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Veröffentlicht am 05.10.2025

Besser als der erste Band

Magic Island - Zauber des Vergessens (Magic Island, Bd. 2)
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Julian wacht nach einem Unfall im Krankenhaus auf. Noch immer erinnern sich weder seine Eltern noch sein bester Freund Milo an ihn. Es ist, als hätte es ihn nie gegeben. Zum Glück gibt es die magische ...

Julian wacht nach einem Unfall im Krankenhaus auf. Noch immer erinnern sich weder seine Eltern noch sein bester Freund Milo an ihn. Es ist, als hätte es ihn nie gegeben. Zum Glück gibt es die magische Insel Elenum und die anderen Helden, die Julian unterstützen. Sie erfahren, dass ihr Rivale Caleb den Zauber des Vergessens gegen Julian gewirkt hat. Gemeinsam müssen sie an die alten Aufzeichungen über diesen Zauber gelangen. Doch immer wieder stellt Caleb sich ihnen in den Weg. Er scheint immer einen Schritt voraus zu sein. Wird Julian für immer vergessen bleiben?

Zugegeben. Vom ersten Band der Reihe war ich etwas enttäuscht, aber er endete mit einem Knaller-Cliffhanger, der neugierig auf den neuen Band machte. So offen, wollte ich die Reihe dann doch nicht stehen lassen. Und tatsächlich fand ich sofort wieder ins Geschehen, das direkt an den ersten Band anschließt. Diesen sollte man für das Verständnis der Zusammenhänge trotz einiger Schwächen gelesen haben. Diesmal gelang es dem Autor, die Hintergründe und das Geschehen besser und anschaulicher zu beschreiben. Ich hatte immer das Gefühl nah an der Handlung zu sein, die für mich in weiten Teilen auch logisch war. Da sie aber auch eine Zeitreise enthält, muss man schon aufmerksam lesen. Mir gefiel, wie die Verzweiflung von Julian, der von allen außer den Helden vergessen wurde, hier das Buch durchdringt. Man konnte sich da wirklich gut einfühlen. Auch die Einrichtung des Räumlichkeiten auf Elenum gefiel mir gut, sowohl die speziellen Heldenräume als auch das Archiv, in welches die Kinder reisen müssen, um den Zauber zu finden.

In der Vergangenheit, die sie ebenfalls aufsuchen müssen, lief es mir allerdings etwas zu glatt. Dafür war der epische Kampf, der später noch folgt, sehr actionreich. Vor allem aber die überraschenden Wendungen, auf die man hier vollkommen unerwartet zusteuert, haben mich dann wirklich erstaunt und ein erneuter Cliffhanger sorgt wieder dafür, dass man weiterlesen möchte. Eine Schwäche bleibt jedoch. Bis auf den verzweifelten Julian konnte ich mich nicht wirklich in die Charaktere einfühlen. Da war immer eine gewisse Distanz, bzw. blieben die Helden in weiten Teilen zu blass, obwohl sich die Beschreibung der Handlung und der Umgebung wirklich verbessert hat. Daher gibt es diesmal 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Wieder ein begeisterndes Abenteuer voller Magie

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall
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Bald steht für Sepia und ihre beiden Lehrlingsfreunde die erste Prüfung an. Doch in Flohall passieren wieder seltsame Dinge, denen die drei auf den Grund gehen wollen. Zudem besuchen sie heimlich und unerlaubterweise ...

Bald steht für Sepia und ihre beiden Lehrlingsfreunde die erste Prüfung an. Doch in Flohall passieren wieder seltsame Dinge, denen die drei auf den Grund gehen wollen. Zudem besuchen sie heimlich und unerlaubterweise ein besonderes Theaterstück, das in einer Beinahekatastrophe endet. Irgendjemand scheint sich hier die Vergangenheit von Flohall zunutze machen zu wollen uns schreckt vor nichts zurück. Sepia, Niki uns Sanzio stürzen sich erneut in Gefahr, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Ich war schon vom ersten Band über Sepia, Flohall und die Tintenmagie so begeistert, da war auch der zweite Band ein Must-Read. Und es hat sich auch diesmal wirklich gelohnt, denn kaum bin ich in die Welt mit ihren seltsamen Wesen und Zaubern eingetaucht, war ich erneut in ihrem Bann. Vor allem Sepia und ihre Freunde entwickeln sich weiter, werden etwas erwachsener, wenngleich sie immer noch recht unvernünftig sind, wenn es um ihre Ermittlungen und das aufspüren von Geheimnissen geht. Die Meister verhalten sich seltsam und auch in Flohall scheint etwa im Argen zu liegen. Man möchte unbedingt mehr erfahren, gerade weil sich hier die weltlichen Kräfte der Stadt sehr einmischen. Man weiß nicht so recht, wem man da trauen kann.

