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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Darfs ein bisschen mehr sein?

Greta & Valdin
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Greta und Valdin sind Geschwister und leben zusammen in Neuseeland. So schrill und farbenfroh wie das Cover sind auch sie und ihre gesamte Familie. Ihr Vater kommt aus Russland ihre Mutter ist Maori, was ...

Greta und Valdin sind Geschwister und leben zusammen in Neuseeland. So schrill und farbenfroh wie das Cover sind auch sie und ihre gesamte Familie. Ihr Vater kommt aus Russland ihre Mutter ist Maori, was sie in Neuseeland zu einer Minderheit macht. Auch ihr Liebesleben ist bewegt. Während Greta unglücklich in Holly verliebt ist und versucht sich mit „Heterogeschichten“ abzulenken, trauert Valdin noch immer seiner großen Liebe Xabi hinterher. Ein Mann den er einfach nicht vergessen kann. Wir wechseln ständig die Perspektive zwischen Valdin und Greta und bekommen so einen Rundumblick dieser ziemlich verrückten Familie. Denn wer hier was mit wem hat und aus welchem Grund ist nicht so ganz klar. Verwirrend auch, dass mehrere Protagonisten denselben Namen haben oder einfach auch mal mehrere Namen. Die Gespräche waren Girlmore Girls-like. Witzig aber teilweise auch sinnlos. Auch die Handlung ist leider eher mager. Ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss, dass aber sehr unterhaltsam und kurzweilig ist.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Das Klavier im Raum

Die Summe unserer Teile
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Lucy wohnt, mit Oliver in einer WG in Berlin. Sie wähnt sich weit weg vor ihrer besitzergreifenden Mutter, als diese ihr plötzlich einen Konzertflügel liefern lässt. Der riesige Flügel nimmt nicht nur ...

Lucy wohnt, mit Oliver in einer WG in Berlin. Sie wähnt sich weit weg vor ihrer besitzergreifenden Mutter, als diese ihr plötzlich einen Konzertflügel liefern lässt. Der riesige Flügel nimmt nicht nur Raum in Lucys Zimmer ein, sondern auch in ihren Gedanken. Sie flieht nach Polen. An den Ort aus dem ihre Großmutter einst stammte. Die selbst aber im Zweiten Weltkrieg in den Libanon geflohen ist. Mit ihrer Mutter hat Lucy seit drei Jahren nicht mehr gesprochen. Um aber mehr über ihre Großmutter zu erfahren, wagt sie eine Kontaktaufnahme. Das Cover und auch der Titel des Buches haben mich sehr angesprochen. Umso enttäuschter war ich vom Inhalt. Die drei Protagonistinnen sind sich leider extrem ähnlich und bleiben eher farblos. Ihre Probleme blieben mir fremd. Für mich lief das alles unter: Jammern auf hohem Niveau. Da ist die Tochter traumatisiert, weil sie als Kind gezwungen wurde Klavier zu üben. Mittlerweile erwachsen, schafft sie es dann nicht mit ihrer Mutter zu sprechen und dieser Grenzen aufzuzeigen. Stattdessen bricht sie den Kontakt ab, lässt sich ihr Leben aber weiter von den Eltern finanzieren. Der Vater wird gleich mit bestraft, als würde er gar nicht existieren. Ist jedoch ein berühmter Psychologe, der es aber scheinbar auch nicht schafft, eine normale Beziehung zu Frau und Tochter zu führen. Mich hat dieses Buch nur aufgeregt. Wie sich gesunde junge Menschen aus falschem Stolz ihr Leben so versauen können, ist für mich unbegreiflich. Dieses ständig Ungesagte, dieses wegrennen vor Problemen, dieses mimosenhafte Gehabe hat mich einfach nur wütend gemacht.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Mensch und Technik

Finn Dever
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Finn Dever hat Visionen und kann so die nahe Zukunft seines Gegenübers sehen. Das macht ihn für die Polizei und ihre Ermittlungsarbeit besonders wertvoll. In Blackvale treibt ein Serienkiller sein Unwesen. ...

