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Veröffentlicht am 12.03.2025

Kein Fan von Sommercamps? Hier findet ihr gute Gründe!

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars
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Nichts kommt 40 Grad Fieber oder der Aufwachphase nach einer Narkose näher als die Erlebnisse von Mars in der Sommerakademie der Aspen-Naturstätte… Und ich mochte es!

Einem klaren Genre kann ich die Geschichte ...

Nichts kommt 40 Grad Fieber oder der Aufwachphase nach einer Narkose näher als die Erlebnisse von Mars in der Sommerakademie der Aspen-Naturstätte… Und ich mochte es!

Einem klaren Genre kann ich die Geschichte nicht zuordnen, für mich war es ein Mix aus Thriller, Mystery, Horror & Coming of Age. (Beworben wird es als queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars.)

Mars und seine Zwillingsschwester Caroline sind unzertrennlich… Bis sie es plötzlich nicht mehr sind. Eine Chance den Graben wieder zu überwinden bekommen die beiden jedoch nicht. Caroline stirbt & im Versuch die Geheimnisse seiner Schwester zu lüften, kehrt er an die Sommerakademie für reiche Sprösslinge zurück, die ihn vor Jahren ausgeschlossen hat. Gefangen zwischen den Reibereien mit den Bewohnern der Bärenhütte im Camp sowie den mysteriösen Freundinnen seiner Schwester, die sich „Die Honeys“ nennen, zweifelt Mars bald an seinem Verstand. Trübt die Trauer sein Urteilsvermögen oder stimmt hier etwas gewaltig nicht?

Das Buch startet mit einem großen Krach (wortwörtlich sogar), danach flaut das Erzähltempo aber wieder ab, um gegen Ende beinahe über die eigenen Füße zu stolpern. Die Atmosphäre ist aber so gut, dass einen auch die ruhigen Momente auf Trab halten – hier kann immer etwas passieren!

Ich glaube, dass in dem Buch noch viele Feinheiten stecken, die mir beim ersten Lesen nicht aufgefallen sind, so oder so würde ich euch empfehlen dranzubleiben. Zusätzlich gibt es auch einige Denkanstöße zu Gender, gesellschaftlichen Normen & dem üblichen Wahnsinn als Teenager. Dass sich auf jede Frage eine Antwort findet, kann ich allerdings nicht versprechen.

Nur Mars Humor ist mit meinem eingeschränkt kompatibel. Die meisten Scherze fielen bei mir unter cringe Witze, die Manfred neckisch beim Grillfest zum Besten gibt. Aber vielleicht ist da einfach etwas an mir vorbeigegangen.

Mir hat es insgesamt gut gefallen und ich hatte es im Nu ausgelesen. Traut euch, auch wenn es wild klingt. Wir sind doch alle mal ein bisschen unhinged! Summ summ. 🐝

(Mars ist übrigens genderfluid, wird aber im Buch mit er angesprochen – das habe ich hier übernommen. Er sagt an einer Stelle im Buch auch explizit, dass ihm die Pronomen nicht wichtig sind.)

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Ungewöhnlich, aber cool!

Hairball
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Nach den letzten Thrillern zu künstlicher Intelligenz, die ein gewisses Unbehagen beschert und Smart Home in ein fragwürdiges Licht gerückt haben, kommt CrossCult mit einem neuen Thema um die Ecke: Warum ...

Nach den letzten Thrillern zu künstlicher Intelligenz, die ein gewisses Unbehagen beschert und Smart Home in ein fragwürdiges Licht gerückt haben, kommt CrossCult mit einem neuen Thema um die Ecke: Warum auch die Wahl der Haustiere gut überlegt sein sollte.

"Ein junges Mädchen mit einer schwarzen Katze beginnt zu vermuten, dass das Tier hinter all ihren Problemen steckt: dem Streit ihrer Eltern, Familienplagen und unzähligen übernatürlichen Schrecken. Während sie versucht, sich von dieser Kreatur zu befreien, entdeckt sie, dass die Katze vielleicht doch nicht böse ist. Steckt ein größerer Horror hinter den schrecklichen Ereignissen, die ihr Leben beeinträchtigen?"

Ich habe am Anfang noch nicht einschätzen können, was wohl als Nächstes passieren wird – es war nur klar, dass die Lage zunehmend eskaliert. Auch wie die Geschichte wohl ausgehen könnte, war für mich nicht sofort absehbar. (Am Ende hat’s mich vergnüglich gestimmt, ihr könnt ja mal grübeln, was das bedeuten könnte.)

Besonders spannend fand ich zu beobachten, wie unsere Protagonistin älter wird und sich ihr Blick auf die Erlebnisse ändert. Auch der Wechsel zwischen Szenen aus ihrem Leben und blitzlichtähnlichen Episoden bei der Therapie haben mir gut gefallen. Lediglich an einem Wendepunkt ging es mir etwas zu eilig und ein paar Fragen sind für mich offen geblieben.

Insgesamt lautet das Urteil: Auch ohne Katzenminze der Renner. Vor allem die Atmosphäre bekommt von mir einen fetten Daumen nach oben. (Der Anfang?!) Außerdem haben sich Stil & Geschichte für mich sehr stimmig angefühlt.

