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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2024

Mal wieder ein Meisterwerk von Rebecca!

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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Rebecca Yarros ist vielen ein Begriff. Mittlerweile kenne ich sie nicht nur durch die extrem erfolgreiche Fourth-Wing-Reihe, sondern durfte auch schon ihren letzten Liebesroman lesen. Deshalb war glasklar, ...

Rebecca Yarros ist vielen ein Begriff. Mittlerweile kenne ich sie nicht nur durch die extrem erfolgreiche Fourth-Wing-Reihe, sondern durfte auch schon ihren letzten Liebesroman lesen. Deshalb war glasklar, dass ich auch dieses neue Prachtexemplar zu meinem Eigen machen musste. Und was soll ich sagen? "Alles, was ich geben kann - The last letter" hat mich nicht enttäuscht. Nein, es hat mir sogar die Tränen in die Augen getrieben.

Ella hat es im Leben nicht leicht. Erst verliert sie ihre Eltern, dann ihre Großmutter und schließlich auch noch ihren Bruder Ryan. Ryan fiel während eines Einsatzes beim Militär und hinterlässt eine riesige Lücke in Ellas Leben. Und wenn ihr denkt, dass das schon alles hart war, wisst ihr nicht, was Ella noch alles erwarten wird. Denn ein weiterer Schicksalsschlag bahnt sich ungeahnt an und wird ihr Leben und das ihrer beiden Zwillinge Colt und Maisie komplett auf den Kopf stellen. Sie scheint mit ihrem Schmerz, der Trauer um ihren Bruder und den Schulden, die sie mit ihren 25 Jahren bereits angehäuft hat, völlig alleine dazustehen. Bis eines Tages ein Kamerad ihres verstorbenen Bruders vor ihrer Tür steht und seine Hilfe anbietet. Wie jede andere Frau es gewesen wäre, ist auch Ella erst sehr skeptisch und traut dem gutaussehenden Beckett nicht über den Weg. Warum sollte ein Fremder zu ihr in eine Kleinstadt ziehen und sich um sie und ihre beiden Kinder kümmern wollen? Welche Hintergedanken kann dieser Mann nur haben? Als Beckett ihr dann von Ryans "letzten Brief" an ihn und seine Bitte darin erzählt, wird Ella etwas sanftmütiger, bleibt aber dennoch weiterhin distanziert. Sie vertraut dem Fremden nicht, da sie sich nicht kennen und sie gar nichts über ihn weiß. Er scheint aber so viel über sie zu wissen. Was Ella nicht ahnt ist, dass nicht nur Beckett sie und ihre Gefühle mehr als gut kennt, sondern Ella auch schon einen Blick in Becketts Herz werfen durfte. Die beiden führten nämlich während Ryans und Becketts Stationierung eine Brieffreundschaft, in welcher sie sich in ihren Briefen alles über ihre Gefühle mitteilten. Beckett lässt sie in dem Glauben, dass "Chaos", wie er sich selbst in seinen Briefen an sie bezeichnete, auch im Einsatz ums Leben gekommen ist. Aber ist dies wirklich der beste Weg um eine langfristige Beziehung mit der Frau einzugehen, in welche er sich schon während des Schriftwechsels verliebt hat? Wird Ella dahinter kommen und ihm vergeben? Oder gibt es keine Rettung für deren Beziehung?

