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Veröffentlicht am 23.06.2022

Typisches Camilleri Flair

Der Dieb der süßen Dinge
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Mit seinem typisch herrischen, maskulinen Ermittlungsmethoden macht sich Montalbano auf der Wache, wie auch in seiner Umgebung nicht gerade immer nur Freunde. Doch die Gauner wissen, dass er stets sein ...

Mit seinem typisch herrischen, maskulinen Ermittlungsmethoden macht sich Montalbano auf der Wache, wie auch in seiner Umgebung nicht gerade immer nur Freunde. Doch die Gauner wissen, dass er stets sein Wort hält und es auch mal mit den Gesetzen nicht so ganz genau nimmt. Wichtiger sind ihm erstklassige italienische Hausmannskost und seine große Liebe Livia und natürlich der ganze Rest der Frauenwelt. Als waschechter Sizilianer lässt er sich so schnell kein X für ein O vormachen und begibt sich und sein Ermittlerteam dabei mehrfach auf gefährliche Wege.
In seinem 3. Fall muss Montalbano im Mordfall eines toten Fischers ermittelt. Mitten auf dem Meer wurde der Fischer nachts erschossen. Doch bei einem Toten bleibt es leider nicht. Der Geschäftsmann Lapecora wird erstochen aufgefunden. Und was nun? Niemand denkt bei den beiden Toten einen Zusammenhang. Bis Montalbano einen kleinen Dieb fängt und sich so endlich alles nach und nach zusammenfügt.
Salvo Montalbano, der beliebteste Kommissar Italiens, ermittelt mit Scharfsinn und Charme: grandiose Unterhaltung mit sommerlichem Sizilienflair und vielen kulinarischen Köstlichkeiten.
Diese Hörspielfassung habe ich sehr genossen. Mit Bodo Wolf als die Stimme gelingt diesem, das es weder an Spannung noch an dem typischen Camilleri-Flair fehlt.
Eine gelungene Produktion, nicht nur für Montalbano-Kenner.

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Veröffentlicht am 20.06.2022

Der Beginn

Projekt DreamWalker
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Christoph Zachariae hat mit „Projekt DreamWalker - Die Schatten“ den ersten Teil einer Trilogie vorgelegt. Das Buch ist dem Fantasy-Genre zuzuordnen und ist geeignet für Teenager und Er-wachsene.

Isabella, ...

Christoph Zachariae hat mit „Projekt DreamWalker - Die Schatten“ den ersten Teil einer Trilogie vorgelegt. Das Buch ist dem Fantasy-Genre zuzuordnen und ist geeignet für Teenager und Er-wachsene.

Isabella, genannt Isa, leidet unter einer Form des Autismus, einer Spektrum-Störung. Sie kann Gesichtsausdrücke nicht deuten, kommt generell mit Menschen nicht gut aus, ist allerdings hoch intelligent. Sie ist die Tochter einer Künstlerin und eines Psychiaters. Ihr Vater arbeitet in der Charité an einem Forschungsprojekt, genannt DreamWalker. Sie erforschen die Möglichkeit, mit Komapatienten auf Traumebene Kontakt aufzunehmen, um sie so in die Realität zurückzuholen, bisher ohne Erfolg. Dr. Lem, Isabellas Vater, experimentiert dabei auch mit seiner Tochter. In ih-ren gemeinsamen Träumen ist Isa von ihrer Störung befreit und lernt von ihrem Vater ihre Träume zu beeinflussen und zu lenken. Doch dann hat ihr Vater selbst einen schweren Unfall und fällt ins Koma. Isa setzt alles daran, ihn aus seinem Koma zu befreien...

