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Veröffentlicht am 15.06.2026

Fantasievoller Auftaktband einer Drachen-Dilogie

Dragon Cursed – Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe)
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Die Stadt Vingard wird immer wieder von Drachen angegriffen, doch Gefahr droht auch von innen. Denn manche der Bewohner, die in dieser letzten Bastion der Menschen leben, tragen den Drachenfluch in sich, ...

Die Stadt Vingard wird immer wieder von Drachen angegriffen, doch Gefahr droht auch von innen. Denn manche der Bewohner, die in dieser letzten Bastion der Menschen leben, tragen den Drachenfluch in sich, ohne es selbst zu ahnen. Wer davon betroffen ist, verwandelt sich ohne Vorwarnung in eine willenlose Bestie - um das zu verhindern gibt es das Tribunal, eine jährlich stattfindende Prüfung, der sich alle Achtzehnjährigen unterziehen müssen. Wer sich als Drache entpuppt, wird auf der Stelle getötet, nur die Jugendlichen, die die Prüfung überstehen, werden als Vollbürger von Vingard anerkannt. Isola, die vom Vikar als Reinkarnation des legendären Stadtgründers gepriesen wird, fürchtet heimlich schon lange, den Fluch in sich zu tragen, sie muss alles geben, um das brutale Tribunal zu bestehen, dabei sieht sie sich gezwungen mit Lucan, dem verhassten Sohn des Vikars, zusammen zu arbeiten.

"Dragon Cursed – Zeig keine Gnade" von Elise Kova ist der Auftaktband einer spannenden Fantasy-Dilogie. Bereits nach wenigen Sätzen war ich tief in Isolas Welt versunken. Die klaustrophobische Enge der Stadt Vingard, deren äußere Ausmaße von den Schutzmauern vorgegeben wird, fand ich sehr atmosphärisch beschrieben, die Vorstellung von dem Lebensraum, der sich nur begrenzt nach unten und oben erweitern kann, hat meine Fantasie beim Lesen beschäftigt gehalten. Isola mochte ich sehr, mit ihren Zweifeln und Ängsten sehe ich sie als typische Vertreterin ihrer Altersklasse, dennoch ist sie immer bereit, für die Menschen, die ihr nahe stehen, Opfer zu bringen. Sie selbst und auch sämtliche andere Figuren im Buch fand ich authentisch und greifbar dargestellt.

Der Schreibstil hat mich durchgehend gefesselt, zwischenzeitlich mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Großteil der Handlung wird von den grausamen Prüfungen des Tribunals eingenommen, dadurch hielt sich die Spannung für mich auf einem konsequent hohen Niveau. Aber auch den Hintergrund fand ich faszinierend, sowohl das Magiesystem, das von Ätherlicht und -schatten dominiert wird, als auch die Historie der Stadt Vingard bildeten meiner Meinung nach den perfekten Rahmen für die Prüfungen, die Isola, Lucan und ihre Mitstreiter bestehen müssen. Insgesamt habe ich mich prächtig unterhalten gefühlt und freue mich schon darauf, auch den Fortsetzungsband zu lesen.

Fazit: Die fantasievolle Drachen-Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, für diesen wunderbaren Dilogieauftakt spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 12.06.2026

Atmosphärischer Fantasyauftakt

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Seit ihre Schwester Lydia spurlos verschwand und Wochen später derangiert und ohne Erinnerung an die verlorene Zeit wieder auftauchte, wird Ivys Familie von den anderen Adeligen geschnitten, ihre Chancen ...

Seit ihre Schwester Lydia spurlos verschwand und Wochen später derangiert und ohne Erinnerung an die verlorene Zeit wieder auftauchte, wird Ivys Familie von den anderen Adeligen geschnitten, ihre Chancen auf eine standesgemäße Heirat sind praktisch nicht mehr vorhanden. Da ihr Vater ein Marquis ist, wird Ivy dennoch zur jährlichen Paktparade bei der Fae-Königin Moryen eingeladen, wo die Debütantinnen einen Handel abschließen können. Für mehr Schönheit müssen die jungen Adeligen einen persönlichen Preis zahlen, in diesem Jahr verkündet die Königin allerdings, das Kronprinz Bram eine Braut sucht. Für Ivy ist es eine Überraschung, dass sie es in die engere Auswahl schafft, doch die Prüfungen, die sie und die anderen Kandidatinnen durchlaufen, sind mehr als fordernd. Und neben dem liebenswürdigen Bram gibt es noch seinen Bruder Emmett, der ganz eigene Pläne verfolgt und Ivy dabei näher kommt, als sie sich selbst eingestehen möchte.

"Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain" von Sasha Peyton Smith ist ein fantasievoll geschriebener Fantasy-Auftakt, der mich schnell in das märchenhaft anmutende England des Jahres 1848 hinein gezogen hat. Die pragmatische Ivy, deren liebevolle Familie sehr ungewöhnlich zwischen all den aufgeblasenen Adelshäusern ihrer Umgebung wirkt, war mir auf Anhieb sympathisch. Durch das Unglück ihrer Schwester stellt sie mehr als zuvor das bestehende System in Frage, ich habe jeden Moment an ihrer Seite genossen. Sie selbst und auch sämtliche andere Figuren fand ich authentisch und dreidimensional dargestellt, so dass ich immer ein gutes Bild des Geschehens vor meinem geistigen Auge hatte.

