Das Thema ist ganz spannend, die Umsetzung war auch nicht schlecht, allerdings waren es für meinen Geschmack zu viele Zufälle und es wurden auch nicht alle Fragen beantwortet, sodass ich insgesamt nicht ...
Das Thema ist ganz spannend, die Umsetzung war auch nicht schlecht, allerdings waren es für meinen Geschmack zu viele Zufälle und es wurden auch nicht alle Fragen beantwortet, sodass ich insgesamt nicht ganz überzeugt bin.
Sprachlich ist es gelungen, es liest sich flüssig und ist für die Zielgruppe super.
In den letzten zwei Jahren ist durch das Homeoffice die eigene Internetverbindung immer wichtiger geworden. Ziemlich nervig, wenn es einfach ausfällt und man nichts machen kann. Deshalb fand ich den Gedanken ...
In den letzten zwei Jahren ist durch das Homeoffice die eigene Internetverbindung immer wichtiger geworden. Ziemlich nervig, wenn es einfach ausfällt und man nichts machen kann. Deshalb fand ich den Gedanken sehr spannend, welche Konsequenzen es hätte, wenn es mehr als nur eine kurze Störung gäbe.
Im Mittelpunkt des Buches stehen Mia und Maxi. Er ist Hacker, sie Journalistin. Nachdem ihm zufällig Ungereimtheiten in Bezug auf das Internet auffallen, wendet er sich an Mia. Zusammen versuchen sie, die Hintergründe zu erkennen.
An sich haben mir die beiden als Team gut gefallen. Sie ergänzen sich und jeder spielt seine Stärken aus. Und dabei hätte es für meinen Geschmack auch bleiben können: Eine gute Zusammenarbeit zwischen zwei Menschen. Leider hat es dem Autor nicht gereicht und es wurde immer wieder eine sexuelle Spannung bzw. Anziehung in die Geschichte hineingebracht. Das wirkte eher gezwungen und hat auch nicht wirklich etwas zur Story beigetragen.
Ansonsten war es nämlich sehr spannend. Ich habe überhaupt keine Ahnung von digitaler Technik, deswegen kann ich nicht beurteilen, inwieweit das ganze Szenario realistisch war - aber es wurde auf jeden Fall sehr glaubwürdig herübergebracht. Dabei wurden immer wieder technische Details aufgegriffen, die aber so aufbereitet waren, dass auch Laien sie verstehen konnten. Dabei waren sie auch nicht zu lang.
Ein bisschen gestört hat mich, dass alles fast zu glatt lief. Hier hätten ein paar mehr Stolpersteine die Spannung noch erhöht.
Ansonsten war es für mich aber eine gelungene, runde Story und definitiv mal etwas ganz anderes. Dabei war das Szenario erschreckend realistisch, was für Gänsehaut gesorgt hat.
Ich fand den Titel genial und auch der Klappentext hat mich angesprochen.
Anfangs hat mich das Buch auch richtig abgeholt und ich fand es spannend, herauszufinden, was denn passiert war und wer jetzt die ...
Ich fand den Titel genial und auch der Klappentext hat mich angesprochen.
Anfangs hat mich das Buch auch richtig abgeholt und ich fand es spannend, herauszufinden, was denn passiert war und wer jetzt die Wahrheit sagt.
Auch, dass die Perspektive zwischen den Ermittlern und der Protagonistin gewechselt hat, war gelungen.
Leider wurde es dann für meinen Geschmack zu vorhersehbar. Das hat die Spannung getrübt. Das Ende war für mich auch zu dramatisch. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Immer wieder verschwinden Menschen, wenn sie sich auf einem Boot befinden - und diese gruselige Vorstellung greift der Regionalkrimi auf. Sofort nach dem Prolog heißt es auf der Fähre vom Festland nach ...
Immer wieder verschwinden Menschen, wenn sie sich auf einem Boot befinden - und diese gruselige Vorstellung greift der Regionalkrimi auf. Sofort nach dem Prolog heißt es auf der Fähre vom Festland nach Helgoland "Mann über Bord". Die zufällig anwesende Kommissarin Rike von Menkendorf wird inoffiziell mit den Ermittlungen betraut.
Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Fall für die Kommissarin. Ich kenne die beiden Vorgänger nicht und hatte kein Problem, der Handlung zu folgen. Ab und zu wird auf die vergangenen Fälle angespielt, aber ich hatte nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Deswegen kann ich auch das Lesen ohne Vorkenntnisse empfehlen.
Die Kommissarin fand ich sehr sympathisch. Sie hatte eine angenehme Art, die Ermittlungen behutsam aber entschlossen zu führen. Dabei konnte man ihren Gedankengängen auch immer gut folgen.
Toll fand ich auch die kleinen Exkursionen zum Thema Natur und Umweltschutz auf Helgoland. Das hatte nicht wirklich etwas mit dem Fall zu tun, wurde aber geschickt in die Handlung eingeflochten, sodass man nicht das Gefühl hatte, es geht um etwas ganz anderes. Man bekommt wirklich Lust, auf der Insel Urlaub zu machen, aber erfährt auch, wie empfindlich das dortige Ökosystem ist.
Der Fall an sich war spannend, da man nicht so recht wusste, was denn jetzt eigentlich geschehen ist. Waren es Unfälle, Selbstmorde oder gar Mord? Natürlich weiß man, dass man ersteres ausschließen kann, schließlich liest man einen Krimi. Unterbrochen wurde diese Handlung auch immer wieder durch das Thema Drogen, was mich wirklich gestört hat. Denn auch wenn sich am Ende alles zusammenfügt, war es in meinen Augen etwas zu konstruiert und übertrieben. Das hätte ich so nicht gebraucht, denn im Endeffekt wurden hier verschiedenste Straftaten in ein Buch gepackt.
Insgesamt habe ich das Buch aber sehr gern gelesen und Helgoland bleibt einfach ein Traumziel von mir. Von mir gibt es 3,5 Sterne!
Auch wenn es sich um den 15. Fall der Privatdetektivin Katinka Palfy handelt, kann man das Buch auch unabhängig von den anderen lesen, da der Fall abgeschlossen ist. Ich empfehle aber trotzdem, vorher ...
Auch wenn es sich um den 15. Fall der Privatdetektivin Katinka Palfy handelt, kann man das Buch auch unabhängig von den anderen lesen, da der Fall abgeschlossen ist. Ich empfehle aber trotzdem, vorher vielleicht ein bisschen in die Reihe hineinzuschnuppern, da man dann die zwischenmenschlichen Beziehungen - vor allem die zwischen Katinka und ihren Männern - besser nachvollziehen kann. Ich mag es sehr, wenn man bei der Entwicklung einer Figur dabei sein kann und auch ein bisschen an deren Leben teilnimmt. So steht nicht nur der Fall im Vordergrund, sondern auch die ganz normalen Alltagssorgen der Privatdetektivin, die mit unbezahlten Rechnungen und einem Wasserschaden in ihrem Haus zu kämpfen hat.
Aber nicht nur Katinka hat Arbeit auf dem Tisch, auch ihr Freund - und Kommissar - Hardo ermittelt nach einem Leichenfund. Die beiden Fälle scheinen nicht zusammenzuhängen, doch dem geübten Krimileser ist schnell klar, dass sich diese beiden Handlungsstränge kreuzen werden, deswegen gilt das für mich auch nicht als Spoiler. Der Aufbau war aber sehr gut gemacht: Man schaut mal Katinka, mal Hardo über die Schulter, die beiden tauschen sich aus und so kommt ein guter Handlungsfluss zustande, dem man sehr leicht folgen kann.
Auch gefallen hat mir, dass die Anzahl der auftretenden Personen überschaubar bleibt. So kommt man nicht durcheinander und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Den Ausflug in die Kunstszene fand ich sehr interessant, da das ein Thema ist, mit dem ich mich gar nicht beschäftige. Kunstmuffel müssen hier keine Befürchtungen haben, denn alles wird verständlich erklärt und ist auch wirklich spannend.
Ein bisschen schade fand ich allerdings, dass die Handlung vorhersehbar ist. Das liegt auch daran, dass man mehr Einblicke und Hintergrundinfos als die Hauptfigur bekommt und ihr so immer einen Schritt voraus ist. Hier hätte ich mich gefreut, wenn die Spannung noch mehr aufrechterhalten geworden wäre, denn das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und natürlich bleibe ich Katinka Palfy treu! Von mir gibt es 4 Sterne!