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Veröffentlicht am 02.10.2025

vermochte nicht, mich in den Bann zu ziehen

Drei Tage im Schnee
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Im dünnen Buch "Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter beginnt die Erzählung auf Seite 7 und endet auf Seite 166, umfasst also maximal 159 Seiten, da einige nur zum Teil bedruckt sind. Die Seiten fallen ...

Im dünnen Buch "Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter beginnt die Erzählung auf Seite 7 und endet auf Seite 166, umfasst also maximal 159 Seiten, da einige nur zum Teil bedruckt sind. Die Seiten fallen klein aus und wirklich viel passt für meinen Geschmack nicht auf eine Seite. Es handelt sich also um eine kurze Geschichte, die man zwischendurch mal lesen könnte.

Angekündigt war dieses Buch als eine Erzählung, die auf warmherzige und optimistische Weise Mut machen soll, auf die eigene Stimme zu hören.

Die Ich-Erzählerin Hannah, Mitte Dreißig, ist Single, arbeitet viel und scheint nur Dinge pflichtbewusst zu erfüllen, nie etwas aus Spaß zu machen. Dann nimmt sie sich ein Wochenende Auszeit in einem Holzhaus im verschneiten Nirgendwo. Stetig denkt sie an Unangenehmes oder stellt sich irgendwelche Fragen, die sie nicht beantworten kann. Vor dem Holzhaus macht ein Mädchen, Sophie, einen Schneeengel, zieht Hannahs Aufmerksamkeit auf sich und diese in den Bann ihrer kindlichen Unbesorgtheit und Lebensfreude. Sie bauen zusammen ein Schneinhorn, trinken Kakao, und das Bild, das Sophie malt und Hannah schenkt, bringt sie dazu, ihre erste Erinnerung an ihre Kindheit zu haben.

Der Schreibstil der Autorin erreicht mich überhaupt nicht. Ich finde ihn ausgesprochen langatmig, den Inhalt nichtssagend. Es gibt nicht wirklich einen roten Faden für mich; stattdessen werden Nichtigkeiten aus Hannahs Vergangenheit und Berufsleben stückchenweise und ohne Zusammenhang aneinandergereiht. Ich kann damit überhaupt nichts anfangen, mir fällt das Lesen immer schwerer. Am besten gefällt mir Hannahs Ausspruch auf S.18 zu ihrem E-Mail-Postfach: "Zum großen Teil waren das Informationen, die völlig unwichtig waren." Genauso empfinde ich es beim Lesen auch; ich habe bis S.55 mühsam durchgehalten, hatte mich immer wieder motivieren müssen. Dann kam ein wenig mehr aktuelle Handlung auf, denn Sophie erklärt Hannah, wie sie kindliche Freude erlebt, den Moment genießt und einiges mehr..... Dazu gibt es immer wieder altbekannte Tipps oder Merksätze zur Selbstfindung, von denen selbst einer es in diesem Buch auf eine Postkarte geschafft hat.

Insgesamt war dieses Buch keine Liebe auf den ersten oder zweiten Blick; ich fand das Lesen im ersten Drittel eher anstrengend, dann wurde es besser und leichter, aber nicht wirklich tiefgründig. Mich konnte die Geschichte nicht in ihren Bann ziehen, und ich würde es nicht weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 01.10.2025

eigener Erfahrungsbericht, der Mut machen soll

Heute nicht, ich hab Migräne
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Ute Woltron beschreibt in ihrem Buch ihre eigene Migränegeschichte, die sich mittlerweile über vier Jahrzehnte streckt. Von Anfang an stellt sie klar: Jeder Betroffene hat seine eigene Migräne, was auch ...

Ute Woltron beschreibt in ihrem Buch ihre eigene Migränegeschichte, die sich mittlerweile über vier Jahrzehnte streckt. Von Anfang an stellt sie klar: Jeder Betroffene hat seine eigene Migräne, was auch eigene Vorgehensweisen bedingt. Sollte sich jemand noch nicht mit seiner Migräne auseinandergestzt haben oder nicht betroffen sein, Betroffene aber besser verstehen möchte, so kann er/sie sicherlich viel Interessantes über erlebte Symtome, Untersuchungsmöglichkeiten, das Führen eines Migränetagebuches, Behandlungsversuche und mehr durch die Autorin und auch durch zwischendurch eingestreute Informationen erhalten.

Ich selber hatte nicht mit einem persönlichen Bericht, sondern eher mit einem Sachbuch gerechnet, in dem vielleicht dann und wann eigene Erlebnisse mit einfließen, vor allem aber auch klarer dargestellte Übungen zur Hilfe. Ich als Betroffene habe da nicht wirklich viel Neues entdecken, mich aber in etlichen Beschreibungen wiederfinden können.

Veröffentlicht am 01.10.2025

präsentiert den tictoc Trend des Snacktellers

Girl Dinner
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Vorab: ich bin nicht auf tictoc unterwegs und war im Glauben, es handele sich um ein Kochbuch für einen Mädels- oder Frauenabend. Demzufolge habe ich auch richtige Rezepte erwartet. Nun bin ich schlauer, ...

Vorab: ich bin nicht auf tictoc unterwegs und war im Glauben, es handele sich um ein Kochbuch für einen Mädels- oder Frauenabend. Demzufolge habe ich auch richtige Rezepte erwartet. Nun bin ich schlauer, habe den Sinn dieses Buches verstanden und muss feststellen, dass dieses Buch so gar nichts für mich ist. Rezepte für belegte Butterbrote, Russische Ei mit verschiedenen Würzungen des Dotters, Rohkostplatten mit Dipp, mit Krabben gefüllte Avocados, Popcorn und mehr bekomme ich auch ohne Anleitung hin. Etliche Rezepte haben kein Foto, was ich vermisse, denn hier geht es ja auch um eine nette Präsentation der gereichten Snacks. Aber das ist meine persönliche Sicht dieses Buches – und die wäre ganz klar anders ausgefallen, wenn mir der tictoc Trend des schnellen Snacktellers bekannt gewesen wäre. So muss ich eindeutig sagen, dass der Fehler bei mir lag und das Buch, das, was es verspricht gut umsetzt, bis eben auf die manchsmal fehlenden Fotos.

Fans und tictoc Follower dieses Trends werden das Buch vermutlich feiern.

Veröffentlicht am 30.09.2025

schöne, helfene Geschichten für Kinder und Erwachsene

Der Vogel, der seinen Flügeln vertraute
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Anjana Gill hat in diesem Buch 25 Geschichten zusammengetragen, mit denen wir Kinder ein Leben lang stark und glücklich machen können, eigentlich nicht nur KInder, sondern auch uns selbst. Jeder Geschichte ...

Anjana Gill hat in diesem Buch 25 Geschichten zusammengetragen, mit denen wir Kinder ein Leben lang stark und glücklich machen können, eigentlich nicht nur KInder, sondern auch uns selbst. Jeder Geschichte geht eine Einleitung voraus, und ein Text folgt ihr, mit Erläuterungen und Interpretationsansätzen sowie Tipps. Die eigentliche Geschichte wurde jeweils kurz gehalten; ich würde sie auch nicht unbedingt vorlesen, sondern frei erzählen. Jede Geschichte widmet sich einem Aspekt zum glücklich sein, schlechte oder traurig machende Erlebnisse oder Kommentare an sich abprallen oder loszulassen. Es macht schon Sinn, das Buch erst einmal komplett alleine zu lesen um dann in einer entsprechenden Situation heraus eine der Geschichten erzählen zu können und sich dann auszutauschen. Insgesamt gefallen mir sowohl die Geschichten samt Anleitungen als auch die Illustrationen sehr gut. Sehr gut durchdacht finde ich, dass die Geschichten sehr bildhaft erzählt werden, man ein Bild und häufig auch eine Affirmation danach behält und in entsprechenden Situationen zur eigenen Stärkung hervorholen kann. Ich halte es für eine ausgeszeichnete Möglichkeit, mit diesen Geschichten Kinder diese Praxis beizubringen; einmal als Routine erkannt, werden sie es vermutlich für ihr Leben verinnerlichen und dadurch stärker, selbstbewusster und glücklicher werden. Bei manchen Geschichten werden sogar noch andere Bereiche miteinbezogen, beispielsweise eine Yogaübung, oder Möglichkeiten der Umsetzung vereinfacht, wie bei der blauen Tonne.

Veröffentlicht am 29.09.2025

schöne Rezepte, aber etwas nüchtern illustriert

Adventszauber und Lichterglanz
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Daniela Winter gibt in ihrem Weihnachtskalenderbuch jeden Tag ein Rezept für ein Gebäck, meist Adventsplätzchen, aber auch zwei Torten weiter, gut erklärt und mit einem Foto des fertigen Gebäcks, und erzählt ...

Daniela Winter gibt in ihrem Weihnachtskalenderbuch jeden Tag ein Rezept für ein Gebäck, meist Adventsplätzchen, aber auch zwei Torten weiter, gut erklärt und mit einem Foto des fertigen Gebäcks, und erzählt zudem ein Kapitel ihrer Weihnachtsgeschichte um Anne. Diese Geschichte kommt sehr ruig daher; ich habe sie allerdings noch nicht ganz zu Ende gelesen. Vielleicht gibt es noch ein retardierendes Moment… Gerade im Advent mag ich es gerne schön geschmückt, mit viel stimmungsvollem Schnickschnack; genau das vermisse ich etwas in diesem Buch, das eher sachlich, ruhig und ohne Gedöns daherkommt.