Ich habe das Buch erst heute beendet und muss sagen WOW. Was für eine Achterbahn der Gefühle ich in den fast 500 Seiten erleben durfte ist unfassbar. Ich kenne Rebecca Yarros Schreibstil bereits und liebe ihn. Der letzte Liebesroman, den ich von ihr lesen durfte, hat mir auch gut gefallen. Aber dieser hier hat einfach alles übertroffen. Es gab so viel Gefühl, einen tragischen Helden, der verzweifelt verliebt ist und eine starke Frau, die für ihre Kinder töten würde. Beckett liebt so stark, dass es mir förmlich wehgetan hat über seine Gefühle zu lesen. Auch in Ella konnte ich mich gut hineinversetzen. Sie war von Anfang an auf sich alleine gestellt und musste mit einem Unternehmen und Zwillingen klarkommen. Sie hat immer zurückgesteckt und in erster Linie an ihre Kinder gedacht Beckett ist also wie ein Geschenk des Himmels für sie, auch wenn es lange dauert, bis sie das selbst sieht. Die Entwicklung ihrer Beziehung ist typisch und Beckett musste sich Stück für Stück in ihr Leben schleichen und sich ihre Liebe verdienen. Tragisch ist hierbei, dass die beiden sich ja eigentlich schon gut kennen. Dass Beckett ihr das verheimlicht kann ich nicht nachvollziehen. Aber gut, das macht die ganze Geschichte nur noch spannender und auch einen Hauch mehr tragisch. Zu Beginn dachte ich, dass hier ganz schön viele Dramen auf einmal ausgepackt werden. Verstorbene Eltern, auch die Großmutter lernt man nicht mehr kennen, weil sie bereits nicht mehr lebt und dann noch eine Schock-Diagnose, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde. Wie viel kann ein einzelner Mensch ertragen? Dass dies für viele die harte Realität ist, möchte man sich gar nicht vorstellen. Ella erlebt sie in diesem Buch und sie meister alles mehr als gut, wie ich finde. Im Nachhinein fand ich das "Drama" dann aber doch sehr passend und man braucht es auch, damit die Geschichte rund ist. Geschrieben ist sie abwechselnd aus der Sicht von Ella und aus der von Beckett. Ich liebe ja diesen Schreibstil, denn so kommt das Maximum an Gefühlen hervor. Als ich dachte, dass ich am Ende angekommen bin, gab es nochmal einen heftigen Plot Twist, der mich so stark zum Weinen gebracht hat. Ich habe die letzten 50 Seiten fast durchgehend geweint und das Ende konnte man vorher nicht erahnen, auch wenn man das nach den ersten 100 Seiten vielleicht vermuten könnte. Lasst euch also überraschen und legt euch genug Taschentücher zur Seite. Es ist herzzerreißend und höchst emotional. Dennoch eine wunderschöne Geschichte, die es sich lohnt zu lesen.

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Guter Start in diese Geschichte

Golden-Heights-Reihe, Band 1 - Unlock My Heart
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"Unlock my Heart" - ein Titel der neugierig auf den Inhalt macht. Warum sollte jemand sein Herz verschließen und vor was? Wer könnte es schaffen dieses Herz zu öffnen und eine neue Liebe freizuschalten? ...

"Unlock my Heart" - ein Titel der neugierig auf den Inhalt macht. Warum sollte jemand sein Herz verschließen und vor was? Wer könnte es schaffen dieses Herz zu öffnen und eine neue Liebe freizuschalten? Diese Fragen und viele weitere klärt Saskia Louis in ihrem neuen Roman rund um Lexie und Logan auf. Denn manchmal hat es einen Grund, warum Menschen ihre Herzen vor anderen verschließen...

Lexie und Logan könnten nicht unterschiedlicher sein. Logan stammt aus gutem Hause und ist der Erbe eines milliardenschweren Unternehmens. Ihm wurde alles praktisch in die Wiege gelegt und er musste nicht hart dafür arbeiten. Anders als Lexie, die sich ihren Lebensunterhalt mit krummen Geschäften verdient, obwohl sie doch so ganz anders als ihr Vater handelt wollte. Lexies Dad ist nämlich nicht ohne Grund im Gefängnis und sie und ihr großer Bruder deshalb auf der Flucht. Auf der Flucht vor Behörden, betrogenen Menschen und dem Vater, der seine Strafe gar nicht mehr allzu lange absitzen muss. Durch einen Zufall lernen Lexie und Logan sich aber doch kennen, obwohl sie nie in der gleichen Kreisen verkehrt haben. Schicksal? Könnte man meinen, denn die beiden merken schnell, dass da eine gewisse Anziehungskraft herrscht, derer sie nicht entkommen können. Eine Liebesgeschichte wie sie im Bilderbuch steht, meint ihr? Ja, wenn da nicht Logans Geheimnis und ein enorm wichtiger Auftrag wären, die alles zwischen den beiden gefährden könnten. Kann Lexie ihm vertrauen oder wird sie wieder von einem Mann in ihrem Leben enttäuscht? Findet wahre Liebe immer zusammen oder ist sie im Falle von Lexie und Logan zum Scheitern verurteilt?

