. Alex Megos kämpft sich aber durch. Für einen Laien wie mich unter unvorstellbaren Bedingungen, was Training, Ausdauer und Ernährung betrifft. Was für mich wie Raubbau am eigenen Körper betrifft, gehört für ihn zum Alltag. Es kommt allerdings dadurch auch zu Rückschlägen, welche er hinnehmen muss, was aber auch seinen Lernprozess vorantreibt. Zu bewundern ist auch die Unterstützung seiner Eltern und seine eigene Willenskraft, ohne die er sicher nicht so weit gekommen wäre. Auch dass der menschliche Körper, besonders die Finger und die Arme, solche Strapazen aushalten, konnte ich mir bis jetzt nicht vorstellen. Aber, wahrscheinlich nimmt dich diese Sportart so gefangen, dass dir das Alles nichts ausmacht, sondern es stachelt dich nur zu neuen Höchstleistungen an. Nochmals, Gratulation, aber für einen Laien unvorstellbar.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Beruhigtes Grado

Alle weg
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Ein wunderbares Buch, welches schon beim Lesen eine gewisse Ruhe ausstrahlt. Stefan Maiwald gelingt es hervorragend, das Flair von Grado nach dem Verlassen der Touristen in dieser Zeit zu beschreiben. ...

Ein wunderbares Buch, welches schon beim Lesen eine gewisse Ruhe ausstrahlt. Stefan Maiwald gelingt es hervorragend, das Flair von Grado nach dem Verlassen der Touristen in dieser Zeit zu beschreiben. Man spürt die Ruhe und Gelassenheit, auch in Pinos Bar, wo wir uns mit dem Verfasser öfters treffen. Auch erfahren wir sehr viel über die Bräuche der Einheimischen zu der jeweiligen Jahreszeit. Maiwald berichtet aber auch von seiner persönlichen Verbindlichkeit zu dieser Gegend. Ob er seine Frau jemals im Tennis schlagen kann? Er verrät auch das beste Gulaschrezept des Einheimischen. Und auch über die Essgewohnheiten zu den Feiertagen und Festen werden wir informiert. Alle weg ist ein Werk, welches man in die Hand nimmt, zu lesen beginnt und ungern weglegt, bevor man fertig ist. Was kann man über ein Buch Besseres sagen. Auch das Cover passt sich dem Innenleben an.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Kampf um die Macht

Der Krieger und die Königin
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Nach der großen Ankündigung am Klappentext habe ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Noch dazu kenne ich einige Werke des Autorenduos. Leider muss ich sagen, ich wurde schwer enttäuscht. Wir wurden ...

Nach der großen Ankündigung am Klappentext habe ich mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Noch dazu kenne ich einige Werke des Autorenduos. Leider muss ich sagen, ich wurde schwer enttäuscht. Wir wurden in diesem Buch mit Namen und Gebietsbezeichnungen überhäuft, welche selbst den einigermaßen Gebildeten unter den Lesern Schwierigkeiten bereiteten. Spannung kam nur mäßig auf, da Garibald ja immer siegte. Er kam nur mit dem weiblichen Geschlecht in Schwierigkeiten, aber auch das steckte er sagenhaft weg. Auch die Einbindung des Zwergenkönigs Laurin konnte die Geschichte nicht retten. Und dann das Ende. So an den Haaren herbeigezogen, eine solche Versöhnung ist mir noch nie untergekommen. Und ich habe nicht wenige Bücher gelesen. Alles in Allem: Gute Kriegsberichterstattung, aber die private Abhandlung blieb auf wenige Seiten besc

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Rückblick

Adlergestell
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Chaline, Lenka und die Erzählerin wohnen in Ostberlin an der langen, geraden Ausfallstraße, dem Adlergestell. Die Erzählerin bringt uns die gemeinsame Jugend- und Schulzeit der Drei authentisch näher. ...

Chaline, Lenka und die Erzählerin wohnen in Ostberlin an der langen, geraden Ausfallstraße, dem Adlergestell. Die Erzählerin bringt uns die gemeinsame Jugend- und Schulzeit der Drei authentisch näher. Ihre Abenteuer und ihre Streiche, ihre Erlebnisse und ihre Niederlagen in der Zeit des Mauerfalles und danach. Sie erleben das Verschwinden der Versprechungen und Ankündigungen nach der Wiedervereinigung. Aber die Drei lassen sich nicht unterkriegen und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Hervorzuheben bei diesem Buch ist u.a. der Schreibstil der Autorin. Das Buch ist wunderbar und schnell zu lesen. Es werden die damaligen Eindrücke plastisch rübergebracht. Man hat das Gefühl, selbst mit den Dreien in die Schule gegangen zu sein. Doch so rational das Geschehen geschildert wurde, etwas verstört hat mich das Ende zurückgelassen. Ein großartiges Buch trotzdem, welches zum Nachdenken anregt.

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