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Veröffentlicht am 29.10.2022

Ein mega fesselnder Thriller

Düsteres Wasser: Thriller
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Als eine scheinbar ertrunkene junge Frau aus dem eiskalten Wasser des Rheins gezogen wird, glaubt Rechtsmedizinerin Julia Schwarz aufgrund eines Abschiedsbriefes erst an einen Suizid. Bei der Autopsie ...

Als eine scheinbar ertrunkene junge Frau aus dem eiskalten Wasser des Rheins gezogen wird, glaubt Rechtsmedizinerin Julia Schwarz aufgrund eines Abschiedsbriefes erst an einen Suizid. Bei der Autopsie deuten jedoch einige Faktoren darauf hin, dass es sich hier keinesfalls um einen Selbstmord handeln kann. Doch Kriminalkommissar Florian Kessler ist allerdings nicht so ganz überzeugt und fängt zunächst an, im näheren Umfeld des Opfers zu ermitteln.

Julia und Florian sind nicht nur im beruflichen Bereich ein gutes Team. Die Autorin versteht es, hier die Privatsphäre in einer angenehmen Dosis mit einzubeziehen. Die hochmotivierte Lenja und der pragmatische Martin runden dieses tolle Team ab. Die sympathischen Hauptcharaktere überzeugen durch ihre Authentizität und Interaktion.

Wieder einmal führt Catherine Shepherd, den Leser durch die Verwicklungen auf falsche Fährten. Fantastisch zum Miträtseln und sich am Ende überraschen zu lassen. Sie ist eine Meisterin der Thriller, Spannung ab der ersten Seite, die sich bis zum Schluss stets steigert und den Leser automatisch zum Weiterlesen zwingt. Durch die zwei Zeitstränge wird im Laufe der Geschichte klar, welche Intention des Täters dahintersteckt.

Für mich ist es der zweite Thriller von der Autorin und auch hier konnte sie mich absolut überzeugen. Ihr Schreibstil ist flüssig, so dass ich als Leser in Kombination mit der Spannung, dieses Buch so schnell nicht aus der Hand legen mochte. Das sehr gut gestaltete Cover mit seiner Typographie und der Bildgebung hat Wiedererkennungswert und rundet das Buch ab.

Von mir gibt es natürlich eine ganz klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf weitere spannungsgeladene Thriller.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Spannender erster Fall für Hanna Ahlander

Kalt und still
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Ich bin ein großer Fan von Viveca Sten und ihrer Sandhamn-Serie. Natürlich waren meine Erwartungen dementsprechend sehr hoch und sie wurden nicht enttäuscht.

Kalt und Still ist der Auftakt zu einer Krimi-Reihe ...

Ich bin ein großer Fan von Viveca Sten und ihrer Sandhamn-Serie. Natürlich waren meine Erwartungen dementsprechend sehr hoch und sie wurden nicht enttäuscht.

Kalt und Still ist der Auftakt zu einer Krimi-Reihe um die Polizistin Hanna Ahlander. Hanna wird von ihrem Chef nachdrücklich aufgefordert, ihren Dienst bei der Stockholmer Polizei zu quittieren, weil sie gegenüber einem gewalttätigen Kollegen die Augen nicht verschließen konnte und wollte. Wäre das nicht schon deprimierend genug, wird sie von ihrem Freund verlassen und aus der gemeinsamen Wohnung gedrängt. An diesem Tiefpunkt angelangt, nimmt sie das Angebot ihrer Schwester Lydia in ihrem Ferienhaus in Åre zu wohnen, sehr gerne an.
Als die achtzehnjährige Amanda nach einer Party bei minus 20 Grad spurlos verschwindet, beteiligt sie sich an der Suche nach dem Mädchen und erfährt schnell einige wichtige Details.