Wenn mich nicht schon das wunderschöne Cover und der atemberaubende Farbschnitt auf das Buch aufmerksam gemacht hätten, wäre es sicher der Klappentext gewesen. Die Story hörte sich für mich unfassbar spannend an und ich wollte unbedingt in die Welt von Lexie und Logan abtauchen. Reicher, verwöhnter Junge trifft armes Mädchen, welches sich ihren Lebensunterhalt mit zweifelhaften Geschäften verdient und dann auch noch einen Auftritt in diese Richtung für ihn absolvieren soll? Da ist des doch naheliegend, dass eine schöne Liebesgeschichte entstehen kann. Das soll auch in diesem Buch nicht das Problem sein. Lexie und Logan kommen sich näher. Sie entwickeln Gefühle füreinander und die sind mehr als nur stark. Aber um ein wenig Drama in die Story zu bringen, gibt es natürlich diverse Geheimnisse auf beiden Seiten, die den beiden Hindernisse in den Weg legen. Ich mag die Chemie zwischen Lexie und Logan sehr. Wie Logan sich um Lexie bemüht ist super süß und man kann seine Gefühle für sie auf jeden Fall deutlich spüren. Da das Buch sowohl aus Lexies, als auch Logans Sicht geschrieben ist, ist das auch kein Wunder. Man bekommt ungefiltert alles mit, was die beiden denken und fühlen. So sollte es bei einem guten Liebesroman auch sein. Der geheime Auftrag, den Logan für Lexie hat, bringt auch etwas Würze in die Geschichte. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber Logans Geheimnis hat es auch in sich und begleitet und für den Rest des Buches. Dass es einen zweiten Band geben wird, musste ich vorher nicht lesen. Denn die Story endet mit einem gewaltigen Cliffhanger und man kann es kaum erwarten, dass die Geschichte rund um Lexie, Logan und deren Freunde weitergeht. Denn nicht nur L & L tauchen in dem Roman auf. Auch Lexies Bruder hat eine tragende Rolle und Lexies beste Freundin ist auch ein interessanter Charakter, von welchem man gerne mehr lesen möchte. Logan hat auf seiner Seite auch einen besten Freund, über den es sicher mehr zu erfahren gibt. Es bleibt also spannend, wer in welchem Maße im Folgeband auftauchen und eine Rolle spielen wird. Natürlich habe ich mir auch zu diesem schon den Klappentext durchgelesen und kann es kaum erwarten, dass Band zwei erscheint. Die Sprache im Buch ist einfach und schnell zu lesen. Man fliegt nur so durch die Seiten und bleibt nicht großartig hängen. Auch wenn ich sagte, dass ich die Gefühle der beiden Hauptprotagonisten deutlich spüren konnte, haben mir ein paar mehr Momente ihrer Liebe gefehlt. Deshalb ziehe ich einen Stern ab. An manchen Stellen wirkte die Geschichte etwas platt, aber im Großen und Ganzen hat sie mir gut gefallen und ich kann sie weiterempfehlen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es im zweiten Teil sicher sehr spannend weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 28.06.2024

Die Sache mit dem Leben

Die Sache mit Rachel
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Was könnte das für eine Sache sein, bei der es um Rachel geht? Was versteckt sich hinter dem Titel der Autorin Caroline O'Donoghue? Dies zu erfahren gilt es nun und so habe ich mich auf den Roman rund ...

Was könnte das für eine Sache sein, bei der es um Rachel geht? Was versteckt sich hinter dem Titel der Autorin Caroline O'Donoghue? Dies zu erfahren gilt es nun und so habe ich mich auf den Roman rund um Rachel und ihr Leben eingelassen. Ich habe mit dem Leben eines jungen Menschen gerechnet, der nicht weiß, was er möchte. Der seine Ziele weit hinten anstellt und der es genießt in den Tag hineinzuleben. Was ich bekommen habe? Brutal ehrliche Literatur über ein Leben, welches sich GENAU SO auch in unserer heutigen Zeit abspielen könnte (wenn man bedenkt, dass die Protagonistin nun "schon" Mitte 30 ist). Die Sache mit Rachel ist vieles, nur nicht einfach.

Rachel, Anfang 20, mittellos, Studentin, lernt ihren neuen Mitbewohner und besten Freund an einem normalen Arbeitstag im Buchladen kennen. James ist quirlig, etwas aufgedreht, schwul und sofort total vernarrt in die große, eher unscheinbare Rachel. Sofort beschließen die beiden zusammenzuziehen und verbringen fortan ihre Leben gemeinsam. In James findet Rachel einen Verbündeten, einen Seelenverwandten und einen guten Zuhörer, wenn es um ihre zahlreichen Probleme rund um die Uni, den Job und das fehlende Geld geht. Die beiden bauen schnell eine sehr tiefe Bindung zueinander auf und wissen bald alles von dem jeweils anderen. Als Rachel sich jedoch in einen ihrer Professoren verguckt, gerät da etwas aus dem Gleichgewicht und es läuft so einiges nicht so, wie sie es geplant hat. Generell läuft im Laufe der nächsten Jahre einiges schief bei den beiden und deren einzige Konstante ist, dass sie immer knapp bei Kasse sind und nie Geld haben, es aber trotzdem irgendwie ausgeben. Rachels Leben ist nicht so geordnet, wie man das von der Tochter zweier Zahnärzte erwarten würde. Aber zur damaligen Zeit herrschten schwierige Zeiten in Cork, der Heimatstadt, in welcher die Geschichte größtenteils spielt. Eine Finanzkrise macht es den Leuten schwer Jobs zu finden und Geld zu verdienen. Davon sind vor allem junge, frisch gebackene Uni-Absolventen wie Rachel betroffen. Und in der Liebe könnte es für ihren Geschmack auch etwas besser laufen. Nicht zu vergessen, dass es da noch die Sache mit Rachel gibt...