Der Schreibstil hat mich gefesselt, auch die Spannung habe ich durchgehend auf einem angenehmen Niveau empfunden. Die Mischung aus Regency-Romantik und mystischer Fae-Fantasy hat meinen Geschmack genau getroffen, ich habe jede einzelne Leseminute geliebt und mochte das Buch zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Obwohl mich die Geschichte die gesamte Lesezeit über zum mit rätseln animiert hat, wurde ich vom Ende sehr überrascht - umso mehr freue ich mich auf den Fortsetzungsband, der in einigen Monaten erscheint. Für diesen wunderbaren Dilogie-Auftakt spreche ich eine begeisterte Leseempfehlung aus.

Fazit: Für mich bringt dieses Buch die perfekte Mischung aus romantischen Bridgerton-Vibes und märchenhafter Fantasy mit sich, der leicht düstere Hintergrund rundes das Lesevergnügen ab, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 10.06.2026

Fesselnder, fantasievoll geschriebener Dilogieabschluss

A Queen Crowned in Flames – Vom Feuer erwählt
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Nach Fioreans Verrat bleibt Aemyra wenig Zeit, sich zu sammeln, obwohl sie ihre Feuermagie verloren hat, ist sie fest entschlossen, den Thron zu erobern und ihr Volk von der Unterdrückung durch die Erwählten ...

Nach Fioreans Verrat bleibt Aemyra wenig Zeit, sich zu sammeln, obwohl sie ihre Feuermagie verloren hat, ist sie fest entschlossen, den Thron zu erobern und ihr Volk von der Unterdrückung durch die Erwählten zu befreien. Getrieben von ihrem Wunsch nach Rache ist sie bereit, neue Allianzen zu schmieden, die ihr helfen sollen den Krieg zu gewinnen und ihrem Land eine gerechte Königin zu werden. Doch trotz ihres Hasses kann sie Fiorean nicht aus ihren Gedanken verbannen, selbst in ihren Träumen sucht er sie heim. Aemyra ist fest entschlossen, ihn zu töten, denn sie ist sich sicher, dass die Göttin des Feuers ihr erst dann die verlorene Magie zurück geben wird.

"A Queen Crowned in Flames – Vom Feuer erwählt" von Hazel McBride ist der zweite Band einer fantasievollen Dilogie. Zum Verständnis sehe ich es als unabdingbar an, zunächst den Vorgänger "A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren" gelesen zu haben, da die Handlung über beide Bücher hinweg fortlaufend erzählt wird. Aemyra und ihre Familie waren mit bereits im ersten Teil sympathisch, allerdings habe ich später die Gedankenlosigkeit und Naivität der Protagonistin kritisiert. Zu Beginn dieses Folgebandes wirkte sie immer noch recht unentschlossen und emotional verloren auf mich, in Lauf der Handlung durchlief sie dann aber eine in meinen Augen sehr positive Entwicklung.

Der fesselnde Schreibstil hat mich erneut in seinen Bann gezogen und obwohl ein Großteil des Geschehens zwischen Schlachtfeld und Kriegsplanung statt fand, blieb auch Zeit für zwischenmenschliche Begegnungen, meine neue Lieblingsfigur in diesen Buch war Thear, der die Stimmung immer wieder auflockerte. Die Spannung zog sich auf einem konsequent hohen Niveau durch die gesamte Geschichte und ich kann rückblickend von einem mitreißenden, unterhaltsamen Lesevergnügen sprechen, das ich gern weiter empfehle.

Fazit: Aemyras anfängliche Unsicherheit hat mir den Einstieg in diesen Folgeband etwas erschwert, später nahm die Handlung an Fahrt auf und ich habe mich von der fantasievollen, farbenfroh erzählten Geschichte mitreißen lassen. Für diesen soliden Dilogieabschluss spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 08.06.2026

Fesselnde Slow Burn Fantasy Romance mit düsterem, gruselig anmutenden Hintergrund

Anathema
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Seit Maevyth als Baby gefunden wurde, lebt sie bei ihrer Adoptivfamilie in der Nähe der Eating Woods. Jeder im Dorf weiß, dass man das düstere Tor, das den Eingang zu dem gefährlichen Wald bildet, nicht ...

Seit Maevyth als Baby gefunden wurde, lebt sie bei ihrer Adoptivfamilie in der Nähe der Eating Woods. Jeder im Dorf weiß, dass man das düstere Tor, das den Eingang zu dem gefährlichen Wald bildet, nicht durchschreitet, doch fatale Umstände zwingen Maevyth, genau dort hin zu flüchten. Ganz knapp entkommt sie dem Wald und seinen Monstern, nur um sich in einer fremden magischen Welt wieder zu finden. Hier wird sie von dem geheimnisvollen Zevander entführt, der als Assassine des Königs reuelos tötet.Um seinen Fluch zu bekämpfen, braucht er Maevyth allerdings lebend und je länger er sie in seinem Schloss beherbergt, umso weniger kann er sich gegen ihre Anziehung wehren.