Da es der erste Teil einer Serie ist, erfährt der Leser sehr viel Privates von den Protagonisten und die Einleitung fällt dadurch etwas länger aus. Im weiteren Verlauf kann die Autorin den Leser mit der sehr gut konstruierten Handlung und schönen Landschaftsbeschreibungen rund um das älteste Skigebiet Schwedens in seinen Bann ziehen. Anfangs befindet sich die Spannung auf einem sehr niederschwelligen Niveau, doch je mehr Wendungen, Fakten und Verwicklungen zu Tage treten und Hanna schnell ein wichtiger Bestandteil des Teams geworden ist, desto mehr steigt die Spannung und der Leser kann kaum die Aufklärung des Falles erwarten. Die Autorin hat auch hier wieder sehr unterschiedliche Protagonisten erschaffen, die sehr sympathisch und authentisch sind. Beim Anblick des Covers kann man sehr gut nachvollziehen wie einsam und kalt es im Winter im hohen Norden von Schweden ist. Absolut passend. Ich mag diese reduzierten Cover mit ihrer Aussagekraft. Ich möchte noch mehr von Hanna und Daniel lesen und bleibe auf jeden Fall am Ball. Von mir gibt es hier eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.10.2022

Genussvoll ohne Verzicht

Rosa kocht vegan
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Rosa kocht vegan ist ein hippes und sehr persönliches Kochbuch, dass sich eher vom Schreibstil an eine jüngere Zielgruppe wendet. Nichtsdestotrotz sind die Rezepte einfach gestaltet und tatsächlich für ...

Rosa kocht vegan ist ein hippes und sehr persönliches Kochbuch, dass sich eher vom Schreibstil an eine jüngere Zielgruppe wendet. Nichtsdestotrotz sind die Rezepte einfach gestaltet und tatsächlich für jeden nachkochbar. Keine aufwendigen Vorbereitungen und extravaganten Zutaten, die in speziellen Läden besorgt werden müssen. Alles ganz easy und mit wirklich viel Schmackofatz.

Mir haben es die chinesischen Pfannkuchen und die Fächerkartoffeln angetan, mega lecker. Aber auch die prall gefüllten Paprika sind nicht zu verachten. Ich bin gerade dabei mich durchs Kochbuch zu kochen und es sind wirklich Gerichte dabei, die immer wieder auf unserem Teller landen werden, toll. Vom Frühstück über Nachtisch bis hin zu Specials, wie Geburtstag oder Weihnachten, ist alles dabei. Auch die Titel der Gerichte sind mit den Wortspielen kreativ und genial gewählt. Mir haben besonders gut „Zauberhafte Zimtschnecken“ und „Abgefahrene Apfelküchlein“ gefallen. Ich liebe alles, worin sich Zimt befindet.

Rosa inspiriert den Leser durch ihre leidenschaftliche, unkomplizierte Art und man hat wirklich sofort Lust, sich auf die abwechslungsreiche vegane Küche einzulassen, die absolut genussvoll sein kann, ohne Verzicht. Für mich der neue Lifstyle, nicht nur für die jüngere Generation.

Das Buch besticht durch seine Vielseitigkeit, seine farbenfrohe, übersichtliche Gestaltung, zu jedem Gericht gibt es auf der Doppelseite ein passendes Foto und der rauhen Haptik.
Ein tolles veganes Kochbuch, dass ich sehr empfehlen kann. Eine absolute Bereicherung.

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Veröffentlicht am 20.09.2022

Spannende Thematik - leider etwas zu detailreich

Das neunte Gemälde
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Dies ist der erste Teil um den Kunstexperten Dr. Lennard Lomberg. Ich war sehr gespannt auf den etwas anderen Krimi in dessen Vordergrund es um den Verbleib und die Jagd nach dem neunten Gemälde geht, ...

Dies ist der erste Teil um den Kunstexperten Dr. Lennard Lomberg. Ich war sehr gespannt auf den etwas anderen Krimi in dessen Vordergrund es um den Verbleib und die Jagd nach dem neunten Gemälde geht, dass angeblich das Werk eines berühmten Malers sein sollte. Als Lennard Lomberg einen rätselhaften Anruf eines Mannes, namens Dupret erhält, nehmen die Dinge ihren Lauf. Denn kurze Zeit später wird Gilles Dupret tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Schnell gerät Lomberg ins Visier des BKA und so begibt er sich auf eine bzw. auch auf seine eigene Zeitreise, in der er unglaubliche Entdeckungen macht.

