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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2025

Familienbande

Elternhaus
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Das „schmale Haus“ – das Elternhaus von Sanne, Petra und Gitti – steht in diesem Roman für so viel mehr als nur ein Haus. Es steht für Lebenswege, Hoffnungen, Kindheit, Konflikte und ein Zuhause, das einst ...

Das „schmale Haus“ – das Elternhaus von Sanne, Petra und Gitti – steht in diesem Roman für so viel mehr als nur ein Haus. Es steht für Lebenswege, Hoffnungen, Kindheit, Konflikte und ein Zuhause, das einst von zwei Menschen gebaut, gehegt und gepflegt und als Nest für ihre Kinder eingerichtet wurde.
Nun aber sind diese beiden Menschen zu alt, um sich noch um Haus und Garten zu kümmern. Die Kinder sind längst flügge und führen, jede für sich, das Leben, für das sie sich dereinst entschieden haben. Ob Sanne, die aufopferungsvolle Ehefrau und Mutter zweier Kinder, Petra, die unabhängige, selbstständige Karrierefrau, oder Gitti, die Jüngste, die irgendwie schon immer zwischen den Fronten stand …
Was also soll nun geschehen? Da Sanne am nächsten am Elternhaus wohnt, trifft sie die – durchaus schwere – Entscheidung, die Eltern in eine Wohnung umziehen zu lassen und das Haus zu verkaufen. Damit aber bringt sie ihre beiden Schwestern auf den Plan, die nun plötzlich wieder präsent sind, und alte Konflikte brechen sich Bahn.
Das Thema des Romans ist fern jeder Fiktion und damit für die meisten Leser sicherlich umso greifbarer. Ich zumindest konnte mich sehr gut damit identifizieren. Das Buch gibt Einblick in die Beweggründe von drei Frauen mit jeweils unterschiedlichen Standpunkten innerhalb der einstigen ‚Familienhierarchie‘ und heute gänzlich verschiedenen Lebenswegen und -werten.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Skurriler Lesespaß

Ehemänner
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Die Idee hinter dem Roman ist so skurril wie faszinierend. Nach einem ausgelassenen Junggesellinnenabschied kehrt Lauren zurück nach Hause zu ihrem Ehemann ... aber Moment, sie ist doch gar nicht verheiratet. ...

Die Idee hinter dem Roman ist so skurril wie faszinierend. Nach einem ausgelassenen Junggesellinnenabschied kehrt Lauren zurück nach Hause zu ihrem Ehemann ... aber Moment, sie ist doch gar nicht verheiratet. Und schon beginnt eine rasante Geschichte, denn schnell findet Lauren heraus, dass immer ein anderer Ehemann vom Dachboden steigt, sobald „der alte“ nach oben geklettert ist. So kann sie natürlich schnell jeden noch so kleinen Makel aufdecken und sich erneut überraschen lassen …
Ich fand diesen Roman ganz toll, er hat genau meinen Geschmack getroffen, und jeder, der sich auf diese kleine fantastische Reise einlässt, kann sich von diesem verrückten Gedankenspiel gefangen nehmen lassen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Interessante Puzzleteile

So ist das nie passiert
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Bei einer Dinnerparty bei ihrer ehemaligen Zimmergenossin aus Internatstagen glaubt Willa, ihre Schwester wiederzuerkennen, die vor 20 Jahren verschwand ... Im Rückblick und aus verschiedenen Perspektiven ...

Bei einer Dinnerparty bei ihrer ehemaligen Zimmergenossin aus Internatstagen glaubt Willa, ihre Schwester wiederzuerkennen, die vor 20 Jahren verschwand ... Im Rückblick und aus verschiedenen Perspektiven wird der Leser in die Vergangenheit entführt und Stück für Stück das Puzzle gelöst, das Willa seit Kindertagen umtreibt. Dabei kommen Geheimnisse ans Licht und mit jedem Puzzleteil wird die wahre Geschichte enthüllt.
Nachdem ich mich in all die verschiedenen Charaktere hineingefitzt hatte, begann mich der Roman zunehmend zu fesseln. Er ist spannend, aber dennoch gefühlvoll erzählt. Weder Krimi noch Thriller, aber ein ergreifender Einblick in das Konstrukt Familie, das nicht immer allen Regeln folgt.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Roman mit kleinen Schwachstellen

Twelve Secrets -
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An sich eine spannende Geschichte, allerdings sorgen die zahlreichen Personen, ihre „Geheimnisse“, die Zeitsprünge und die am Ende jedes Kapitels fast schon zwanghaften Cliffhanger mit der Zeit für Frust ...

An sich eine spannende Geschichte, allerdings sorgen die zahlreichen Personen, ihre „Geheimnisse“, die Zeitsprünge und die am Ende jedes Kapitels fast schon zwanghaften Cliffhanger mit der Zeit für Frust und Verwirrung und haben mir zumindest sogar die Enthüllung des Täters verdorben.

Und noch etwas anderes hat mich gestört: Es gibt wohl kaum ein Buch, in dem nicht der ein oder andere kleiner Faselfehler zu finden ist. Hier aber scheint das Lektorat versagt zu haben, denn neben verschiedenen Grammatikfehlern wechselt sich z. B. auch durchweg selbst die Schreibweise von Corrine/Corinne teils im Abstand weniger Sätze beliebig ab.

Im Nachwort allerdings zeigt sich der Autor so sympathisch, dass man alle Schwachstellen in Roman und Lektorat verzeiht.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Schonungslos und berührend

Atlas unserer spektakulären Körper
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Maddie Mortimer, deren Mama selbst an Krebs erkrankt und verstorben ist, nimmt den Leser auf schonungslose Weise mit in das Leben von Lia – Lia als junges Mädchen, Lia als Ehefrau und Mutter und Lias Körper, ...

Maddie Mortimer, deren Mama selbst an Krebs erkrankt und verstorben ist, nimmt den Leser auf schonungslose Weise mit in das Leben von Lia – Lia als junges Mädchen, Lia als Ehefrau und Mutter und Lias Körper, in dem eine bedrohliche und tückische Krankheit lauert. Der Roman erzählt, genauso verwirrend, wie eine solche Diagnose und das Leben mit einer derart heimtückischen Krankheit sind, in verschiedenen Erzählsträngen von Vergangenheit und Gegenwart, Innen und Außen einer Frau, die einst hoffte, den Krebs besiegt zu haben, nun aber alles hinter sich lassen muss, was sie und ihr Leben ausmacht.

Durchaus keine leichte Kost, und wer hier einen seichten Schmöker erwartet, wird enttäuscht sein. Wer sich aber auf diesen Roman einlässt und auf all die Wirrungen, die sich in der Protagonistin abspielen, der erlebt ein poetisches Werk fernab des Mainstreams.

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