Rachel macht die Dinge durch, die viele Menschen mit Anfang 20 durchgemacht haben. Auf Jobsuche gehen, sich unglücklich verlieben, Beziehungen mal mehr oder auch mal weniger richtig führen und in einer WG mit dem besten Freund wohnen. In ihrem Fall kommt aber noch die große Finanzkrise hinzu, die man im Buch auch deutlich spüren kann. Man merkt richtig wie verzweifelt die Menschen dort sind und dann auch keine Besserung in Sicht zu sein scheint. Rachel hat aber noch so viel mehr Probleme, die sie nicht gelöst bekommt. Zum Beispiel das mit ihrem Professor, mit dem sie gerne eine Affäre hätte. Oder auch ihre spätere Beziehung zu dem älteren Mann Carey, die nicht richtig zu laufen scheint. Es ist ein ständiges Auf und Ab (die meiste Zeit eher ein Ab) und eine Achterbahn der Gefühle. Rachels Ruhepol ist James. Der kämpft aber auch mit sich selbst und dem Thema, dass er sich gerne als schwul outen möchte. Zur damaligen Zeit aber alles andere als einfach. Die Geschichte erzählt über fast 400 Seiten eine Story zum Erwachsenwerden und den Problemen die damit einhergehen. Man erfährt viel über zehn Jahre es Rachels und James Leben und schaut den beiden quasi dabei zu, wie sie von kleinen Küken zu erwachsenen Menschen werden, die oftmals Fehler begehen, im Nachhinein aber an diesen wachsen konnten und wissen, dass nicht immer alles so gut lief, wie sie es damals dachten. Über "die Sache mit Rachel" möchte ich hier an dieser Stelle nicht so viel verraten. Aber als sie gegen Ende des Buches nochmal deutlich genannt wurde, wusste ich genau, dass der Titel perfekt zum Buch passt. Ist das Cover doch eher nichtssagend und lässt wenig darauf schließen, was sich im Inneren befindet. Ich mochte den Schreibstil der Geschichte gerne und kam gut voran mit dem Buch. Einen Tag habe ich daran gelesen. Man konnte sich gut in Rachel hineinversetzen, auch wenn ich nicht immer mit all ihren Handlungen einverstanden war und vieles anders gemacht hätte.

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Veröffentlicht am 28.06.2024

Grusel-Krähen-Thriller

Krähentage
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Mit dem Titel "Krähentage" von Benjamin Cors kann man zu Beginn des Buches noch nicht sonderlich viel anfangen. Im Laufe der Geschichte wird man aber erkennen, dass wir uns während des Lesens wirklich ...

Mit dem Titel "Krähentage" von Benjamin Cors kann man zu Beginn des Buches noch nicht sonderlich viel anfangen. Im Laufe der Geschichte wird man aber erkennen, dass wir uns während des Lesens wirklich zwischen Krähentagen befinden. Und das kann ganz schön gruselig sein...