Diese Geschichte spielt auf drei Zeitebenen und thematisiert die Beutekunst aus dem dritten Reich. Und wie es so ist, wenn Menschen sich an anderen Menschen bereichern, wird hier intrigiert, belogen, gestohlen und hintergangen.

Der Leser wird aus der Gegenwart in die Kriegszeit 1943 nach Paris, sowie ins Jahr 1966 nach Bonn mitgenommen. Der Autor hat hier gekonnt Fakten und Fiktion miteinander verknüpft.

Durch die geschichtlichen Fakten wurde mein eigenes Wissen wieder aufgefrischt und hat definitiv einen Mehrwert für mich. Auch das Kunstwissen kann der Autor dem Leser hier eindrücklich vermitteln.

Leider ist dies keine leichte Lektüre, sprachlich hohes Niveau, viele Einzelheiten, stetig wechselnde Örtlichkeiten, eine Vielzahl an Charakteren. Man weiß nie, welches Detail besondere Aufmerksamkeit bedarf und es irgendwann relevant wird, sich das jeweilige Detail gemerkt zu haben. Die Hauptprotagonisten haben sehr interessante Charaktere, die für mich authentisch dargestellt werden, zu denen ich jedoch keinen empathischen Bezug entwickeln konnte, bis auf Julie, Lombergs Tochter, die die Szenerie hier und da etwas aufgelockert hat.

Das Cover ist durch seine Signalfarbe schon sehr dominant und das Bild erschließt sich erst auf dem zweiten Blick. Die Typographie finde ich durchaus sehr gelungen. Wer sich nicht scheut, dieses Buch mit sehr viel Aufmerksamkeit zügig zu lesen, dem wird ein guter Krimi präsentiert.

Gerne vergebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Ein Manuskript, dass Lebenswege beeinflußt

Das Glück auf der letzten Seite
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Ich war ganz gespannt auf diesen Roman in Briefform und ob er mich auch bis zur letzten Seite mitnehmen kann. Er konnte.

Nachdem Anne-Lise ein ganz besonderes Manuskript im Hotel in der Schublade ihres ...

Ich war ganz gespannt auf diesen Roman in Briefform und ob er mich auch bis zur letzten Seite mitnehmen kann. Er konnte.

Nachdem Anne-Lise ein ganz besonderes Manuskript im Hotel in der Schublade ihres Nachtschrankes findet, ist sie ganz berührt von dieser Geschichte, insbesondere das Ende wurde von einem ganz anderen Autor hinzugefügt. So macht sich Anne-Lise auf die Suche nach dem ursprünglichen Verfasser des Werkes und knüpft zu den unterschiedlichsten Menschen Kontakte und bringt auf diese Weise Menschen zusammen, die sich vorher gar nicht kannten.

Der Briefwechsel nimmt den Weg des Manuskripts nur in rückwärts bewegender Reihenfolge. In 30 Jahren haben so einige dieses Werk in den Händen gehabt und so wird die Liste der Charaktere recht lang, was bei mir zum Schluss schon zu Irritationen geführt hat. Jeder einzelne Brief war sprachlich auf einem hohen Niveau verfasst, doch durchaus auch mit Humor gespickt und sehr abwechslungsreich geschrieben. Alle Briefe hatten eine angenehme Länge, ohne füllende Wörter bzw. Sätze. Es wurde das Wesentliche thematisiert, manchmal auch nicht ganz so positiv, was natürlich seine Berechtigung hatte.

Die einzelnen Charaktere wurden von der Autorin gut herausgearbeitet und wirkten auf mich alle sehr liebenswert und authentisch, ich möchte sogar sagen, sie hatten alle für mich etwas Gewinnendes. Passend zum Inhalt wurde das Cover gestaltet, dass ich anfangs etwas kitschig fand, doch nach der Lektüre würde ich es als gelungen bezeichnen.

Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten, amüsiert und inspiriert, auch mal wieder einen Brief zu schreiben. Sehr gerne habe ich Anne-Lise, Sylvestre, Maggy, William etc. auf ihrem Weg begleitet und es war herzerwärmend zu lesen, wie aus ganz unbekannten Menschen Freunde wurden. Also eine ganz klare Leseempfehlung.

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