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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2026

Komplexes, emotional mitreißendes Meisterwerk

The Arcane Arts
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Nachdem Ellsbeth bei Ihrer Arcanus-Prüfung den Tod ihrer Schwester gesehen hat, glaubt sie nicht an den in der Polizeiakte erfassten Selbstmord. Um aufzuklären wie Bertie wirklich gestorben ist, muss sie ...

Nachdem Ellsbeth bei Ihrer Arcanus-Prüfung den Tod ihrer Schwester gesehen hat, glaubt sie nicht an den in der Polizeiakte erfassten Selbstmord. Um aufzuklären wie Bertie wirklich gestorben ist, muss sie ihre Studien der arkanen Künste weiter entwickeln und schleicht sich in die Vorlesung des renommierten Professors Rawlins. Der ist zunächst gar nicht begeistert von Ellsbeths nachdrücklicher Bitte, verspätet in seinen Masterkurs aufgenommen zu werden, obwohl er sich vom ersten Moment an zu ihr hin gezogen fühlt. Doch als er ihren einzigartigen Intellekt erkennt, kann Rawlins ihrer Anziehungskraft nicht mehr widerstehen und lässt sich auf ein gefährliches Spiel aus erotischer Anziehung und verbotenen magischen Ritualen ein.

"The Arcane Arts" von S. D. Coverly ist eine Lektüre, deren Klappentext mich anfangs gar nicht angesprochen hat, dennoch war ich nach wenigen Seiten tief in der Geschichte versunken und mochte das Buch bis zum Schluss kaum aus der Hand legen. Sowohl die emotionale Intensität der Entwicklungen zwischen Professor und Studentin, als auch die moralische Fragestellung der verbotenen arkanen Praktiken, die sie ausüben, hat mich dauerhaft in ihrem Bann gehalten. Selbst Tage nach Beendigung des Leseerlebnisses geistert es mir immer noch im Kopf herum, ich denke für mich ist dieser Roman einer, den ich von Zeit zu Zeit immer wieder lesen möchte. Dabei habe ich zu Beginn eine größere Distanz zu den Protagonisten verspürt, als ich üblicherweise zu Buchfiguren empfinde, umso mehr sind mir Ellsbeth und Rawlins später ans Herz gewachsen.

Den Schreibstil habe ich als äußerst mitreißend empfunden, besonders das (fiktive) Forschungsgebiet der arkanen Künste hat mich dauerhaft fasziniert. Die Atmosphäre war für meinen Geschmack auf einem "angenehmen" Niveau düster, das Mysterium um Berties Tod hielt das Spannungslevel konsequent hoch. Zu recht gibt es am Beginn des Buches eine Triggerwarnung, wer allerdings fürchtet, davon gespoilert zu werden, sollte eventuell nur den ersten Absatz davon lesen. Mich hat dieses außergewöhnliche Lesevergnügen von Anfang bis Ende gefesselt und emotional tief berührt, daher spreche ich eine begeisterte Leseempfehlung aus.

Fazit: Mich hat diese einzigartige, düstere Geschichte, die nicht nur Erotik und moralisch fragwürdige Rituale. sondern auch eine intensive emotionale Entwicklung umfasst, tief in ihren Bann gezogen und bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, dieses Leseerlebnis empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 03.07.2026

Unterhaltsames Weltraumabenteuer

Red Star Rebels
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Seit einigen Monaten versteckt sich die illegale Einwanderin Cleo auf der Marsstation Pax, sie kennt alle geheimen Winkel und weiß, wie die Technik hier funktioniert. Hunter ist gerade erst angekommen, ...

