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Veröffentlicht am 17.05.2020

spannend und kurzweilig zu lesen

Was die Spiegel wissen (Raven Boys 3)
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Im dritten Teil dieser Reihe suchen Blue und die vier Raven Boys immer noch nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Sie wissen, dass in den Höhlen unter Cabeswater drei Schlafende ruhen, von denen ...

Im dritten Teil dieser Reihe suchen Blue und die vier Raven Boys immer noch nach dem Grab des walisischen Königs Glendower. Sie wissen, dass in den Höhlen unter Cabeswater drei Schlafende ruhen, von denen sie einen wecken und einen auf keinen Fall wecken sollten. Zum dritten Schlafenden gibt es eher nur vage Vermutungen. Als Hilfe bei der Suche reist Professor Malory an, und dann mischt auch noch Colin Greenmantel als neuer Lateinlehrer mit seiner Ehefrau Piper bei der Suche mit. Blue belastet sehr, dass ihre Mutter, Maura, spurlos verschwunden ist und sie hat keine Ahnung, wo sie sie finden könnte. Selbstverständlich werden auch die Gefühle zwischen Blue und Gansey und der Fluch, der sie diesbezüglich zurückhält, auch im dritten Band wieder thematisiert.

Die Geschichte entwickelt sich und es wird klar, wie besonders Adam und Ronan an ihren Fähigkeiten gearbeitet haben um besser vorbereitet zu sein. Mir hat besonders gut gefallen, dass die persönliche Entwicklung der Protagonisten und auch ihre Gefühle, Träume, Ängste nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt wurden. Spannend erzählt, mit einigen Überraschungen, interessant ausgeschmückten, magischen 'Spielorten' und etlichen Fäden, die nun endlich zusammengeführt wurden endet die Geschichte in einem großen Finale.
Allerdings fand ich einige Details auf dem Weg dorthin nicht vollkommen überzeugend und zu einfach gelöst. Ohne zuviel vom Inhalt verraten zu wollen, möchte ich deshalb nur ansatzweise darauf eingehen: z.B. denke ich an das Ruhigstellen von Gwenllian in der Höhle oder die Szene, in der Kabelbinder geöffnet werden. Auch frage ich mich, ob ich das Ende wirklich verstanden habe, ob die im Epilog erwähnte Person die zweite Schlafende war ' oder wurde zur zweiten schlafenden Person gar nichts gesagt? .....

Fazit: spannend und kurzweilig zu lesen, aber es bleiben einige Fragen offen, bin gespannt auf den nächsten Teil...

Veröffentlicht am 17.05.2020

Entzauberung des Mythos Che

Che Guevara
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Elke Bader, Inhaberin und Geschäftsführerin des griot-Hörbuchverlages, beleuchtet in ihrer Hörbuchreihe 'Menschen Mythen Macht' Mythen des 20. Jahrhunderts und will entlarven, was in einzelne Personen ...

Elke Bader, Inhaberin und Geschäftsführerin des griot-Hörbuchverlages, beleuchtet in ihrer Hörbuchreihe 'Menschen Mythen Macht' Mythen des 20. Jahrhunderts und will entlarven, was in einzelne Personen hineingedichtet wurde und zu dem Personenkult geführt hat.
Das Buch wurde im Lektorat von einem Historiker begleitet, und es wird auf der Rückseite des booklets ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diesem Hörbuch umfangreiche Recherchen zugrunde liegen.