Drei brutale Überfalle auf Frauen, ein grausamer Mord an einer alten Dame und keine Spur vom Täten und dessen Motiv. Das soll sich allerdings schnell ändern, wenn es nach der Polizei geht, die aus sechs verschiedenen Ermittlern die Gruppe 4 bildet. Diese Einheit soll sich komplett um die Aufklärung dieser Taten kümmern und einen eventuellen Zusammenhang finden. Und auch wenn das Team aus sechs wirklich erfahrenen und guten Ermittlern besteht, haben diese doch zu Beginn kleine und auch größere Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Nicht nur ermittlungstechnisch beißen sie sich die Zähne an den rätselhaften Taten aus, auch zwischenmenschlich läuft es bei dem ein oder anderen nicht rund und es gibt viele Geheimnisse, die ein gutes Miteinander erschweren. Hinter all der harten Arbeit, die das Team in die Verfolgung eines scheinbar extrem kranken Täters steckt, steht dieser im Schatten und lacht über deren Versuche ihn hinter Gittern zu bringen. Er beging den Mord an der alten Damen auf so brutale Weise und hinterließ eine Art Markenzeichen: Krähen. Diese Krähen begleiten uns durch die komplette Geschichte und können einem das ein oder andere Mal einen Schauer über den Rücken jagen. Aber was veranlasst einen Menschen solch grausame Dinge zu tun? Was ist diesem Menschen widerfahren, dass er nur mit Gewalt und Brutalität antworten kann? Welches Motiv steckt dahinter und ist es vielleicht erst der Beginn einer langen und ekelhaften Mordserie eines Serienmörders?

Ich bin ja generell ein großer Fan von Krimis und Thrillern. Das quasi Unvorstellbare in Form eines Buches zu erleben ist für mich Spannung pur. Dieser Thriller von Benjamin Cors hat gezeigt, dass er das Zeug dazu hat den LeserInnen eine Gänsehaut am ganzen Körper zu bescheren. Auch mir ging es dabei nicht anders. Ich mag das Bild der Krähe in dieser Geschichte sehr (auch wenn mir widerstrebt, was teilweise mit den Tieren passiert). Sie sind ein Symbol, was der Autor perfekt eingebaut hat und verleihen der Story eine dunkle Note. Leider hatte ich hier das Gefühl, dass die Charaktere mir nicht besonders nahe kamen. Die Truppe aus den sechs Ermittlern zum Beispiel. Jakob, Mila und ihre vier Kollegen (denen man in diesem Band eben nicht so viel Beachtung geschenkt hat. Es wurde immer nur kurz eine kleine Geschichte zu den jeweiligen Personen angerissen.) kommen eher blass rüber. Das Hauptaugenmerk wird in diesem Buch ganz klar auf Jakob gelegt. Auch wenn man über Mila ein bisschen mehr erfährt, als über die anderen vier Kollegen, ist es doch Jakobs Geschichte, die am Ende aufgelöst wird. Da man dem Buch aber anmerkt, dass es mit diesem Band nicht getan ist, können wir uns sicher noch auf eine oder sogar mehrere Fortsetzungen zur Geschichte freuen. Das lies mich einerseits etwas enttäuscht zurück, da ich immer gerne eine abgeschlossene Story habe, andererseits macht es natürlich auch Lust und neugierig auf mehr. Bei einem Folgeband würde ich mir am liebsten mehr Geschichte zu den Ermittlern wünschen. Der Täter im Buch kommt auch unglaublich skrupellos rüber. Man weiß übrigens schon sehr schnell, wer der Täter ist. Ist ist am Ende also kein wirklicher Aha-Effekt, dafür wird dieser aber von anderen Punkten im Buch geschaffen. Mich konnte die Geschichte auf jeden Fall überzeugen und hat mir EINIGE Aha-Momente bereitet. Auch den Schreibstil finde ich gut gelungen und er ist flüssig zu lesen.

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Veröffentlicht am 25.05.2024

Rebecca Yarros ist ein Muss!

Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things
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Wer sich im letzten Jahr viel auf BookTok und Co. rumgetrieben hat, wird um einen Namen nicht herumgekommen sein: Rebecca Yarros! Diese Frau hat es geschafft mit ihrer Fantasy-Reihe rund um Drachen, ausgefallene ...

Wer sich im letzten Jahr viel auf BookTok und Co. rumgetrieben hat, wird um einen Namen nicht herumgekommen sein: Rebecca Yarros! Diese Frau hat es geschafft mit ihrer Fantasy-Reihe rund um Drachen, ausgefallene Gaben und einen drohenden Krieg die Leserschaft komplett in ihren Bann zu ziehen. Aber kann sie auch etwas außerhalb der Fanatsy-Welt schreiben? Hat ein "einfacher" Liebesroman das Potential so erfolgreich zu werden, wie ihre Fourth Wing-Reihe? Das verrate ich euch (anhand meiner persönlichen Meinung) in dieser Rezension zu "Weil ich an dich glaube".

