Fantasievoller Auftaktband einer Drachen-Dilogie
Dragon Cursed – Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe)Die Stadt Vingard wird immer wieder von Drachen angegriffen, doch Gefahr droht auch von innen. Denn manche der Bewohner, die in dieser letzten Bastion der Menschen leben, tragen den Drachenfluch in sich, ...
Die Stadt Vingard wird immer wieder von Drachen angegriffen, doch Gefahr droht auch von innen. Denn manche der Bewohner, die in dieser letzten Bastion der Menschen leben, tragen den Drachenfluch in sich, ohne es selbst zu ahnen. Wer davon betroffen ist, verwandelt sich ohne Vorwarnung in eine willenlose Bestie - um das zu verhindern gibt es das Tribunal, eine jährlich stattfindende Prüfung, der sich alle Achtzehnjährigen unterziehen müssen. Wer sich als Drache entpuppt, wird auf der Stelle getötet, nur die Jugendlichen, die die Prüfung überstehen, werden als Vollbürger von Vingard anerkannt. Isola, die vom Vikar als Reinkarnation des legendären Stadtgründers gepriesen wird, fürchtet heimlich schon lange, den Fluch in sich zu tragen, sie muss alles geben, um das brutale Tribunal zu bestehen, dabei sieht sie sich gezwungen mit Lucan, dem verhassten Sohn des Vikars, zusammen zu arbeiten.
"Dragon Cursed – Zeig keine Gnade" von Elise Kova ist der Auftaktband einer spannenden Fantasy-Dilogie. Bereits nach wenigen Sätzen war ich tief in Isolas Welt versunken. Die klaustrophobische Enge der Stadt Vingard, deren äußere Ausmaße von den Schutzmauern vorgegeben wird, fand ich sehr atmosphärisch beschrieben, die Vorstellung von dem Lebensraum, der sich nur begrenzt nach unten und oben erweitern kann, hat meine Fantasie beim Lesen beschäftigt gehalten. Isola mochte ich sehr, mit ihren Zweifeln und Ängsten sehe ich sie als typische Vertreterin ihrer Altersklasse, dennoch ist sie immer bereit, für die Menschen, die ihr nahe stehen, Opfer zu bringen. Sie selbst und auch sämtliche andere Figuren im Buch fand ich authentisch und greifbar dargestellt.
Der Schreibstil hat mich durchgehend gefesselt, zwischenzeitlich mochte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Großteil der Handlung wird von den grausamen Prüfungen des Tribunals eingenommen, dadurch hielt sich die Spannung für mich auf einem konsequent hohen Niveau. Aber auch den Hintergrund fand ich faszinierend, sowohl das Magiesystem, das von Ätherlicht und -schatten dominiert wird, als auch die Historie der Stadt Vingard bildeten meiner Meinung nach den perfekten Rahmen für die Prüfungen, die Isola, Lucan und ihre Mitstreiter bestehen müssen. Insgesamt habe ich mich prächtig unterhalten gefühlt und freue mich schon darauf, auch den Fortsetzungsband zu lesen.
Fazit: Die fantasievolle Drachen-Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, für diesen wunderbaren Dilogieauftakt spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.