Den 3 CDs liegt ein booklet mit stichpunktartigem Lebenslauf und ein paar Fotos bei. Im Hörbuch selber wird der Lebensweg Che Guevaras sehr sachlich von Gert Heidenreich vorgelesen. Kurze Musikeinspielungen vermitteln einen Hauch kubanischer Atmosphäre. Johannes Steck liest Aussprüche oder Auszüge aus Schriftstücken mit einer unglaublichen Überzeugungskraft; nicht ein einziges der Worte läßt Che Guevara sympatisch erscheinen. Diesen Eindruck vermittelt mir fast das komplette Hörbuch: sehr konsequent beschreibt Elke Bader Che Guevara als eingebildet, ja geradezu narzistisch, grob, menschenverachtend: ein Gescheiterter mit wahnhaften Zügen. Die Zitate über sozial Schwächere und Ungebildetere wirken sehr abstoßend, genauso wie sein Kontakt und Kommentar zu 'seinen' Frauen und Kindern.
Ein positiven Satz habe ich gefunden: ein Zitat von Satre, der Che Guevara benennt als ' der vollkommenste Mensch unserer Zeit'. Offensichtlich gab es damals doch noch mehr Menschen, die an seine Ideale glaubten. Mich hat auch der beschriebene Kontakt zu Jean Ziegler überrascht.

Es fällt schwer, zu glauben, dass diese Beschreibungen zu dem Mann gehören, der weltweit als Synonym für Widerstand, Emanzipation und Rebellion gesehen wird und die Darstellung wirkt auf mich schon sehr einseitig. Hier wurde also eine ganz andere Seite Che Guevaras aufgezeigt und dennoch denke ich, dass es nie nur schwarz oder weiß gibt, dass die Medaille immer zwei Seiten hat und "die" Wahrheit auch immer aus mehreren Wahrheiten besteht - dieses Hörbuch zeigt eine davon auf.

Veröffentlicht am 14.05.2020

ganzheitliche Ratschläge einer "Instagram-Freundin" hilft,

Glanz und Gloria
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Vreni Frost betreibt seit gut einem Jahrzehnt einen Blog, in dem sie Lebenserfahrungen, Tipps und Inspirationen weitergibt.
Genauso verfährt sie auch in diesem Buch:
Kapitelweise, nach Zimmern geordnet ...

Vreni Frost betreibt seit gut einem Jahrzehnt einen Blog, in dem sie Lebenserfahrungen, Tipps und Inspirationen weitergibt.
Genauso verfährt sie auch in diesem Buch:
Kapitelweise, nach Zimmern geordnet und mit einer Liste an Fragen läßt sie den Leser seine eigene Position zu verschiedenen Themen bedenken und hinterfragen, gibt weitgestreute Tipps, wie beispielsweise zu Kosmetik mit Microplastikbestandteilen, Zeitmanagment oder der Fähigkeit Nein zu sagen. Die realen Putztipps stehen da eher etwas im Hintergrund; vielmehr geht es um die ganzheitliche Sicht und das Vermögen, sich selber so zu akzeptieren, wie man ist und sich von falschen Dogmen zu verabschieden.
Zu jedem Thema berichtet die Autorin eigene Erlebnisse und Entwicklungen.

Zugegeben, das Buch ist ganz anders ausgefallen als erwartet und ich muß gestehen, dass es mich zurückläßt mit dem Gefühl, nicht dem Alter der anvisierten Leserschaft zu entsprechen. Für mich war da nicht ganz so viel Neues zu entdecken, was ich aber nicht wirklich schlimm finde. Ich kann mich auch für schön gemachte Bilderbücher begeistern und mich von ihnen bezaubern lassen. Die hier vorgestellten Sichtweisen und Tipps finde ich besonders hilfreich für junge Frauen, die beruflich am Beginn stehen, vielleicht gerade ihre erste Wohnung beziehen und Lebenserfahrung eher von "Instagram-Freundinnen" als einer älteren Generation annehmen möchten. Es werden auch aktuelle Themen wie Social Media Nutzung und Selbstbeschränkung ohne mahnenden Zeigefinger abgehandelt, so dass ich denke, das Annehmen der Ratschläge dürfte leichter fallen...