Finn Dever hat Visionen und kann so die nahe Zukunft seines Gegenübers sehen. Das macht ihn für die Polizei und ihre Ermittlungsarbeit besonders wertvoll. In Blackvale treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Mehre Morde hat er bereits auf bestialische Weise verübt. Die Ermittler Kate und Brad tappen noch immer im Dunkeln. Finns Gabe soll ihnen helfen dem Täter auf die Spur zu kommen. Das Buchcover weist den Leser darauf hin, dass es sich bei Finn um einen KI-Ermittler handelt. Mein erster Gedanke war, dass er ein IT-Spezialist ist, der große Datenmengen analysiert. Deshalb war ich im ersten Drittel des Buches etwas verwirrt, was Finns Gabe angeht. Die Erklärung folgt jedoch rasch und ließ mich ziemlich staunen. Hier tut sich doch eine ganz neue Welt auf. Neben dem spannenden Fall lässt uns der letzte Blick, in die Zukunft schauen. Die für mich irgendwie bedrückend und gruselig anmutet. Besonders da Finn nicht der einzige seiner Art zu sein scheint. Interessant fand ich das Gedankenspiel, wie Technik und Mensch verbunden werden. Berechenbar ist die Technik, die menschliche Natur jedoch nicht. Finn ist ein interessanter Charakter, der mir hier noch etwas zu weichgezeichnet war. Er könnte ruhig noch einige Ecken und Kanten entwickeln. Da dies erst der erste Teil einer Reihe war, macht er bestimmt noch eine Entwicklung durch. Denn seine Gabe scheint viel Potential zu haben. Es kann also spannend weitergehen.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Witzig und kurzweilig

Super-Dad und die explodierende Kacke
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Die Bildungsministerin Thekla Tikka sitzt gerade lesend auf dem Klo, als sie plötzlich samt Klo ins Weltall geschossen wird. Ein verrückter Erfinder droht mit weiteren Explosionen. Der Polizist Super-Dad ...

Die Bildungsministerin Thekla Tikka sitzt gerade lesend auf dem Klo, als sie plötzlich samt Klo ins Weltall geschossen wird. Ein verrückter Erfinder droht mit weiteren Explosionen. Der Polizist Super-Dad ist der Meinung diesen Fall lösen zu können, denn er ist sehr überzeugt von sich. Seine Tochter Oona ist nicht von seinen Fähigkeiten überzeugt. Sie und ihr bester Freund Eeli versuchen selbst den Fall zu lösen und müssen dabei aufpassen, dass Super-Dad nicht allzu viel Chaos anrichtet. Das Buch ist superlustig geschrieben. Am witzigsten fanden wir die Kommentare der Oma. Allerdings hatten wir uns unter einem Comic doch etwas anderes vorgestellt. Da gibt es ja bekanntlich viele Bilder und wenig Text. Dies ist hier nicht so. Die Seiten sind gut mit Text gefüllt und erst für Kinder ab der 4. Klasse geeignet zum selber lesen. Unterbrochen wird der Text jedoch durch viele witzige Illustrationen und den schon erwähnten lustigen Kommentaren der Oma. Als pädagogisch wertvoll oder gediegene Kinderliteratur würde ich es nicht bezeichnen. Aber meine Tochter hatte Spaß daran, und dabei kommt es beim Lesen ja an.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Terror und Intrigen

Echokammer
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Wenige Woche vor der Parlamentswahl, wird Norwegen von Terroristen bedroht. Was zuerst wie eine Geiselnahme aussieht, entpuppt sich als Bedrohung für die norwegische Bevölkerung. Die beiden Ermittler Liselott ...

Wenige Woche vor der Parlamentswahl, wird Norwegen von Terroristen bedroht. Was zuerst wie eine Geiselnahme aussieht, entpuppt sich als Bedrohung für die norwegische Bevölkerung. Die beiden Ermittler Liselott Benjamin und Martin Tong begegnen sich bei diesem Fall zum ersten Mal. Doch schon nach kurzer Zeit sind sie ein eingespieltes Team. Die Perspektiven wechseln zwischen der spannenden Ermittlungsarbeit und den politischen Querelen hin und her. Denn der Wahlkampf ist gespickt von Intrigen und Machtspielchen. So manche Dialoge der Parteimitglieder fand ich erst langweilig, bis sich jedoch nach und nach ein Bild aufbaute, dass dann wieder trickreich und spannend inszeniert war. Überhaupt wechselten sich ruhige Passagen hier mit temporeichen ab, so dass keine allzu großen Längen entstanden, jedoch auch kein berauschender Pageturner. Die norwegische Stimmung hat mir so richtig gut gefallen und das Ermittlerteam hat Potential für weitere spannende Teile. Hier bleibe ich sehr gerne dran und freue mich auf diese Reihenneuentdeckung.

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