Der Autor Christoph Zachariae hat mit diesem Buch eine eindrucksvolle Szenerie erschaffen. Sie erinnert mich in machen Teilen an Otherland von Tad Williams, wobei dort die Menschen letzt-endlich per Internet miteinander verknüpft sind. Die Charaktere in Projekt DreamWalker sind liebevoll gezeichnet. Sie besitzen ihre Stärken und ihre Schwächen und wirken so sehr mensch-lich und, zumeist, sympathisch. Einen echten Antagonisten gibt es bisher noch nicht. Trotzdem entwickelt das Buch einen guten Spannungsbogen, da die Traumwelt fast schon ein Eigenleben entwickelt und so für Abwechselung und Aufregung sorgt. Die Handlung ist durchgehend strin-gent und schlüssig, sofern man das bei Fantasyromanen sagen kann.

Der Autor hat einen sehr gut lesbaren Stil, der dafür sorgt, dass man das Buch ungern zur Seite legt.

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie und gebe eine klare
Empfehlung für jeden Fantasy-Fan ab!

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Veröffentlicht am 17.06.2022

Vom Garten in die Vorratskammer

Haltbarmachen im Glasumdrehen
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Vom entspannten Einlegen bis zur prickelnden Fermentation: In 90 Rezepten durch die Vorratskammer
Vorab, bei dem Titel konnte ich nicht nein sagen. Das Gartenjahr läuft gut an. Die erste Ernte ist eingefahren ...

Vom entspannten Einlegen bis zur prickelnden Fermentation: In 90 Rezepten durch die Vorratskammer
Vorab, bei dem Titel konnte ich nicht nein sagen. Das Gartenjahr läuft gut an. Die erste Ernte ist eingefahren und bis auf meine sehr kläglichen Tomaten passt soweit alles. Aber was dann mit der Ernte anfangen?
Der Einstieg wird leicht gemacht. Was braucht man und was kann ganz hilfereich sein. Praktische Hinweise begleiten einen durch das Kapitel. Bevor es jedoch ans „Eingemachte“ geht, gibt es noch einen Hinweis bezüglich der Sauberkeit in der Küche und noch ein paar wichtige und nicht zu missachtende Hygieneregeln.
Dann kann es also losgehen mit dem Lagern, Einfrieren und Trocknen.
Zahlreiche Möglichkeiten tun sich hier auf, sein Obst und Gemüse haltbar zu machen.
Für mich jedoch eins meiner Favoriten: Einkochen!
Ob einfach nur heiß abgefüllt oder richtig eingekocht. Mit den 6 goldenden Einkochregeln kann das gar nicht schiefgehen, sondern nur lecker!
Zum Abschluss gibt es noch ein Kapitel über das Fermentieren. Habs schon zweimal versucht, nichts geworden. Zum Ende der Saison werde ich aber bei Sue Ivan nochmal halt machen und hier mal die Rezepte ausprobieren.
Zum guten Schluss gibt es über 90 tolle und leckere Rezepte zum Ausprobieren. Ob Cassislikör oder Quitten-BBQ-Sauce, es ist definitiv für jeden etwas dabei.
Praktisch auch das großzügige Glossar und Nachschlagewerk, falls man es exotisch mag oder gar noch mehr Input zum Glasumdrehen braucht.
Mit Sue Ivan hatte ich bis jetzt viel Spaß in der Küche. Im Glasumdrehen gab es zahlreiche Leckereien und auch mal ein paar neue Ideen, die Schwung in die Vorratskammer bringen.
Die Tipps und Tricks sind gut, einfach zu verstehen und ja, man sollte sie beachten – es erleichtert einem doch den ein oder anderen „Dreh“ in der Küche.

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Veröffentlicht am 10.06.2022

Spannende Schatzsuche

Codex Regius
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Valdemar zieht von seiner behüteten Tante ins Studienexil nach Island. Dort erhält er dank eines Empfehlungsschreibens einen Studienplatz bei dem berühmten Professor für Handschriften und alte Sprachen. ...

