Grundsätzlich hat mich das Thema und die Melancholie durchaus angesprochen, ich hatte allerdings u.a. Schwierigkeiten einige der Entscheidungen der Protagonistin nachzuvollziehen. Interessant gelöst fand ...
Grundsätzlich hat mich das Thema und die Melancholie durchaus angesprochen, ich hatte allerdings u.a. Schwierigkeiten einige der Entscheidungen der Protagonistin nachzuvollziehen. Interessant gelöst fand ich dafür den Einblick in ihre Träume, denn trotz der Kürze des Buches sind die Emotionen auf jeden Fall nicht zu kurz gekommen.
Ein sicher großartiges Buch, wenn man den Zugang zur Geschichte findet. Für mich hat es nicht gepasst.
𝗪𝗲𝘆𝘄𝗮𝗿𝗱 (dt. Die Unbändigen) ist ein bewegendes Buch über die Schicksale dreier Frauen, über Widerstand und die Kraft der Natur.
Kate (2019) entflieht einer Beziehung voller Gewalt und Kontrolle. Violet ...
𝗪𝗲𝘆𝘄𝗮𝗿𝗱 (dt. Die Unbändigen) ist ein bewegendes Buch über die Schicksale dreier Frauen, über Widerstand und die Kraft der Natur.
Kate (2019) entflieht einer Beziehung voller Gewalt und Kontrolle. Violet (1942) hadert mit den Erwartungen an junge Frauen – bis ein Erlebnis alles überschattet. Altha (1619), eine unabhängige Frau, die zudem heilkundig ist, wird der Hexerei angeklagt. Warum wir ausgerechnet diese drei Frauen begleiten, müsst ihr beim Lesen herausfinden. 🪲
Manche Bücher ziehen mich so in den Bann, dass ich mitfiebere, vor Sorge fast nicht weiterlesen mag und froh bin, mit anderen Theorien und Gedanken teilen zu können. Und genau so ein Buch ist Die Unbändigen für mich: Kraftvoll, ermutigend und unglaublich fesselnd. 🐦⬛
„Weyward, die Widerspenstigen, die Unbändigen, nannten sie uns, weil wir uns nicht unterwarfen, uns nicht ihrem Willen beugten. Doch wir lernten, diesen Namen mit Stolz zu tragen.“
Mit atmosphärischen Beschreibungen & poetischer Sprache ist man sich meiner Begeisterung oftmals bereits sicher, hier schreit alles witchy vibes – ich würde meinen Koffer jederzeit packen & das alte Cottage übernehmen. 🥹 Diese angenehme Wärme braucht es in meinen Augen auch, denn das Buch behandelt durchaus ernste Themen.
Bei verschiedenen Perspektiven ertappe ich mich oft dabei, dass ich bestimmte Charaktere besonders gern lese und dort unbedingt weitermachen möchte. Hier war das Ineinandergreifen so wunderbar gelöst, dass ich jederzeit gleichermaßen neugierig war, wie die drei Frauen ihren Weg gehen werden.
Bei einem Ereignis in der Geschichte hätte ich mir gewünscht, dass etwas weniger auf den magischen Realismus, der die Geschichte durchzieht, gesetzt worden wäre, allerdings hat mich die Ausführung im Kontext der Figuren durchaus bewegt. Mich würde interessieren, wieso dieser Weg gewählt wurde. 👀 (Dafür bin ich großer Fan von den Vorahnungen.)
Insgesamt ein grandioses Buch, das ich sehr gerne gelesen habe!
Nachdem mir „Der Schattenriss“ Anfang des Jahres unglaublich gut gefallen hat – wäre auch etwas für den Herbst! - habe ich mich sehr auf das neue Buch „Das Porzellanhaus“ von Laura Purcell gefreut.
Dieses ...
Nachdem mir „Der Schattenriss“ Anfang des Jahres unglaublich gut gefallen hat – wäre auch etwas für den Herbst! - habe ich mich sehr auf das neue Buch „Das Porzellanhaus“ von Laura Purcell gefreut.
Dieses Mal geht es um ein 𝗛𝗮𝘂𝘀 𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗚𝗲𝗵𝗲𝗶𝗺𝗻𝗶𝘀𝘀𝗲, 𝗔𝗻𝗴𝘀𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗪𝗮𝗵𝗻𝘀𝗶𝗻𝗻. Also dem Basis-Paket, das ein Schauerroman braucht.
Zum einen begleiten wir Hester, die überstürzt eine neue Stellung annimmt, und landen auf einem abgeschiedenen Anwesen an steilen Klippen – begleitet von Erzählungen vom kleinen Volk. Der Hausstand lebt in einer ganz eigenen Welt und es ist ungewiss, warum die teilweise gelähmte & stumme Hausherrin in der Kälte ihres Zimmers dahinsiecht.
