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Veröffentlicht am 08.06.2022

Ab in den Wald

Signs of Magic 1 – Die Jagd auf den Jadefuchs
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Albert Tubbs, Pizzalieferant und Hobbyzauberer hat es nicht leicht. Seine Freundin Patty, aus reichem Haus, würde gerne heiraten. Jedoch ist ihre Familie mit Alberts Karriere nicht so ganz einverstanden. ...

Albert Tubbs, Pizzalieferant und Hobbyzauberer hat es nicht leicht. Seine Freundin Patty, aus reichem Haus, würde gerne heiraten. Jedoch ist ihre Familie mit Alberts Karriere nicht so ganz einverstanden.
Albert hingegen zaubert für sein Leben gern und hält sich am Wochenende mit privaten Zaubershows auf Kindergeburtstagen finanziell einigermaßen über Wasser.
Per Zufall stößt Matilda auf einen von Alberts Werbeflyern. Sie sucht dringend einen Zauberer. Matildas ganze Hoffnung liegt im kommenden Wochenende. Da beginnt die Jagd nach dem Jadefuchs. Egal wie, ihr muss es mit ihrem Team gelingen, den magischen Fuchs einzufangen. Nur so kann sie ihr Erbe und vor allem das riesige Anwesen vor der Bank und vor ihrem Vater retten.
Der hingegen genießt sein Leben als Trunkenbold und notorisch klammer Schlossherr. Er ahnt jedoch, dass Matilda es mit der Jagd ernst meint. Sie kann und will die Suche nach ihrer verschollenen Mutter nicht aufgeben.
Der Fang des Fuchses ist also der letzte Ausweg, das Schloss zu halten.
Gemeinsam mit Botzki, dem Fallensteller und Albert, dem frisch gekürten Magier macht Matilda sich auf zur Eröffnungsparty. Sie muss jedoch schnell feststellen, dass in der Welt der Schönen und Reichen Versprechen nicht eingehalten werden und ihr zahlreiche Feinde gegenüberstehen.
Doch so leicht gibt Matilda nicht auf. Die nächsten Tage im Wald auf der Suche nach dem Jadefuchs werden turbulent. Botzkis früheres Leben entpuppt sich als Vorteil und Hindernis zugleich, während Albert feststellen muss, dass es sich hierbei ganz und gar nicht um einen Kindergeburtstag handelt…
Mikkel Robrahn wandert mit uns durch den dunklen Gwydir Forest. Immer auf den Spuren des Jadefuchses entlang, tappen Matilda und ihr Team von einer Falle in die nächste. Die Gier nach dem Sieg bringt die wahren Gesichter der Teilnehmer zu Tage und macht auch nicht vor Albert und Botzki halt.
Mit viel Humor, einem kräftigen Schuss Ironie und sehr viel Abenteuer setzt man gemeinsam mit Matilda auf Sieg, denn es gilt immerhin ein Schloss zu erhalten und das mysteriöse Verschwinden der Mutter aufzuklären. Es ist also Teamarbeit gefragt!

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Veröffentlicht am 04.06.2022

Krieg und Frieden

Chaos Walking – Teil 2: Es gibt immer eine Wahl
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Es ist schon etwas länger her, als ich mit Todd und Viola gemeinsam unterwegs nach New Haven war.

Dort angekommen entpuppt sich die Stadt jedoch nicht als der sichere Hafen.

Der neue Bürgermeister ...

Es ist schon etwas länger her, als ich mit Todd und Viola gemeinsam unterwegs nach New Haven war.

Dort angekommen entpuppt sich die Stadt jedoch nicht als der sichere Hafen.

Der neue Bürgermeister stellt sich beiden vor. Es ist Prentiss, der New Haven mit seiner Armee eingenommen hat. Jetzt herrscht in New Prentisstown ein anderer Wind. Die ehemals friedliche Stadt spaltet sich. Unterdrückung steht auf der Tagesordnung.

Viola schließt sich den Frauen an und erlernt nach und nach die Heilkunst, während Todd sein Dasein in Gefangenschaft und unter der Herrschaft von David Prentiss, seinem Erzfeind steht.

Beide hadern Tag für Tag mit sich und ihrer Zukunft. Ist das das auserkorene Ziel? Violas Ausbilderin hat allerdings etwas ganz anders im Kopf. Sie will rebellieren und gründet die „Anwort“.

Der Krieg steht also in New Prentisstown bevor. Viola wie auch Todd müssen über ihre eigenen Schatten springen, wenn sie überleben wollen. Doch was wird aus ihrer gemeinsamen Zukunft?

Die Fortsetzung klärt einige offene Fragen aus Todds und auch aus Violas Vergangenheit. Immer im Hinterkopf, dass die unmittelbare Landung der neuen Siedler bevorsteht, geraten beide mehrfach aneinander und können nur schwer ihre eigenen Standpunkte verteidigen.

Patrick Ness legt schonungslos offen, was in uns Menschen steckt. Gelesen von Monika Oschek und Tobias Kluckert lässt die Fortsetzung von immerhin 14 Stunden atemlos dahinrasen.

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Veröffentlicht am 02.06.2022

Der tote Märchenkönig

Die Ludwig-Verschwörung
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Steve findet in seinem Antiquariat ein seltsames Buch. Er kann sich überhaupt nicht daran erinnern, es gekauft zu haben.

Er grübelt darüber als ihm ein Gedanke kommt. Morgens war ein älterer Herr in ...

Steve findet in seinem Antiquariat ein seltsames Buch. Er kann sich überhaupt nicht daran erinnern, es gekauft zu haben.

Er grübelt darüber als ihm ein Gedanke kommt. Morgens war ein älterer Herr in seinem Antiquariat und hat kein Buch gekauft, aber sehr wohl eines in seinem Regal hinterlassen.