„Aus der Vorstellungskraft von Eisner Award-Gewinner Matt Kind (BRZRKR, Sweet Tooth) und in Szene gesetzt von Tyler Jenkins (Spider-Man, Kings of Nowhere) und Hilary Jenkins, lässt dieser Mystery-Thriller dich nicht aus seinen Fängen.“ Übersetzt hat’s Denis Martynov.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Spannendes Thema, aber anders als erwartet

The Killer Profile
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Ein Konzern, der mit psychometrischen Tests die Eignung von Bewerber:innen für Universitäten und Jobs prüft, eine Profilerin, die auf ein ungewöhnliches Profil stößt und eine Reihe ungeklärter Morde…

Die ...

Ein Konzern, der mit psychometrischen Tests die Eignung von Bewerber:innen für Universitäten und Jobs prüft, eine Profilerin, die auf ein ungewöhnliches Profil stößt und eine Reihe ungeklärter Morde…

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, unter anderem schauen wir auch dem Täter einige Male über die Schulter. Die verschiedenen Stränge sowie die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren interessant und haben es durchaus spannend gemacht, ob der Bewerber eine bekannte oder eine ganz andere Figur sein wird.

Leider waren die Charaktere als solche für mich zu sehr Schablonen typischer Figuren. Alle hatten mehr oder weniger ihre Aufgabe und ich hatte durchaus Mitgefühl, aber weniger um ihrer selbst willen als einfach aus dem Grund heraus, dass das, was ihnen passiert, schlimm ist. Um wirklich mitzufiebern, war das für mich zu wenig.

Dafür kann die Geschichte nichts, aber ausgehend vom Klappentext hatte ich erwartet, dass Midnight als Data Spezialistin noch ein bisschen mehr machen wird als bloß die Videos zu sehen und danach im Dunklen zu tappen. Für mich wäre es zudem spannender gewesen, wenn sie etwas überlegter recherchiert hätte und nicht immer mit Anlauf ins Wespennest gesprungen wäre.

Das Ende war leider etwas überstürzt und der Ausgang für mein Empfinden zu dick aufgetragen.

Auch wenn mich einige Punkte gestört haben, kam ich beim Lesen gut voran und war auch durchweg interessiert, wie es weitergeht. Als „rasant“ würde ich die Story aber nicht bezeichnen.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Eine Nonne als Gastwirtin für das Böse

Vespertine – Das Geheimnis der dunklen Priesterin
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Vespertine – Das Geheimnis der dunklen Priesterin von Margaret Rogerson wurde mir schon mehrfach empfohlen & hat mir richtig gut gefallen!

In Artemisias Welt sorgen die Nonnen dafür, dass Verstorbene ...

Vespertine – Das Geheimnis der dunklen Priesterin von Margaret Rogerson wurde mir schon mehrfach empfohlen & hat mir richtig gut gefallen!

In Artemisias Welt sorgen die Nonnen dafür, dass Verstorbene ins Jenseits übergehen können. Ohne sie werden aus den geliebten Menschen je nach Art des Todes Geister unterschiedlicher Ordnung. Bei einem Angriff auf ihren Konvent erweckt Artemisia den Geist eines Wiedergängers (uralt und mordlustig – upsi). ✨ Widerwillig arbeiten die beiden zusammen, um dem Vorfall auf den Grund zu gehen – und das stets auf der Hut davor von dem anderen verraten zu werden.

Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sehr klingt das nach einem Buch für mich… und warum habt ihr euch für 12 entschieden?

Mein Highlight war die Interaktion zwischen Artemisia & dem Wiedergänger – diese Art der Dynamik habe ich auch bei One Dark Window geliebt. Außerdem sind beide ziemlich coole Socken (tapfere Nonne mit dem Herz am rechten Fleck & ein Geist, der dir den Hintern rettet, dich dafür aber ausschimpft) und vielschichtiger als man zu Beginn glauben könnte. (Ich hatte außerdem das Gefühl, dass durch die Interaktionen viel über sie verraten wird, was sie selbst nicht sehen kann. 👀)

Meine Begeisterung ist nicht ganz so groß wie bei Gallant letztes Jahr, aber ein Reread (diesmal auf Englisch) ist fest eingeplant & ein Moodboard klebt auch schon im Lesejournal.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Schöne Idee!

Books, Friends & Memories
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Die nächste Buchmesse steht an & Vorbereitung ist bekanntlich alles!

Mit „Books, Friends & Memories“ habt ihr ein buchiges Freundschaftsbuch im Gepäck, das euch ganz nebenbei auch noch mit Buchempfehlungen ...

Die nächste Buchmesse steht an & Vorbereitung ist bekanntlich alles!

Mit „Books, Friends & Memories“ habt ihr ein buchiges Freundschaftsbuch im Gepäck, das euch ganz nebenbei auch noch mit Buchempfehlungen eurer liebsten Bookies versorgt.

Die SuB-Angabe (maximal 60 Bücher) wird für einige ggf. eine Herausforderung sein, aber die unterschiedlichen Seiten und Fragen sind schön gemacht!

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