Ganz toll fand ich die Szenen im Theater, wo die Geschichte Flohalls aufgerollt wird, die sehr aufregend zwischen Wahrheit und Legende zu liegen scheint. Doch was hat die Geschichte mit den aktuellen Ereignissen zu tun. Dazu kommt noch, dass für zwei der Heldinnen aus Band eins eine erste schwere Prüfung ansteht und beide angesichts komischer Vorfälle leicht verunsichert sind. Da kann man sich als Leserin sehr gut ein- und mit den Figuren mitfühlen. Es gibt jede Menge Geheimnisse und unerwartete Wendungen. Obwohl ich doch recht früh auf jemanden als Drahtzieher getippt habe und sich das am Ende als richtig herausstellte, habe ich diesen tollen Kinderbuch-Schmöker einfach nur genossen und freue mich seitdem auf den nächsten Band, der im Frühjahr 2026 erscheinen soll. Allen, die gerne magische Geschichten voller Fantasie lesen, sei das Buch und die Reihe sehr ans Herz gelegt. Ich empfehle, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um kein Detail zu verpassen. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Hatte ich mir viel spannender vorgestellt

The Inheritance Games
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Vom Highschool-Mädchen mit Nebenjob zur Milliardenerbin. Avery Grambs kann es nicht fassen, als sie zur Testamentseröffnung des Multimilliardärs Tobias Hawthorne eingeladen wird und erfährt, dass sie praktisch ...

Vom Highschool-Mädchen mit Nebenjob zur Milliardenerbin. Avery Grambs kann es nicht fassen, als sie zur Testamentseröffnung des Multimilliardärs Tobias Hawthorne eingeladen wird und erfährt, dass sie praktisch als Alleinerbin eingesetzt wurde. Dabei hatte der schwerreiche Mann genug Familienmitglieder, die dafür in ihren Augen besser geeignet wären. Allen voran seine vier attraktiven Enkelsöhne. Warum also ausgerechnet sie? Als sie ihrer Verpflichtung in Hawthorne House zu wohnen nachkommt, stellt sie fest, dass der Erblasser eine Leidenschaft für Rätsel hatte, die sowohl sie als auch seine Enkel teilen. Wem kann sie hier überhaupt trauen? Ehe sie sichs versieht, trachtet ihr jemand nach dem Leben.

Dutzende Male habe ich von dieser Reihe nur das Beste gehört, sie wird gehyped und geliebt. Nun wollte ich selbst testen, was dran ist. Wo andere jedoch schon nach wenigen Seiten gefesselt sind und gebannt die knapp 400 Seiten verschlingen, dauerte es bei mir, bis sich die Lust aufs Weiterlesen einstellte. Avery ist ein taffes Mädchen, das sich kaum einschüchtern lässt, sie ist klug und dabei hatte sie es nie leicht. Trotzdem stolpert sie etwas blauäugig in diese ganze Angelegenheit. Meiner Meinung nach verschwendet sie zu viele Gedanken an die attraktiven Hawthorne-Enkel. Das hat sie bei ihrer Intelligenz eigentlich nicht nötig und irgendwie wirkte das Ganze für mich gezwungen, zumal immer gerade der Junge ihr Herz höher schlägen lässt, der gerade in der Nähe ist. Zwei von ihnen aber ganz besonders. Gerade die sind es auch, die mit dem Schicksal eines anderen Mädchens verbunden sind, welches nicht gut ausging. Da ist es schon vorhersehbar, dass Avery ebenfalls in Gefahr gerät und nicht weiß, wem sie trauen kann, zumal sie den Vieren gerade das Erbe weggeschnappt hat und ihr Leben im Umbruch ist.