Willow und Cam. Beste Freunde aus Kindertagen begegnen sich nach über einem Jahrzehnt wieder in ihrer alten Heimatstadt, aus welcher Cam vor so vielen Jahren Hals über Kopf geflüchtet ist. Er wollte seiner Vergangenheit und auch einer Zukunft entkommen, welche ihm großen Herzschmerz bereitet hätte. Nun stehen sich die beiden aber durch die Fügung des Schicksals wieder gegenüber und es ist fast so, wie damals. Zumindest für Willow. Für sie hat Cam nichts an seiner Anziehungskraft ihr gegenüber verloren. Er jedoch versucht Abstand zu Willow zu halten, denn die Erinnerungen an sie, ihre gemeinsame Vergangenheit und alles, was dazwischen passiert ist, schmerzt einfach zu sehr. So leicht macht Willow es ihm aber dann doch nicht und die beiden kommen sich immer näher. Ganz zum Leidwesen einer gesamten Stadt, denn Cam war in ihrer beider Heimat schon als Jugendlicher nicht besonders gut angesehen. Niemand will die Liebe der beiden zueinander akzeptieren, weil sie falsch scheint. Willow und Cam? Laut der Einwohner passt das ganz und gar nicht. Gibt es doch nur einen Menschen, mit welchem Willow ihre Zukunft hätte verbringen sollen... Neben der Schikane der Einwohner einer Stadt, muss sich Cam auch noch mit der Erkrankung seines Vater rumschlagen. Diese belastet diesen und auch seine Söhne immer mehr. Werden Cam und Willow es schaffen sich eine gemeinsame Zukunft aufzubauen? Wird ihre Liebe jemals akzeptiert werden und schafft Cam es über seinen eigenen Schatten zu springen und die Vergangenheit endlich ruhen zu lassen?

Wie ich oben schon sagte, hat Rebecca Yarros es schon einmal geschafft eine gesamte Leserschaft auf ihre Seite und vor allem in ihren Bann zu ziehen. Auch ich wurde da nicht verschont und bin immer noch in der Fourth Wing und Iron Flame-Bubble gefangen. Da dieser Liebesroman rund um Cam und Willow hier jedoch ganz und gar nichts mit der wilden Fantasy-Geschichte zu tun hat, möchte ich auf diese auch nicht weiter eingehen. Ich möchte die beiden Geschichten auch in keiner Weise miteinander vergleichen, weil es sich hier eben um zwei verschiedene Genres handelt. Einen kleinen Vergleich möchte ich jedoch am Ende meiner Rezension anführen, da mich dies schon zum nachdenken gebracht hat und ich finde, dass man das einfach miteinander vergleichen kann. Dazu aber später mehr. Zuerst muss ich sagen, dass ich mich vom Cover selbst gar nicht so angezogen gefühlt habe. Es ist relativ nichtssagend und lässt auch nicht darauf schließen, was das Buch für eine Geschichte enthalten könnte. Außer die, dass es um eine ruhige Kulisse in den Bergen gehen könnte. Die Kulisse haben wir auf jeden Fall bekommen und ich fand sie traumhaft. Ich konnte mir das Setting dort sehr gut vorstellen. Cam und Willow sind, meiner Meinung, beides sehr starke Charaktere. Cam ist eher verschlossen, zieht sich in sich selbst zurück und möchte am liebsten niemanden an sich heranlassen. Willow ist da ganz anders. Ihr ist es egal, was andere über sie denken. Sie will ihren alten, besten Freund zurück und das um jeden Preis. Sie ist eine Kämpferin und mir sehr sympathisch geworden. Beide zusammen finde ich traumhaft. Sie passen und gehören auch einfach zusammen, auch wenn alle anderen das nicht so sehen. Das liegt zum großen Teil auch an deren Vergangenheit, aber hier möchte ich nicht so tief gehen, denn das wäre arg gespoilert. Die Leidenschaft zwischen den beiden baut sich im Laufe des Buches langsam auf. Es geht nicht sofort los mit einer romantischen Liebesbeziehung. Auf diese muss man einen Moment warten. Leider (und hier komme ich jetzt zu meinem Vergleich mit dem berühmten Fantasy-Epos) fehlt mir hier doch etwas die Leidenschaft. Klar, man merkt beiden an, dass sie sich sehr mögen und da auch eine tiefe Liebe ist. Aaaaaber Rebecca Yarros kann das eigentlich besser... Ich habe mir mehr Liebe, mehr Feuer, mehr verzweifelte Leidenschaft gewünscht. Das fehlte mir etwas, obwohl das Buch trotzdem an vielen Stellen sehr romantisch war. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch. Die Story an sich finde ich allerdings sehr gut. Habe ich so noch nicht gelesen und mochte ich extrem gerne.

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