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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2019

Sehr erschreckend realistisch

Dry
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Es durfte mal wieder ein Jugendbuch sein und weil ich schon lange keine Dystopie mehr gelesen habe, viel die Wahl auf "Dry". Was mich sofort angesprochen hat, war die Aktualität. Denn gerade wenn Schüler ...

Es durfte mal wieder ein Jugendbuch sein und weil ich schon lange keine Dystopie mehr gelesen habe, viel die Wahl auf "Dry". Was mich sofort angesprochen hat, war die Aktualität. Denn gerade wenn Schüler gegen den Klimawandel protestieren und wir immer länge Perioden haben, in denen es nicht regnet, ist ein Szenario, in dem kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt,
Der Einstieg in das Buch fiel sehr leicht, die Gegend, in der die Protagonisten ist sehr normal, dass man sich vorstellt, es wäre direkt um die Ecke.
Gut gemacht war auch die Steigerung: Am Anfang macht man sich noch keine Sorgen, bis dann langsam die Spannung steigt und die Menschen in Panik geraten. Hier kommt es dann auch zu der ein oder anderen brutalen Szene, für die jugendliche Leser gute Nerven haben sollten. Für die Spannung ist es natürlich gut.
Sehr schön fand ich auch, wie die unterschiedlichen Jugendlichen ihre anfänglichen Differenzen überwinden und dann immer mehr im Team zusammenarbeiten. Mein einziger Kritikpunkt: Ich konnte manchmal ihre Handlungen nicht nachvollziehen und denke, sie hätten die ein oder andere Situation besser meistern können, wenn sie mehr darüber nachgedacht hätten.
Grundsätzlich war es aber sehr spannend und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wer es beendet hat, wird sich auf jeden Fall ein paar Wasser- und Konservenvorräte anlegen.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Super spannend!

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (Golden Cage 1)
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Das Buch ist aktuell in aller Munde und weil es mir so oft in den sozialen Netzwerken begegnet ist, wollte ich es auch unbedingt lesen und ich wurde nicht enttäuscht.
Es startet relativ langsam, man lernt ...

Das Buch ist aktuell in aller Munde und weil es mir so oft in den sozialen Netzwerken begegnet ist, wollte ich es auch unbedingt lesen und ich wurde nicht enttäuscht.
Es startet relativ langsam, man lernt die Protagonistin und ihr Leben kennen, für das man sie am Anfang auch richtig beneidet, so lange man nicht zu genau hinter die Fassade schaut. Zusätzlich gibt es immer Rückblicke in die Vergangenheit, so dass man die Handlungen und Intentionen der Hauptfigur sehr gut nachvollziehen kann.
Ich bin schnell in die Welt abgetaucht und habe die Story gern verfolgt. Es ist kein klassischer Thriller, enthält aber sehr viele spannende Momente und überraschende Wendungen, die sich so nicht erwartet hätte. Deswegen konnte ich es auch kaum aus der Hand legen.
Dadurch, dass es nich zu viele wichtige Personen gibt, kommt man auch nicht durcheinander und jeder hat bekommt seinen Raum, sodass man die einzelnen Charaktere sehr gut kennenlernt.
Sex darf auch nicht fehlen, wobei das nicht so sehr im Vordergrund steht. Das war dann für mich genau die richtige Mischung.
Die Story war auf jeden Fall mal etwas anderes. Spannung und Frauenpower pur! Ich wurde gut unterhalten.

Veröffentlicht am 21.05.2019

Mehr Tiefe wäre wünschenswert

Teufelseltern
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Leider trifft nicht jedes Buch den eigenen Geschmack, und das trifft leider bei mir auf "Teufelseltern" zu.
Den Plot fand ich spannend, auch wenn ich wusste, dass es nicht leicht sein wird, das Buch aufgrund ...

Leider trifft nicht jedes Buch den eigenen Geschmack, und das trifft leider bei mir auf "Teufelseltern" zu.
Den Plot fand ich spannend, auch wenn ich wusste, dass es nicht leicht sein wird, das Buch aufgrund der Thematik zu lesen. Immer wenn Gewalt gegen Kinder im Spiel ist, tut es doch auch weh.
Trotzdem habe ich mich auf spannende Lesestunden gefreut, aber leider hat mir die Umsetzung nicht zugesagt.
Teilweise schreibt die Autorin sehr ausführlich, zum Beispiel wenn sie die einzelnen Teammitglieder vorstellt. Das ist dann aber für die eigentliche Geschichte gar nicht so relevant.
Dann wiederum bleibt es für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich und es fehlt die Tiefe. Gerade wenn es um den Fall an sich geht.
Miträtseln kann man, ich habe auch mehrmals geschwankt, wer hinter allem steckt, die Auflösung ist dann auch überraschend, kommt aber sehr schnell.
Die Sonderermittlern hat mich nicht ganz überzeugt. Ihr privaten Probleme nehmen mir zu viel Raum ein, auch wenn sie zum Thema passen.
Ich denke, 150 Seiten mehr hätten dem Buch gut getan. Dann wäre alles noch runder geworden.

Veröffentlicht am 13.05.2019

Mal etwas anderes

So schöne Lügen
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Wenn man den Klappentext liest, könnte man meinen, dass es sich hier um einen Thriller handelt - denn schließlich wird ein Mord irgendwie angedeutet. Ich bin aber froh, dass das Buch unter dem Genre "Roman" ...

Wenn man den Klappentext liest, könnte man meinen, dass es sich hier um einen Thriller handelt - denn schließlich wird ein Mord irgendwie angedeutet. Ich bin aber froh, dass das Buch unter dem Genre "Roman" verkauft wird, denn das ist auf jeden Fall passender - auch wenn evtl. die ein oder andere Leiche auftaucht.

