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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2022

gut und anschaulich erklärt

Schönes aus gefundenem Holz
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Linda Suster beschreibt in diesem Buch 22 eher einfache Projekte, die in Foto des fertigen Dekostückes sowie textlicher Anleitung samt Fotostrecke insgesamt sehr anschaulich präsentiert und leicht nachzuarbeiten ...

Linda Suster beschreibt in diesem Buch 22 eher einfache Projekte, die in Foto des fertigen Dekostückes sowie textlicher Anleitung samt Fotostrecke insgesamt sehr anschaulich präsentiert und leicht nachzuarbeiten sind, u.a. werden kleine Treibholzstücke zur Girlande aufgefädelt, Ästchen um einen Blumentopf drappiert, aus unterschiedlich langen Ästen ein Hängetannenbaum zusammengebunden oder aus einer Palette Flaschenregale gebaut. Der Untertitel „Die besten Projekte mit Treibholz, Ästen & Co.“ trifft es genau; allerdings hatte ich weitaus mehr neue und aufregendere Ideen und Projekte erwartet und meist eher die gängigen Projekte gefunden, die durchaus auch ihren Reiz haben. Wer sich also also selber diese Stücke und selbstverständlich auch noch andere, wie Kerzenleuchter oder Blumenkübel selber basteln bzw. bauen möchte, denn ganz unterschiedliche Schwierigkeitsgrade sind hier vertreten, dem wird es Dank der detaillierten Anleitungen ein Leichtes sein.

Veröffentlicht am 22.06.2022

fundiert, spielerisch, unterhaltsam und motivierend erläutert

Warum Ziele Quatsch sind – und wie wir sie trotzdem erreichen
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Stefan Frädrich, unter anderem als Autor, Moderator und Coach tätig, erläutert in diesem Buch ausführlich, wieviel einfacher der eigene Weg sein kann um seine Ziele zu erreichen, statt mit einer To-Do-Liste, ...

Stefan Frädrich, unter anderem als Autor, Moderator und Coach tätig, erläutert in diesem Buch ausführlich, wieviel einfacher der eigene Weg sein kann um seine Ziele zu erreichen, statt mit einer To-Do-Liste, festgefahrenen Routinen oder in der Komfortzone auszuharren, soll man sich genau aus dieser herauswagen, seine Unzufriedenheit als Kraft nutzen und für sich die Schnittmenge von Wollen, Können und Sollen finden. Diese drei Begriffe verbindet er mit drei Kompassnadeln, die, wenn sie im Einklang stehen, alles spielerisch betrachten lassen, so dass der Weg das Ziel ist und das Ziel als Konsequenz erreicht wird.

Die einzelnen Kapitel beleuchten unterschiedliche Aspekte, fundiert aufbereitet, garniert mit jeder Menge flapsiger Sprüche und Humor. Das Buch liest sich so leicht und locker, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Viele beschriebene Bilder oder Merksätze machen die Erkenntnisse für mich besonders alltagstauglich umsetzbar; man erinnert sich einfach „zwangsläufig“ und spielerisch.

Für mich war es das erste Buch Stefan Friedrichs, das ich gelesen habe, wenngleich mir Günter sehr wohl etwas sagt; seine im Buch erwähnten Fernsehauftritte sind auch völlig an mir vorbeigegangen. Nach dem Lesen dieses Buches werde ich aber seine Hinweise zu seinen Filmen und auch den im Buch enthaltenen Online-Kurs nutzen und noch einen Meter tiefer graben… Die vorgestellten Möglichkeiten waren mir zum guten Teil bekannt, aber es gab auch ganz neue Ansätze für mich. Ich denke für jeden, egal ob er sich mit dem Thema bereits auseinandergestzt hat oder nicht, wird dieses Buch hilfreich sein und sei es auch nur, eine seine verlorene Spur wiederzufinden bzw. nicht unter seinen Möglichkeiten zu bleiben, mit Neugier und Freude, nicht mit krampfhaftem Optimierungswahn.

