Fesselnder Spannungsroman für Jugendliche
DarklyJahrzehnte nach dem Tod der legendären Louisiana Veda ist der Hype um die von ihr entwickelten Brettspiele ungebrochen, die Prototypen der verschiedenen Darkly-Spiele werden in Millionenhöhe gehandelt. ...
Jahrzehnte nach dem Tod der legendären Louisiana Veda ist der Hype um die von ihr entwickelten Brettspiele ungebrochen, die Prototypen der verschiedenen Darkly-Spiele werden in Millionenhöhe gehandelt. Als die Louisiana-Veda-Stiftung sieben Stellen für ein Sommerpraktikum ausschreibt bewerben sich hunderttausende Menschen aus aller Welt, entsprechend gering schätzt die siebzehnjährige Dia ihre Chancen ein. Zu ihrer Überraschung erhält sie die Zusage für einen der begehrten Plätze, doch entgegen ihrer Erwartung wird sie gemeinsam mit den sechs anderen Jugendlichen nicht in die Räume der Stiftung, sondern auf eine abgelegene Insel gebracht, wo einst die Darkly-Spiele produziert wurden. Anstatt der ausgeschriebenen Bürotätigkeiten, sollen die Praktikanten einen vermissten Jungen finden, der Gerüchten zufolge, ehe er verschwand, ein unbekanntes, verschollen geglaubtes Darkly-Spiel gewann.
"Darkly" von Marisha Pessl ist ein fesselnder Roman für Jugendliche, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat, obwohl ich mittlerweile deutlich älter als die Zielgruppe bin. Die etwas verschroben wirkende Protagonistin Dia mit ihrer Vorliebe für altmodische Dinge war mir auf Anhieb sympathisch. Da sie keine gleichaltrigen Freunde hat, machte sie anfangs auf mich einen etwas einsamen Eindruck, doch ich bin sicher, dass sie selbst das anders gesehen hat. Ihre Mutter ist zwar nicht unbedingt ein Musterbild an Verantwortung, doch Dia fühlt sich dem Antiquitätengeschäft ihrer Familie und auch den älteren Angestellten sehr verbunden, was sie in meinen Augen umso liebenswerter macht.
Den Schreibstil habe ich als sehr fesselnd empfunden, einmal begonnen, mochte ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum noch aus der Hand legen. Die Spannung hielt sich auf einem für mich angenehmen Niveau, wer allerdings erwartet, den gesamten Verlauf eines der äußerst komplexen Darkly-Spiele mit erleben zu können, wird enttäuscht werden. Es gab immer mal wieder Einblicke in einen kleinen Auszug des Spielgeschehens, aus meiner Sicht ein Stilmittel, um Louisianas Brillanz zu betonen und zu zeigen, wie umfangreich und kompliziert jedes einzelne Darkly tatsächlich ist. Insgesamt habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt und bin schlussendlich rundum zufrieden zurück geblieben. Für diesen spannenden Jugendroman spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus.
Fazit: Mich hat die spannenden Geschichte um die geheimnisvolle Gründerin einer Brettspieldynastie gefesselt und begeistert, dieses faszinierende Lesevergnügen empfehle ich gern weiter.