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz so leicht, denn der Schreibstil ist etwas außergewöhnlich. Der Leser wird manchmal direkt angesprochen, als würde man neben den Protagonistinnen stehen, aber auch die Art zu erzählen habe ich so noch nicht gekannt. Das fand ich am Anfang etwas irritierend, nachdem ich mich darauf eingelassen hatte, hat es mir aber richtig gut gefallen. Es war mal etwas anderes und passte zum Inhalt des Buches.

Einziger Minuspunkt: Teilweise waren mir die Dialoge zu vulgär. Das mag ich einfach nicht und ich denke, dass man das auch anders lösen kann. Es hat zwar die Persönlichkeit der Charaktere unterstrichen und hat einen krassen Gegensatz zum Bild der Reichen und Schönen, wie er nach außen verkörpert wurde, gemacht, aber für mich war es manchmal einfach zu viel. Stellenweise fand ich es sogar etwas eklig.

Aber kommen wir zum Inhalt: Gleich zu Beginn lernt man Louise kennen, die sich mehr schlecht als recht in New York durchschlägt und durch Zufall auf Lavinia stößt, die alles hat und in Sau und Braus lebt. Sie lässt "Lulu" daran teilhaben, aber auch das hat seinen Preis.
Gerade Lavinia fand ich sehr gut in Szene gesetzt, auch wenn ich über ihr Verhalten nur den Kopf geschüttelt habe. Hier hat die Autorin aber einen rund um schlüssigen Charakter gezeichnet, dem man es abnimmt, von einer Party zur nächsten zu gehen und dabei mit Alkohol und Drogen nicht zu sparen.
Louisa, der eigentlichen Hauptperson, stand ich ein bisschen kritischer gegenüber. Ihr Verhalten ist durchaus nachvollziehbar und wahrscheinlich würde ich auch einiges tun, um mein altes Leben hinter mir zu lassen und so viele Annehmlichkeiten zu haben - aber wie weit würde man gehen? Trotzdem fand ich sie auch faszinierend, wie sie ihr Leben meistert und jedes Hindernis mit einer Coolness umschifft, die nur wenige Leute haben.

Die Story selbst hat mich gefesselt, da hier ein Lebensstil beschrieben wird, den wohl keiner von uns kennt. Und auch, wie sich alles entwickelt, war spannend "mitzulesen" - vor allem ergaben sich gegen Ende einige Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht weiter darauf eingehen, um nicht zu spoilern.

Insgesamt hat mir der Roman richtig gut gefallen und er hat für Abwechslung in meinem Lesealltag gesorgt. Aufgrund der Sprache ziehe ich aber ein bisschen ab: 4,5 Sterne von mir und eine Leseempfehlung für alle, die keine Angst vor Luxus haben!

Veröffentlicht am 13.05.2019

Viele Geheimnisse

Westwall
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Ich gebe zu: Der Anfang des Buches hat mich etwas verwirrt. Den Prolog konnte ich anfangs gar nicht einordnen und muss auch zugeben, dass ich ihn dann wieder vergessen habe, zumindest bis er gegen Ende ...

Ich gebe zu: Der Anfang des Buches hat mich etwas verwirrt. Den Prolog konnte ich anfangs gar nicht einordnen und muss auch zugeben, dass ich ihn dann wieder vergessen habe, zumindest bis er gegen Ende wieder aufgegriffen wird. Ansonsten lernt man gleich zu Beginn die wichtigsten Personen kennen, darunter auch die Protagonisten Julia und Nick. Hier fand ich es schade, dass der Klappentext doch schon so einiges vorwegnimmt, denn sonst hätte man beim Lesen noch den ein oder anderen Überraschungsmoment mehr gehabt.

Aber trotzdem ist viel Spannung vorhanden, weil man einfach nicht einordnen kann, wer denn jetzt auf welcher Seite steht und wieso Nick unbedingt eine Beziehung zu Julia aufbauen muss. Erst nach und nach wird Licht ins Dunkle gebracht, was einen dann wirklich mit offenem Mund zurücklässt. Einfach, weil man diese Entwicklungen bzw. Hintergründe nicht erwartet hätte.

Auch wenn Julia im Mittelpunkt des Buches steht und man ihr Leben mitverfolgt, gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang, der anfangs auch etwas durchsichtig ist, dann aber einfach nur erschreckend. Da dieser im Klappentext aber nicht erwähnt wird, möchte ich keine genaueren Infos dazu geben, um nicht zu spoilern. Nur so viel: Wie die beiden Handlungen zusammengeführt werden, sodass sie ein großes Ganzes ergeben, war sehr gut gemacht und hat keine Wünsche offen gelassen.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es für mich allerdings: Ich habe irgendwie auf mehr Informationen zum Westwall gehofft, vor allem weil er der Titelgeber des Buches ist. Hier erfährt man aber verhältnismäßig wenig bzw. spielt er in der eigentlichen Geschichte auch keine so große Rolle, wie ich vorher gedacht habe.

Julia als Hauptperson fand ich grundsätzlich sympathisch, vor allem zu Beginn des Buches. Gegen Ende konnte ich die ein oder andere Handlung von ihr nicht nachvollziehen, allerdings hat genau das zu spannenden Dingen geführt - es musste wohl so sein. Begeistert hat mich dagegen Nick. Irgendwie hat er mein Herz erobert, mit allem was er durchgemacht hat und seiner Herangehensweise an Probleme. Das fand ich toll.

Insgesamt war das Buch erschreckend realitätsnah, sehr spannend und konnte mich mit vielen überraschenden Wendungen überzeugen. Von mir gibt es deswegen 5 Sterne!