Ich mir statt dieser ewigen Gedanken zum umwerfenden Aussehen und den Fähigkeiten der Hawthornes jedoch viel mehr Rätselraten erhofft. Das gibt es zwar auch, aber gerade in den ersten beiden Dritteln viel zu wenig, so dass die Spannung sehr auf sich warten lässt. Auch gab es so viele Zufälle, Dinge, die mir unwahrscheinlich erschienen, dass ich die Geschichte nicht wirklich so ernst nehmen konnte. Vielleicht bin ich auch schon aus dem Alter raus, in dem das Buch so richtig flasht. Gerade Averys Verbindung zum Multimilliardär, die sie unbedingt erfahren möchte, war enttäuschend. Dabei waren es das Rätsel um diese Verbindung und natürlich auch die vielen Spielchen, die mich beim Lesen bei Laune gehalten haben. Trotzdem hab ich mir mehr erwartet. 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Teamwork gegen Drachengefahr

Magic Agents – In Barcelona flippen die Drachen aus!
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In Barcelona findet die internationale Fabelwesenkonferenz statt, bei der die Fabelwesen darüber abstimmen, ob sie weiterhin mit der Behörde der Magenten kooperieren wollen. Die Elite jedoch will dies ...

In Barcelona findet die internationale Fabelwesenkonferenz statt, bei der die Fabelwesen darüber abstimmen, ob sie weiterhin mit der Behörde der Magenten kooperieren wollen. Die Elite jedoch will dies verhindern und plant einen fiesen Anschlag. Elia bekommt den Auftrag, die feindliche Verschwörung zu stoppen, zu der sich auch die Drachen Barcelonas gesellen. Doch der Plan ist viel zu wichtig, um ihn allein zu erledigen. Ausgerechnet der Junge, den Elia in ihrem ersten Fall ersetzen musste, soll nun ihr Partner sein.

Wieder nimmt uns Anja Wagner in ihrer Reihe Magic Agents mit in eine europäische Hauptstadt und versteht es wunderbar, deren Eigenheiten, Sehenswürdigkeiten und die Einwohner, sowie Legenden in ihre Geschichte einzubauen. Tatsächlich kannte ich kaum Details über diese faszinierende Stadt und so war mir vieles ganz neu. Es hat Spaß gemacht, die Stadt auf diese Weise zu erkunden. Auch die alten Geschichten waren wieder sehr interessant. Das ist ein großes Plus dieser Reihe, denn die jungen Leser*innen können Europa darin ganz nebenbei kennen lernen.

Das Cover zeigt schon, dass wieder einige alte Bekannte aus den Vorgängern eine Rolle spielen. Überrascht war ich, dass wir hier auch auf den gescheiterten Magenten aus Band 1 treffen, der nun mit Elia ein Team bilden soll. Da war ich doch etwas skeptisch, ob das klappt. Vor allem weil die Gefahr diesmal riesig ist und es auch um Magentenpolitik geht. Nichts Anderes als das Verhältnis zwischen Magenten und Fabelwesen stehen auf dem Spiel, die Elite alles tut, um deren Verbindung zu torpedieren. Allen voran ein alter, bekannter Feind. Super fand ich auch, dass hier die verschiedensten Wesen vorkommen, die sich zur Konferenz versammeln. Die Drachen aus dem Titel allerding kamen mir fast etwas zu kurz. Auch die Witchwatch Glenda läuft diesmal nicht ganz so geschmeidig mit, wie sonst. Trotzdem ist das Buch wieder flott und aufregend geschrieben. Fans der Reihe dürfen sich darauf freuen. Neulingen empfehle ich jedoch, die Bände der Reihe nach zu lesen. Auch wenn jeder in sich abgeschlossen ist, entwickelt sich manches erst in deren Verlauf und einige Details werden nur noch kurz erklärt. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Schönes Backbuch mit grundlegenden Rezepten für Anfänger*innen

Cozy baking time
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Optisch passt Cozy baking time schon mal super in die kalte Jahreszeit, mit dem schönen Wohlfühlcover in warmen Farben und mit Goldakzenten. Es ist auch das erste Backbuch mit Farbschnitt, das mir begegnet, ...