Valdemar zieht von seiner behüteten Tante ins Studienexil nach Island. Dort erhält er dank eines Empfehlungsschreibens einen Studienplatz bei dem berühmten Professor für Handschriften und alte Sprachen.
Valdemar ist ein Naturtalent und obwohl der Professor eigentlich keine Studenten mag und ihnen das Leben gerne mal zur Hölle macht, nimmt er Valdemar in seinen Studiengang auf. Dieser beeindruckt seinen Lehrer mit seiner Fertigkeit für Sprache und seinen bereits sehr ausgeprägten Kenntnissen für alte Handschriften.
Doch der Professor verbirgt etwas vor Valdemar. Als dieser jedoch merkt, dass er ohne seinen jungen talentierten Studenten Valdemar seinem Ziel nicht näherkommt, weiht er diesen ein.
Seit Jahren ist er auf der Suche nach dem Codes Regius. Die älteste Handschrift ist ihm vor Jahren abhandengekommen und nun hat er eine kunstvolle Fälschung vorgelegt. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Jagd.
Aber da wäre nicht nur das verschollene Original, sondern auch fehlende Seiten, die es wieder aufzutreiben gilt. Die Spur führt die beiden in die DDR und dann quer durch Deutschland wieder über Umwege zurück nach Island.
Dank zahlreicher Kontakte des Professors scheint die Reise anfänglich ein Kinderspiel, doch dann fliegen Valdemar die ersten Pistolenkugeln um die Ohren. Er ahnt, dass er sich hier nicht nur auf eine beschauliche Schatzsuche eingelassen hat.
Arnaldur Indridason erzählt uns von alten Sagen, Mythen und isländischen Mähren. Ob Edda, dem Codex Regius oder alten Handschriftensammlungen – für die beiden Hauptdarsteller führt kein Weg drumherum. Dank guter Recherche lässt man den Leser zwar zeitweise etwas überfordert zurück, schafft aber auch genug Spielraum für das Abenteuer.
Dennoch würde ich stark davon absehen, dieses Werk als Thriller zu bezeichnen. Definitiv für Fans alter nordischer Sagen, aber nicht wirklich etwas für Leser, die einen Thriller erwarten.

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Veröffentlicht am 08.06.2022

Ein guter Schuss Leichen

Lauter Leichen
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Die Familie Gint steht im Verdacht, mehr Leichen im Keller zu haben, als Wasser durch die Hamburger Alster fließt. lli, der junge Künster in der Familie wird schnell mal ein Doppelmord vorgeworfen.
Hiob, ...

Die Familie Gint steht im Verdacht, mehr Leichen im Keller zu haben, als Wasser durch die Hamburger Alster fließt. lli, der junge Künster in der Familie wird schnell mal ein Doppelmord vorgeworfen.
Hiob, der leitende Ermittler hat mit dieser Familie noch ein Hühnchen zu rupfen. Er vermutet hinter dem Unfalltot seines Vaters einen verdeckten Mordkomplott. Der hatte bereits lange Jahre zuvor die Familie unter Verdacht, zahlreiche Verbrechen begangen zu haben. Dem Sohn kommt da die Leiche in der Villa von Ellis Mutter gerade recht.
Elli hatte nicht wirklich Glück und gerät ins Visier des jungen Ermittlers und ist sich klar, dass es eng mit der Freiheit werden könnte. Sie begibt sich selbst auf die Suche nach dem "wahren" Mörder ihres Exliebhabers Peter.
Hiob stolpert hier und da über weitere Leichen, ob im Keller, im Weinfass oder in einem alten Bunker. Die Villa sowie die Familie Gint ist voll mit Geheimnissen und Mordanschlägen, doch mit einem rechnet Hiob nicht. Denn Familie ist und bleibt Familie, oder?
Zarah Philips lässt die Puppen, bzw. die Leichen tanzen. Egal wohin man auch bei der Familie Gint guckt, stolpert man schneller über eine Leiche als einem lieb ist.
Mit ziemlich viel Witz und einer guten Portion Ironie macht das ganze Sinn bis zur letzten Seite. Hiob muss ganz genau hinter das Geflecht aus Geheimnissen, mutmaßlichen Mördern blicken und dabei Frühstück, das Lama, nicht aus den Augen lassen.
Besonders gut haben mir die Kapitelüberschriften gefallen!

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