Doch was hat es mit dem alten Buch auf sich?

Im Buch versteckt befindet sich eine kleine Holzkiste. Steve ist ziemlich erstaunt, als er in der Holzkiste eine kleine schwarze Haarlocke und zahlreiche alte Fotographien findet.

Steve erkennt drauf einen etwas dicklichen Mann. Der entpuppt sich als Ludwig der II.

Kurz darauf taucht ein mysteriöser Mann auf, der sein gesamten Bestand zu überprüfen scheint. Er sucht Bücher aus König Ludwig II Regentschaftszeit.

Nichtsahnend gerät Steve wegen dieser kleinen hölzernen Kiste in dunkle Machenschaften, abenteuerliche Verstrickungen und zig dubioser Geschichten um den mysteriösen Tod des Regenten.

Steve kann sich von dem Buch kaum lösen und versucht dessen Geheimnis zu entschlüsseln. Ein alter Chiffriercode des engsten Vertrauten Ludwigs hilft im dabei. Doch dank Dr. Marots Code kommt er auch der Wahrheit gefährlich nahe.

Oliver Pötzsch macht es spannend. Um den Tod dieses Regenten gibt es zahlreiche Mythen und Pötzsch schafft es mit einem Augenzwinkern, sämtliche Mysterien in einen spannendne Roman zu verpacken.

Ein Märchenkönig, der es ganz gewaltig hat krachen lassen.

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Veröffentlicht am 01.06.2022

Auf den Mops gekommen

Mops und Möhren
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Wenn jemand auf absolut skurrile WG-Geschichten oder auf Stuttgart steht, dann ist er bei Porath genau richtig.

Während Tanja gerade die ersten Tage als Tierretterin und somit auch mit ihrem neuen Lover ...

Wenn jemand auf absolut skurrile WG-Geschichten oder auf Stuttgart steht, dann ist er bei Porath genau richtig.

Während Tanja gerade die ersten Tage als Tierretterin und somit auch mit ihrem neuen Lover verbringt, sind Chris und Rolf auf dem Weg zur Laubenkolonie.

Aus dem tristen Wohnungsalltag soll ein schöner Platz zum Relaxen in der „Wonne“ gestaltet werden.

Mit den Dreien ist es nie langweilig, da jeder für sich genommen schon ein ganz besonderes „Exemplar“ ist.

Porath schafft es, so eigenständige Charaktere zu kreieren, dass einem Arne, der stinknormale Tierarzt fast schon leidtut. Erschwerend hinzukommt dann noch die Exfreundin von Arne. Die sorgt gehörig für Trubel. Für Tanja scheint dies das Ende der Welt. Doch dann droht die Schließung der Wonne bevor und es gilt zu retten, was vielleicht schon nicht mehr zu retten ist.

Was haben eine notorische Eifersüchtige, ein sexy Tierarzt und die beiden schwulen Jungs Chris und Rolf gemeinsam? Eine Laube!

Witzig, spritzig und gut für eine kurzweilige Unterhaltung, weckt wirklich Sympathie!

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Kann Glaube frei machen?

Ultraorthodox
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Akiva wird als erster Sohn in die ultraorthodoxe Familie Weingarten hineingeboren. Sein Vater übt natürlich keinen Beruf aus, sondern studiert tag täglich die Thora. Seine Mutter sorgt während dessen nicht ...

Akiva wird als erster Sohn in die ultraorthodoxe Familie Weingarten hineingeboren. Sein Vater übt natürlich keinen Beruf aus, sondern studiert tag täglich die Thora. Seine Mutter sorgt während dessen nicht nur für den Haushalt, sondern erzieht neben den zehn eigenen Kindern auch die zahlreichen Tagespflegekinder.
Akiva wächst sehr behütet auf. Die Thora gibt die Regeln vor und daran gibt es nichts zu beanstanden oder gar zu hinterfragen.
Sein Lebensweg ist ihm bereits vorgegeben. Ehen werden arrangiert und selten steckt Liebe dahinter, sondern eher die Kunst, ein passendes „Gegenstück“ zu finden. Eine Ausbildung, gute Schulleistung oder sonstige Fähigkeiten braucht die Braut nicht wirklich zu besitzen.
Akiva Weingarten steckt vollständig fest im Judentum. Seine Glaubensgemeinschaft der Satmarer-Chassidim gehört zu den Ultra Orthodoxen.
Es ist verständlich, dass die Welt „dadraußen“ für die Kinder verlockend ist. Doch diese Glaubensgemeinschaft versteht es geschickt, den Abenteuerdrang ihrer Kinder und Jugendlichen auf ein minimales Maß zu reduzieren.
Akiva Weingarten muss sich davon befreien. Seine Ehe läuft miserabel, da kann auch kein Rabbi mehr helfen. Von seinen drei Kindern nimmt er Abstand und flieht nach Berlin. Doch es ist keine Flucht vor seiner Familie und seinen Lieben, es ist eine Flucht aus der Religion. Er kann und muss sich von dieser endlich befreien und sich selbst verwirklichen.
Beeindruckend schildert Akiva Weingarten von seinem Weg. Was Glaube eigentlich bedeutet und wie es sein kann, strickt danach zu leben, hinterlässt einen Beigeschmack und macht dem Leser schnell klar, dass es manchmal auch zu viel des „Guten“ sein kann.
Den Grundsätzen der Thora und des jüdischen Glaubens hingegen will Akiva Weingarten gar nicht entkommen, sondern nur für sich selbst neu entdecken.
Mit seinem Buch schreibt er ganz offen über die Missstände seiner Kindheit und dem harten Kampf in ein neues, nicht vorgeschriebenes und offenes Leben.

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