Optisch passt Cozy baking time schon mal super in die kalte Jahreszeit, mit dem schönen Wohlfühlcover in warmen Farben und mit Goldakzenten. Es ist auch das erste Backbuch mit Farbschnitt, das mir begegnet, was schon einen Hinweis auf die Zielgruppe und vielleicht auch die Autorin gibt, die eine Buchliebhaberin ist. Schlägt man das Buch auf, merkt man ziemlich schnell an der lockeren Sprache, dass es sich wohl vor allem an junge Leute ab Gen Z richtet. Wer sich an vielen Jugendwörter und Anglizismen stört, der sollte vielleicht auf ein anderes Buch ausweichen. Auch die Auswahl der Rezepte ist ein Hinweis darauf, dass hier vor allem die zum Backen motiviert werden sollen, die sich bisher nicht so recht rangetraut haben. Es gibt sehr viel Bekanntes, dem man einfach einen neuen Namen gegeben hat, um dann im Nachsatz zu schreiben, wie der Kuchen bei Mama geheißen hätte. Das ist alles ein bisschen Spielerei, denn ob der Käsekuchen jetzt Cheesy Boi oder Käsekuchen heißt, ändert nichts an seinem yummy taste. So können eben auch ältere Backanfängerinnen das Buch super nutzen, wenn sie keinen Wert auf korrekte Grammatik legen ...

Von den Rezepten her findet sich wirklich sehr viel Bekanntes, wie z.B. Zimtschnecken, Mohnkuchen, Kirschstreusel, Schokoladenkuchen, Zimtsterne, Cookies usw. Für Backanfänger
innen sind das tatsächlich aber ein nützlicher Grundstock, der ohne viele exotische Zutaten und spezielle Gerätschaften auskommt. Alles, was man braucht, sind ein paar Backformen, Schüssel, Teigschaber und ein Rührgerät und dann kann es auch schon losgehen. Für die kalte Jahreszeit finden sich relativ wenige Rezepte mit Obst, dafür viel mit verschiedenen Nusssorten, Schokolade, Streuseln und winterlichen Gewürzen. Ein paar Rezepte lassen sich in ihrer Form auch noch pimpen. Dazu gibt die Autorin gleich zu Anfang Hinweise. Auch sechzehn Back-Hacks werden dort mit vielen nicen Worten beschrieben. Und ganz wie es heute in jedem Booktok-Hype-Buch der Fall ist, gibt es zum Backerlebnis noch die passende Playlist mit über 50 Songs, davon 5x Taylor Swift. Nicht gerade originell und bei relativ kurzen Zubereitungszeiten vielleicht etwas übertrieben.

Bei den Rezeptseiten selbst gibt es nichts weiter zu bemängeln, die sind top aufgeteilt und sehr übersichtlich, enthalten dabei alle Informationen, die man für ein gelungenes Ergebnis benötigt: Die Angabe der Stückzahlen, die das Rezept ergibt, die Zutatenliste aufgeteilt nach Teigen, Füllungen, Belägen usw., die benötigten Backformen und ihre Größe sowie Zubereitungszeit, Backzeit, Temperatur und die Zubereitungsanleitung in Einzelschritten. Die Fotos sind verlockend und machen Vorfreude auf den Kuchengenuss. Bei manchem Bild hätte ich mir einen Blick auf die Schnittseite des Kuchens gewünscht und nicht nur eine Aufnahme von oben. Die inneren Werte sind mir da mindestens genauso wichtig.

Insgesamt ein sprachlich recht hippes Backbuch mit wenig neuen Rezepten, das ein bisschen zu sehr die Generation Z, Booktok und Co. mit Omas Klassikern abholen möchte. Die meisten davon gibt es bei uns übrigens das ganze Jahr über und nicht nur zur cozy Herbst-/Winterzeit. POV: Wer noch kein grundlegendes Backbuch zu Hause hat oder gerade erst mit dem Backen beginnen möchte, der kann hier literally zugreifen. 4 Sterne

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