Insgesamt halte ich diesen Ratgeber, gerade für junge Frauen, die an ihrer Selbstakzeptanz und Achtsamkeit sich selber gegenüber noch arbeiten wollen, für sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 09.05.2020

sehr gut durchdacht und spannend erzählt

Echo des Schweigens
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Markus Thiele erzählt mehrere ineinanderknüpfte Geschichten, die sich über Jahrzehnte und etliche Länder erstrecken - und die Frage aufwerfen, ob Gerichtssprechung fehlerhaft oder erhaben ist, wenn er ...

Markus Thiele erzählt mehrere ineinanderknüpfte Geschichten, die sich über Jahrzehnte und etliche Länder erstrecken - und die Frage aufwerfen, ob Gerichtssprechung fehlerhaft oder erhaben ist, wenn er auf Grund von mangelnden Beweisen oder Handlungsmaxime einen Schuldigen freispricht. In einem anderen Erzählstrang werden Taten und Verrat in den Zeiten der Ende Dreißiger bis Anfang 40er Jahre, Verstrickungen und Vorteilsnahme thematisiert.
Wiegt Schuld weniger, wenn sie aus Liebe heraus entstnaden ist und weitere Aspekte begleiten die Handlungen dieses Romans, der in seinem Kern reale Begebenheiten verarbeitet, jedoch dichterisch frei ergänzt und erzählt.

Bei manche Passagen habe ich mich an Fernsehberichte erinnert und war froh, dass im Nachwort klargestellt wird, was wahr und was Fiktion bleibt.

Insgesamt hat mir dieser Roman sehr gut gefallen; er wurde abwechslungsreich erzählt. Die vielen Schnitte und Wechsel machen diesen spannenden Roman noch temporeicher. Man mag ihn gar nicht mehr aus der Hand legen....

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Veröffentlicht am 07.05.2020

wunderbarer Lesegenuss

Agatha Raisin und das Geisterhaus
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Agatha Raisin, ehemalige PRfrau und seit Jahren Neuzugezogene, löst in diesem 14. Band wieder auf ihre eigene Art Fälle, Verwicklungen und sich selber manchmal auch in Tränen auf.

Ich selber kannte bislang ...

Agatha Raisin, ehemalige PRfrau und seit Jahren Neuzugezogene, löst in diesem 14. Band wieder auf ihre eigene Art Fälle, Verwicklungen und sich selber manchmal auch in Tränen auf.

Ich selber kannte bislang nur die Verfilmungen und muß einräumen, dass dieses mein erster gelesener Band um Agatha Raisin war. Die Charaktere und Spielorte sind mir also durchaus vertraut, manchesmal wich die Beschreibung zwar von meinem "festen" Bild leicht ab ( z.B. Aggis Haarfarbe), aber dabei handelt es sich nur um ganz geringfügige Details. Beim Lesen hatte ich das Gefühl alte Bekannte zu treffen, an ebenso bekannten Orten. Einen Vergleich zu vorangegangenen Büchern kann ich nicht ziehen, bin aber sehr glücklich mit diesem Band gewesen. Die Ermittlungen sowie Aggis Ideen fallen nach wie vor skurril aus; Aggis manchmal recht vorlaute Art erfrischt - und doch merkt man, dass sie älter und bedachter geworden ist, beispielsweise, wenn sie Bill Wong ins Vertrauen zieht statt sofort loszupreschen oder, wenn sie Zweifel an Persönlichem hat und hinterfragt, ob es in ihrem Alter so machbar sein kann. Auch bei anderen Bekannten wie Charles fällt auf, dass die Jahre nicht spurlos an ihm und anderen vorbeigezogen sind. Ich schätze es sehr, wenn die Charaktere glaubhaft älter werden und man so die Jahre tatsächlich gemeinsam an sich vorbeiziehen sieht.

Insgesamt fand ich die Reise durch die Fälle, kreativen Ermittlungen... und die Cotswolds ausgesprochen kurzweilig, spaßig und unterhaltsam und freue mich schon sehr auf Aggis hoffentlich nicht allzu lange auf sich wartenden nächsten Fall.

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