Seit einigen Monaten versteckt sich die illegale Einwanderin Cleo auf der Marsstation Pax, sie kennt alle geheimen Winkel und weiß, wie die Technik hier funktioniert. Hunter ist gerade erst angekommen, obwohl er der Erbe eines Mega-Konzerns ist, reist er inkognito, um seine Familie zu überraschen. Doch noch ehe er in den Systemen von Pax registriert werden kann, bricht ein Alarm los und die Station wird evakuiert. In der Hektik des Aufbruchs bemerkt niemand, dass Hunter und Cleo zurück bleiben, doch schon bald wird ihnen klar, dass sie nicht allein sind, eine feindliche Truppe hat die Zentrale übernommen. Um zu überleben müssen sie zusammen arbeiten, eine drohende Explosion macht ihre Mission zum Wettlauf gegen die Zeit.

"Red Star Rebels" von Amie Kaufman ist ein unterhaltsames Weltraumabenteuer, das mich während der gesamten Lesezeit gefesselt hat. Die beiden Protagonisten waren mir sofort sympathisch, sie stammen von verschiedenen Enden der menschlichen Hierarchie, entsprechend groß ist die gegenseitige Skepsis. Durch ihre erzwungene Zusammenarbeit entdecken sie nach und nach gewisse Parallelen in ihrem Leben und ich hatte viel Freude dabei, sie zu begleiten, während sie sich vorsichtig annäherten. Cleo, Hunter und auch die anderen Figuren habe ich authentisch und lebensecht empfunden, so dass ich emotional tief in die Geschichte eingetaucht war.

Der Schreibstil hat mich locker und leicht durch die Handlung geführt und auch die Spannung hielt sich auf einem für mich angenehmen Niveau. Das Alter der Hauptfiguren und die Tatsache, dass die Geschichte stellenweise etwas vorhersehbar war, ließ bei mir den Eindruck entstehen, dass der Roman eher auf eine jugendliche Zielgruppe zugeschnitten ist, das recht abrupte Ende passt ebenfalls dazu. Für meinen Geschmack hätte es gern noch einen Epilog geben dürfen, in dem das Abenteuer sanft ausklingt, aber vielleicht hat sich die Autorin hier auch einfach die Möglichkeit einer Fortsetzung offen gelassen. Für dieses kurzweilige Science Fiction Abenteuer spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Das Weltraumabenteuer lässt wegen des Alters der Protagonisten und der locker-leichten Schreibweise auf eine jugendliche Zielgruppe schließen, nichtsdestotrotz habe ich mich angenehm unterhalten gefühlt und empfehle den Roman gern weiter.

Veröffentlicht am 29.06.2026

Märchenhaftes Lesevergnügen, das Gemütlichkeit ausstrahlt

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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Als zweitgeborene Prinzessin hat Tandy viele Pflichten, den Großteil des Jahres verbringt sie damit, durch das Land zu reisen, um bei Eröffnungszeremonien aller Art das Königshaus zu repräsentieren. Zeit ...

Als zweitgeborene Prinzessin hat Tandy viele Pflichten, den Großteil des Jahres verbringt sie damit, durch das Land zu reisen, um bei Eröffnungszeremonien aller Art das Königshaus zu repräsentieren. Zeit zum Lesen findet sie nur während der langen Kutschfahrten, daher empfindet sie es nicht unbedingt als Unglück, als sie dazu verflucht wird, in einem Buchladen zu leben bis sich ihr größter Herzenswunsch erfüllt. Tandys Eltern sind allerdings wenig begeistert, sie senden einen Prinzen nach dem anderen zu ihr, schließlich ist allgemein bekannt, dass der Kuss eines Prinzen Flüche zu lösen vermag - und das ist doch bestimmt Tandys größter Wunsch, oder? Zwischen staubigen Bücherregalen, oft nur in Gesellschaft ihrer mürrischen Aushilfe und eines Piraten, der bei jedem Besuch etwas stiehlt, hat die Prinzessin erstmals Gelegenheit, zu überlegen, wer sie außerhalb ihrer Pflichten eigentlich sein möchte.

"Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen." von Amy Coombe ist eine unterhaltsame Geschichte, die auf jeder einzelnen Seite Gemütlichkeit ausstrahlt. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, mich in das Ambiente wie in eine flauschige Decke einkuscheln zu können, diese Atmosphäre habe ich wirklich geliebt. Prinzessin Tanadelle ist eine märchenhaft anmutende Protagonistin, so freundlich und gutherzig, dass man sie einfach mögen muss. Auch die Figuren in ihrem Umfeld fand ich liebenswert charakterisiert, allerdings hätte ich mir die verschiedenen Fantasiewesen, die diese Geschichte bevölkern, ausführlicher beschrieben gewünscht.

Zu den Drakonen heißt es z.B. lediglich, dass sie mit den Drachen verwandt sein sollen - erst nach und nach gibt es zu Sasha, der Teenager-Drakonin, die Tandy im Laden hilft, kleine Zusatzinformationen, wie die Bemerkung, dass sie sehr viele Zähne hat, oder ihr Gesicht beim "erröten" einen dunklen Grünton annimmt. Im Klappentext wird behauptet, ihre Flügel würden ständig die Bücherregale umstoßen, dabei kann ich mich nicht einmal erinnern, ob irgendwo erwähnt ist, dass sie tatsächlich Flügel besitzt.

Der Schreibstil hat mich locker und leicht durch die Geschichte geführt, die Handlung lebt eher von ihrer Wohlfühlatmosphäre, als von allzu großer Spannung, dennoch mochte ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Eventuell könnte man bemängeln, dass einige der Prinzen in ihrer geistigen Schlichtheit etwas klischeehaft dargestellt sind, dem Lesevergnügen hat das meiner Meinung nach keinen Abbruch getan. Insgesamt hatte ich mit dieser Lektüre angenehme Lesestunden, so dass ich den Roman gern weiter empfehle.

Fazit: Die märchenhafte Geschichte voller Gemütlichkeit hat mich schnell in ihren Bann gezogen und bis zum Schluss wunderbar unterhalten, dafür spreche ich gern eine Leseempfehlung aus .

Veröffentlicht am 26.06.2026

Wunderbarer Abschlussband der magischen Trilogie

House of Light and Ether - Die Goldene Stadt 3
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Nachdem es Fallon gelungen ist, Ariyon in die goldene Stadt zurück zu holen, sieht sie sich vor ihrer größten Herausforderung. Ihre Kräfte drohen, sie in die Dunkelheit zu stürzen, der alle Banes vor ihr ...

Nachdem es Fallon gelungen ist, Ariyon in die goldene Stadt zurück zu holen, sieht sie sich vor ihrer größten Herausforderung. Ihre Kräfte drohen, sie in die Dunkelheit zu stürzen, der alle Banes vor ihr verfallen sind. Dabei steht der große Kampf gegen ihre leibliche Mutter und deren Armee von Nachtwandlern kurz bevor. Fallon würde alles geben, um ihre Freunde und das gesamte Volk zu schützen, doch was ist, wenn sie selbst zur Gefahr für alle wird, die ihr nahe stehen?

"House of Light and Ether - Die Goldene Stadt 3" von Leia Stone ist der Abschlussband einer fantasievoll geschriebenen Trilogie, der mich in selbem Maße gefesselt und begeistert hat, wie die beiden Vorgänger. Zum Verständnis sehe ich es als unabdingbar an, die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen, da sich die Handlung über alle drei Bände hinweg fortzieht. Fallon mit ihrer loyalen Art war mir von Anfang an ans Herz gewachsen, auch ihre Familie und Freunde mochte ich sehr. Mein besonderes Highlight unter den Romanfiguren war der Begleitrabe Yanric, der die Stimmung trotz aller finsteren Gefahren immer wieder auflockert.

