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Veröffentlicht am 25.11.2025

Verlassene Mütter

Die geteilte Schuld
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Die Geschichte handelt von zwei Frauen, der Einsamkeit, dem Verlassenwerden und der Mutterschaft. In den 70er Jahren verliebt sich die Kranführerin Martina unsterblich in ihren Traummann Mischa. Beide ...

Die Geschichte handelt von zwei Frauen, der Einsamkeit, dem Verlassenwerden und der Mutterschaft. In den 70er Jahren verliebt sich die Kranführerin Martina unsterblich in ihren Traummann Mischa. Beide glauben fest an den Sozialismus und arbeiten daran das Land aufzubauen. Doch nach und nach bröckelt nicht nur der Putz von den Altbauruinen, sondern auch ihr Glaube an eine Zukunft in der DDR. Als ihre Tochter zur Welt kommt, ist für Martina das Glück perfekt, doch Mischa sucht sein Glück auf der anderen Seite der Mauer und lässt Frau und Kind im Stich. In einem zweiten Erzählstrang lernen wir die Schriftstellerin und Journalistin Katja kennen. Sie lebt zurückgezogen und einsam, bis sie eine Affäre mit ihrem Chef beginnt. Für sie das Glück auf Erden, bis diese Liaison in einer Katastrophe endet. Die Autorin porträtiert in ihrem Roman zwei Frauen, die sich verzweifelt nach Nähe sehnen, nach einer Familie, Menschen, die zu ihnen gehören. Doch sie werden verlassen und sollen in Einsamkeit und Isolation Kinder aufziehen. Überfordert und verletzt versuchen sie aus dieser Rolle zu fliehen und ergreifen dafür drastische Maßnahmen. Der Erzählstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Nach dem Prolog, dachte ich erst: Wie kann man so etwas tun? Sowas kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Im Laufe der Geschichte wurde ich jedoch in die dunklen Gedanken mit hineingezogen und auch mir blieb am Ende dieser Ausgang als letzte sinnvolle Konsequenz übrig. Eine doch eher schwere Geschichte, die ein anderes Bild auf die Mutterschaft wirft, dass jedoch auch unbedingt erzählt werden muss.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Die Bank gewinnt- immer

Kasino
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Die Stadt Baden-Baden, im Jahre 1847, entwickelt sich zu einer Europäischen Metropole des Glücksspiels und zu einem Sehnsuchtsort. Claire Engel zieht es ebenfalls in die Stadt, denn hier erhofft sie sich ...

Die Stadt Baden-Baden, im Jahre 1847, entwickelt sich zu einer Europäischen Metropole des Glücksspiels und zu einem Sehnsuchtsort. Claire Engel zieht es ebenfalls in die Stadt, denn hier erhofft sie sich ihren Traum zu verwirklichen und als erste Frau im Kasino Croupière zu werden. Vor ihr liegen viele Vorurteile und Unwägbarkeiten. Doch schnell findet sie beim älteren Sicherheitsmann Theo eine Vaterfigur, der sie unter seine Fittiche nimmt. Doch Theo hütet ein schreckliches Geheimnis. Die Bekanntschaft mit dem jungen adligen George stürzt Claire in ein Gefühlschaos und auch ein anderer Mann macht ihr arg zu schaffen.
Die Geschichte um die junge Claire hatte mich recht schnell in ihren Bann gezogen. Sie ist ein sehr sympathischer Charakter, dem man nur das Beste wünscht. Die vielen kleinen Geheimnisse und Intrigen in diese Geschichte bauen mächtig Spannung auf. Hier muss so manche Frau um ihren guten Ruf fürchten. Das Glücksspiel zieht einige zwielichtige Gestalten an. Ich fand es sehr gut beschrieben, wie die Gier die Menschen doch verändern kann und in den Untergang treibt. Und doch hat diese Welt auch etwas Schillerndes und Magisches. Hier liegen Freud und Leid, Gewinn und Verlust ganz dicht beieinander. Wirklich sehr spannend und sehr unterhaltsam erzählt. Ich bin einfach mal in eine ganz andere Welt abgetaucht, die ich im realen Leben wohl nicht besuchen würde und es hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Wir feiern Greg

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?
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Juhu! Greg hat bald Geburtstag. Und den malt er sich in schillernden Farben aus. Denn den muss man ausnutzen, besonders geschenketechnisch. Die Wünsche müssen sorgsam gewählt werden. Greg ist klar: Je ...