"Anathema" von Keri Lake ist eine düstere Fantasy-Geschichte, die mich schnell in ihren Bann gezogen und bis zum Schluss nicht mehr los gelassen hat. Das Buch beginnt mit einem wirklich ausführlichen Überblick über die Völker, Magien, Gottheiten und Begriffen - das finde ich sehr hilfreich und habe bereits während der ersten Kapitel mehrmals zurück geblättert, um einige der fremdartigen Worte nachzuschlagen. Denn die Geschichte ist sehr komplex, es hat eine Weile gedauert, ehe ich mich in den vielschichtigen Welten zurecht gefunden habe, in denen Maevyth und Zevander aufgewachsen sind.

Beide Protagonisten waren mir schnell ans Herz gewachsen, trotz der harten Fassade, die besonders Zevander nach außen hin zeigt, ist er (genau wie Maevyth) seiner Familie sehr zugetan, wodurch sich immer wieder sein wahres Wesen hinter dem kaltblütigen Assassinen zeigt. Den Schreibstil kann ich nur als äußerst mitreißend beschreiben, trotz der Slow Burn Entwicklung zwischen den Hauptfiguren (und die brennt wirklich extrem langsam), mochte ich das Buch zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen.

Zwar deutet der Klappentext ein anderes Geschehen an, als die Handlung tatsächlich zeigte (die Protagonisten schlagen sich nämlich nicht gemeinsam durch die Eating Woods), dem Lesevergnügen hat das meiner Meinung nach aber keinen Abbruch getan. Die Spannung hielt sich für mich auf einem angenehmen Niveau, einige humorvolle Sequenzen sowie ein wenig explizit beschriebene Erotik mischen sich mit der dunklen, stellenweise wirklich sehr gruseligen Atmosphäre zu einen fesselnden Leseerlebnis, das ich gern weiter empfehle. Da in einigen Monaten bereits die Fortsetzung erscheint, war es in meinen Augen nicht verwunderlich, dass die Autorin diesen Auftaktband mit einem Cliffhanger beendet.

Fazit: Düstere Grundstimmung und teilweise recht gruselige Szenen bilden den Hintergrund für diesen faszinierenden Reihenauftakt, der mich gefesselt und begeistert hat. Für den mitreißenden Roman voller Magie und einer Slow Burn Romanze spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Generationengeschichte in den zauberhaften Elbmarschen

Stromlinien
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Die siebzehnjährigen Zwillinge Enna und Jale sind in bei ihrer wortkargen Großmutter Ehmi aufgewachsen, ihre Mutter Alea kennen sie nur von den Besuchen im Gefängnis. Ihre Heimat sind die Elbmarschen, ...

Die siebzehnjährigen Zwillinge Enna und Jale sind in bei ihrer wortkargen Großmutter Ehmi aufgewachsen, ihre Mutter Alea kennen sie nur von den Besuchen im Gefängnis. Ihre Heimat sind die Elbmarschen, die Schwestern lieben es, mit ihrem kleinen Boot zu fahren und die einzigartige Natur zu entdecken. Seit Ewigkeiten zählen sie die Zeitabstände bis zu Aleas Entlassung - doch als der lang ersehnte Tag anbricht, ist Jale spurlos verschwunden. Und auch Alea taucht nicht auf, in den folgenden Tagen sucht Enna ununterbrochen nach ihrer Mutter und Schwester, unerwartete Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Mitschüler Luca.

"Stromlinien" von Rebekka Frank ist trotz der spannenden Personensuche eine ruhig erzählte Geschichte, die mich unerwartet tief in ihren Bann gezogen und bis zum Schluss bezaubert hat. Selbst das Nachwort hat mich noch gefesselt, denn hier erklärt die Autorin, was in ihrem Buch auf wahren Begebenheiten beruht und wobei es sich um Fiktion handelt. Wieder einmal habe ich festgestellt, dass ich es beim Lesen mag, wenn die Kapitel zwischen verschiedenen Personen und Zeitebenen wechseln - wer sich mit solchen Sprüngen schwer tut, könnte hier leicht überfordert sein. Doch wer sich auf die diversen Protagonisten und Jahrzehnte einlassen kann, wird mit einem unvergleichlichen Lesevergnügen belohnt.

Der Schreibstil hat mich gefesselt, sowohl vom Hintergrund als auch von den Figuren hatte ich ein deutliches Bild vor Augen, die Naturverbundenheit der Autorin ist beinahe auf jeder Seite zu spüren. Das wunderbare Ambiente der Elbmarschen vermischt sich mit den mitreißenden Lebensgeschichten mehrerer Generationen zu einer in meinen Augen ganz besonderen Lektüre mit emotionalem Tiefgang. Obwohl dieser Roman weit entfernt von meinem üblichen Leseschema ist, habe ich jede einzelne Minute damit genossen und spreche aus tiefstem Herzen eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Der Zauber der Elbmarschen und die Lebensgeschichten mehrerer Generationen vermischen sich zu einem fesselnden Lesevergnügen, das ich begeistert weiter empfehle.