Den Schreibstil der Autorin kenne und liebe ich bereits aus vielen ihrer Bücher, auch dieses Mal ist es ihr gelungen, mir wunderbare Lesestunden zu bereiten. Die ständig anhaltende Spannung und die freundschaftlichen Szenen rund um den Akademie-Alltag bilden meiner Meinung nach eine ausgewogene Mischung, die farbenfrohe Darstellung der verschiedenen Magien rundet die Geschichte für mich perfekt ab. Insgesamt habe ich mich prächtig unterhalten gefühlt und spreche sowohl für den Abschlussband als auch für die gesamte Reihe eine überzeugte Leseempfehlung aus.

Fazit: Das Finale der magischen Fantasy-Trilogie hat mich schnell in seinen Bann gezogen und bis zum Schluss nicht mehr los gelassen, ich kann von einem wundervollen Lesevergnügen sprechen, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 22.06.2026

Starker Anfang, später schwächelte die Handlung leider

If Books Could Kill
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Obwohl Roxie Mitchell es liebt, in romantischen Büchern zu schwelgen, ganz besonders in den Liebesromanen der Autorin Anna Matthews, lässt sie sich nur auf Dates ein, bei denen abzusehen ist, dass sie ...

Obwohl Roxie Mitchell es liebt, in romantischen Büchern zu schwelgen, ganz besonders in den Liebesromanen der Autorin Anna Matthews, lässt sie sich nur auf Dates ein, bei denen abzusehen ist, dass sie zu keiner längeren Beziehung führen. Als sie einen vermeintlichen Bettler trifft, der gegen eine Geldspende verspricht Wünsche zu erfüllen, wünscht sie sich, die Hauptfigur in Anna Matthews´ nächstem Roman zu sein. Kurz darauf trifft sie Jack, der sie auf ein romantisches Date einlädt und Roxie wagt vorsichtig daran zu glauben, dass ihr Wunsch tatsächlich Realität wird. Erst als der vermeintliche Traummann versucht sie zu ermorden, liest Roxie im Internet, dass Anna dieses Mal plant, einen Krimi zu schreiben - von nun an muss sie als Hauptfigur ständig um Ihr Überleben kämpfen, unterstützt wird sie dabei von dem Literaturdozenten Grant. Während der gemeinsamen Flucht flattern immer mehr Schmetterlinge in Roxies Bauch, bekommt sie schlussendlich doch noch die ersehnte Buchromanze?

"If Books Could Kill" von Kate Eberle ist eine Geschichte, die stark beginnt, im Verlauf der Handlung aber immer mehr schwächelt. Roxie ist eine herrlich chaotische Protagonistin, die ich sofort sympathisch fand. Als sie dann auf dem Heimweg den geheimnisvollen Wunscherfüller trifft, erinnerte mich diese Szene stark an einen romantischen Hollywood-Film, auch das folgende Date, der Mordversuch und Roxies Flucht, bei der sie versehentlich den schüchternen Grant entführt, fand ich fesselnd und filmreif.

Bis zu diesem Punkt war ich von dem Leseerlebnis begeistert, die Idee mit dem Genremix mochte ich bereits im Klappentext, doch leider verlor sich von hier an die Spannung in szeneninternen Wiederholungen und belanglosem Geplänkel. Auch der Humor konnte mich nicht wirklich erreichen, obwohl mir durchaus klar war, worauf die Autorin hinaus wolle und welche Abschnitte die Lesenden zum Schmunzeln bringen sollten. Zusätzlich wurde das eine oder andere Klischee bemüht, um die romantische Entwicklung voran zu treiben, doch auch das konnte ich nicht so recht fühlen. So blieb die Geschichte in meinen Augen sehr oberflächlich, eine Lektüre die sich zwar dank des lockeren Schreibstils schnell weg lesen lässt, allerdings genau so schnell wieder vergessen wird.

Fazit: Die Idee, die Protagonistin in eine Romanhandlung versinken zu lassen, die sich ganz anders entwickelt, als erwartet, birgt jede Menge Potential. Leider konnte diese Geschichte meiner Meinung nach ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen, nach einem starken Anfang verlor sich die Spannung in Oberflächlichkeit.