Juhu! Greg hat bald Geburtstag. Und den malt er sich in schillernden Farben aus. Denn den muss man ausnutzen, besonders geschenketechnisch. Die Wünsche müssen sorgsam gewählt werden. Greg ist klar: Je mehr Gäste, desto mehr Geschenke. Also plant er eine große Party mit finanziell rentablen Gästen und den größtmöglichen Gewinn für sich selbst. Das geht mächtig schief. Seine Mutter muss mithelfen, hat aber so ganz eigene Vorstellungen von einer Party. Und so kommt es wie es kommen muss: Viel Chaos, Katastrophen und schräge Szenen. Eine legendäre Party, die keiner so gewollt hat.
Wir haben uns beim Lesen wieder köstlich amüsiert. Das Buch war von meiner Tochter und mir an zwei Nachmittagen gelesen. Diese Geschichte muss man einfach in einem Rutsch lesen. Sie lebt einerseits von den lustigen Bildern aber andererseits auch vom ironischen und witzigen Text. Jeff Kinney karikiert Alltagssituationen von Eltern und Kindern in ganz trefflicher Weise. Während meine Tochter die einzelnen Situationen lustig fand, habe ich mich (leider) doch in mancher Szene wiedergefunden und musste einfach darüber lachen, wie absurd wir Eltern uns doch oft verhalten. Immer auf der Suche nach der perfekten Kindheit für unsere Kinder. Damit sie ja bestens vorbereitet sind auf das Leben. Gregs Tagebuch ist keine höhere Literatur, die Kinder werden dadurch vielleicht nicht klüger oder moralischer. Man wird diese Bücher auch nur schwer im ortsansässigen Literaturkreis besprechen können. Aber eins machen sie: Spaß. Und das ist auch wichtig im Leben und für Kinder.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Die Entstehung eines wunderbaren Ortes

Die Alte Mälzerei in Lichtenrade
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Erbaut um die Jahrhundertwende steht sie da, groß, rot und imposant. Mitten im Herzen von Lichtenrade, im Berliner Süden, umgeben von Trubel und Moderne. Wie eine alte Eiche zeugt sie von einer längst ...

Erbaut um die Jahrhundertwende steht sie da, groß, rot und imposant. Mitten im Herzen von Lichtenrade, im Berliner Süden, umgeben von Trubel und Moderne. Wie eine alte Eiche zeugt sie von einer längst vergangenen Zeit. Einst die erste und einzige Industrie im kleinen beschaulichen Örtchen Lichtenrade, der vor 1920 noch nicht zu Berlin gehörte, Jahrzehnte später jedoch schon verlassen und vergessen. Thomas Bestgen erwarb die Alte Mälzerei und hatte Großes damit vor. Und glücklicherweise dürften sich auch die Lichtenrader in das neue Konzept mit einbringen. Entstanden ist eine Stätte für Jung und Alt und alles dazwischen. Die Mälzerei selbst wird nach ihrem Umbau von VHS, Bibliothek, einem Kindermuseum, einem Café und einer Suppenküche mit Leben gefüllt. Der neu errichtete Wohnkomplex drumherum umfasst neben Wohnungen auch eine Kindertagesstätte, eine Seniorentagespflege und ein Schwimmbad. Dieses Buch mutet sehr speziell an, da es sich mit einem einzigen Stadtquartier beschäftigt. Ich empfand es aber als sehr schönes Beispiel dafür, wie Stadtquartiere entstehen, welche Gedanken und Konzepte dahinterstecken und wie Bürger teilhaben dürfen. Die vielen schönen Fotografien in dem Buch, zeigen wie aus einer Brache und einem alten Gemäuer ein ganz lebenswerter Ort entsteht. Nach der Lektüre des Buches, war ich vor Ort, um das Gesamtkunstwerk auf mich wirken zu lassen. Und ich muss sagen, ich habe mich sofort darin verliebt. Ein wirklich wunderschöner Ort zum Verweilen und Wohnen, der in diesem Buch sehr gut abgebildet und beschrieben wird.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Tierisch verliebt

Lieber den Frosch geküsst als gar keinen Prinz
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Sabins Freundin Kira heiratet und startet kurz darauf mit ihrem Ehemann in die Flitterwochen. Also erklärt sich Sabin bereit Haus, Hof und vor allem die Tiere des frisch gebackenen Ehepaars zu versorgen. ...

Sabins Freundin Kira heiratet und startet kurz darauf mit ihrem Ehemann in die Flitterwochen. Also erklärt sich Sabin bereit Haus, Hof und vor allem die Tiere des frisch gebackenen Ehepaars zu versorgen. Doch kurz darauf macht Sabin unliebsame Bekanntschaft mit Lothar vom Veterinäramt. Der betitelt den Hühnerstall als zu klein und den Esel Fridolin als nicht ausbruchssicher untergebracht. Glücklicherweise hat sich auch Leon, Kiras neuer Schwager, bereit erklärt Sabin zu helfen. Und zwischen den beiden knistert es gewaltig. Doch auch Sabins Kollege Tim hat es ihr angetan. Als sie plötzlich Undercover bei einer Ermittlung eng mit Tim zusammenarbeiten muss, kommt es zu einer turbulenten Dreiecksgeschichte.
Ich mag den witzigen und frischen Schreibstil der Autorin sehr gerne. Zwischen den Kapiteln gab es immer ein Tageshoroskop von Sabins Halbschwester Lilith, dass bereits auf die kommende Geschichte eingestimmt hat. Das fand ich sehr gelungen und habe ich so vorher noch nie gesehen. Die Geschichte selbst hatte ein gutes Tempo, war mir aber an mancher Stelle etwas zu lang. Die einzelnen Szenen waren lustig, aber es hätten vielleicht ein paar eingespart werden können. Insgesamt empfand ich die Vielfalt der Handlungsstränge etwas zu hoch. Die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Die war etwas chaotisch, wie Sabin selbst hat sich aber ganz wunderbar geklärt ohne all zu großes Drama. Alles in allem ein gelungener Roman.

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