4,5
Das KalendermädchenSebastian Fitzek liefert mit seinem diesem Psychothriller eine Story, die durch verschiedene Zeitebenen und Perspektiven sofort zum Mitdenken anregt. Man verliert sich regelrecht in dem Netz aus Ahnungen ...
Sebastian Fitzek liefert mit seinem diesem Psychothriller eine Story, die durch verschiedene Zeitebenen und Perspektiven sofort zum Mitdenken anregt. Man verliert sich regelrecht in dem Netz aus Ahnungen und Theorien, während man die verzweifelte Lage von Figuren wie Alma und Olivia mitfühlt. Der Schreibstil ist dabei gewohnt präzise und alles andere als monoton, wodurch eine beklemmende Atmosphäre entsteht, in der man den kühlen Wahnsinn des Täters förmlich spüren kann.
Inhaltlich werden heftige Themen wie Adoption, religiöser Fanatismus und das Schweigen der Gesellschaft aufgegriffen. Auch wenn manche Wendungen für mich etwas zu konstruiert und zufällig wirkten, hat mich der Plot so sehr gefesselt, dass ich das Buch in weniger als 24 Stunden beendet habe. Die Schockmomente sind gut platziert, auch wenn die psychologische Tiefe des Täters für noch mehr Gänsehaut hätte sorgen können.
Auch optisch ist das Buch ein Hingucker.
Das Cover wirkt durch den reduzierten Look fast schon steril, was den Kontrast zu den eingekratzten Buchstaben auf der Fensterscheibe nur noch verstärkt. Es vermittelt sofort dieses Gefühl von Eingesperrtsein und Beobachtetwerden, was super zum Inhalt passt.
Mein Fazit fällt sehr positiv aus, denn wer Lust auf einen temporeichen Pageturner mit Gänsehautgarantie hat, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Es ist die perfekte Lektüre für alle, die sich gerne in psychologischen Abgründen verlieren, auch wenn man bei der Logik manchmal ein Auge zudrücken muss.