sehr schönes, kunstvolles Wimmelbuch der besonderen Art
Versteckt im WaldPhilippe Jalbert hat in diesem wirklich großen Bilderbuch mit kleinen Texten durch seine aufwändigen Tuschezeichnungen und die Idee der Geschichte ein besonderes Wimmelbuch geschaffen, das lange suchen, ...
Philippe Jalbert hat in diesem wirklich großen Bilderbuch mit kleinen Texten durch seine aufwändigen Tuschezeichnungen und die Idee der Geschichte ein besonderes Wimmelbuch geschaffen, das lange suchen, finden und erzählen lässt.
Schon auf dem vorderen Vorsatzblatt und Vorsatzpapier huschen die Eichhörncheneltern über einen langen Ast an uns vorbei, auf der Suche nach ihrem KInd, dass wir dann eine Seite später, zwischen dem Buchtitel und dem ersten Text, alleine, und neugierig entdecken. Alle Drei sind unterwegs durch den Wald; das Tempo geben wir beim Lesen vor. Auf jeder Doppelseite gilt es, die beiden Eichhörncheneltern und die im knappen Text angegebenen Tiere zu finden, wobei es sich immer um eine Familie handelt und eines des Tiere farbig hervorgehoben ist. Zudem hat sich auf jeder Doppelseite ein Eindringling eingeschlichen, der überhaupt nicht in diesem Wald lebt, beispielsweise ein Seehund. Von Doppelseite zu Doppelseite lassen sich also immer mehr Tiere suchen und finden, denn von jeder vorangegangenen Familie hat sich eines versteckt. In einzelnen Fällen waren wir uns nicht sicher, wieviele Tierkinder denn nun zur Familie gehören, aber das findet sich. Das Suchen und Finden hat uns viel Freude bereitet. Zwischendurch gab es auch Seiten, die uns mehr herausgefordert haben und wir ein Tier oder die Überprüfung, ob wir alle Tiere gefunden hatten, dann mit Hilfe der Auflösungsbilder auf dem hinteren Vorsatzblatt und Vorsatzpapier finden bzw. überprüfen konnten. Die Wimmelbilder werden nicht unbedingt schwieriger im Verlauf des Buches, auch wenn mehr zu finden ist; eigentlich wird es sogar einfacher – vielleicht liegt es an der Übung, wahrscheinlich aber auch an der Tierdichte. Dennoch war es eine intensive und langanhaltende Beschäftigung mit den Bildern und ich könnte mir vorstellen, dass eine Pause zwischendrin sinnvoll sein kann. Ich habe das Buch mit Kindern im Alter von vier und fünf Jahren betrachtet, wobei auch die „Kleineren“ fündig wurden, eben besonders bei den auffälligeren aktuellen Tierfamilien. Beim zweiten oder dritten Durchschauen wurden die Tiere schneller wiederfinden. Beim alleinigen Betrachten sollte man darauf achten, dass keine Buntstifte in der Nähe sind, denn es ist zu verlockend, die gefundenen Tiere bunt zu malen.
Uns hat das Buch sehr gut gefallen; die Bilder sind so schön und durch unterschiedliche Schraffierungen und Muster sehr interessant gestaltet. Das Suchen und Finden bereitet große Freude – jedes Mal.