Familienbande
ElternhausDas „schmale Haus“ – das Elternhaus von Sanne, Petra und Gitti – steht in diesem Roman für so viel mehr als nur ein Haus. Es steht für Lebenswege, Hoffnungen, Kindheit, Konflikte und ein Zuhause, das einst ...
Das „schmale Haus“ – das Elternhaus von Sanne, Petra und Gitti – steht in diesem Roman für so viel mehr als nur ein Haus. Es steht für Lebenswege, Hoffnungen, Kindheit, Konflikte und ein Zuhause, das einst von zwei Menschen gebaut, gehegt und gepflegt und als Nest für ihre Kinder eingerichtet wurde.
Nun aber sind diese beiden Menschen zu alt, um sich noch um Haus und Garten zu kümmern. Die Kinder sind längst flügge und führen, jede für sich, das Leben, für das sie sich dereinst entschieden haben. Ob Sanne, die aufopferungsvolle Ehefrau und Mutter zweier Kinder, Petra, die unabhängige, selbstständige Karrierefrau, oder Gitti, die Jüngste, die irgendwie schon immer zwischen den Fronten stand …
Was also soll nun geschehen? Da Sanne am nächsten am Elternhaus wohnt, trifft sie die – durchaus schwere – Entscheidung, die Eltern in eine Wohnung umziehen zu lassen und das Haus zu verkaufen. Damit aber bringt sie ihre beiden Schwestern auf den Plan, die nun plötzlich wieder präsent sind, und alte Konflikte brechen sich Bahn.
Das Thema des Romans ist fern jeder Fiktion und damit für die meisten Leser sicherlich umso greifbarer. Ich zumindest konnte mich sehr gut damit identifizieren. Das Buch gibt Einblick in die Beweggründe von drei Frauen mit jeweils unterschiedlichen Standpunkten innerhalb der einstigen ‚Familienhierarchie‘ und heute gänzlich verschiedenen Lebenswegen und -werten.