Veröffentlicht am 18.06.2022

spaßig geschrieben, bietet nette Unterhaltung und Tipps

Bucket List für Wanderer
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Jarle Sänger stellt 222 Dinge zum Abhaken vor für Wanderer und Trecker oder jene, die es einfach mal ausprobieren möchten. Ein wenig überrascht mich, dass auf vielen Seiten, wie auch hier, ein Coverbild ...

Jarle Sänger stellt 222 Dinge zum Abhaken vor für Wanderer und Trecker oder jene, die es einfach mal ausprobieren möchten. Ein wenig überrascht mich, dass auf vielen Seiten, wie auch hier, ein Coverbild gezeigt wird, auf dem 250 Dinge angeboten werden. Das Buch wurde locker geschrieben, pro Seite finden sich ein oder zwei kurze Texte und im Durchschnitt auch ein, meist gezeichnetes, Bild. Die Tipps, möglichen Ziele, Erlebnisse und Erfahrungen fallen unterschiedlich interessant aus; manche finde ich selbstverständlich und andere waren für mich ganz neu und interessant. Manches wiederholt oder ähnelt sich auch; dennoch denke ich, dass gerade die, die mit Wanderungen beginnen möchten, viele gute Ideen in diesem Buch finden können und ich denke, besonders für diese wäre dieses Buch ein nettes Geschenk..

Veröffentlicht am 17.06.2022

informativ und hilfreich

Rindenmedizin
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Eunike Grahofer, unter anderem als Kräuterpädagogin tätig, vermittelt in ihrem neuen Buch die Rinden Medizin, die schon seit Jahunderten praktiziert und an die nächste Generation weitergegeben wurde.

In ...

Eunike Grahofer, unter anderem als Kräuterpädagogin tätig, vermittelt in ihrem neuen Buch die Rinden Medizin, die schon seit Jahunderten praktiziert und an die nächste Generation weitergegeben wurde.

In diesem Buch finden sich Erzählungen über das Wirken von Knochenrichtern, Holzknechten und der Dorfhebamme samt Merksätzen, Weisheiten und Beschreibungen der Lebensumstände in jener Zeit, in der die traditionelle Volksheilkunde eingestzt wurde. Vorgestellt werden 33 Bäume und Sträucher, von denen Rinde des Stammes oder der Wurzeln Verwendung finden, sei es beispielsweise als Tee, Salbe, Badezusatz, Balsam, Umschlag oder Tonikum. Jeder Baum wird zunächst in einem ganzseitigen Portrait vorgestellt, das unter anderem auch die optimale Erntezeit sowie die zu verwendenden Rinden benennt. Dem schließen sich nach der Geschichte Informationen zur Verwendung in der traditionellen Volksheilkunde an, gefolgt von verschiedenen Rezepten, die allesamt gut erklärt und leicht nachzuarbeiten sind. Mir gefällt dieser Ansatz sehr gut, beispielsweise bei Kopfschmerzen keine Tabletten, sondern salicinhaltige Rinde zu nutzen; wie gut, dass es gleich zu Beginn des Buches eine grundlegende Einführung gibt, die auch beinhaltet, wie man mit Respekt und ohne den Bäumen zu schaden Rinde der Natur entnehmen kann.

Die vorgestellten Pflanzen finde ich ausreichend; zu jeder finden sich mehrere Rezepte, so dass eine große Auswahl besteht. Vorne im Buch erleichtert das Inhaltsverzeichnis samt aufgeführter Rezepte ein schnelles Auffinden des Gesuchten. Dafür sollte man aber schon einigermaßen sicher die Wirkweisen der enthaltenen Pflanzen kennen. Gut gefallen würde mir da eine ergänzende Übersicht, in der die Rezepte auch noch nach ihrer Wirkweise bzw. ihrem Einsatz eingeteilt wären; aber vielleicht würde das den Rahmen sprengen und tatsächlich bräuchte man es wohl eher nur zum Einstieg in das Thema. Insgesamt finde ich dieses schön illustrierte Buch ausgesprochen informativ und lehrreich, die Rezepte und Anwendungen gut erklärt und leicht nutzbar.

Veröffentlicht am 15.06.2022

interessante und umfangreiche Darstellungen und Lösungen

Wildtiere im Fokus
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Bruno Hespeler, Jahrgang 1943, Berufsjäger, freier Journalist für Jagdzeitschriften und Buchautor stellt in diesem Buch Rückkehrer und Zuwanderer vor sowie seine Sicht auf Probleme und Lösungen.

Im ersten ...

Bruno Hespeler, Jahrgang 1943, Berufsjäger, freier Journalist für Jagdzeitschriften und Buchautor stellt in diesem Buch Rückkehrer und Zuwanderer vor sowie seine Sicht auf Probleme und Lösungen.

Im ersten Teil des Buches werden die Rückkehrer Biber, Luchs, Wolf, Braunbär, Fischotter, europäischer Elch, Waldrapp, Bartgeeier, Gänsegeier und Habichtsgeier abgehandelt, im zweiten Teil einige der freiwilligen und unfreiwilligen Zuwanderer, wie Nutria, Bisam, Marderhund, Goldschakal, Waschbär, Mink, Nandu, Flamingos, Halsbandsittiche und andere.

Der erste Teil fällt wesentlich umfangreicher aus und wird ausführlicher behandelt. Zu jedem dieser Tiere erhält der Leser ein Kurzportrait, Information über Ausrottung und Vertreibung und Wiederkehr in verschiedenen Ländern, aber auch über entstandene Probleme und Lösungsmöglichkeiten. Der Autor verfügt über reichlich Berufserfahrung als Jäger, was sich deutlich niederspiegelt, und schreibt routiniert. Seine Aussagen wirken gut recherchiert und doch verhält es sich so, wie er ganz kurz auf einer Seite erwähnt, dass andere, mit anderem beruflichen Hintergrund das alles ganz anders sehen und beschreiben würden. Wie gesagt, dies blitzt nur ganz kurz auf; eigentlich erwähnt der Autor nimmermüde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass jeder, der anderer Meinung ist, zu dumm wäre, die großen Zusammenhänge zu erkennen und rechnet ab mit Medien, dem dummen Volk, dass Schauergeschichten erfunden und erzählt und so vielen Tierarten unrecht angetan habe. Aber auch Wissenschaftler, Bauern/-verbände, selbst die EU samt Verordnungen bekommen durchgehend ihr Fett weg, insgesamt für meinen Geschmack viel zu häufig, viel zu beleidigend und viel zu unsachlich. Klar kann es so einfach sein, dass man sagt, alle Übergriffe sind menschenverschuldet, auch die der Wölfe, die Schafe reißen, die von Menschen mit Profitgier gehalten werden auf Flächen, auf denen es früher auch keine Menschen gab und als Lösung Elektrozäune, zugebilligte, geplante Großreviere zusprechen und darauf verweisen, dass sich alles im Laufe der Zeit einpendeln wird; das Nahrungsangebot bestimmt schließlich den Umfang der Nachkommenschaft. Auch die Berichte zu auffälligen Wölfen oder Verminderung der Rudelstärke samt möglicher nichterwünschten Folgen fand ich sehr interessant, nicht nur auf den Wolf, sondern auf alle Rückkehrer bezogen.

Der zweite Teil wurde kürzer gefasst, da keine Betrachtungen zu Vertreibung oder Eindämmung enthalten sind. Die vorgestellten Tiere leben ja schon lange hier, sind durch bewußtes Aussetzen, Ausbruch aus Pelztierzucht, Emuhaltung oder Zoo „ausgebrochen“ und haben ihren Lebensraum gefunden.

Die Ausführungen waren allesamt interessant; besonders Einblicke in die Auswirkung jahrhundertalter Jagdgepflogenheiten auf Wildbestand samt bewußtem Besatz waren mir neu. Die hier vorgestellte Sicht basiert auf langerer Erfahrung in der Jagd und behält das große Ganze im Auge. Die Betrachtungen sind schon sehr umfangreich; für mich hätte das Buch ohne die vielen, meist plump und beleidigenden Seitenhieben aber noch dazu gewonnen.