Zum anderen begleiten wir Louise, die Hausherrin, 40 Jahre bevor Hester eintrifft. Nachdem ihre Mutter und ihre Geschwister an der Schwindsucht gestorben sind, zählt für ihren Vater nur noch eines: Ein Heilmittel für die Krankheit zu finden. Für seine experimentelle Studie kommen erkrankte Straftäter gerade richtig…
Ich liebe die Art, wie die Autorin ihre Geschichten strickt. Auch hier gab es wieder eine dichte Atmosphäre, ein ständiges Hinterfragen der Schilderungen und Charaktere sowie einen leichten Gruselfaktor.
Eindrücklich fand ich zudem das Suchtverhalten bzw. die Gedankengänge in Bezug hierauf. Ich denke, dass man an dieser Stelle aber wissen sollte, dass diese Thematik – mit weiteren sensiblen Inhalten – auftaucht. (Weitere CN würden vermutlich spoilern.)
„Das Porzellanhaus“ hat sich wieder angenehm lesen lassen, gleichzeitig fand ich die einzelnen Stränge der Geschichte diesmal weniger raffiniert miteinander verwoben und das Ende etwas zu übereilt, obwohl mir der Ausgang durchaus gefallen hat. Für mich lebt das Buch von der Atmosphäre & den Charakteren.
Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher der Autorin, Laura Purcell gehört nun ziemlich sicher zu meinen liebsten Gothic Novel Autorinnen.
Cushla Lavery unterrichtet an einer Grundschule in Belfast und kümmert sich um ihre alkoholkranke Mutter. Sie versucht nicht aufzufallen – „ein falsches Wort, schon findet man sich auf einer Todesliste wieder“ – und das Richtige zu tun. Doch nicht immer sind die beiden Ansätze deckungsgleich, zum Beispiel als sie einem Schüler, dessen Vater fast totgeprügelt wurde, hilft, was nicht alle mit Wohlgefallen betrachten. Und dann verliebt sie sich in einen Mann, der nicht nur verheiratet, sondern auch Protestant ist…
Für mich war es das erste Mal, dass ich mich an einem Roman über den Nordirlandkonflikt („The Troubles“) versucht habe. Wie zu erwarten war die Atmosphäre eher düster, beinahe trostlos grau. Umso dankbarer war ich über kürzere Stellen, die zum Schmunzeln einladen, z. B. müssen die Kinder zur Strafe einen bekannten Satz aus Bambi aufschreiben. Könnt ihr erraten welchen?
Außerdem war ich überrascht, wie emotional die Geschichte ist, obwohl der Erzählstil eher wenig blumig ist. Mit Cushla konnte ich gut mitfühlen, sehr bewegt hat mich z. B. ihr Wunsch nach einem Namen, der ihre Konfession nicht preisgibt.
„Aus Versehen“ habe ich nebenbei auch noch weitere Sachen gelernt. Ich kenne mich mit Stricken nicht aus, weiß jetzt aber, dass das Aran-Muster Seefahrer schützen sollte und jeder Teil für etwas steht (z. B. Zopfmuster = Netze der Fischer = Glück beim Fang). 🧶
Besonders gelungen finde ich, dass wir am Beispiel verschiedener Figuren sehen, was die Ereignisse mit deren Leben und Wünschen anstellen. Was passiert mit Träumen und Hoffnungen? Wofür setzt man sich noch ein?
Insgesamt war ich die Atmosphäre sehr einnehmend und aufwühlend, sodass ich die Leseabschnitte gar nicht an einem Stück lesen konnte. Trotzdem (oder gerade weil es mich so erreicht hat) kann ich das Buch sehr empfehlen.
"Hexengarten: Reise in die Welt der magischen Pflanzen" ist kein reines „Hokuspokus Fidibus“-Buch – sprich keines der esoterisch angehauchten Bücher, die ich zum Thema ebenfalls gern lese –, sondern eine ...
"Hexengarten: Reise in die Welt der magischen Pflanzen" ist kein reines „Hokuspokus Fidibus“-Buch – sprich keines der esoterisch angehauchten Bücher, die ich zum Thema ebenfalls gern lese –, sondern eine Sammlung von Porträts alltäglicher und weniger alltäglicher Pflanzen gespickt mit heilkundlichen, historischen und kulturellen Aspekten.
Die Illustrationen der Pflanzen und die gesamte Aufmachung des Buches ist wunderschön & für mich gab es viel neues Wissen zu entdecken.
Mir hat das Schmökern auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht!